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Veröffentlicht am 21.08.2025

Im Bayou

Unsere letzten wilden Tage
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"Unsere letzten wilden Tage" von Anna Bailey spielt in Jacknife, einem kleinen Dorf in den Sümpfen Louisianas. Das Leben dort ist rau, die Hitze steht und in den Sümpfen treiben lautlos Alligatoren. Loyal ...

"Unsere letzten wilden Tage" von Anna Bailey spielt in Jacknife, einem kleinen Dorf in den Sümpfen Louisianas. Das Leben dort ist rau, die Hitze steht und in den Sümpfen treiben lautlos Alligatoren. Loyal ist dort aufgewachsen, als Teenie dann, nach einem Unfall mit einem Alligator und dem Zerwürfnis mit ihrer besten Freundin, zusammen mit ihrem Vater nach Dallas gezogen. Ihre Mutter blieb in Jacknife zurück.

Jahre später kehrt Loyal zurück zu ihrer dementen Mutter und in das Dorf ihrer Kindheit. Sie möchte sich mit ihrer alten Freundin versöhnen, doch diese wird kurz nach ihrer Ankunft tot im Sumpf gefunden. Loyal glaubt nicht an einen Unfall und macht sich auf die Suche nach Antworten. Dies ist natürlich nicht ohne Gefahr für sie selbst.

Ich mochte das Setting des Buches sehr. So wie das tolle Cover gestaltet ist habe ich mir auch die Gegend vorgestellt. Die Naturbeschreibungen waren grandios. Die Autorin schafft es einem, sowohl das schöne der Natur, wie auch die Gefahren und die Wildnis gleichermaßen nahe zu bringen.

Die Geschichte um Loyal, ihre Freundin Cutter, deren Brüder und das Leben in Jacknife fand ich auch sehr gut beschrieben. Es ist teils etwas brutal und sehr rau aber ich denke das es in so abgelegenen Orten mitten in den Sümpfen Louisianas auch so zugeht und vieles vor Ort geregelt wird.
Allerdings wurde ich mit Loyal nicht richtig warm. Sie blieb immer etwas unnahbar.

Auch war mir die Geschichte teils etwas zu gewollt und langatmig. Ich fand sie überhaupt nicht spannend. Trotzdem habe ich es , auch aufgrund der tollen Sprache gerne gelesen. Ein gutes Buch, aber kein Highlight für mich. Es gibt 3,5 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Berührend

Solito
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Im Buch "Solito" schildert Javier Zamora seine Flucht aus El Salvator nach Kalifornien zu seinen Eltern. Alleine begibt er sich mit weiteren Flüchtlingen auf die gefährliche und lange Reise durch Guatemala ...

Im Buch "Solito" schildert Javier Zamora seine Flucht aus El Salvator nach Kalifornien zu seinen Eltern. Alleine begibt er sich mit weiteren Flüchtlingen auf die gefährliche und lange Reise durch Guatemala und Mexiko. Dabei schildert er die Reise sehr detailreich und ausführlich.

Das Buchcover finde ich sehr passend und gefällt mir sehr gut.

Von mir bekommt das Buch vier Sterne. Mich haben die vielen Spanischen Begriffe doch sehr beim Lesen gestört, bzw. fand ich es lästig immer im Glossar nachzuschauen. Ich hätte es besser gefunden die Begriffe mit Fußnoten auf der jeweiligen Seite zu übersetzen. Auch fand ich es zwischenzeitlich etwas zäh und langatmig weshalb ich einen Stern abgezogen habe.
Dennoch empfehle ich das Buch allen weiter, da es eine sehr wichtige Geschichte/Autobiografie ist die zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

4 Generationen Frauen

Das gute Leben
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Nadine Schneider nimmt uns in ihrem Buch "Das gute Leben" mit zu vier Generationen Frauen.
Christina, die jüngste, ihre Mutter Helene, Großmutter Anni und die Urgroßmutter.

Anni ist in den 60er Jahren ...

Nadine Schneider nimmt uns in ihrem Buch "Das gute Leben" mit zu vier Generationen Frauen.
Christina, die jüngste, ihre Mutter Helene, Großmutter Anni und die Urgroßmutter.

Anni ist in den 60er Jahren schwanger von Rumänien nach Deutschland zu ihrem Bruder ausgewandert, um hier ein besseres Leben für sich und ihre Tochter zu beginnen. Ihre Mutter lässt sie alleine in Rumänien zurück und besucht diese meist zweimal im Jahr. Ihre Tochter Helene zieht sie alleine groß.
Auch Helene wird früh Mutter und auch sie wird alleinerziehend, entscheidet sich aber nach Amerika auszuwandern und lässt Christina bei ihrer Mutter in einem kleinen Dorf bei Nürnberg zurück. Dort wächst Christina auf und als Erwachsene zieht sie nach Berlin und Anni bleibt alleine zurück.

Nach Annis plötzlichem Tod erbt Christina das kleine Haus und muss sich nun Gedanken darüber machen was sie damit macht. Dabei kommen viele Erinnerungen zu Tage und wir erfahren viel über das Leben von Anni, Helene und der Urgroßmutter in Rumänien.

Ich lese sehr gerne Romane , welche über mehrere Generationen berichten. Auch hier habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Allerdings konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Ich fand es stellenweise etwas langatmig und mir fehlte etwas Spannung oder etwas was einem überraschen konnte. Die Geschichte plätscherte etwas vor sich hin und ich hatte oft das Gefühl man kommt nicht vor ran.
Ich wurde auch mit keiner der Frauen so richtig warm und manchmal war mir alles etwas zu negativ dargestellt.

Die Geschichte hatte viel Potenzial, aber dieses wurde für meinen Geschmack nicht ausgeschöpft, so das es für mich nur für drei Sterne gereicht hat.



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Veröffentlicht am 11.01.2026

Etwas viel Drama

Die Insel meiner Schwester
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"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Das Cover des Buches ist sehr stimmungsvoll und dennoch sieht man dunkle Wolken aufziehen, was hervorragend zum ...

"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Das Cover des Buches ist sehr stimmungsvoll und dennoch sieht man dunkle Wolken aufziehen, was hervorragend zum Roman passt. Es gefällt mir optisch sehr.

Im Buch begleiten wir Mirijam und ihre Halbschwester Nia. Die beiden haben erst im Alter von 14 Jahren voneinander erfahren und sind nur wenige Monate auseinander. Anfangs sind sie die allerbesten Freundinnen doch dann leben beide ihr eigenes Leben und sehen sich nur noch selten. Man merkt aber schon gleich zu Beginn, das Mirijam mehr an der Beziehung hängt als Nia.

Beide haben gerade in ihrem Leben Probleme. Mirijam wurde am 40. Geburtstag nach über 10 Jahren verlassen und Nia hängt in einer toxischen Beziehung fest. Kontakt haben sie schon lange keinen mehr. Da kommt überraschend eine Einladung zu Mirijams 40. Geburtstag, den sie auf Tallholmen, der Insel ihrer Kindheit feiern möchte. Mirijam sagt zu, nichtsahnend was sich dort für eine Tragödie abspielt.

Ich möchte zum Inhalt gar nicht mehr sagen, da man das Buch ohne viel Infos zum Inhalt lesen sollte. Allerdings fände ich eine Triggerwarnung angebracht, da es hier um häusliche Gewalt geht.

Noch immer bin ich etwas hin und hergerissen was meine Bewertung angeht. Eigentlich fand ich das Buch spannend und einige Themen wurden auch sehr gut ausgearbeitet. Allerdings war mir dann vieles zu konstruiert und vorhersehbar. Stellenweise war es mir auch etwas viel Drama. Auch hat mich gestört, das bis auf Juan, der Ex von Mirijam alle Männer im Buch negativ beschrieben werden. Ja es gibt schlimme Männer, aber doch nicht nur. Dann haben beide Schwestern keine besonders intensive Beziehung zu ihren Müttern, Freundinnen sind oberflächlich und es fließt immer viel Alkohol. Für mich war das alles etwas viel gewollt und weniger wäre hier definitiv etwas besser gewesen.

Der Schreibstil hat mir aber gut gefallen und ich hatte auch keine Probleme damit, das wir immer in der Zeit gesprungen sind. Im großen Ganzen wurde ich gut unterhalten. Daher gibt es von mir drei Sterne für das Buch.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Gutes Buch mit kleinen Mängeln

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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E.V. Woods Debütroman nimmt uns mit in die Welt des Balletts. Aber nicht in eine die wir kennen, sondern eine düstere, in welcher der Puppenspieler Malcom die Fäden in der Hand hält. Er hat seine Ballerinen ...

E.V. Woods Debütroman nimmt uns mit in die Welt des Balletts. Aber nicht in eine die wir kennen, sondern eine düstere, in welcher der Puppenspieler Malcom die Fäden in der Hand hält. Er hat seine Ballerinen durch einen Fluch an sich gebunden aus dem sie sich nicht mehr befreien können. Er lässt sie tanzen, lachen und quält sie wenn sie nicht gehorchen. Sie haben keine eigene Macht mehr über ihren Körper. Doch Emberlyn, seine Primaballerina fängt an sich dagegen zu wehren.

Ich mag das Cover des Buches sehr, es passt so gut zur Geschichte und auch der Klappentext hat mich begeistert. Das Thema klang so toll und ich habe mich so aufs Lesen gefreut.

Leider konnte mich das Buch dann nicht ganz begeistern.
Mir fiel es leicht, in die Geschichte hineinzukommen und Anfangs fand ich auch Emberlyn und ihren Wunsch nach Freiheit toll und konnte das nachvollziehen. Im Laufe des Buches fand ich sie aber doch immer nerviger. Sie war nur noch auf ihr Wohl bedacht und hatte sich überhaupt nicht mehr um ihre "Schwestern", welche doch anscheinend so wichtig waren gekümmert. Diese wurden mir auch von der Autorin etwas vernachlässigt, was ich schade fand, denn so hätte man der Geschichte etwas Abwechslung geben können. Denn genau das hat gefehlt. Es hat sich gerade in der Mitte sehr gezogen und mir fiel es schwer weiterzulesen. Etienne war mir auch etwas suspekt und ich konnte vieles nicht ganz nachvollziehen.
Das Ende war dann nochmal spannend und mir hat das Originalende auch besser gefallen. Das zusätzliche mit Happy End war nicht nötig und ich brauche auch nicht bei jedem Buch ein Happy End.
Schade fand ich auch, das man so wenig über den Fluch erfahren hat. Aber am allermeisten hat mich gestört welches Alter die Ballerinen haben. Das hat für mich so gar nicht zur Geschichte und dem Verhalten gepasst.

Positiv hervorzuheben ist der wundervolle Schreibstil der Autorin. Die Grundidee war super, aber es hat dann an der perfekten Umsetzung doch etwas gefehlt.
Von mir gibt es daher 3 Sterne.

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