Konnte mich leider nicht überzeugen
Road of Bones – Straße des TodesWorum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt ...
Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt für ihn wenden – doch in Sibirien angekommen, treffen die beiden nicht nur auf eine absolut lebensfeindliche Umgebung, sondern auch auf eine verlassene Stadt und Kreaturen, die sie schon bald an ihrem Verstand zweifeln lassen.
Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider unglaublich schwer damit getan, überhaupt bis zum Ende durchzuhalten, obwohl der Klappentext eigentlich sehr vielversprechend klang. Als Fan außergewöhnlicher Settings hatte diese Geschichte in meinen Augen ein unglaublich großes Potenzial, was sich in meiner Vorstellung vor allem in der lebensfeindlichen Gegend Sibiriens hätte niederschlagen sollen, mich beim Lesen dann aber leider kaum überzeugen konnte.
Besonders genervt hat mich dabei, dass eigentlich kaum etwas wirklich spannendes passiert und sich der Handlungsbogen insbesondere für die Kürze der Geschichte relativ viel Zeit lässt. In der Theorie hätte diese Zeit genutzt werden können, um ein beklemmendes Setting zu erschaffen, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um eine Horrorgeschichte handeln soll wichtig und meinem Lesespaß deutlich zuträglicher gewesen wäre.
Auch die Figuren waren für mich nicht wirklich greifbar beim Lesen, zumal ich recht lange Schwierigkeiten dabei hatte, Felix und Prentiss auseinander zu halten. Abgesehen davon kamen dann deutlich später noch Charaktere dazu, die zwar schlussendlich wichtig für den Plot waren, zuvor aber noch gar keine Rolle gespielt und mich daher fast ein wenig überrumpelt haben. In Kombination mit der eher unglaubwürdigen Entwicklung des Handlungsbogens war ich leider so gar nicht überzeugt, weshalb ich dann eher erleichtert darüber war, dass das Buch nicht länger war. Da Horror ohnehin nicht mein Lieblingsgenre ist, werde ich mich in Zukunft vermutlich lieber auf die Autoren verlassen, deren Bücher mich in der Vergangenheit auch in diesem Genre eher überzeugen konnten.
Fazit
Für mich war diese Geschichte leider weder hinsichtlich der Atmosphäre, noch hinsichtlich der Figuren oder des Handlungsbogens besonders mittreißend erzählt. Das Potenzial für ein überzeugendes Buch war dabei zwar irgendwo gegeben, ausgeschöpft wurde das in meinen Augen aber leider gar nicht.
Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.