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Veröffentlicht am 07.05.2026

Vielversprechende Idee mit nervtötender Umsetzung

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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Worum geht’s?
Nemesis von Winther hat nur ein Ziel im Leben: Den Tod ihres älteren Bruders rächen. An der Academy of Dream Analysis wähnt sie sich ihrem Ziel zum Greifen nahe, wäre da nicht Mercy, der ...

Worum geht’s?
Nemesis von Winther hat nur ein Ziel im Leben: Den Tod ihres älteren Bruders rächen. An der Academy of Dream Analysis wähnt sie sich ihrem Ziel zum Greifen nahe, wäre da nicht Mercy, der Neffe der Mörderin von Nairo – und ausgerechnet der Mann, der Nemesis den Kopf verdreht und sie fast vergessen lässt, warum sie überhaupt dort ist.


Meine Meinung
Mit dieser Geschichte habe ich mich unglaublich schwer getan, was ich angesichts der eigentlich tollen Aufmachung und der wirklich vielversprechend klingenden Idee ausgesprochen schade finde. Bereits der Beginn des Buches hat sich für mich dann aber so gezogen, dass ich kaum noch Motivation für die letzten beiden Drittel aufbringen konnte und mich zwingen musste, die Geschichte überhaupt zu beenden.

Auch inhaltlich bin ich schlussendlich nicht überzeugt worden, auch wenn es wirklich vielversprechende Ansätze gab. Das Setting in Lappland war dabei definitiv ein Pluspunkt, der mir grundsätzlich sehr gut gefallen hat, und auch das Thema luzides Träumen ist meiner Meinung nach noch nicht so übermäßig in Geschichten vorhanden, dass ich eigentlich wirklich Lust auf die Geschichte hatte.

Der Spannungsbogen hat dann für meinen Geschmack aber leider erst deutlich zu spät an Fahrt aufgenommen, was meiner Motivation überhaupt nicht zuträglich war. Ganz spannend fand ich dabei zwar immer noch die Ausführungen und theoretischen Aspekte des Träumens und des Unterrichts an der Akademie, da das in meinen Augen aber leider nicht ausreicht, um die Geschichte wirklich als Dark Academia zu kategorisieren und ich darüber hinaus auch schon deutlich bessere Umsetzungen dieses Tropes gelesen habe, war ich auch von diesem Punkt nur teilweise überzeugt.

Mit den Figuren bin ich dann leider auch nicht warm geworden, was dem Sarg meiner Meinung nach den Nagel eingeschlagen hat. Weder Nemesis noch Mercy kamen mir wie nennenswert mehrdimensionale Charaktere vor, da sie abgesehen von Wut, Trauer und Lust relativ wenig Emotionen zeigen. Die Anziehung zwischen den beiden kam mir ehrlich gesagt etwas arg an den Haaren herbeigezogen vor, da ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen für mich einfach nicht zusammenpassen wollten. Auch nennenswerte Weiterentwicklungen konnte ich bei keinem der beiden beobachten, was es mir sehr schwer gemacht hat, mit ihnen mitzufiebern.

Leidgetan haben mir beide zwar schon, das hat schlussendlich aber leider nicht gereicht, um über den eher plump entwickelten Handlungsbogen und die flachen Charaktere hinwegzusehen und mich für die Geschichte begeistern zu können.


Fazit
So schön wie die Aufmachung dieser Reihe auch ist, die Umsetzung hat mich leider nicht begeistern können. Die fehlende Entwicklung der Charaktere und die meiner Meinung nach nicht wirklich gut durchdachte Handlung haben mir beim Lesen leider keine Freude bereitet, weshalb ich trotz aller vielversprechenden Ansätze aktuell keine Lust habe, auch Band zwei zu lesen.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 10.03.2026

Überhaupt nicht mein Fall

Zeitbrand: Genesis
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Worum geht’s?
Eigentlich könnte Drachenreiterin Rhea ihr Leben ganz anders verbringen. Doch um ihren toten Großvater eines besseren zu belehren, strebt sie nach der Krone ihres Reiches – zum Beweis dafür, ...

Worum geht’s?
Eigentlich könnte Drachenreiterin Rhea ihr Leben ganz anders verbringen. Doch um ihren toten Großvater eines besseren zu belehren, strebt sie nach der Krone ihres Reiches – zum Beweis dafür, dass auch sie als Frau die Macht eines ganzen Königreiches in den Händen halten kann, und das ohne Rücksicht auf Verluste.


Meine Meinung
Mit dieser Geschichte bin ich leider überhaupt nicht warm geworden, auch wenn ich wirklich versucht habe, mich darauf einzulassen.

Meine Probleme hatte ich dabei direkt mit dem Worldbuilding, das mir insgesamt eher dünn vorkam und wesentliches Potenzial liegengelassen hat. Zwar war der Einstieg in die Geschichte ziemlich direkt, ohne nennenswerte Informationen zum Setting, in dem sich die Handlung abgespielt hat kam ich mir so aber leider recht verloren und orientierungslos vor. Da der Klappentext sehr spannend klang und auch das Konzept von Lebenszeit als Währung keinen übermäßig verbrauchten Aspekt für mich dargestellt hat, waren meine Erwartungen hier deutlich höher, was mich beim Lesen eher enttäuscht hat.

Auch die Figuren klangen zunächst noch recht vielversprechend für mich, im Verlauf der Handlung wurde ich aber leider trotzdem nicht richtig warm mit ihnen. Insbesondere Protagonistin Rhea hätte in meinen Augen das Potenzial gehabt, ein wirklich spannender Charakter zu werden, angekommen sind ihre Ambitionen, Gefühle und Opfer aber leider deutlich weniger emotional bei mir, als ich das eigentlich erwartet hätte.

Schwierig finde ich in dieser Hinsicht auch den Anspruch des Autors, Geschichten schreiben zu wollen, „bei denen man sich selten wohlfühlt“. Für mich muss definitiv nicht jedes Buch rosarot und flauschig sein, aber auch die Triggerwarnung macht den Einsatz von Gewalt, Sexualität und Verrohung hier in meinen Augen nicht zu einem gelungenen Stilmittel. In der Masse hatte ich darüber hinaus auch eher den Eindruck, dass es weniger um einen kritischen Blick auf die Welt, sondern eher um die Darstellung von Gewalt um der Gewalt willen ging, was ich persönlich weder ansprechend noch gut gemacht finde.

Die durchaus vielversprechenden Ansätze sind daher leider eher hintenüber gefallen, was es mir schwer gemacht hat, mich durchgehend zum Weiterlesen zu motivieren. Das eher offene Ende mit den vielen ungelösten Fragen hat dann leider auch nicht zu meiner Begeisterung beigetragen, was das Buch insgesamt eher zu einem Lowlight für mich gemacht hat.


Fazit
Ganz grundsätzlich hatte diese Geschichte auf jeden Fall Potenzial, die Umsetzung muss man aber definitiv mögen. Für mich persönlich war das Buch leider ein ziemlicher Fehlgriff, da ich weder mit den Figuren, noch mit dem Gesamtbild der Geschichte warm geworden bin und mich wirklich bis zum Ende durchkämpfen musste.

Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen

Road of Bones – Straße des Todes
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Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt ...

Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt für ihn wenden – doch in Sibirien angekommen, treffen die beiden nicht nur auf eine absolut lebensfeindliche Umgebung, sondern auch auf eine verlassene Stadt und Kreaturen, die sie schon bald an ihrem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider unglaublich schwer damit getan, überhaupt bis zum Ende durchzuhalten, obwohl der Klappentext eigentlich sehr vielversprechend klang. Als Fan außergewöhnlicher Settings hatte diese Geschichte in meinen Augen ein unglaublich großes Potenzial, was sich in meiner Vorstellung vor allem in der lebensfeindlichen Gegend Sibiriens hätte niederschlagen sollen, mich beim Lesen dann aber leider kaum überzeugen konnte.

Besonders genervt hat mich dabei, dass eigentlich kaum etwas wirklich spannendes passiert und sich der Handlungsbogen insbesondere für die Kürze der Geschichte relativ viel Zeit lässt. In der Theorie hätte diese Zeit genutzt werden können, um ein beklemmendes Setting zu erschaffen, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um eine Horrorgeschichte handeln soll wichtig und meinem Lesespaß deutlich zuträglicher gewesen wäre.

Auch die Figuren waren für mich nicht wirklich greifbar beim Lesen, zumal ich recht lange Schwierigkeiten dabei hatte, Felix und Prentiss auseinander zu halten. Abgesehen davon kamen dann deutlich später noch Charaktere dazu, die zwar schlussendlich wichtig für den Plot waren, zuvor aber noch gar keine Rolle gespielt und mich daher fast ein wenig überrumpelt haben. In Kombination mit der eher unglaubwürdigen Entwicklung des Handlungsbogens war ich leider so gar nicht überzeugt, weshalb ich dann eher erleichtert darüber war, dass das Buch nicht länger war. Da Horror ohnehin nicht mein Lieblingsgenre ist, werde ich mich in Zukunft vermutlich lieber auf die Autoren verlassen, deren Bücher mich in der Vergangenheit auch in diesem Genre eher überzeugen konnten.


Fazit
Für mich war diese Geschichte leider weder hinsichtlich der Atmosphäre, noch hinsichtlich der Figuren oder des Handlungsbogens besonders mittreißend erzählt. Das Potenzial für ein überzeugendes Buch war dabei zwar irgendwo gegeben, ausgeschöpft wurde das in meinen Augen aber leider gar nicht.

Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein Jugendbuch, das etwas über das Ziel hinausschießt

Was hast du nur getan?
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Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als ...

Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als sich dann jedoch die Hinweise häufen, dass es sich bei diesem Todesfall nicht wie zunächst angenommen um einen Suizid handelt, wird Cassidy hellhörig – und stürzt sich Hals über Kopf in eigene Ermittlungen, um der Sache auf den Grund zu gehen.


Meine Meinung
Auch wenn ich hin und wieder gerne Jugendbücher lese, vor allem solche, bei denen die Zielgruppe nicht das einzige mögliche Publikum darstellt, war diese Geschichte für mich leider eher ein Fehlgriff. Die Grundidee klang dabei zwar noch ganz spannend, die Umsetzung war dann für meinen Geschmack aber deutlich zu sehr drüber, als das ich die Figuren und ihr Handeln wirklich hätte ernst nehmen können.

Die Ausgangslage der Geschichte fand ich zunächst noch recht spannend, da der ungeklärte Tod eines Teenagers auf jeden Fall eine Menge Fragen aufwirft, die man wunderbar auch in einem Jugendbuch bearbeiten kann. Schwierig wurde es für mich dann jedoch bereits mit der Protagonistin und ihrer etwas seltsamen Clique, mit denen ich bis zum Schluss leider absolut nicht warm geworden bin.

Bereits die Ausdrucksweise der Figuren war in meinen Augen definitiv etwas zu sehr darum bemüht, möglichst jugendlich zu klingen, was sich einfach nicht mit meinen Erfahrungen aus dem Umgang mit Jugendlichen deckt. Anderorts mag das vielleicht schon ganz anders aussehen, ich hatte hier aber einfach den Eindruck, dass man sich einfach etwas zu vieler Klischees bedient hat und diese nicht nur bei der Zusammensetzung der Clique der Protagonistin, sondern eben auch bei deren Ausdrucksweise und dem Verhalten sämtlicher Figuren als Maßstab angelegt hat.

Genervt habt mich auch das pseudogangstermäßige Auftreten vieler Figuren, was ich einfach nicht als authentisch wahrnehmen konnte. Brennpunkte haben sicherlich eine ganze Menge Probleme, gar keine Frage, die geläuterte Mädchengang, die durch die Rektorin zur Ermittlungen erpresst wird, eine vollkommen inkompetent erscheinende Polizei und die Menge an Drogen und Konflikten die in diesem Buch eine Rolle spielen waren für mich in der Mischung aber einfach zu bemüht dargestellt, um beim Lesen wirklich spannend auf mich zu wirken.


Fazit
Für mich war dieses Buch leider kein Lesehighlight, da ich weder mit der Handlung, noch mit den Figuren und ihrer Ausarbeitung besonders viel anfangen konnte. Für jüngere Leser mag der Spannungsbogen vielleicht etwas besser funktionieren, im Genre Jugendkrimi und -thriller werde ich mich allerdings eher anderweitig orientieren.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Für meinen Geschmack etwas zu brutal

Niemand hört dich
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Worum geht’s?
Eigentlich will Kommissar Lindstrom bloß den Urlaub bei seiner Familie in London antreten, als ihm der Fund einer gefolterten Kinderleiche einen Strich durch die Rechnung macht. Sein Chef ...

Worum geht’s?
Eigentlich will Kommissar Lindstrom bloß den Urlaub bei seiner Familie in London antreten, als ihm der Fund einer gefolterten Kinderleiche einen Strich durch die Rechnung macht. Sein Chef wittert schon einen Serienmörder – und soll damit recht behalten, denn als die dänischen und die deutschen Polizeibehörden beginnen, zusammen zu arbeiten, verschwindet bereits das nächste Mädchen spurlos.


Meine Meinung
Obwohl ich als Krimi- und Thrillerfan wirklich einiges gewohnt bin, fand ich dieses Buch ausgesprochen brutal. Primär lag das sicherlich daran, dass es um verschwundene und ermordete Kinder ging, was mir persönlich immer etwas mehr zusetzt, abgesehen davon fand ich die Darstellung der Taten aber auch so extrem grafisch.

Der Protagonist war für meinen Geschmack dagegen wesentlich weniger überzeichnet, auch wenn ich mir bei ihm irgendwie noch ein wenig mehr Persönlichkeit gewünscht hätte. Natürlich kann man in einem Auftaktband noch keine komplette Charaktergeschichte erwarten, so wirklich gelungen fand ich das Kennenlernen bei ihm aber leider noch nicht, da ich schlussendlich kaum etwas zu ihm sagen kann.

Auch die Ermittlungen an sich kamen für mich irgendwie etwas zu kurz, da ich bis zum Schluss irgendwie nicht das Gefühl hatte, wirklich viel „ermittelt“ zu haben. Die Polizei in beiden Ländern tappt weiterhin im Dunkeln, und da es irgendwie dauerhaft um Folterszenen und Charon ging, wurde für mich die klassische Polizeiarbeit einfach etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt.

Für mich persönlich war auch die Gewaltdarstellung in jeglicher Hinsicht einfach etwas zu viel des Guten, da ich fast den Eindruck hatte, dass die Autorin einfach Gefallen an Blut und Leid gefunden hat. Als Stilmittel und in Maßen lässt sich das ja in Grenzen irgendwo noch erklären, hier war das für mich aber leider einfach pure Lust an Gewalt, was ich als eher geschmacklos empfunden habe. Insbesondere in Bezug auf Kinder finde ich die Fetischisierung von Gewalt nicht akzeptabel – die Reihe werde ich daher vermutlich eher nicht weiter verfolgen, auch wenn ich durchaus gerne wissen würde, wer schlussendlich der Serienmörder ist und wie lange er schon so grenzübergreifend sein Unwesen treibt.


Fazit
Die Idee einer grenzübergreifenden Ermittlung war auf jeden Fall spannend genug, um die Geschichte interessant für mich zu machen, mit der Umsetzung und der übermäßig grafischen Darstellung von Gewalt konnte mich die Autorin dann aber leider nicht überzeugen. Die Folter von Kindern muss einfach nicht so detailreich beschrieben werden, da ich persönlich das einfach als pure Geschmacklosigkeit wahrnehme und mir einen anderen Umgang damit gewünscht hätte.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

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