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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Was nach Peter Pan geschah ...

Der Panfluch
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Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ...

Ich liebe Neuinterpretationen von Märchen und Sagengeschichten und habe auch schon einige zu Peter Pan gelesen. Mir hat besonders die Idee gefallen, dass es keine Neuinterpretation mit Peter als Protagonisten ist, sondern vielmehr eine Weitererzählung der Geschichte aus Sicht eines komplett neuen Charakters. Taja ist eine Raluka, die verborgen in den Bergen im Zentrum von Nimmerland leben und Geschichten erzählen. Das ändert sich schlagartig, als Peter Pan verschindet, nachdem er Nimmerland von den Piraten befreit hat. Das Land versinkt plötzlich in Dunkelheit und nur Taja scheint Nimmerland jetzt noch retten zu können. Wir begleiten die kleine Heldin auf ihrem größten Abenteuer durch ganz Nimmerland und begegnen vielen bekannten Figuren. Der Schreib- und Erzählstil sind flüssig und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ab und zu hat mir nur die Formatierung nicht ganz gefallen, da es teilweise sehr große Lücken zwischen zwei Wörtern gab. Die Geschichte ist spannend und eher für ein jüngeres Publikum geschrieben, daher war ich über einige grausamere Szenen anfangs überrascht. Die Charaktere hätten gerne auch noch ein wenig mehr emotionale Tiefe bekommen können, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Lesespaß für alle Fans historischer K-Dramen

Ein Kranich unter Wölfen
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Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und schlicht, wodurch ich schnell ins Buch reingekommen bin und es sich schnell runterlesen ließ. Auch die historisch ...

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreib- und Erzählstil ist einfach und schlicht, wodurch ich schnell ins Buch reingekommen bin und es sich schnell runterlesen ließ. Auch die historisch korrekte Darstellung der Epoche und der Charaktere war sehr gut erzählt und die Geschichte wurde geschickt darin eingebettet, ohne deplatziert zu wirken. Es ist sehr authentisch geschrieben und ich konnte mir alles beim Lesen sehr gut vorstellen.

Die Protagonisten sind alle noch recht jung, was man vor allem an Iseul merkt. Sie ist ziemlich naiv und handelt ohne nachzudenken, was mir ab uns an wirklich die Nerven geraubt hat. Was ich aber erfrischend fand, dass sie anfangs ein eher verwöhntes Görr ist, im Laufe der Geschichte aber ihr Verhalten und ihre Fehler reflektiert und versucht sich zu bessern, was ihr mehr, oder weniger gut gelingt. Sie ist nicht perfekt, nicht direkt die Heldin, die alles kann und jeden rettet. Daehyun, obwohl er einer der Prinzen ist, hat keinerlei Macht und will auch nicht die ganze Welt retten. Zwei Underdogs, die ihre eher egoistischen Ziele verfolgen und deren Wege sich zufällig kreuzen. Das ganze wird ergänzt mit einem Serienmörder, der den König veröhnt. Wer ist er und auf welcher Seite steht er tatsächlich?

Es gab auch 2-3 Stellen, die ich so nicht hab kommen sehen, bzw. bei denen ich dachte, es geht vielleicht in eine andere Richtung. Das fand ich klasse. Das einzige, was mir wirklich gefehlt hat, war ein Glossar. Wer sich nicht mit der koreanischen Kultur und Sprache auskennt, hat zwischendurch wirklich Probleme, die Begrifflichkeiten zu verstehen.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Plötzlich Prinzessin in Japan

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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Ich habe das Buch auf englisch gelesen und ich brauchte ein wenig, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Izumi ist eine typische Teenagerin. Sie wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die sie ...

Ich habe das Buch auf englisch gelesen und ich brauchte ein wenig, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Izumi ist eine typische Teenagerin. Sie wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die sie über alles liebt, aber sie hat dennoch das Gefühl, dass etwas fehlt. Sie hat ihren Vater nie kennengelernt und ihre Mutter redet nicht über ihn. Durch einen Zufall, findet sie zusammen mit ihrer Freundin raus, wer ihr Vater ist und das ist ein riesiger Schock für sie. Denn er ist niemand anderes als der zukünftige Kaiser von Japan, was sie zur Prinzessin macht. Um ihren Vater kennenzulernen reist sie nach Japan, wo sie nicht nur eine neue Familie, sondern auch die große Liebe findet.
Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Es ist heiter und witzig geschrieben und ich habe fast alle Charaktere ins Herz geschlossen. Die Story ist natürlich nicht neu und erinnert sehr an den Film Plötzlich Prinzessin, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Wer zwischendurch einfach mal eine süße Coming-of-Age Romanze lesen möchte, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Starke Idee mit kleineren Schwächen

Das Buch der verlorenen Stunden
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Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, ...

Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, fand ich spannend und ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Tatsächlich hatte ich anahnd des Klappentextes eine andere Geschichte erwartet, aber ich bin dennoch begeistert. Historische und phantastische Elemente werden gekonnt miteinander vermischt und es kommt noch eine Prise Agenten/Spionagekrimi hinzu.

Die Geschichte wird größtenteils aus Lisavets Zeitebene (beginnend 1938) und Amelias (1965) erzählt. Somit erfährt man teilweise schon, was zukünftig passiert sein wird, aber noch nicht, was dazu geführt hat. Es wird alles nach und nach zusammengesetzt, bis man endlich das große Ganze erkennt. Das hat mir besonders gefallen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Das lag auch am Schreibstil und Tempo. Es ist angenehm zu lesen, flüssig und oft poetisch sowie philosophisch geschrieben. Es gibt so viele schöne Passagen, die einfach bewegend und tiefgründig sind. Als Leser:in wird man zwar direkt in die Handlung geworfen, allerdings ist das Erzähltempo anfangs recht langsam und man bekommt Zeit die Charaktere und die Welt besser kennenzulernen. Das fand ich wirklich angenehm, da ich gerade die phantastischen Elemente so besser verstehen und einordnen konnte. Zudem wächst man quasi mit Lisavet auf und bekommt ein wirklich gutes Bild von ihrer Figur wodurch ich mich direkt in sie hineinversetzen konnte. Dann nimmt die Handlung fahrt auf und auch das Tempo wird angezogen, was super gepasst hat. Das Ende war leider etwas gehetzt, wodurch die Handlung und Charaktere an Tiefe eingebüßt haben. Insgesamt liest sich das Buch aber sehr gut!

Vor allem Lisavets Figur macht eine ziemliche Entwicklung durch, die vielleicht nicht von jedem gut angenommen wird, die ich aber zum Ende des Buches durchaus realistisch und nachvollziehbar fand. Das Ende hat mich ab einem gewissen Punkt nicht unbedingt überrascht, aber ich fand es passend und es bietet vor allem Spielraum für Interpretationen.

Ich habe öfters gelesen, dass angenommen wurde, es sei ein Jugendbuch, dem ist absolut nicht so. Wer also ein Jugendbuch erwartet, wird von diesem Roman wohl eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

leise erzählt mit viel Gefühl

Die Telefonzelle am Ende der Welt
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Ich hatte anfangs tatsächlich Probleme in die Geschichte reinzukommen, was u.a. an dem Schreibstil lag. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt hatte, hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Es passiert ...

Ich hatte anfangs tatsächlich Probleme in die Geschichte reinzukommen, was u.a. an dem Schreibstil lag. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt hatte, hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Es passiert an sich nicht viel, es ist still und leise erzählt und hat mich dennoch sehr berührt. Ich konnte die Charaktere gut verstehen, auch die Gefühle und zarten Verbindungen, die sich zwischen ihnen entwickeln. Für mich ist die Geschichte eine kleine Liebeserklärung ans Leben, mit allen Höhen und Tiefen.

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