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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen

Road of Bones – Straße des Todes
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Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt ...

Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt für ihn wenden – doch in Sibirien angekommen, treffen die beiden nicht nur auf eine absolut lebensfeindliche Umgebung, sondern auch auf eine verlassene Stadt und Kreaturen, die sie schon bald an ihrem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider unglaublich schwer damit getan, überhaupt bis zum Ende durchzuhalten, obwohl der Klappentext eigentlich sehr vielversprechend klang. Als Fan außergewöhnlicher Settings hatte diese Geschichte in meinen Augen ein unglaublich großes Potenzial, was sich in meiner Vorstellung vor allem in der lebensfeindlichen Gegend Sibiriens hätte niederschlagen sollen, mich beim Lesen dann aber leider kaum überzeugen konnte.

Besonders genervt hat mich dabei, dass eigentlich kaum etwas wirklich spannendes passiert und sich der Handlungsbogen insbesondere für die Kürze der Geschichte relativ viel Zeit lässt. In der Theorie hätte diese Zeit genutzt werden können, um ein beklemmendes Setting zu erschaffen, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um eine Horrorgeschichte handeln soll wichtig und meinem Lesespaß deutlich zuträglicher gewesen wäre.

Auch die Figuren waren für mich nicht wirklich greifbar beim Lesen, zumal ich recht lange Schwierigkeiten dabei hatte, Felix und Prentiss auseinander zu halten. Abgesehen davon kamen dann deutlich später noch Charaktere dazu, die zwar schlussendlich wichtig für den Plot waren, zuvor aber noch gar keine Rolle gespielt und mich daher fast ein wenig überrumpelt haben. In Kombination mit der eher unglaubwürdigen Entwicklung des Handlungsbogens war ich leider so gar nicht überzeugt, weshalb ich dann eher erleichtert darüber war, dass das Buch nicht länger war. Da Horror ohnehin nicht mein Lieblingsgenre ist, werde ich mich in Zukunft vermutlich lieber auf die Autoren verlassen, deren Bücher mich in der Vergangenheit auch in diesem Genre eher überzeugen konnten.


Fazit
Für mich war diese Geschichte leider weder hinsichtlich der Atmosphäre, noch hinsichtlich der Figuren oder des Handlungsbogens besonders mittreißend erzählt. Das Potenzial für ein überzeugendes Buch war dabei zwar irgendwo gegeben, ausgeschöpft wurde das in meinen Augen aber leider gar nicht.

Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein Jugendbuch, das etwas über das Ziel hinausschießt

Was hast du nur getan?
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Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als ...

Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als sich dann jedoch die Hinweise häufen, dass es sich bei diesem Todesfall nicht wie zunächst angenommen um einen Suizid handelt, wird Cassidy hellhörig – und stürzt sich Hals über Kopf in eigene Ermittlungen, um der Sache auf den Grund zu gehen.


Meine Meinung
Auch wenn ich hin und wieder gerne Jugendbücher lese, vor allem solche, bei denen die Zielgruppe nicht das einzige mögliche Publikum darstellt, war diese Geschichte für mich leider eher ein Fehlgriff. Die Grundidee klang dabei zwar noch ganz spannend, die Umsetzung war dann für meinen Geschmack aber deutlich zu sehr drüber, als das ich die Figuren und ihr Handeln wirklich hätte ernst nehmen können.

Die Ausgangslage der Geschichte fand ich zunächst noch recht spannend, da der ungeklärte Tod eines Teenagers auf jeden Fall eine Menge Fragen aufwirft, die man wunderbar auch in einem Jugendbuch bearbeiten kann. Schwierig wurde es für mich dann jedoch bereits mit der Protagonistin und ihrer etwas seltsamen Clique, mit denen ich bis zum Schluss leider absolut nicht warm geworden bin.

Bereits die Ausdrucksweise der Figuren war in meinen Augen definitiv etwas zu sehr darum bemüht, möglichst jugendlich zu klingen, was sich einfach nicht mit meinen Erfahrungen aus dem Umgang mit Jugendlichen deckt. Anderorts mag das vielleicht schon ganz anders aussehen, ich hatte hier aber einfach den Eindruck, dass man sich einfach etwas zu vieler Klischees bedient hat und diese nicht nur bei der Zusammensetzung der Clique der Protagonistin, sondern eben auch bei deren Ausdrucksweise und dem Verhalten sämtlicher Figuren als Maßstab angelegt hat.

Genervt habt mich auch das pseudogangstermäßige Auftreten vieler Figuren, was ich einfach nicht als authentisch wahrnehmen konnte. Brennpunkte haben sicherlich eine ganze Menge Probleme, gar keine Frage, die geläuterte Mädchengang, die durch die Rektorin zur Ermittlungen erpresst wird, eine vollkommen inkompetent erscheinende Polizei und die Menge an Drogen und Konflikten die in diesem Buch eine Rolle spielen waren für mich in der Mischung aber einfach zu bemüht dargestellt, um beim Lesen wirklich spannend auf mich zu wirken.


Fazit
Für mich war dieses Buch leider kein Lesehighlight, da ich weder mit der Handlung, noch mit den Figuren und ihrer Ausarbeitung besonders viel anfangen konnte. Für jüngere Leser mag der Spannungsbogen vielleicht etwas besser funktionieren, im Genre Jugendkrimi und -thriller werde ich mich allerdings eher anderweitig orientieren.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2025

Für meinen Geschmack etwas zu brutal

Niemand hört dich
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Worum geht’s?
Eigentlich will Kommissar Lindstrom bloß den Urlaub bei seiner Familie in London antreten, als ihm der Fund einer gefolterten Kinderleiche einen Strich durch die Rechnung macht. Sein Chef ...

Worum geht’s?
Eigentlich will Kommissar Lindstrom bloß den Urlaub bei seiner Familie in London antreten, als ihm der Fund einer gefolterten Kinderleiche einen Strich durch die Rechnung macht. Sein Chef wittert schon einen Serienmörder – und soll damit recht behalten, denn als die dänischen und die deutschen Polizeibehörden beginnen, zusammen zu arbeiten, verschwindet bereits das nächste Mädchen spurlos.


Meine Meinung
Obwohl ich als Krimi- und Thrillerfan wirklich einiges gewohnt bin, fand ich dieses Buch ausgesprochen brutal. Primär lag das sicherlich daran, dass es um verschwundene und ermordete Kinder ging, was mir persönlich immer etwas mehr zusetzt, abgesehen davon fand ich die Darstellung der Taten aber auch so extrem grafisch.

Der Protagonist war für meinen Geschmack dagegen wesentlich weniger überzeichnet, auch wenn ich mir bei ihm irgendwie noch ein wenig mehr Persönlichkeit gewünscht hätte. Natürlich kann man in einem Auftaktband noch keine komplette Charaktergeschichte erwarten, so wirklich gelungen fand ich das Kennenlernen bei ihm aber leider noch nicht, da ich schlussendlich kaum etwas zu ihm sagen kann.

Auch die Ermittlungen an sich kamen für mich irgendwie etwas zu kurz, da ich bis zum Schluss irgendwie nicht das Gefühl hatte, wirklich viel „ermittelt“ zu haben. Die Polizei in beiden Ländern tappt weiterhin im Dunkeln, und da es irgendwie dauerhaft um Folterszenen und Charon ging, wurde für mich die klassische Polizeiarbeit einfach etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt.

Für mich persönlich war auch die Gewaltdarstellung in jeglicher Hinsicht einfach etwas zu viel des Guten, da ich fast den Eindruck hatte, dass die Autorin einfach Gefallen an Blut und Leid gefunden hat. Als Stilmittel und in Maßen lässt sich das ja in Grenzen irgendwo noch erklären, hier war das für mich aber leider einfach pure Lust an Gewalt, was ich als eher geschmacklos empfunden habe. Insbesondere in Bezug auf Kinder finde ich die Fetischisierung von Gewalt nicht akzeptabel – die Reihe werde ich daher vermutlich eher nicht weiter verfolgen, auch wenn ich durchaus gerne wissen würde, wer schlussendlich der Serienmörder ist und wie lange er schon so grenzübergreifend sein Unwesen treibt.


Fazit
Die Idee einer grenzübergreifenden Ermittlung war auf jeden Fall spannend genug, um die Geschichte interessant für mich zu machen, mit der Umsetzung und der übermäßig grafischen Darstellung von Gewalt konnte mich die Autorin dann aber leider nicht überzeugen. Die Folter von Kindern muss einfach nicht so detailreich beschrieben werden, da ich persönlich das einfach als pure Geschmacklosigkeit wahrnehme und mir einen anderen Umgang damit gewünscht hätte.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Für mich eher eine Enttäuschung

Die Zeugen
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Meine Meinung
Als großer True-Crime-Fan habe ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, da ich sowohl Podcasts, als auch Serien und Bücher zu diesem Thema förmlich inhaliere. Grundsätzlich fand ich das ...

Meine Meinung
Als großer True-Crime-Fan habe ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, da ich sowohl Podcasts, als auch Serien und Bücher zu diesem Thema förmlich inhaliere. Grundsätzlich fand ich das Buch auch eigentlich sehr angenehm zu lesen, auch wenn das Thema an sich natürlich absolut nicht schön ist. Da ich durch zahlreiche True Crime Podcasts und Dokus bereits alle der hier vorgestellten Fälle kannte bzw. beim Lesen erkannt habe, worum es gehen sollte, waren für mich so allerdings keine erschreckenden Überraschungen dabei. Ausschließlich bekannte Fälle zu lesen war für mich tatsächlich kein Problem, sondern meiner Meinung nach sogar von Vorteil. Da ich die Abläufe und Erkenntnisse der Ermittlungen bereits kannte, konnte ich weggelassene Details im Kopf einfügen und hatte somit die Chance auf ein Gesamtbild, das die Erzählung des ein oder anderen Falls in dieser Form einfach nicht zugelassen hat.

Interessant hätte ich es allerdings trotzdem gefunden, wenn erklärt worden wäre, warum ausgerechnet diese Fälle ausgewählt wurden. Die Idee bzw. das Ziel, wahre Verbrechen aus einer fiktiven Perspektive zu erzählen ist die eine Sache, eine Begründung für die Auswahl hätte ich aber trotzdem wünschenswert gefunden.

Die fiktiven Erzählperspektiven sind auch tatsächlich der Punkt, der mich relativ stark an diesem Buch gestört hat. Als treue True-Crime-Podcast-Hörerin kann ich es zwar in gewisser Weise nachvollziehen, dass man als Podcast-Host irgendwann auch mal Lust auf eine andere Darstellungsform hat, die Erzählperspektiven waren für meinen Geschmack aber viel zu willkürlich gewählt. So erzählen hier beispielsweise ehemalige Mitschüler, die allerdings nicht mal unbedingt in die selbe Klassenstufe gingen oder jemand, der in der Geburtsstadt eines Täters lebt. An und für sich wäre das ja eine interessante Idee gewesen, wenn diese Erzähler dann aber über Wissen verfügen, das ein Podcast-Host nach der Vorbereitung auf eine neue Folge hätte, dann finde ich diese Perspektive ehrlich gesagt weder authentisch, noch gewinnbringend. Darüber hinaus war die Abhandlung der Fälle auf recht wenige Seiten beschränkt, was recht hektisch auf mich gewirkt hat und gleichzeitig zu vielen „persönlichen“ Erinnerungen der Erzähler Raum gegeben hat, was aufgrund ihrer Fiktionalität gleich doppelt irritierend für mich war.

Auch die geänderten Namen aller Beteiligten fand ich bei der Auswahl der Fälle etwas seltsam, zumal im Anhang des Buches zahlreiche Zeitungsartikel als Quellen angegeben wurden, die bei einer kurzen Recherche zu Berichten, Wikipedia-Artikeln und teils auch Interviews führen, in denen dann die abgekürzten, aber realen Namen verwendet werden. In Hinblick auf die Täter war das ein wenig befremdlich zu lesen, mir aber grundsätzlich egal, in Hinblick auf die Opfer hatte ich aber so nicht den Eindruck, dass das Buch für mich einen höheren Mehrwehrt als ein Podcast hätte, zumal Opfer so weder Namen noch Gesicht bekommen und meiner Meinung nach sogar eher in den Hintergrund der Erzählung gerückt sind.


Fazit
Für mich persönlich war das Buch ehrlich gesagt eher ein Fehlgriff, weshalb ich in Zukunft vermutlich beim Format Podcast für True-Crime-Fälle bleiben werde. Die Idee klang zwar interessant, die Umsetzung hatte für mich aber keinen nennenswerten Mehrwert, sondern hat mich beim Lesen tatsächlich eher irritiert als begeistert.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 16.03.2024

Leider ein Reinfall für mich

Two Million Secrets
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Worum geht’s?
Für Chandler Walsh sind Worte wie Freizeit oder Privatleben absolute Fremdwörter, denn sein Leben spielt sich ausschließlich in seiner Firma ab. Als er dann bei einer Gala einer umwerfenden ...

Worum geht’s?
Für Chandler Walsh sind Worte wie Freizeit oder Privatleben absolute Fremdwörter, denn sein Leben spielt sich ausschließlich in seiner Firma ab. Als er dann bei einer Gala einer umwerfenden Frau begegnet, ist er hin und weg – nichtsahnend, dass sie die einzige ist, die er definitiv nicht haben kann.


Meine Meinung
So leid wie es mir auch immer um die Mühe und den Aufwand der Autoren tut wenn ich einer Geschichte absolut nichts abgewinnen kann, aber in diesem Fall war ich wirklich froh, dass das Buch nicht allzu lang war.

Die Idee klang eigentlich noch ziemlich vielversprechend, da verbotene Liebe durchaus ein Trope ist, den ich recht gerne lese. Beim Lesen habe ich dann aber leider schon früh gemerkt, dass der Schreibstil etwas seltsam auf mich gewirkt hat und ich mich einigermaßen schwer damit getan habe, überhaupt in einen richtigen Lesefluss zu kommen.

Auch mit den Figuren konnte ich leider nichts anfangen, was mit bei Protagonist Chandler fast schon sofort klar war, mich bei Grace aber tatsächlich ein bisschen enttäuscht hat. Chandler war mir von Anfang an einfach unsympathisch, was nicht nur an seinem Verhalten lag, sondern tatsächlich auch an seiner Selbstwahrnehmung. Für mich persönlich gibt es nichts schlimmeres als eine Figur, die sich selbst als emotionslos beschreibt oder von sich behauptet, keine Angst zu kennen (was darüber hinaus in der Geschichte selbst widerlegt wird – immerhin ein positiver Punkt, der mir aufgefallen ist). Solche Beschreibungen finde ich aber leider trotzdem einfach zum fremdschämen, zumal die Kombination mit Chandlers Verhalten anderen Menschen und vor allem seiner Schwester gegenüber einfach kein gutes Licht auf ihn wirft.

Grace hatte in meinen Augen durchaus Potenzial, ihre Umsetzung blieb dann aber leider auch hinter meinen Erwartungen zurück. Bei allem Verständnis für ihre wirklich bemitleidenswerte Lage kann ich weder verstehen, was sie so an Chandler angezogen hat, noch, warum sie der Dynamik zwischen ihnen so schnell so viel Vertrauen entgegen bringt und sich von einer Beziehung direkt in die nächste mit einem Mann begibt, der sich (natürlich bei jedem außer ihr) eigentlich kaum von ihrem Ex unterscheidet.

Schade fand ich auch, wie wenig eigentliche Handlung es außerhalb des Bettes gab. Dass die beiden Protagonisten kaum etwas anderes tun, als übereinander herzufallen, ist die eine Sache, da es dann aber auch noch Zeitsprünge zwischen diesen Szenen gab, die kaum mit tatsächlichem Inhalt gefüllt waren und irgendwie halbherzig in die Geschichte gequetscht gewirkt haben, habe ich mich beim Lesen zwischenzeitlich immer mal wieder irritiert gefühlt.


Fazit
Leider war dieses Buch absolut nichts für mich, was mir für die Arbeit der Autorin wirklich leid tut. Mir persönlich sind aber nun mal ein tatsächlicher Handlungsbogen und eine realistische Entwicklung der Figuren wichtig, was diese Geschichte mit ihren Sprüngen zwischen Sex und plötzlichem Drama einfach nicht bieten konnte.

Dafür gibt es von mir zwei Bücherstapel, aber leider keine Leseempfehlung.

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