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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2024

Modischer Nostalgietrip

Icons of Style – Taylor Swift
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Als Swiftie der ersten Stunde musste ich das Buch unbedingt haben und tatsächlich wurde mir eine schöne, nostalgische Zeitreise geboten. Im ersten Abschnitt des Buches werden ihre Style Phasen in die Eras ...

Als Swiftie der ersten Stunde musste ich das Buch unbedingt haben und tatsächlich wurde mir eine schöne, nostalgische Zeitreise geboten. Im ersten Abschnitt des Buches werden ihre Style Phasen in die Eras unterteilt und chronologisch vorgestellt, was ich als eine gelungene Einleitung wahrgenommen habe - dies hilft später, verschiedene Outfits auch besser einordnen zu können.

Aus meiner Sicht erweckt das Buch viele Erinnerungen, man erkennt Outfits wieder und erinnert sich an besuchte Konzerte, den Hype bei neuen Alben sowie die eigenen Lebensphasen, die man damals durchlaufen hat. Für neue Fans sollte das Buch allerdings auch eine gute Lektüre sein, um die Geschichte grob kennenzulernen. Zwar gibt es viele kleine "Fun Facts" über Taylor neben der Mode, dieser Teil fällt jedoch insgesamt eher kurz aus und auch wenn es ein Modebuch ist, hätte ich mir natürlich noch mehr Infos gewünscht.

Die gewählten Fotos sind überwiegend schön, manche jedoch leider qualitativ nicht ganz so hochwertig (z.B. ein Foto der Outfits in einer Ausstellung, mit Handy aufgenommen - hier spiegelt sich die Fotografin in der Glasvitrine). Auch fand ich es schade, dass manche Looks zwar beschrieben werden, allerdings das passende Bild hierzu fehlt (Copyright-Probleme?). Zwar kann man das Outfit schnell im Internet finden, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Ein letzter Kritikpunkt wäre die Seitenaufteilung, oft muss man mehrere Seiten blättern um das passende Bild zum Text zu finden.

Insgesamt fand ich das Buch durchaus unterhaltsam und eine hübsche Lekture für Langzeitswifties sowie Neulinge, man merkt jedoch, dass es kein offizielles Produkt ist und sich somit kleine Qualitätsmängel nicht vermeiden lassen.

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Veröffentlicht am 22.06.2024

Götter oder Menschen?

To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter
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Das Setting der Geschichte fand ich wirklich interessant: Zwei Welten, eine traditionelle Welt voller Magie, dagegen eine weit fortgeschritte Welt der Wissenschaft und Technik, verbunden durch ein Portal ...

Das Setting der Geschichte fand ich wirklich interessant: Zwei Welten, eine traditionelle Welt voller Magie, dagegen eine weit fortgeschritte Welt der Wissenschaft und Technik, verbunden durch ein Portal im Himmel. Die politischen und menschlichen Konflikte und Spannungen zwischen den Einheimischen und Eroberern. Die Parallelen zu dem damaligen besetzten China und dessen Geschichte, die in die Seiten eingewebt wird.
Wir erleben die Handlung aus der Sicht von Ruying und obwohl ich generell diese Ich-Perspektive durchaus begrüße, führte sie hier teilweise zu unnötigen Längen. Gerade in der ersten Hälfte drehen sich ihre Gedanken hauptsächlich nur ums Überleben, ihre Familie und den Hass auf die Besetzer. Dies ist zwar wichtig für ihren Charakter und ihre Motivationen, jedoch hätte man dies auch kürzer gestalten können. Zu kurz kommt hier meiner Meinung nach dafür die Handlung, es passiert nicht wirklich etwas und sobald man denkt, jetzt geht es los, wird das Geschehene nur grob zusammengefasst.
Dies bessert sich in der zweiten Hälfte jedoch und es kommt mehr Spannung auf. Die Romanze hat Potential, hätte allerdings öfters erwähnt werden können, um dem Leser die langsame Entwicklung auch nahezubringen - beispielsweise gab es ein Kapitel aus der Sicht des Mannes, jedoch nur eins im ganzen Buch, warum nicht mehr? Die Handlung aus beiden Perspektiven zu verfolgen, nicht nur im Bezug auf die Liebe, sondern auch auf die persönlichen Motivationen und Konflikte, fände ich hier sehr interessant.
Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten. Man merkt, dass es das Debütwerk der Autorin ist und dass sich der Erzählstil im Verlauf der Geschichte auch bessert, daher bin ich gespannt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Geschichtsstunde mit Schwächen

Alma
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In den Siebzigern wächst Alma in Triest auf, zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen, mit einem Vater, der selten da ist, und dem Jungen Vili, der zu ihrer ersten großen Liebe wird.
Als ihr Vater stirbt ...

In den Siebzigern wächst Alma in Triest auf, zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen, mit einem Vater, der selten da ist, und dem Jungen Vili, der zu ihrer ersten großen Liebe wird.
Als ihr Vater stirbt und das Erbe verteilt werden soll, kehrt sie viele Jahre später dorthin zurück und die Erinnerungen nehmen ihren Lauf.
Bei diesem Buch hatte ich leider komplett andere Erwartungen und ein falsches Bild, ausgelöst durch Cover, Klappentext und Zitate.
Statt einer sommerlichen Erzählung über Triest und Almas Familiengeschichte standen hier immer wieder historische und politische Ereignisse und Schilderungen im Vordergrund.
Die Konflikte und der Krieg rund um Jugoslawien waren zugegebenermaßen ein komplett neues Thema für mich, ich war jedoch interessiert und durchaus lernwillig. Ungünstig war nur, dass der Roman irgendwie gefühlt ein gewisses Vorwissen fast voraussetzt, um der Handlung optimal folgen zu können. Ist man jedoch ahnungslos, versteht man so manchen Textabschnitt nicht in seiner Gänze.
Hilfsmittel wie ein Glossar, eine Karte oder ein Zeitstrahl sind leider ebenfalls nicht vorhanden, sodass ich selbst im Internet nebenbei recherchieren musste, um die Handlung besser einordnen und die Hintergründe verstehen zu können.

Auch der Schreibstil war nicht immer leicht zu lesen, so manchen Satz musste ich doppelt lesen, aber gleichzeitig mochte ich ihn auch irgendwie. Es war mehr ein Erlebnis, mit schönen Beschreibungen, anstatt eines schnell zu lesenden Textes.
Es ist auf jeden Fall kein Roman, den man mal nebenbei lesen kann, man muss sich konzentriert auf die Zeilen einlassen.
Ständige Zeitsprünge und ein fehlender roter Faden verstärken dies nur noch mehr.
Die Handlung rund um Alma fand ich interessant, allerdings konnte ich bis zum Schluss keine wirkliche Beziehung zu den Charakteren aufbauen, sie blieben (bedingt durch den Schreibstil?) doch recht distanziert, sodass ich auch nicht groß mitgefühlt habe.
Ein durchaus interessantes und künstlerisches Buch, auch wenn es meinen persönlichen Geschmack jetzt nicht so sehr getroffen hat.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Coole Idee, schwieriger Schreibstil

The Blackgate Invitation
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Ruby und Wren sind Schwestern und erhalten ein verführerisches Angebot: Einen Abend lang auf einer privaten Feier die Enkeltöchter von Mrs Blackgate spielen und dafür 4000 Dollar kassieren. Klingt zu gut ...

Ruby und Wren sind Schwestern und erhalten ein verführerisches Angebot: Einen Abend lang auf einer privaten Feier die Enkeltöchter von Mrs Blackgate spielen und dafür 4000 Dollar kassieren. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es auch, denn der Haken wird schnell klar: Die Gastgeberin wird ermordet und sperrt sie auf dem Anwesen ein, wo sie nun Rätsel lösen müssen. Noch dazu sind alle anderen Gäste und Familienmitglieder Hexen...

Super interessante Idee, die Kombi aus Magie, Rätseln, Krimi und ein bisschen Romance hat mir echt gut gefallen. Auch die wechselnden Perspektiven zwischen Ruby und Auden waren gut gewählt, generell waren die Beziehungen der Charaktere untereinander ein Pluspunkt des Buches. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht komplett überzeugen, hier hätte ich mir noch etwas mehr Gefühle gewünscht.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als doch etwas sehr verwirrend: Es gibt viele Charaktere/Familien auf einmal, dazu noch die magischen Elemente. Hier habe ich eine Weile gebraucht, bis ich dann doch mal durchgeblickt habe.
Erschwert wurde dies zusätzlich auch von dem Schreibstil, mit dem ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Ich weiß nicht, ob es teilweise der Übersetzung geschuldet ist, aber ich fand viele Sätze und Beschreibungen einfach so unnötig kompliziert: Verschachtelungen, künstlich aufgebauschte Beschreibungen, unnatürlich wirkende Dialoge.
Ich musste manche Sätze mehrmals lesen, weil ich immer wieder ins Stocken geraten bin, auch weil gefühlt zwanghaft hochtrabende Formulierungen verwendet wurden. Der Schreibstil hat meinen Geschmack leider gar nicht getroffen und nicht zum Genre gepasst, wodurch es teilweise etwas zäh für mich wurde.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Liebe zwischen Lügen und Geheimnissen

A Fairytale of Lies
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Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen ...

Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen aufgebaut wurde?
Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Chris, was mir gut gefallen hat und uns beide Seiten näherbringt. In der ersten Hälfte springen wir manchmal auch zurück in die Vergangenheit und erleben den Beginn ihrer Beziehung nochmal mit. Dies war teilweise etwas verwirrend, da nur die Vergangenheitskapitel mit einer Zeitangabe eingeleitet wurden. Im Lesefluss merkt man dann gar nicht, dass man sich wieder in der Gegenwart befindet.
Ebendieser Lesefluss war dafür durchgängig gegeben, der Schreibstil war sehr angenehm und man konnte sich gut für eine Weile in die Seiten vertiefen.

Der Inhalt konnte mich dafür nicht komplett überzeugen. Es gab durchaus einige Abschnitte, die ganz spannend und unterhaltsam zu lesen waren, jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn man sich auf ein Kernthema konzentriert hätte. In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich um Chris Vergangenheit und die Wahrheit hinter der Beziehung, im zweiten Teil um seine Verbindungen zur Mafia. Aus meiner Sicht ist das Drama seiner Vergangenheit ein wenig übertrieben, ich hätte es vermutlich spannender gefunden, wenn dies schneller geklärt worden wäre und der Mafia-Part dafür mehr Raum bekommen hätte.
Auch die Beziehung bzw. die Entwicklung der Gefühle hätte ruhig noch etwas tiefer gehen können. Es gab einige süße Momente, die aber teilweise aus dem Nichts kamen, da die Umstände vorher alles andere als gut waren. Einige Entscheidungen besonders von Emilia konnte ich kaum nachvollziehen, vor allem, da ich ihre persönliche Charakterentwicklung abseits der Beziehung eigentlich mochte.
Chris hat meinen Geschmack nicht so getroffen, aber ich bin auch noch neu im Dark Romance Genre, daher kann er andere Leser:innen vielleicht total überzeugen.
Etwas schade fand ich, dass wir einige tolle Nebencharaktere kennenlernen durften, diese jedoch doch eher weniger Seiten bekommen haben.
Insgesamt eine durchaus unterhaltsame Lektüre, die jedoch noch Potential nach oben hat.

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