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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Freitag, der dreizehnte und seine Folgen ...

Tod im Belvedere
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Es könnte passender nicht sein … im dreizehnten Band dieser charmanten Wiener Krimireihe geht es um die mysteriöse Zahl 13, verheißt sie nun Glück oder Unglück? Für den armen Peer Schneider – einen ehemaligen ...

Es könnte passender nicht sein … im dreizehnten Band dieser charmanten Wiener Krimireihe geht es um die mysteriöse Zahl 13, verheißt sie nun Glück oder Unglück? Für den armen Peer Schneider – einen ehemaligen Studienkollegen von Sarah – ist es tatsächlich nicht nur kein schöner, sondern sein letzter Tag! Am Morgen hat Sarah Pauli ihn noch putzmunter erlebt und nur einige Stunden später liegt er tot vor ihr. Zum Tatort gerufen wurde sie von Chefinspektor Martin Stein, nachdem dieser eine ihrer Visitenkarten im Anzug des Toten fand. Schneider wurde mit einem antiken Dolch niedergestochen. Wie hängen Tatwaffe und Motiv zusammen? Nachdem im Dunstkreis der Reichen und Schönen Wiens noch weitere Überfälle stattfinden und stattgefunden haben, laufen die Ermittlungen auf Höchsttouren. Sarah Pauli ist natürlich wie immer mit von der Partie. Wird sie auch diesmal bei der Aufklärung helfen können?

Wie zu erwarten war, ist Sarah mal wieder ganz in ihrem Element. Aberglauben und vor allem die Zahl 13 spielen eine tragende Rolle und so kommt die Expertin schnell zum Zug. Auch diesmal verpackt die bekannte Autorin Beate Maxian diese Wiener Geschichte in einem spannenden Kriminalroman und nimmt ihre Leserschaft mit, auf einen nicht ganz ungefährlichen „Spaziergang“ durch das von mir so geliebte Wien. Neben viel Lokalkolorit kommt natürlich auch Sarahs Privatleben nicht zu kurz und lässt mich so nach Beendigung von „Tod in Belvedere“ einem nächsten Fall voller Vorfreude entgegensehen. Vor mir gibt es diesmal vier dicke und verdiente Sterne!

Veröffentlicht am 06.03.2026

Man kann sich verlieren in diesem Roman ...

Die Frau und der Fjord
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Die ehrgeizige Gro arbeitet in Norwegen für eine Ölfirma. Hier hilft sie als Geologin bei der Erschließung neuer Ölquellen und geht ganz in ihrer Arbeit auf. Als ihr Mann eines Tages überraschend stirbt, ...

Die ehrgeizige Gro arbeitet in Norwegen für eine Ölfirma. Hier hilft sie als Geologin bei der Erschließung neuer Ölquellen und geht ganz in ihrer Arbeit auf. Als ihr Mann eines Tages überraschend stirbt, kommt ihre Welt ins Wanken. Von Trauer überwältigt bricht sie schließlich alle Brücken ab, um in ein kleines Haus an einem einsamen Fjord auf den Lofoten zu ziehen. Sie entzieht sich – so weit wie möglich – jeglichem zwischenmenschlichen Kontakt, bis ihr schließlich ein havarierter Fischer einen Strich durch die Rechnung macht. Nach seiner abenteuerlichen Rettung knüpft sie einen losen Kontakt, mehr soll jedoch nicht daraus werden ….
Da Norwegen schon lange auf meiner „da will ich in diesem Leben unbedingt noch hinreisen“ Liste steht, hatte mich dieses Buch mit seinem wunderschönen Cover magisch angezogen. Während das Thema an sich natürlich traurig ist, konnte ich dennoch eintauchen in die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und mich Seite für Seite Gro ein wenig näher fühlen. Während ich ihren Wunsch nach Einsamkeit in gewisser Hinsicht nachvollziehen konnte, zeigt dieser Roman aber auch eindringlich auf, dass wir auf den Kontakt zu anderen Menschen angewiesen sind, um zu überleben und das Leben dadurch auch durchaus eine Bereicherung finden kann. Leise Töne wechseln sich in diesem Roman mit spannenden Momenten ab und alles in allem ist die Geschichte eine runde Angelegenheit. Der Abschluss rutscht in meinen Augen ein wenig ins Kitschige ab, weshalb ich mit vier Sternen nicht ganz die Bestnote vergebe. Sehr berührt hat mich aber das persönliche Nachwort der Autorin und so manche Zeile wieder ins richtige Licht gerückt. Von mir gibt es für „Die Frau und der Fjord“ eine sehr verdiente Leseempfehlung.

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  • Cover
Veröffentlicht am 06.03.2026

Trau ... schau ... wem ... das fragte 1895 schon Johann Strauss ....

Wem du traust
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Die langjährigen Freundinnen Eva und Susanne scheinen das große Los gezogen zu haben. Beide sind in glücklichen Partnerschaften mit scheinbar perfekten Männern. Doch als Sofia, Susannes Tochter im Teenageralter, ...

Die langjährigen Freundinnen Eva und Susanne scheinen das große Los gezogen zu haben. Beide sind in glücklichen Partnerschaften mit scheinbar perfekten Männern. Doch als Sofia, Susannes Tochter im Teenageralter, plötzlich spurlos verschwindet, nachdem sie abends auf Evas kleinen Sohn Linus aufgepasst hat, bricht eine Welt zusammen. Die perfekte Fassade hat Risse bekommen und ein frenetischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Schnell gerät Daniel, Evas Mann, in den Fokus der leitenden Ermittlerin, denn er war der Letzte, der sie gesehen hat. Während der Nachforschungen kommen aber immer mehr Lügen und Geheimnisse ans Tageslicht und bald fragt man sich beim Lesen wirklich, wem man hier noch trauen kann!

Die spannende Schreibweise der bekannten und beliebten Autorin Petra Johann, die mir schon aus einigen Vorgängerbüchern bekannt ist, macht es einfach tief einzutauchen in einen Kriminalfall, der relativ gewaltfrei auf die Zersetzung von Sicherheit und Vertrauen in Partnerschaften jedweder Art zu bauen scheint. Ständig schwankt man als Leser zwischen Sympathie und Antipathie für die verschiedenen Charaktere und versucht mehr als einmal eventuelle Parallelen zum eigenen Leben herzustellen. Durch die kurzen Kapitel verbunden mit immer wieder wechselnden Perspektiven, bleibt eine stetige Spannung erhalten, die mich dicht am Buch bleiben ließ. Lediglich die Schlussszenen fand ich ein wenig holprig, wofür ich ein klitzekleines Sternchen abziehe. Dennoch gibt es von mir eine überzeugte Empfehlung für „Wem du traust“ verbunden mit vier spannungsgeladenen Sternen. Die Frage „Wie gut kenne ich die Menschen in meinem nahen Umfeld wirklich?“ bleibt natürlich unweigerlich im Raum stehen …

Veröffentlicht am 03.03.2026

Gönn dir eine kleine Auszeit vom Alltag ...

Mathilde und Marie
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Mit dem Roman „Mathilde und Marie“ des Autors Torsten Woywood lerne ich die junge Marie kennen, die aus dem hektischen Paris flieht und durch eine Verknüpfung verschiedener Zufälle in Redu, einem beschaulichen ...

Mit dem Roman „Mathilde und Marie“ des Autors Torsten Woywood lerne ich die junge Marie kennen, die aus dem hektischen Paris flieht und durch eine Verknüpfung verschiedener Zufälle in Redu, einem beschaulichen Bücherdorf, landet. Die Gegensätze zu ihrem bisherigen Leben könnten nicht größer sein, doch während sie sich anfänglich noch ein wenig schwer mit der Entschleunigung tut, fühlt sie sich schon bald richtig heimisch. Doch dann wird sie erneut ins kalte Wasser geworfen, denn auf einmal soll sie Jónínas Rolle einnehmen. Die kranke Isländerin hat sich zur Genesung in ihr Heimatland zurückgezogen und überlässt Marie unfreiwilligerweise ihre bedeutende Stelle in Redu. Aber wie sagt man so schön, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, und so findet dann Marie auch langsam, aber sicher, ihren Platz in der Gemeinschaft. Und auch die eigenwillige Mathilde muss sich irgendwann eingestehen, dass Marie und überhaupt das ganze Dorf so falsch nicht liegen können …

Wer in diesem Buch eine spannende Handlung sucht, die einen beim Lesen nur so durch die Seiten fliegen lässt, wird enttäuscht sein. Dieses Buch verlangt nach Ruhe und Entschleunigung, zwei Dinge, die es selbst mit seinen Zeilen auszustrahlen versucht. Mit seinem anschaulichen und eher unaufgeregten Schreibstil vermittelt der Autor seiner Leserschaft seine eigene Liebe zum geschriebenen Wort und zeigt, wie viel Wert er eher auf die leisen Momente im Leben legt.

An mancher Stelle hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Tiefgang, ein paar kleine Konflikte, ja vielleicht sogar ein wenig mehr „Unruhe“ gewünscht. Doch alles in allem präsentiert sich mir der Roman in einem warmherzigen Buch, dem ich sehr gerne vier von fünf Sternen gebe.

Lieber Torsten, ich verfolge deine tolle Karriere nun schon seit Jahren und bewundere es, dass du mittlerweile auch den großen Schritt zum Autor gewagt hast. Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel, viel Erfolg und viele Leserinnen und Leser, die dir die Treue halten werden. Schön, dass ich ein Teil davon sein darf.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Was ist Glück, was ist Unglück?

Villa Rivolta
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Daniel Speck begibt sich mit seinem neuen, sehr bewegenden Roman mal wieder auf ein für ihn bekanntes und geliebtes Terrain ... er nimmt mich mit auf eine Reise nach Italien während der Nachkriegszeit ...

Daniel Speck begibt sich mit seinem neuen, sehr bewegenden Roman mal wieder auf ein für ihn bekanntes und geliebtes Terrain ... er nimmt mich mit auf eine Reise nach Italien während der Nachkriegszeit und den Jahren danach. In ein Land, das damals wie heute, zwischen alt verwurzelter Tradition und Modernisierung hin und her gerissen ist.

Über mehrere Jahrzehnte begleite ich neben der mächtigen Familie Rivolta mit ihrem einzigen Sohn Piero, die junge Valeria, die "nur" die Tochter einer Hausangestellten ist. Die beiden Kinder sind im gleichen Alter und kennen keine Standesunterschiede. Doch während Piero das Glück von Geburt an für sich gepachtet haben zu scheint, muss die ehrgeizige Valeria sich jeden auf noch so kleinen davon Zipfel erkämpfen. Im Stillen hofft sie auf eine gemeinsame Zukunft mit Piero, der jedoch verliebt sich in die schöne Lele, eine begehrte Tochter aus einer angesehenen Familie. Und plötzlich ist da Flavio, ein sizilianischer Arbeitersohn, der revolutionäre Gedanken hegt. Eine verhängnisvolle Nacht mit ihm bringt Valerias Welt ins Wanken ...

Was für eine Reise! Über Jahrzehnte, wechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit, lerne ich viel Liebe aber auch Angst kennen. Angst davor, was die Zukunft bringen wird, und Angst oft vor dem eigenen ich. Nicht nur in den Familien, sondern auch im Land selbst prallen oft zwei Welten aufeinander und mehr als einmal fragt man sich, wie sich diese Konflikte lösen lassen werden. Wird am Ende die Liebe oder schlichtweg die Vernunft siegen?

Ich habe mich sehr wohl gefühlt in Daniel Specks neuem Roman. Schreiben kann dieser talentierte Mann, das muss man ihm lassen! Lediglich beim einlesen des Hörbuchs hätte ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr Emotion in seiner Stimme gewünscht. Das hätte das Hörbuch doch noch um einiges lebendiger gemacht. Der Roman an sich ist aber so faszinierend, dass ich hier gerne wohlverdiente vier Sterne vergebe und mich auf ein Wiedersehen mit den Protagonisten freuen würde. Von mir eine absolute Empfehlung!

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