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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2020

Ein tiefer Einblick in die griechische Geschichte

Der lange Krieg: Sohn des Achill
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Wer sich für die Griechische Geschichte und die Perserkriege interessiert, der sollte sich „Der lange Krieg: Sohn des Achill“ anhören.
Erzählt wird die Geschichte des Bauernjungen Arimnestos, der eigentlich ...

Wer sich für die Griechische Geschichte und die Perserkriege interessiert, der sollte sich „Der lange Krieg: Sohn des Achill“ anhören.
Erzählt wird die Geschichte des Bauernjungen Arimnestos, der eigentlich ein Schmied wie sein Vater werden wollte. Doch dann kommt der Krieg dazwischen und Athen fordert die Treue von Platäa, der Heimat des Arimnestos. Arimnestos zieht in jungen Jahren mit seinem Vater und seinen Bruder in den Krieg und findet sich nach der Schlacht in der Sklaverei in Ephesos wieder, da er verraten und verkauft wurde.
Arimnestos erzählt als alter Mann in der Ich-Perspektive seinen Lebensweg und wirft ab und zu kurze Weisheiten seiner Lebenserfahrung ein. Diese Art zu erzählen hat mir ganz gut gefallen, ebenso wie der Schreibstil des Autors, der angenehm, direkt und sehr detailliert ist. Durch seine genauen Beschreibungen kann man sich alles ganz gut vorstellen, vielleicht auch an manchen Stellen zu gut. Die Atmosphäre, als die Überlebenden über das Schlachtfeld gingen, um die Gefallenen zu suchen, war schon etwas unheimlich. Sowohl die Schlachten zu Land als auch zu Wasser wurden ausführlich beschrieben, ohne dass sich der Autor groß wiederholt. Nur hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Spannung während der Schlachten und vielleicht die ein oder andere Emotion mehr gewünscht, da sich Christian Cameron manchmal in Details verliert, die die Geschichte unnötig in die Länge ziehen. An einigen Stellen wäre etwas weniger mehr gewesen.
Man erhält einen guten Einblick in die griechische Kultur, die Sitten und die Bräuche und was es bedeutet, ein Sklave zu sein. Diesen Abschnitt fand ich äußerst interessant. Nachdem Arimnestos ein freier Mann ist, zieht er durch Griechenland und verdingt sich als Kämpfer. Die politischen Machenschaften im alten Griechenland werden gut dargestellt, als sich der Konflikt zwischen den Athenern und Persern zuspitzt. Nach und nach macht sich der Krieger Arimnestos einen Namen als „Menschenschlächter“, ehe er gegen Ende der Geschichte in seine Heimat Platäa zurückkehrt.
Erich Wittenberg hat das leicht gekürzte Hörbuch toll gelesen, das mit 23 Stunden schon eine epische Länge hat. Er hat eine angenehme Stimme, die gut zu diesem Setting gepasst hat. Ich habe der Geschichte gut folgen können und fand die Schilderung des Lebens im alten Griechenland interessant und manchmal amüsant.
Fazit:
Man erhält einen tiefen und detaillierten Einblick in die griechische Geschichte. Als Hörbuch super umgesetzt und für historisch Interessierte zu empfehlen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 10.03.2026

Ein spannender und faszinierender Thriller mit vielen interessanten Details

Mit kalter Hand
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Ich habe schon einiges über diesen Autor gehört, aber tatsächlich noch nie ein Buch von ihm gelesen. Da der Klappentext des Buchs durchaus interessant klingt, habe ich direkt mit diesem Band gestartet. ...

Ich habe schon einiges über diesen Autor gehört, aber tatsächlich noch nie ein Buch von ihm gelesen. Da der Klappentext des Buchs durchaus interessant klingt, habe ich direkt mit diesem Band gestartet. Mit kalter Hand ist der dritte Band der Reihe um Sabine Yao und kann meiner Meinung nach unabhängig von der Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Der Autor hat einen flüssigen, mitreißenden und detaillierten, mitunter auch sachlichen Schreibstil, sodass man als Leser quasi immer hautnah mit dabei ist.
Da Sabine Yao mit ihrer Expertise die Ermittlungen zum Fall eines Pferderippers unterstützt, ist das mitunter nicht immer eine leicht Kost für den Leser. Und sind wir mal ehrlich, wer hat nicht schon von Pferden gelesen, die auf der Koppel umgebracht wurden?
Der Fall ist leider sehr real und wie ich finde authentisch vom Autor beschrieben.
Der Anteil, der die Rechtsmedizin und die Veterinärmedizin betrifft, ist in diesen Band durchaus beachtlich und diese Abschnitte fand ich immer sehr interessant.
Doch zurück zum Fall. Die Ermittler befürchten, dass der Täter irgendwann von den Pferden ablässt und Menschen ermorden wird. Leider ist diese Befürchtung allzu wahr und wir als Leser bekommen ab und an einen Einblick in die Sichtweise des Täters, der über eine Erotik-Plattform Verabredungen trifft.
Es dauert nicht lange, bis die ersten Leichenteil in Berlin gefunden werden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um den Täter zu stoppen.
Ich fand Sabine Yao sehr sympathisch, wobei ich gerne etwas mehr über ihr Privatleben erfahren hätte.
Der Autor hat atmosphärisch dicht erzählt und im Lauf der Story das Tempo und die Spannung immer mehr angezogen, wobei er zwischendurch einige Fährten gelegt hat, sodass man immer miträtseln wollte, was es mit dem Täter auf sich hat und die Lösung hat doch lange auf sich warten lassen.
Trotz einiger Längen konnte mich das Buch fesseln. Der Autor hat mich in menschliche Abgründe blicken lassen und mich auf an interessanten Ermittlungen teilhaben lassen.
Fazit:
Mit kalter Hand ist ein spannender und faszinierender Thriller mit vielen interessanten Details aus der Rechtsmedizin, der mich gut unterhalten hat. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein interessanter Reihenauftakt - spannend, spicy und humorvoll!

Ruthless Creatures
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🎧Hörbuch Rezension 🎧
Gesamt: ️⭐️⭐️⭐️️️️⭐️️️
Sprecher: ⭐️⭐️⭐️️️️⭐️️️⭐️️️/Sprecherinnen ⭐️️⭐️️⭐️️️⭐️️️️️️
Story: ⭐️️⭐️️⭐️️️⭐️️️️️️

Dieses Buch war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich auf weitere ...

🎧Hörbuch Rezension 🎧
Gesamt: ️⭐️⭐️⭐️️️️⭐️️️
Sprecher: ⭐️⭐️⭐️️️️⭐️️️⭐️️️/Sprecherinnen ⭐️️⭐️️⭐️️️⭐️️️️️️
Story: ⭐️️⭐️️⭐️️️⭐️️️️️️

Dieses Buch war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich auf weitere Bücher neugierig gemacht!
Der Schreibstil ist kurzweilig humorvoll und fesselnd, weshalb ich mit dem Buch bzw. dann in meinem Fall mit dem Hörbuch relativ schnell durch war.
Die Kleinstadtlehrerin Natalie traut nach 5 Jahren immer wegen ihres spurlos verschwundenen Verlobten. Doch zum Glück hat sie einen Hund, der sie beschützt und unterhält und da ist dann noch ihre beste Freundin Solane, ein absolut toughes Mädel.
Andere Männer interessieren sie nicht, zumindest bis Kage als ihr neuer Nachbar nebenan einzieht. Und Kage ist nicht so unbescholten, wie man meint, der hat es faustdick hinter den Ohren und soll einen Auftrag für die russische Mafia erledigen.
Was folgt ist eine spannende Zeit. Ich liebe die Kombi Romance und Mafia und ich finde die Autorin hat das hier recht gut umgesetzt. Die Story ist unterhaltsam mit viel Spice – das muss man mögen.
Die Dynamik zwischen Kage und Nat klang anfangs nach Klischee, hat sich aber so viel besser entwickelt und ihre Chemie ist intensiv. Ebenso hat mir Natalies Entwicklung gefallen – war sie zuerst noch sehr schüchtern und unsicher, gewinnt sie im Laufe des Buchs an Selbstvertrauen und Mut. Was mir echt gut gefallen hat, das war der Humor – genau das, was ich mag. Außerdem punktet die Story damit, dass es keine unnötige Dramen gab und stattdessen offene Kommunikation.
Einziger Kritikpunkt: Es gab ein paar Handlungsstränge, die durchaus vorhersehbar waren, was den Unterhaltungswert aber nicht weiter gemindert hat und die spicy Szenen hätte man etwas abkürzen können.

Das Hörbuch haben Ben Adam, Ella Larsson und Amanda Felser vorgelesen, wobei Ben Adam gerne mehr Kapitel hätte lesen dürfen, wenn es nach mir geht, denn er hat eine sehr angenehme Stimme. Was die beiden weiblichen Stimmen musste ich mich erst etwas einhören, aber auch sie haben ihre Sache gut gemacht, wenngleich ich mir etwas mehr Abwechslung beim Vorlesen gewünscht hätte. Aber das ist mein subjektiver Eindruck.
Alles in allem wurde ich gut unterhalten und hatte spannende Hörstunden.

Veröffentlicht am 04.03.2026

Ein actionreiches und spannendes Finale, das nicht ganz an das Niveau des ersten Bandes heranreicht

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2
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Nachdem ich vom ersten Band Heartless Hunter absolut begeistert war, habe ich mich sehr auf diesen zweiten Band der Dilogie gefreut.
Diesmal hat es etwas gedauert, bis ich in die Story eintauchen konnte, ...

Nachdem ich vom ersten Band Heartless Hunter absolut begeistert war, habe ich mich sehr auf diesen zweiten Band der Dilogie gefreut.
Diesmal hat es etwas gedauert, bis ich in die Story eintauchen konnte, was vielleicht daran lag, dass ich des Geplänkel zwischen Rune und Gideon ein Stück vermisst habe.
Diesmal gibt es mehr Action und es dauerte nicht lange, bis Rune wieder auf der Flucht ist. Sie selbst ist innerlich deutlich zerrissener, was angesichts der Geschehnisse zwar nachvollziehbar ist, für mich als Leser war ihr Handeln manchmal fragwürdig.
Gideon dagegen fand ich bereits wie im ersten Band klasse. Er ist ein starker Mann, der hier etwas verletzlicher und nicht so unnahbar dargestellt wird.
Aufgrund ihrer Erlebnisse, das von Schmerz, unausgesprochenen Gefühlen, aber auch Misstrauen geprägt ist, sind die Interaktionen von Gideon und Rune zwischendurch etwas anstrengend. Wie gesagt, es gibt deutlich mehr Action, was an für sich schon gut ist, gleichzeitig konnte mich die Story nicht ganz so fesseln wie der erste Band, an dessen Ende mir Tränen in den Augen standen.
Cressida war keine Sympathieträgerin, muss sie auch nicht sein, aber ihre Grausamkeiten waren dann doch etwas anstrengend. Ich habe kein Problem mit düsteren Büchern oder Themen, aber Cressidas enorme Präsenz war mir dann doch etwas zu viel.
Ich habe mir das Hörbuch angehört, das von Henriette Schreurs und Moritz Frinberg fantastisch vorgelesen wurde. Meiner Meinung nach waren die gewählten Stimmen absolut passend, beide Sprecher haben einen kurzweilige Vortrag mit Höhen und Tiefen abgeliefert, in dem auch die Emotion sehr gut rübergebracht wurden
Fazit:
Rebel Witch ist ein spannendes und emotionales Finale, das nicht ganz an das Niveau des ersten Bandes heranreicht. Die Beziehung zwischen Rune und Gideon bleibt interessant, spannend und unterhaltsam. Doch trotz meiner Kritikpunkte dieser Band ein würdiger Abschluss einer kreativen Dilogie – 4,4 Sterne. Als Hörbuch ist diese Reihe sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 11.11.2025

Ein solider Fitzek, der mich bestens unterhalten hat - Simon Jäger war wieder einmal genial!

Der Nachbar
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Nachdem ich gerne Thriller lese, war ich auf das neuste Buch von Sebastian Fitzek gespannt. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, von dem her wusste, ich dass er schreiben kann. Der Schreibstil ...

Nachdem ich gerne Thriller lese, war ich auf das neuste Buch von Sebastian Fitzek gespannt. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, von dem her wusste, ich dass er schreiben kann. Der Schreibstil ist locker-flockig und ich war schnell in der Story. Und da lernte ich, was Monophobie ist, denn daran leidet die Strafverteidigerin Sarah Wolff, an der Angst vor Einsamkeit. Nach einem furchtbaren Vorfall ist Sarah mit ihrer an den Berliner Stadtrand gezogen. Und plötzlich geschehen rätselhafte Dinge. Sachen verschwinden auf magische Weise oder tauchen an einem anderen Ort wieder auf. Doch was steckt dahinter? Oder wer?
Die meisten Kapitel werden aus der Sicht von Sarah erzählt, es gibt aber auch einige Kapitel aus Sicht der Opfer.
Die Spannung steigt langsam, aber stetig und sie lässt auch nicht mehr nach. Für das passenden Gänsehautfeeling sorgt Simon Jäger. Er vermittelt mit seiner Stimme und seinem ruhigen, aber doch energiegeladenen Vortrag immer die richtige Atmosphäre. Er hat einen richtig guten Job gemacht!
Was ich an den Büchern des Autors liebe, ist dass man herrlich miträtseln kann. Wer ist der Täter? Was ist sein Motiv? Doch kaum glaubt man auf der richtigen Spur zu sein, schon wird man eines Besseren belehrt. Außerdem gab es nicht nur eine unerwartete Wendung. Und ganz ehrlich, nicht nur Sarah hat sich im Lauf der Zeit gefragt, wem sie trauen kann.
Wie immer ist der Thriller nicht wirklich etwas für zartbesaitete Gemüter, denn es wird zwischendurch ganz schön heftig.
Das Ende, ja, damit kann man leben, muss man aber nicht. Ich kann es für mich noch nicht richtig einsortieren, aber es passt zum Thriller. Die Spannung ist da, der Plot hat mich gefesselt, doch es gibt ein Aber: Dadurch, dass es immer wieder Wendungen gibt und neu Verdächtige auf dem Radar erscheinen, wirkt einiges meiner Meinung nach etwas konstruiert und manches sogar etwas abgedreht. Das passt zu Fitzek, aber hier wäre weniger mehr gewesen – die Story hätte es so oder so hergegeben.
Insgesamt ein solider Thriller, der mich gefesselt hat und bestens unterhalten hat.