Eine Geschichte von Gewalt - und von Ohnmacht
Gelbe Monster Charlie ist verliebt. Immer noch, obwohl Valentin ihr schon zum zigsten Mal - und diesmal endgültig - signalisiert hat, dass es aus mit ihnen ist. Dass er einfach nicht mehr kann.
Denn Charlie ...
Charlie ist verliebt. Immer noch, obwohl Valentin ihr schon zum zigsten Mal - und diesmal endgültig - signalisiert hat, dass es aus mit ihnen ist. Dass er einfach nicht mehr kann.
Denn Charlie fühlt sich mit ihm - und mehr noch in den Zeiten, wenn sie ohne ihn ist, ohne ihn sein muss - oft ohnmächtig. Und diese Ohnmacht, diese Machtlosigkeit führt bei ihr zu Gewalt. Zu Gewalt gegenüber Valentin, auch anderen gegenüber - aber vor allem zu Gewalt gegen sich selbst.
Wir kennen Menschen wie Charlie seit Jahren: aus vielen Geschichten über Eifersucht, über Gewalt in der Beziehung, über Macht und Ohnmacht. Doch geht es in diesen fast immer um die von Männern ausgehenden Emotionen und deren Folgen.
Hier ist es anders - Valentin hat es überhaupt nicht mit Gewalt, dann schon eher mit Ohnmacht, aber ganz anders als seine Freundin. Er lässt sie immer wieder zurückkommen.
Doch ist dies nicht seine, sondern ganz klar Charlies Geschichte - eine darüber, ob und wie man sich in den Griff bekommt, wenn man doch eigentlich ganz und gar verloren ist.
Eine Geschichte, die mich über weite Teile nicht erreichte, war sie doch ganz weit weg von meinen eigenen Emotionen, meinem Verständnis von Beziehung und auch von meiner Generation. Dennoch verstehe ich, dass dies ein wichtiger, auch innovativer Roman ist.