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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Leben in der glanzvollen Kurstadt

Konditorei Zauner - Der Zuckerbäcker der Kaiserin
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Im österreichischen Bad Ischl gibt sich nicht nur die kaiserliche Familie Anfang des 19. Jahrhunderts zur Sommerfrische ein Stelldichein. Auch zieht es sie Bäckerstochter Lisa in die Kurstadt, die sich ...

Im österreichischen Bad Ischl gibt sich nicht nur die kaiserliche Familie Anfang des 19. Jahrhunderts zur Sommerfrische ein Stelldichein. Auch zieht es sie Bäckerstochter Lisa in die Kurstadt, die sich hier ihren Traum erfüllen, und dass Zuckerbäckerhandwerk bei angesehenen Hofbäcker Zauner erlernen will.

Johann Zauner bietet ihr an, als „Zaunerin“ im Verkauf zu arbeiten. Doch schnell merkt er, dass die junge Frau ein Talent mitbringt, um köstliche Kreationen herzustellen, die die Kurgäste nur so begeistern. Als Lisa beim Zauner den jungen Konditor August kennenlernt, entwickeln sich zwischen den beiden doch zarte Bande. Doch als August auf Grund eines tragischen Ereignisses Ischl verlassen muss, steht das Leben der jungen Frau auf dem Kopf.

Die Autorin Clara Lenz erzählt die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. So lernt man neben Lisa, zum Beispiel auch Johann Zauner oder die Erzherzogin Sophie kennen. Diese Tatsache zeigt schon, dass in der Geschichte schon sehr viel passiert und man bekommt irgendwie den Eindruck, dass eigentlich nicht die Konditorei im Fokus der Erzählung steht. Vielmehr bekommt man den Eindruck, dass es sich um eine Erzählung von Geschehnissen zu dieser Zeit in den mondänen österreichischen Kurstadt handelt. Hier treffen gekonnt verknüpft Fiktion und Geschichte auf einander.

Die Geschichte ist definitiv für alle geeignet, die gern historische Romane lesen und augenscheinlich lässt auch die Fortsetzung nicht mehr lange auf sich warten.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Sie weiß was sie will...

Bridgerton – Der Duke und ich
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„Der Duke und ich“ ist der erste Teil der Bridgerton-Saga von Julia Quinn. Die Protagonistin in diesem Teil ist Daphne. Daphne wurde bei ihrem Debüt von der Königin als „Juwel“ der Ballsaison auserkoren. ...

„Der Duke und ich“ ist der erste Teil der Bridgerton-Saga von Julia Quinn. Die Protagonistin in diesem Teil ist Daphne. Daphne wurde bei ihrem Debüt von der Königin als „Juwel“ der Ballsaison auserkoren. Doch was kommt nun?

Mit Hilfe des Duke of Hastings, Simon Basset, erhofft sich Daphne den Mann fürs Leben zu finden. Denn wenn er ihr den Hof macht, wird ihr Wert auf dem Heiratsmarkt erhöht und er kann sich die penetranten Mütter heiratswilliger Töchter vom Hals halten.

Der Schreibstil von Julia Quinn lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen. Auch wenn es im 19. Jahrhunderts spielt, hat man doch das Gefühl, dass die Geschichte sehr modern erzählt wird. Das Rätsel um Lady Whistledown ist schon wirklich spannend erzählt. Auch wenn ich, dank Netflix, schon weiß, wohin das führen wird, habe ich es doch sehr gern gelesen.

Die Bridgertons muss man einfach ins Herz schließen. Violet, als verwitwete Lady Bridgerton, hält ihre Familie zusammen. Und so freue ich mich, auch außerhalb der Netflix-Serie, die Familie noch genauer kennenzulernen. Die Nebencharaktere dieser Geschichte haben mir auch sehr gefallen.

Die Handlung hat die Autorin gelungen strukturiert und so fiebert man als Leser einfach mit, wie es wohl mit Daphne und Simon weitergehen wird.

Man lernt Daphne als toughe junge Frau kennen, die genau weiß was sie will und sich auch gegenüber Männern zu behaupten weiß. Simon jedoch wirkt schüchtern und zurückhaltend. Aufgrund der Zurückweisung, die er zeitlebens durch seinen Vater erfahren hat, scheint er nahezu traumatisiert. Doch dem Spiel zwischen den beiden folgt man gern, auch wenn man die Netflix-Serie bereits kennt.

Mittlerweile gibt es hier ja auch unterschiedliche Covervarianten zu der Geschichte. Entweder mit den Serienprotagonisten, als edles farbiges Cover oder eben clean als modernes Romancover. Welches gefällt Euch am besten?

„Bridgerton“ ist eine Geschichte, die modern ist und gut unterhält. Und auch als Fan der Serie auf Netflix kann man hier noch einiges erfahren.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Ziemlich viele Figuren...

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Die Autorin Angela Marina Reinhardt nimmt uns mit dem ersten Teil „Die Welt in Meran – Walzerblut“ mit in die Stadt Meran in der Faschingszeit 1872.

Helen reist mit ihrer Tante Lady Greville in den Kurort. ...

Die Autorin Angela Marina Reinhardt nimmt uns mit dem ersten Teil „Die Welt in Meran – Walzerblut“ mit in die Stadt Meran in der Faschingszeit 1872.

Helen reist mit ihrer Tante Lady Greville in den Kurort. Ziel ist es, Helen bei den Gesellschaften vor Ort endlich unter die Haube zu bekommen. So sieht es zumindest ihre Tante. Denn das sei wohl längst überfällig. Und dann lernt Helen auch gleich zwei potenzielle Kandidaten kennen; den Erben Maximilian von Montalban und den geheimnisvollen korsischen General Jean Benedetti.

Aber neben den vorgenannten Figuren lernt man zwischen den Seiten noch viele andere Personen kennen. Das hat bei mir beim Lesen definitiv zu einigen Verwirrungen geführt. Auch wenn es am Ende des Buches ein Personenregister gibt, weiß ich nicht, ob ein Studium dessen mich vor dieser Verwirrung bewahrt hätte.

Man lernt während des Lesens das Leben in den gehobenen Gesellschaftsschichten kennen, aber man bekommt auch einen Einblick in das Leben der Arbeiter und Bediensteten. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn der Leser soll die Figuren doch selbst entdecken. Ich muss aber sagen, dass durch das ständige Hin und Her zwischen den einzelnen Figuren, doch auch das Gefühl etwas auf der Strecke bleibt.

Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich die Geschichte um Helen und Jean als Kern heraus. Helen zeigt sich trotz ihrer Herkunft sehr emphatisch gegenüber ihren Mitmenschen, egal aus welcher Gesellschaftsschicht diese kommen. Jean ist zum Anfang doch eher der unnahbare Soldat, aber mit der Zeit wird auch er sehr sympathisch.

Aber am Ende bekommt man doch das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Aber die Autorin schafft hier einen Aufhänger, der den Leser definitiv dazu anhalten soll, weiter zu lesen und sich den zweiten Teil nicht entgehen zu lassen. Das Buch ist definitiv geeignet für Leute, die es lieben, mit allen Facetten in historische Romane einzutauchen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Was hat es wohl mit den Stracciatellaküssen auf sich?

Das kleine Café am Gardasee: Stracciatellaküsse
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„Das kleine Cafe am Gardasee – Stracciatellaküsse“ von Sara Pepe ist der vierte Teil der Liebesküsse am Gardasee-Reihe. Die Protagonistin der Geschichte ist Gina. Nach der Trennung von ihrer langjährigen ...

„Das kleine Cafe am Gardasee – Stracciatellaküsse“ von Sara Pepe ist der vierte Teil der Liebesküsse am Gardasee-Reihe. Die Protagonistin der Geschichte ist Gina. Nach der Trennung von ihrer langjährigen Freundin findet sie sich in der WG ihrer Freunde Luna und Diego wieder, als sie ein Dach über dem Kopf braucht.

Bei der Geburtstagsfeier von Diego lernt sie dann auch dessen Freund Lorenzo kennen, der ein eigenes Restaurant führt. Irgendwie merkt man von Anfang an, dass die Funken zwischen den beiden sprühen. Doch scheint noch etwas anderes zwischen den beiden zu stehen. Als Lorenzo Gina einen Job bei ihm als Aushilfe anbietet, sagt sie nach etwas Zögern doch zu. Damit könnte sie sich das nötige Geld für eine eigene Bleibe verdienen.

Die Autorin schafft es, ein schönes und glaubhaftes Ambiente für die Geschichte am Gardasee zu schaffen. Doch erzählt sie nicht nur eine blumige Liebesgeschichte, sondern es wird auch das ernste Thema Drogenmissbrauch behandelt. Und so finden auch die Geheimnisse der beiden Protagonisten ihren Weg in die Geschichte.

Grundsätzlich sind die Geschichten der Liebesküsse am Gardasee-Reihe in sich geschlossene Geschichten, die auch unabhängig voneinander gelesen werden können, doch manchmal hätte ich mir vielleicht doch etwas mehr Informationen zu den anderen Figuren gewünscht. In der Geschichte spielen doch ziemlich viele Figuren mit, so dass ich das ein oder andere Mal schon etwas den Überblick verloren habe.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Wenn man Gefühle sehen kann

Alle Farben meines Lebens
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In „Alle Farben meines Lebens“ von Cecelia Ahern geht es um das Leben von Alice, die die Gefühle von Menschen anhand von Farben sehen kann.

Der Einstieg war zunächst doch etwas gewöhnungsbedürftig. Aufgewachsen ...

In „Alle Farben meines Lebens“ von Cecelia Ahern geht es um das Leben von Alice, die die Gefühle von Menschen anhand von Farben sehen kann.

Der Einstieg war zunächst doch etwas gewöhnungsbedürftig. Aufgewachsen mit einer psychisch kranken Mutter und ihren beiden Brüdern wird Alice regelmäßig mit den schlechten Farben ihrer Mutter konfrontiert. Ihr einziger Lichtblick scheint hier ihr Bruder Hugh zu sein. Mir ist es doch etwas schwer gefallen, dieses Geschehen so auf Anhieb einzuordnen. Und mit der Zeit wird die Geschichte immer zäher. Alice versucht mit aller Macht den Farben der anderen Menschen aus dem Weg zu gehen. Doch plötzlich trifft sie eines Tages in der Bahn auf den „Mann ohne Farben“. Ein Zustand, der sie zusehends verwirrt.

Doch als sich Alice dieser Begegnung mit Andy öffnet, scheint sich auch ihr Leben zu verändern...

Wie immer schafft es Cecelia Ahern der Geschichte ein besonderes Herz zu verleihen. Die Geschichte ist spürbar für die Figuren eine Herausforderungen. Doch warum soll man auch als Autorin immer nur vom „heilen Sonnenschein“ schreiben? Die Themen, die dieser Roman beschreibt, sind nicht alltäglich, doch schafft es die Autorin auch damit zu berühren. Sie beschreibt die Höhen und Tiefen authentisch und doch hoffnungsvoll.

Das Buch ist mehr als nur ein Roman, man durchlebt mit der Protagonistin die Herausforderungen des Lebens auf eine besondere Art, die zum Nachdenken anregt und doch zu Herzen geht. Auch wenn ich keine Farben sehen kann, habe ich doch einiges von Alice in meinem Leben wiedergefunden. Schön ist es auch zu sehen, dass Alice eine eigene Familie gründen kann, wenn doch auch ihr eigenes Familienleben nicht einfach gewesen ist. Und so lernt sie auch daran zu wachsen und man bekommt das Gefühl, dass es sie erdet.

Alle Fans von Cecelia Ahern sollten sich diese besondere Geschichte nicht entgehen lassen!




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