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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2026

Charmant, süß und gemütlich, mit Luft nach oben bei Handlungstiefe und Struktur.

The Baby Dragon Café
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Niedliche Drachenbabys, entspannte Low-Stakes-Handlung und eine sanfte Liebesgeschichte, die sofort gute Laune macht. Die Figuren – vor allem die Nebencharaktere – sind liebenswert und tragen viel zum ...

Niedliche Drachenbabys, entspannte Low-Stakes-Handlung und eine sanfte Liebesgeschichte, die sofort gute Laune macht. Die Figuren – vor allem die Nebencharaktere – sind liebenswert und tragen viel zum Wohlfühlfaktor bei. Die Sprecherin leistet hervorragende Arbeit: ihre angenehme Stimme macht das Hören besonders gemütlich.

Stilistisch gibt es allerdings ein paar Stolpersteine. Manche Informationen werden mehrfach wiederholt, was den Lesefluss etwas bremst, und manche vielversprechenden Ansätze – etwa die Konflikte rund um Drachen oder familiäre Hintergründe – werden schnell abgehandelt oder fallen gelassen. Wer auf eine tiefgründige Handlung oder komplexe Konflikte hofft, könnte hier enttäuscht werden.
Es ist eine unaufgeregte, süße Geschichte, die man in kurzer Zeit genießen kann, ohne sich ernsthafte Gedanken machen zu müssen. Für alle, die ein bisschen Magie, Humor und Wohlfühlstimmung suchen, ist „The Baby Dragon Café“ eine kleine Auszeit – stilistisch nicht immer ausgereift und auch nicht sehr anspruchsvoll, aber in Sachen Herzenswärme ein Treffer.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Zwischen Gabe und Schicksal verloren

Das Dreizehnte Kind
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Erin A. Craig schafft mit Das dreizehnte Kind eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und überzeugt mit einem sehr schönen, bildhaften Schreibstil sowie starkem Worldbuilding. Die Welt wirkt durchdacht, ...

Erin A. Craig schafft mit Das dreizehnte Kind eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und überzeugt mit einem sehr schönen, bildhaften Schreibstil sowie starkem Worldbuilding. Die Welt wirkt durchdacht, unheimlich und stellenweise etwas gruselig.

Trotz dieser Stärken fiel mir das Hören nicht durchgehend leicht. Vor allem im Mittelteil empfand ich die Geschichte als sehr informationslastig und stellenweise unterfordernd, wodurch sie sich unnötig in die Länge zog. Das Buch erklärt viel, nutzt dieses Potenzial aber nicht konsequent aus. Es fehlte mir häufiger an Dynamik, Zuspitzung und Handlung, um dauerhaft gefesselt zu bleiben.

Dabei ist die Grundidee äußerst vielversprechend: Hazel als dreizehntes Kind, dem Tod versprochen, ihre Gabe als Heilerin und der moralische Konflikt zwischen Retten und Loslassen bieten eigentlich enormes erzählerisches Potenzial. Umso bedauerlicher war es für mich, dass genau diese Aspekte – ebenso wie der Pakt mit dem Tod oder Hazels innerer Konflikt – nicht tief genug ausgearbeitet wurden, dafür aber - für mich- viele andere nicht so interessante bzw. unwichtige Dinge. Auch zentrale Figuren wie ihr Pate blieben für mich überraschend blass.

Handlungsstränge, die anfangs viel Raum einnahmen und Spannung aufbauten, verliefen später weitgehend im Sande. Das Ende kam plötzlich und es fühlte sich eher wie ein harter Schnitt als wie ein runder Abschluss an.

Unterm Strich ist es ein sprachlich starkes, atmosphärisches Buch mit einzelnen sehr intensiven Momenten, das mich jedoch insgesamt nicht vollständig überzeugen konnte. Vom Titel und der Prämisse her hatte ich mir deutlich mehr Tiefe und Konsequenz erhofft.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Gut gemeinte Selbstreflexion, aber ohne echte Rauhnachts-Tiefe

Rauhnächte – 12 Tage nur für dich
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„Rauhnächte – 12 Tage nur für dich“ von Tanja Köhler versteht sich als Einladung zur Selbstreflexion während der Rauhnächte. Als solches bietet das Buch durchaus sachliche Impulse und Denkanstöße. Für ...

„Rauhnächte – 12 Tage nur für dich“ von Tanja Köhler versteht sich als Einladung zur Selbstreflexion während der Rauhnächte. Als solches bietet das Buch durchaus sachliche Impulse und Denkanstöße. Für mich hatte dieser Ansatz jedoch nur wenig mit dem Wesen und der Tiefe der Rauhnächte selbst zu tun.

Die Rauhnächte erlebe ich als eine Zeit der bewussten Entschleunigung, des Innehaltens, des Loslassens und des Eintauchens in die eigene innere Welt – eine Phase, in der Klarheit entstehen und innere Balance gefunden werden darf. All das ist in diesem Buch für mein Empfinden kaum spürbar. Statt einer sanften, tragenden Begleitung durch diese besonderen Tage wirkte der Zugang sehr kopflastig und analytisch, stellenweise eher wie eine psychologisch geprägte Selbstreflexion, die auch losgelöst von den Rauhnächten stattfinden könnte.

Ich erlebe die Rauhnächte bereits seit mehreren Jahren bewusst und lese auch gern Bücher zu diesem Thema oder informiere mich anderweitig.. Umso irritierender war für mich, dass zentrale Rituale und bewährte Praktiken – etwa rund um das Räuchern und Reinigen, Traumtagebuch, Wünsche – bewusst relativiert oder infrage gestellt werden. Der durchgängige Tenor, alles sehr frei und individuell zu gestalten, mag für manche Leser:innen stimmig sein, nahm dem Buch für mich jedoch Struktur, Tiefe und Orientierung. Gerade feste Rituale empfinde ich als wesentlich für den Prozess des Loslassens und der inneren Klärung.

Insgesamt konnte mich das Buch emotional nicht erreichen. Ich würde es weder erfahrenen Rauhnachts-Zelebrierenden empfehlen noch – und ganz besonders nicht – Neueinsteiger:innen. Gerade Menschen, die sich erstmals mit den Rauhnächten beschäftigen, erhalten hier aus meiner Sicht kein stimmiges Bild dessen, was diese besondere Zeit ausmacht.

Abschließender wichtiger Hinweis:
Meine Einschätzung spiegelt ausschließlich meine persönlichen Erwartungen und Erfahrungen wider – da jeder Leser :in unterschiedliche Bedürfnisse hat, kann dieses Buch für andere durchaus genau das Richtige sein.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Zurück in Baden-Baden

Kasino
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Als erste weibliche Croupière in das zweite Jahr im beliebten Kasino in Baden-Baden erwarten, vor allem Claire, wieder einige zwischenmenschliche Herausfordrungen.

Drama in der Spielbank, ein gut gehütetes ...

Als erste weibliche Croupière in das zweite Jahr im beliebten Kasino in Baden-Baden erwarten, vor allem Claire, wieder einige zwischenmenschliche Herausfordrungen.

Drama in der Spielbank, ein gut gehütetes Geheimnis, alte und neue Bekannte, zwischenmenschliche Unruhen, Konflikte und ein wenig romantisches Knistern... Alles ist dabei.

Das Buch hat mir gefallen und es entführt für ein paar lese Stunden und einen Einblick ins Jahr 1848, das war sehr interessant.

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Veröffentlicht am 04.09.2023

Gute Freunde machen das Leben einfacher...

Das Versprechen der Oktoberfrauen
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In diesem Buch geht es vor allem darum, das Leben mit Einschränkungen zu überstehen.
Zum einen durch eine Krankheit und zum anderen, durch den Verlust einer wichtigen Person.
Die beiden Hauptprotagonistinnen, ...

In diesem Buch geht es vor allem darum, das Leben mit Einschränkungen zu überstehen.
Zum einen durch eine Krankheit und zum anderen, durch den Verlust einer wichtigen Person.
Die beiden Hauptprotagonistinnen, lernen sich und den Mitmenschen wieder zu vertrauen. Es ist ein steiniger Weg, den es zu überwinden gilt. Auch der Gedanke des Aufgebens spielt eine Rolle und muss verarbeitet werden.
Da das Buch Wechselperspektiven der beiden Hauptpersonen für uns bereit hält, wirkt die Erzählweise interessant.

Für mich ist es ein Denkanstoß: Das Leben hält immer eine Lösung für uns bereit, solange wir es zulassen... und egal welches Päckchen wir zu tragen haben, die richtigen Freunde haben das Potenzial, uns den steinigen Weg weniger holprig zu machen.

Sofern man sich als Leser gern in andere hineinversetzt und Empathie für Menschen empfindet, die gerade in einer schwierigen Lebensphase stecken, kann ich das Buch wirklich empfehlen.

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