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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Coole Idee, schwieriger Schreibstil

The Blackgate Invitation
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Ruby und Wren sind Schwestern und erhalten ein verführerisches Angebot: Einen Abend lang auf einer privaten Feier die Enkeltöchter von Mrs Blackgate spielen und dafür 4000 Dollar kassieren. Klingt zu gut ...

Ruby und Wren sind Schwestern und erhalten ein verführerisches Angebot: Einen Abend lang auf einer privaten Feier die Enkeltöchter von Mrs Blackgate spielen und dafür 4000 Dollar kassieren. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es auch, denn der Haken wird schnell klar: Die Gastgeberin wird ermordet und sperrt sie auf dem Anwesen ein, wo sie nun Rätsel lösen müssen. Noch dazu sind alle anderen Gäste und Familienmitglieder Hexen...

Super interessante Idee, die Kombi aus Magie, Rätseln, Krimi und ein bisschen Romance hat mir echt gut gefallen. Auch die wechselnden Perspektiven zwischen Ruby und Auden waren gut gewählt, generell waren die Beziehungen der Charaktere untereinander ein Pluspunkt des Buches. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht komplett überzeugen, hier hätte ich mir noch etwas mehr Gefühle gewünscht.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als doch etwas sehr verwirrend: Es gibt viele Charaktere/Familien auf einmal, dazu noch die magischen Elemente. Hier habe ich eine Weile gebraucht, bis ich dann doch mal durchgeblickt habe.
Erschwert wurde dies zusätzlich auch von dem Schreibstil, mit dem ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Ich weiß nicht, ob es teilweise der Übersetzung geschuldet ist, aber ich fand viele Sätze und Beschreibungen einfach so unnötig kompliziert: Verschachtelungen, künstlich aufgebauschte Beschreibungen, unnatürlich wirkende Dialoge.
Ich musste manche Sätze mehrmals lesen, weil ich immer wieder ins Stocken geraten bin, auch weil gefühlt zwanghaft hochtrabende Formulierungen verwendet wurden. Der Schreibstil hat meinen Geschmack leider gar nicht getroffen und nicht zum Genre gepasst, wodurch es teilweise etwas zäh für mich wurde.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Liebe zwischen Lügen und Geheimnissen

A Fairytale of Lies
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Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen ...

Vor einigen Jahren zerbrach die Beziehung zwischen der Studentin Emilia und dem Nachtclubbesitzer Chris - nun tritt er zurück in ihr Leben, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn sie auf Lügen aufgebaut wurde?
Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Chris, was mir gut gefallen hat und uns beide Seiten näherbringt. In der ersten Hälfte springen wir manchmal auch zurück in die Vergangenheit und erleben den Beginn ihrer Beziehung nochmal mit. Dies war teilweise etwas verwirrend, da nur die Vergangenheitskapitel mit einer Zeitangabe eingeleitet wurden. Im Lesefluss merkt man dann gar nicht, dass man sich wieder in der Gegenwart befindet.
Ebendieser Lesefluss war dafür durchgängig gegeben, der Schreibstil war sehr angenehm und man konnte sich gut für eine Weile in die Seiten vertiefen.

Der Inhalt konnte mich dafür nicht komplett überzeugen. Es gab durchaus einige Abschnitte, die ganz spannend und unterhaltsam zu lesen waren, jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn man sich auf ein Kernthema konzentriert hätte. In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich um Chris Vergangenheit und die Wahrheit hinter der Beziehung, im zweiten Teil um seine Verbindungen zur Mafia. Aus meiner Sicht ist das Drama seiner Vergangenheit ein wenig übertrieben, ich hätte es vermutlich spannender gefunden, wenn dies schneller geklärt worden wäre und der Mafia-Part dafür mehr Raum bekommen hätte.
Auch die Beziehung bzw. die Entwicklung der Gefühle hätte ruhig noch etwas tiefer gehen können. Es gab einige süße Momente, die aber teilweise aus dem Nichts kamen, da die Umstände vorher alles andere als gut waren. Einige Entscheidungen besonders von Emilia konnte ich kaum nachvollziehen, vor allem, da ich ihre persönliche Charakterentwicklung abseits der Beziehung eigentlich mochte.
Chris hat meinen Geschmack nicht so getroffen, aber ich bin auch noch neu im Dark Romance Genre, daher kann er andere Leser:innen vielleicht total überzeugen.
Etwas schade fand ich, dass wir einige tolle Nebencharaktere kennenlernen durften, diese jedoch doch eher weniger Seiten bekommen haben.
Insgesamt eine durchaus unterhaltsame Lektüre, die jedoch noch Potential nach oben hat.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Was ist wirklich geschehen?

The Business Trip
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Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene ...

Zwei Frauen nehmen den selben Flug, wenige Tage später kommt langsam der Verdacht auf, dass sie vielleicht entführt wurden. Doch was ist wirklich passiert und wo sind sie jetzt?
Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, zuerst lernt man beide Frauen kennen, danach ihr privates und berufliches Umfeld, während man zum Schluss der Wahrheit auf die Spur kommt.
Dies wird in kurzen Kapiteln aus sehr vielen Perspektiven erzählt - gefühlt jeder Nebencharakter bekommt seine eigenen Abschnitte. Während dies zuerst eigentlich ganz interessant war, fand ich es irgendwann eher etwas nervig. Ich hätte lieber die Hälfte der Charaktere als Erzähler gehabt und diese dafür besser kennengelernt - ehrlich gesagt konnte ich mir weder merken, was Nebenfigur Nr. 8 für Kinder hat, noch hat es mich dann interessiert.
Man erlebt die Handlung so zwar aus vielen Perspektiven, dafür halt mit deutlichen Abstrichen bei der Charaktertiefe.
Dazu kommt noch, dass ich manche Perspektiven, besonders die männlichen, auch teilweise nicht gut geschrieben und sehr klischeehaft fand. Viele waren sehr unsympathisch, sollten sie auch sein, aber nicht auf so eine übertriebene karikaturhafte Art.

Positiv fand ich jedoch die Aufteilung des Thrillers und dass die Spannung doch ganz gut gehalten wurde. Ich habe das Buch quasi am Stück weggelesen, besonders die erste Hälfte baut schön Spannung auf. Die zweite Hälfte hingegen habe ich als schwächer empfunden, auch die Auflösung war teilweise etwas vorhersehbar und konstruiert.
Insgesamt hat mich das Buch durchaus gut unterhalten, hätte jedoch mit weniger Perspektiven und stärkeren Charakteren mehr überzeugen können.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Ackerman ohne das gewisse Etwas

Im Labyrinth der Furcht
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Der Einstieg in die Geschichte gelingt gut, wir knüpfen quasi nahtlos an das Ende der vorherigen Teils an. Ackerman und seine Familie befinden sich in der Gefangenschaft des Hüters und müssen dort diverse ...

Der Einstieg in die Geschichte gelingt gut, wir knüpfen quasi nahtlos an das Ende der vorherigen Teils an. Ackerman und seine Familie befinden sich in der Gefangenschaft des Hüters und müssen dort diverse Spielchen und ellenlange Monologe über sich ergehen lassen, während Ackermans Partnerin Nadia versucht, ihn zu finden und zu befreien.
Wichtige Teile der vorherigen Geschichte werden nochmal kurz umrissen, sodass man sich schnell wieder an alles erinnert und auch als Neuling die Charaktere kennenlernt, trotzdem würde ich empfehlen, zuerst den direkten Vorgängerband zu lesen.
Das Lesetempo ist dank kurzer Kapitel und wechselnder Perspektiven durchgängig schön hoch, man verfolgt mehrere Handlungsstränge zugleich und jeder davon macht auch neugierig darauf, was als Nächstes dort passieren wird.

Das Problem an der Sache ist jedoch, dass diese anfängliche Neugier leider schnell verfliegt. Nach einem spannenden Start folgt ein doch eher zäher Mittelteil - man liest trotzdem noch schnell, aber mit schwindendem Interesse. Hierfür sind direkt mehrere Faktoren aus meiner Sicht verantwortlich gewesen: Der Serienmörder dieses Buches wird stark eingeführt und verliert mit jedem Kapitel an Glaubwürdigkeit dank seltsamer Entscheidungen, Drama und zu viel Gerede. Ähnliches gilt auch für den Hüter, statt eines starken Gegenspielers für Ackerman bekommen wir hier erstmal nur einen Bösewicht, der sich gerne selber reden hört. Auch Ackerman selbst scheint irgendwie weit weg von seinen üblichen Glanzleistungen zu sein und lässt seinen typischen Charakter und Witz etwas vermissen. Die Handlung hat gefühlt auf der Stelle getreten, nur Nadias Perspektive konnte mich größtenteils gut mitnehmen.

Schade fand ich auch, dass man nicht wirklich miträtseln konnte, ein Großteil der aufgeworfenen Fragen wird innerhalb weniger Kapitel auch schon wieder aufgeklärt.
Insgesamt hat mich das Buch dennoch ganz gut unterhalten und war auch teilweise mal recht spannend, aber irgendwie fehlte der Charme und es wurde einiges an Potential verschenkt. Man könnte dieses Buch vermutlich auch überspringen und würde trotzdem ohne Probleme den nächsten Band lesen können. Für (angehende) Nadia-Fans gibt es aber dafür ein paar coole Szenen, nachdem sie im vorherigen Teil ja eher keine Rolle gespielt hat.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Cooler Sport und interessante Themen, Schwächen bei den Charakteren

Feeling Nothing
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Ich hatte zuvor noch nie eine Football-Romance gelesen, daher fand ich das Thema echt spannend. Zwischendurch gibt es immer wieder Trainingseinheiten und Einblicke in den Sport, unbekannte Begriffe für ...

Ich hatte zuvor noch nie eine Football-Romance gelesen, daher fand ich das Thema echt spannend. Zwischendurch gibt es immer wieder Trainingseinheiten und Einblicke in den Sport, unbekannte Begriffe für Neulinge werden im Glossar erklärt. Schade hierbei war nur, dass es kein "richtiges" Spiel gab, bei dem man mitfiebern konnte.
Auf der anderen Seite stand Physiotherapeutin Robin: Auch bei ihr hat man einen kleinen Einblick in ihren Beruf erhalten, interessanter war jedoch ihre Alexithymie, quasi eine Gefühlsblindheit. Darüber eine Liebesgeschichte zu schreiben war eine spannende und coole Idee, von der Art und Weise, wie sie ihre Gefühle versucht einzuordnen und zu erkennen bis hin zu Tylers Umgang damit und den Auswirkungen in Konfliktsituationen.

Schwächer waren dafür einige andere Aspekte der Charaktere für mich. Generell bin ich nicht komplett warm mit ihnen geworden, so hab ich ihre Beziehung ganz gerne verfolgt, aber nicht richtig mitgefiebert. Vor allem Tylers Verhalten hat mich manchmal leider ein wenig genervt, auch wenn ich ihn an anderen Stellen noch als toll empfunden habe. Problematisch waren hierbei einige Wiederholungen, die Geschichte drehte sich ein wenig im Kreis, und Tylers Inkonsequenz (gefasste Vorsätze werden 3 Seiten später wieder ignoriert). Die Nebencharaktere sind recht blass geblieben, ich kann mich eigentlich nur an den Gegenspieler erinnern, der jedoch eher eine Klischee-Nervensäge war.
Insgesamt war die Geschichte durchaus unterhaltsam und hatte einige schöne Momente, jedoch auch einige Schwächen.

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