Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diese Buch gegangen. Es wurde mir von wirklich vielen Lesern empfohlen und ich habe dazu auch einiges im Internet gelesen. Das mach ich sonst nie, aber dadurch war ...
Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diese Buch gegangen. Es wurde mir von wirklich vielen Lesern empfohlen und ich habe dazu auch einiges im Internet gelesen. Das mach ich sonst nie, aber dadurch war ich natürlich im Vorfeld schon gut informiert.
Als ich anfing zu lesen, merkte ich schnell, dass der Schreibstil mir wirklich gut gefällt. Jedoch der Handlungsfortgang für mich sehr vorhersehbar war und nicht so packend wie ich gehofft hatte.
Ich finde es ist an sich ein gutes Buch mit einer schönen Geschichte, aber nicht eines der besten was ich gelesen habe.
Dieses Buch beschäftigt sich mit Mutterschaft in all ihren Facetten – von Hoffnungen über Zweifel bis hin zu den Herausforderungen verschiedener Mutterrollen. Es ist kein klassischer Roman, sondern eher ...
Dieses Buch beschäftigt sich mit Mutterschaft in all ihren Facetten – von Hoffnungen über Zweifel bis hin zu den Herausforderungen verschiedener Mutterrollen. Es ist kein klassischer Roman, sondern eher eine reflektierende Auseinandersetzung mit dem Thema.
Die Autorin betrachtet Mutterschaft aus unterschiedlichen Perspektiven und regt zum Nachdenken an. Die Sprache ist poetisch und feinfühlig, was das Buch inhaltlich interessant macht. Gleichzeitig ist der Erzählstil sehr fragmentarisch, wodurch der rote Faden manchmal schwer zu erkennen ist. Gerade beim Hörbuch fiel es mir gelegentlich schwer, länger konzentriert zu bleiben. Inhaltlich bietet das Buch viele Anstöße, wer sich für die Vielschichtigkeit von Mutterschaft interessiert, wird einiges Wertvolles finden. Für mich persönlich war der Stil jedoch nicht immer zugänglich, und die emotionale Wirkung blieb begrenzt.
Insgesamt ein interessantes Werk mit klugen Gedanken, das jedoch nicht vollständig überzeugen konnte – daher meine drei Sterne.
Niedliche Drachenbabys, entspannte Low-Stakes-Handlung und eine sanfte Liebesgeschichte, die sofort gute Laune macht. Die Figuren – vor allem die Nebencharaktere – sind liebenswert und tragen viel zum ...
Niedliche Drachenbabys, entspannte Low-Stakes-Handlung und eine sanfte Liebesgeschichte, die sofort gute Laune macht. Die Figuren – vor allem die Nebencharaktere – sind liebenswert und tragen viel zum Wohlfühlfaktor bei. Die Sprecherin leistet hervorragende Arbeit: ihre angenehme Stimme macht das Hören besonders gemütlich.
Stilistisch gibt es allerdings ein paar Stolpersteine. Manche Informationen werden mehrfach wiederholt, was den Lesefluss etwas bremst, und manche vielversprechenden Ansätze – etwa die Konflikte rund um Drachen oder familiäre Hintergründe – werden schnell abgehandelt oder fallen gelassen. Wer auf eine tiefgründige Handlung oder komplexe Konflikte hofft, könnte hier enttäuscht werden.
Es ist eine unaufgeregte, süße Geschichte, die man in kurzer Zeit genießen kann, ohne sich ernsthafte Gedanken machen zu müssen. Für alle, die ein bisschen Magie, Humor und Wohlfühlstimmung suchen, ist „The Baby Dragon Café“ eine kleine Auszeit – stilistisch nicht immer ausgereift und auch nicht sehr anspruchsvoll, aber in Sachen Herzenswärme ein Treffer.
Erin A. Craig schafft mit Das dreizehnte Kind eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und überzeugt mit einem sehr schönen, bildhaften Schreibstil sowie starkem Worldbuilding. Die Welt wirkt durchdacht, ...
Erin A. Craig schafft mit Das dreizehnte Kind eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und überzeugt mit einem sehr schönen, bildhaften Schreibstil sowie starkem Worldbuilding. Die Welt wirkt durchdacht, unheimlich und stellenweise etwas gruselig.
Trotz dieser Stärken fiel mir das Hören nicht durchgehend leicht. Vor allem im Mittelteil empfand ich die Geschichte als sehr informationslastig und stellenweise unterfordernd, wodurch sie sich unnötig in die Länge zog. Das Buch erklärt viel, nutzt dieses Potenzial aber nicht konsequent aus. Es fehlte mir häufiger an Dynamik, Zuspitzung und Handlung, um dauerhaft gefesselt zu bleiben.
Dabei ist die Grundidee äußerst vielversprechend: Hazel als dreizehntes Kind, dem Tod versprochen, ihre Gabe als Heilerin und der moralische Konflikt zwischen Retten und Loslassen bieten eigentlich enormes erzählerisches Potenzial. Umso bedauerlicher war es für mich, dass genau diese Aspekte – ebenso wie der Pakt mit dem Tod oder Hazels innerer Konflikt – nicht tief genug ausgearbeitet wurden, dafür aber - für mich- viele andere nicht so interessante bzw. unwichtige Dinge. Auch zentrale Figuren wie ihr Pate blieben für mich überraschend blass.
Handlungsstränge, die anfangs viel Raum einnahmen und Spannung aufbauten, verliefen später weitgehend im Sande. Das Ende kam plötzlich und es fühlte sich eher wie ein harter Schnitt als wie ein runder Abschluss an.
Unterm Strich ist es ein sprachlich starkes, atmosphärisches Buch mit einzelnen sehr intensiven Momenten, das mich jedoch insgesamt nicht vollständig überzeugen konnte. Vom Titel und der Prämisse her hatte ich mir deutlich mehr Tiefe und Konsequenz erhofft.
„Rauhnächte – 12 Tage nur für dich“ von Tanja Köhler versteht sich als Einladung zur Selbstreflexion während der Rauhnächte. Als solches bietet das Buch durchaus sachliche Impulse und Denkanstöße. Für ...
„Rauhnächte – 12 Tage nur für dich“ von Tanja Köhler versteht sich als Einladung zur Selbstreflexion während der Rauhnächte. Als solches bietet das Buch durchaus sachliche Impulse und Denkanstöße. Für mich hatte dieser Ansatz jedoch nur wenig mit dem Wesen und der Tiefe der Rauhnächte selbst zu tun.
Die Rauhnächte erlebe ich als eine Zeit der bewussten Entschleunigung, des Innehaltens, des Loslassens und des Eintauchens in die eigene innere Welt – eine Phase, in der Klarheit entstehen und innere Balance gefunden werden darf. All das ist in diesem Buch für mein Empfinden kaum spürbar. Statt einer sanften, tragenden Begleitung durch diese besonderen Tage wirkte der Zugang sehr kopflastig und analytisch, stellenweise eher wie eine psychologisch geprägte Selbstreflexion, die auch losgelöst von den Rauhnächten stattfinden könnte.
Ich erlebe die Rauhnächte bereits seit mehreren Jahren bewusst und lese auch gern Bücher zu diesem Thema oder informiere mich anderweitig.. Umso irritierender war für mich, dass zentrale Rituale und bewährte Praktiken – etwa rund um das Räuchern und Reinigen, Traumtagebuch, Wünsche – bewusst relativiert oder infrage gestellt werden. Der durchgängige Tenor, alles sehr frei und individuell zu gestalten, mag für manche Leser:innen stimmig sein, nahm dem Buch für mich jedoch Struktur, Tiefe und Orientierung. Gerade feste Rituale empfinde ich als wesentlich für den Prozess des Loslassens und der inneren Klärung.
Insgesamt konnte mich das Buch emotional nicht erreichen. Ich würde es weder erfahrenen Rauhnachts-Zelebrierenden empfehlen noch – und ganz besonders nicht – Neueinsteiger:innen. Gerade Menschen, die sich erstmals mit den Rauhnächten beschäftigen, erhalten hier aus meiner Sicht kein stimmiges Bild dessen, was diese besondere Zeit ausmacht.
Abschließender wichtiger Hinweis:
Meine Einschätzung spiegelt ausschließlich meine persönlichen Erwartungen und Erfahrungen wider – da jeder Leser :in unterschiedliche Bedürfnisse hat, kann dieses Buch für andere durchaus genau das Richtige sein.