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Veröffentlicht am 08.09.2025

Vom Postboten zum Detektiv: Cosy Crime in einem kleinen luxemburgischen Ort

Post, Mord und Provinzgeflüster - Das Geheimnis der Rosengärtnerin
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Der zweite Band der Cosy-Crime-Reihe überzeugt mit einer ruhigen, familiären Atmosphäre, die sofort ein Gefühl von Beisammensein am Tisch vermittelt. Trotz der sanften Stimmung gelingt es der Geschichte, ...

Der zweite Band der Cosy-Crime-Reihe überzeugt mit einer ruhigen, familiären Atmosphäre, die sofort ein Gefühl von Beisammensein am Tisch vermittelt. Trotz der sanften Stimmung gelingt es der Geschichte, spannend zu bleiben, und die bildhafte Beschreibung der Figuren lässt sie lebendig erscheinen. Das Luxemburg-Flair tritt zwar weniger stark in den Vordergrund als im ersten Band, doch der liebenswerte Protagonist Sully – früherer LKA-Analyst, jetzt Briefträger – ermittelt fortwährend mit, unterstützt von einem vertrauten Kreis aus Freunden und der Polizistin Claire. Die Erzählweise ist ruhig und flüssig; selbst die persönlichen Notizen von Roses Telefon geben der Handlung eine ganz besondere Note. Die einzelnen Fälle – von einer mysteriösen Leiche über ein verwickeltes Verbrechen bis zu einem Mordverdacht auf einem abgelegenen Anwesen – bleiben cosy aber nicht langweilig. Die Charaktere wirken sympathisch, und der humorvolle Cosy-Crime-Ton macht die Reihe angenehm leichten Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Schöne Geschichte!

Nächstes Jahr am selben Tag
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Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diese Buch gegangen. Es wurde mir von wirklich vielen Lesern empfohlen und ich habe dazu auch einiges im Internet gelesen. Das mach ich sonst nie, aber dadurch war ...

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diese Buch gegangen. Es wurde mir von wirklich vielen Lesern empfohlen und ich habe dazu auch einiges im Internet gelesen. Das mach ich sonst nie, aber dadurch war ich natürlich im Vorfeld schon gut informiert.

Als ich anfing zu lesen, merkte ich schnell, dass der Schreibstil mir wirklich gut gefällt. Jedoch der Handlungsfortgang für mich sehr vorhersehbar war und nicht so packend wie ich gehofft hatte.
Ich finde es ist an sich ein gutes Buch mit einer schönen Geschichte, aber nicht eines der besten was ich gelesen habe.

Weiterempfehlen werde ich es aber auch.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Atmosphärisches Fantasy-Märchen

Verrat der Schwäne
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A. B. Poranek greift mit Verrat der Schwäne die Motive des Schwanensee-Stoffs auf und verwandelt sie in eine düstere, märchenhafte Geschichte voller Täuschung und Loyalitätskonflikte. Besonders auffällig ...

A. B. Poranek greift mit Verrat der Schwäne die Motive des Schwanensee-Stoffs auf und verwandelt sie in eine düstere, märchenhafte Geschichte voller Täuschung und Loyalitätskonflikte. Besonders auffällig ist dabei die Inszenierung: Kapitel wirken wie Szenen eines Theaterstücks, was der Handlung eine eigene, fast schon dramatische Bühne verleiht und das Setting rund um das Theater eindrucksvoll unterstreicht.

Die Welt wirkt geheimnisvoll, stellenweise beinahe opulent beschrieben, und erzeugt eine klare, leicht düstere Stimmung. Diese passt hervorragend zur Grundidee der Geschichte und zog mich beim Lesen zunächst stark in ihren Bann. Auch die Figuren sind bewusst ambivalent angelegt – ihre Motive bleiben lange schwer greifbar, was Spannung erzeugt.

Allerdings zeigt sich im Verlauf, dass nicht alle Elemente gleich gut tragen. Die Protagonistin Odile bleibt über weite Strecken auf Distanz. Ihre Entwicklung ist zwar vorhanden, braucht aber Zeit, um wirklich greifbar zu werden. Gerade zu Beginn fällt es schwer, eine emotionale Verbindung aufzubauen, was das Mitfiebern teilweise einschränkt. Andere Figuren wirken hingegen zugänglicher, können die emotionale Lücke jedoch nicht vollständig ausgleichen.

Auch die Handlung selbst schwankt: Während die Grundidee und einzelne Wendungen überzeugen, wirkt der Plot stellenweise vorhersehbar. Intrigen und Entwicklungen erscheinen nicht immer so ausgearbeitet, wie es die Ausgangssituation verspricht. Hinzu kommt, dass das Worldbuilding eher angedeutet bleibt und manche Aspekte der Geschichte dadurch weniger Tiefe bekommen.

Der Schreibstil ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits unterstützt er die märchenhafte, theatrale Atmosphäre sehr wirkungsvoll. Andererseits können die ausführlichen, teils ausschweifenden Beschreibungen den Lesefluss bremsen und phasenweise ermüdend wirken.

Trotz dieser Schwächen bleibt ein insgesamt stimmungsvolles Leseerlebnis. Die besondere Erzählweise, die düstere Grundstimmung und die Idee hinter der Geschichte sorgen dafür, dass das Buch bis zum Ende interessant bleibt – auch wenn es nicht durchgehend fesseln kann.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Vielschichtiges Thema, fragmentarischer Stil

Alle meine Mütter
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Dieses Buch beschäftigt sich mit Mutterschaft in all ihren Facetten – von Hoffnungen über Zweifel bis hin zu den Herausforderungen verschiedener Mutterrollen. Es ist kein klassischer Roman, sondern eher ...

Dieses Buch beschäftigt sich mit Mutterschaft in all ihren Facetten – von Hoffnungen über Zweifel bis hin zu den Herausforderungen verschiedener Mutterrollen. Es ist kein klassischer Roman, sondern eher eine reflektierende Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Autorin betrachtet Mutterschaft aus unterschiedlichen Perspektiven und regt zum Nachdenken an. Die Sprache ist poetisch und feinfühlig, was das Buch inhaltlich interessant macht. Gleichzeitig ist der Erzählstil sehr fragmentarisch, wodurch der rote Faden manchmal schwer zu erkennen ist. Gerade beim Hörbuch fiel es mir gelegentlich schwer, länger konzentriert zu bleiben. Inhaltlich bietet das Buch viele Anstöße, wer sich für die Vielschichtigkeit von Mutterschaft interessiert, wird einiges Wertvolles finden. Für mich persönlich war der Stil jedoch nicht immer zugänglich, und die emotionale Wirkung blieb begrenzt.

Insgesamt ein interessantes Werk mit klugen Gedanken, das jedoch nicht vollständig überzeugen konnte – daher meine drei Sterne.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Charmant, süß und gemütlich, mit Luft nach oben bei Handlungstiefe und Struktur.

The Baby Dragon Café
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Niedliche Drachenbabys, entspannte Low-Stakes-Handlung und eine sanfte Liebesgeschichte, die sofort gute Laune macht. Die Figuren – vor allem die Nebencharaktere – sind liebenswert und tragen viel zum ...

Niedliche Drachenbabys, entspannte Low-Stakes-Handlung und eine sanfte Liebesgeschichte, die sofort gute Laune macht. Die Figuren – vor allem die Nebencharaktere – sind liebenswert und tragen viel zum Wohlfühlfaktor bei. Die Sprecherin leistet hervorragende Arbeit: ihre angenehme Stimme macht das Hören besonders gemütlich.

Stilistisch gibt es allerdings ein paar Stolpersteine. Manche Informationen werden mehrfach wiederholt, was den Lesefluss etwas bremst, und manche vielversprechenden Ansätze – etwa die Konflikte rund um Drachen oder familiäre Hintergründe – werden schnell abgehandelt oder fallen gelassen. Wer auf eine tiefgründige Handlung oder komplexe Konflikte hofft, könnte hier enttäuscht werden.
Es ist eine unaufgeregte, süße Geschichte, die man in kurzer Zeit genießen kann, ohne sich ernsthafte Gedanken machen zu müssen. Für alle, die ein bisschen Magie, Humor und Wohlfühlstimmung suchen, ist „The Baby Dragon Café“ eine kleine Auszeit – stilistisch nicht immer ausgereift und auch nicht sehr anspruchsvoll, aber in Sachen Herzenswärme ein Treffer.

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