Schöne Idee, aber für meinen Geschmack zu ruhig erzählt
Adalina und die Liebe zu den BüchernUm in Ruhe an ihrem Buch zu schreiben, reist Adalina nach Süditalien. Dort entdeckt sie zufällig das Bibliomotocarro aus ihrer Kindheit in einer Garage. Neugierig macht sie sich auf die Suche nach dem ...
Um in Ruhe an ihrem Buch zu schreiben, reist Adalina nach Süditalien. Dort entdeckt sie zufällig das Bibliomotocarro aus ihrer Kindheit in einer Garage. Neugierig macht sie sich auf die Suche nach dem Maestro und der Antwort auf die Frage, warum die fahrende Bibliothek nicht mehr unterwegs ist.
Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen. Besonders der Maestro und seine Frau Maria - die Familie La Cava - sind mir schnell ans Herz gewachsen. Auch die Tagebucheinträge des Maestros haben der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen.
Mit dem Schreibstil musste ich zunächst etwas warm werden. Nach dem Einstieg hat mich die Geschichte zwar besser mitgenommen, insgesamt fehlte mir aber über weite Strecken die Spannung. Viele Ereignisse liefen für meinen Geschmack zu reibungslos ab, Konflikte wurden schnell gelöst und gerade im letzten Drittel zog sich die Handlung stellenweise etwas.
Das emotionale Ende und der Epilog haben mir hingegen gut gefallen und den Roman für mich noch einmal aufgewertet.
Wer ruhige, gefühlvolle Geschichten mit viel Herz und wenig Drama mag, wird an diesem Buch sicherlich Freude haben. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Tempo und mehr Ecken und Kanten gewünscht.