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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Etwas viel Drama

Die Insel meiner Schwester
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"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Das Cover des Buches ist sehr stimmungsvoll und dennoch sieht man dunkle Wolken aufziehen, was hervorragend zum ...

"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Das Cover des Buches ist sehr stimmungsvoll und dennoch sieht man dunkle Wolken aufziehen, was hervorragend zum Roman passt. Es gefällt mir optisch sehr.

Im Buch begleiten wir Mirijam und ihre Halbschwester Nia. Die beiden haben erst im Alter von 14 Jahren voneinander erfahren und sind nur wenige Monate auseinander. Anfangs sind sie die allerbesten Freundinnen doch dann leben beide ihr eigenes Leben und sehen sich nur noch selten. Man merkt aber schon gleich zu Beginn, das Mirijam mehr an der Beziehung hängt als Nia.

Beide haben gerade in ihrem Leben Probleme. Mirijam wurde am 40. Geburtstag nach über 10 Jahren verlassen und Nia hängt in einer toxischen Beziehung fest. Kontakt haben sie schon lange keinen mehr. Da kommt überraschend eine Einladung zu Mirijams 40. Geburtstag, den sie auf Tallholmen, der Insel ihrer Kindheit feiern möchte. Mirijam sagt zu, nichtsahnend was sich dort für eine Tragödie abspielt.

Ich möchte zum Inhalt gar nicht mehr sagen, da man das Buch ohne viel Infos zum Inhalt lesen sollte. Allerdings fände ich eine Triggerwarnung angebracht, da es hier um häusliche Gewalt geht.

Noch immer bin ich etwas hin und hergerissen was meine Bewertung angeht. Eigentlich fand ich das Buch spannend und einige Themen wurden auch sehr gut ausgearbeitet. Allerdings war mir dann vieles zu konstruiert und vorhersehbar. Stellenweise war es mir auch etwas viel Drama. Auch hat mich gestört, das bis auf Juan, der Ex von Mirijam alle Männer im Buch negativ beschrieben werden. Ja es gibt schlimme Männer, aber doch nicht nur. Dann haben beide Schwestern keine besonders intensive Beziehung zu ihren Müttern, Freundinnen sind oberflächlich und es fließt immer viel Alkohol. Für mich war das alles etwas viel gewollt und weniger wäre hier definitiv etwas besser gewesen.

Der Schreibstil hat mir aber gut gefallen und ich hatte auch keine Probleme damit, das wir immer in der Zeit gesprungen sind. Im großen Ganzen wurde ich gut unterhalten. Daher gibt es von mir drei Sterne für das Buch.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Gutes Buch mit kleinen Mängeln

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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E.V. Woods Debütroman nimmt uns mit in die Welt des Balletts. Aber nicht in eine die wir kennen, sondern eine düstere, in welcher der Puppenspieler Malcom die Fäden in der Hand hält. Er hat seine Ballerinen ...

E.V. Woods Debütroman nimmt uns mit in die Welt des Balletts. Aber nicht in eine die wir kennen, sondern eine düstere, in welcher der Puppenspieler Malcom die Fäden in der Hand hält. Er hat seine Ballerinen durch einen Fluch an sich gebunden aus dem sie sich nicht mehr befreien können. Er lässt sie tanzen, lachen und quält sie wenn sie nicht gehorchen. Sie haben keine eigene Macht mehr über ihren Körper. Doch Emberlyn, seine Primaballerina fängt an sich dagegen zu wehren.

Ich mag das Cover des Buches sehr, es passt so gut zur Geschichte und auch der Klappentext hat mich begeistert. Das Thema klang so toll und ich habe mich so aufs Lesen gefreut.

Leider konnte mich das Buch dann nicht ganz begeistern.
Mir fiel es leicht, in die Geschichte hineinzukommen und Anfangs fand ich auch Emberlyn und ihren Wunsch nach Freiheit toll und konnte das nachvollziehen. Im Laufe des Buches fand ich sie aber doch immer nerviger. Sie war nur noch auf ihr Wohl bedacht und hatte sich überhaupt nicht mehr um ihre "Schwestern", welche doch anscheinend so wichtig waren gekümmert. Diese wurden mir auch von der Autorin etwas vernachlässigt, was ich schade fand, denn so hätte man der Geschichte etwas Abwechslung geben können. Denn genau das hat gefehlt. Es hat sich gerade in der Mitte sehr gezogen und mir fiel es schwer weiterzulesen. Etienne war mir auch etwas suspekt und ich konnte vieles nicht ganz nachvollziehen.
Das Ende war dann nochmal spannend und mir hat das Originalende auch besser gefallen. Das zusätzliche mit Happy End war nicht nötig und ich brauche auch nicht bei jedem Buch ein Happy End.
Schade fand ich auch, das man so wenig über den Fluch erfahren hat. Aber am allermeisten hat mich gestört welches Alter die Ballerinen haben. Das hat für mich so gar nicht zur Geschichte und dem Verhalten gepasst.

Positiv hervorzuheben ist der wundervolle Schreibstil der Autorin. Die Grundidee war super, aber es hat dann an der perfekten Umsetzung doch etwas gefehlt.
Von mir gibt es daher 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Schön, nerdig und leider etwas zäh

Das Gefühl von Unendlichkeit
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"Das Gefühl von Unendlichkeit" von Austin Taylor ist kein klassischer Liebesroman.

Wir begleiten die sehr ehrgeizige Studentin Zoe, deren Vater selbst Professor ist in den Anfängen ihres Studiums der ...

"Das Gefühl von Unendlichkeit" von Austin Taylor ist kein klassischer Liebesroman.

Wir begleiten die sehr ehrgeizige Studentin Zoe, deren Vater selbst Professor ist in den Anfängen ihres Studiums der Chemie. Dort lernt sie bei einer Vorlesung Jack kennen und ist gleich hin und weg von ihm. Sie freunden sich an, arbeiten im gleichen Labor und haben die selben Ideen. Dennoch ist Jack ganz anders als Zoe. Sie ist eher der Strebertyp und er der Chaot. Dennoch stimmt die Chemie zwischen den beiden. Gemeinsam entwickeln sie ein Studienprojekt zur Aufhaltung des Alterns für ein unendliches Leben. Überlebt ihre Liebe das?

Der Roman war für mich ein Auf und Ab der Gefühle. In einigen Momenten fand ich es einfach wunderschön, dann wieder total langatmig und zäh und musste mich zum Lesen aufraffen. Aber genau dieses auf und ab erleben auch unsere beiden Charaktere in ihrer Beziehung.
Mich störte es schon das extrem viel Wissenschaft und Fachbegriffe (für meine Verhältnisse) im Buch waren.

Ein solides drei Sterne Buch das mich nicht ganz überzeugen konnte.


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Veröffentlicht am 12.05.2025

Leichtes Sommerbuch

Der Sonne entgegen
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Mina Teichert nimmt uns in ihrem Buch "Der Sonne entgegen" mit auf eine Reise durch Italien. Romy verlässt nach einem Streit mit ihrem Verlobten fluchtartig das Hotel und steigt, ohne zu zögern, zu Valentin, ...

Mina Teichert nimmt uns in ihrem Buch "Der Sonne entgegen" mit auf eine Reise durch Italien. Romy verlässt nach einem Streit mit ihrem Verlobten fluchtartig das Hotel und steigt, ohne zu zögern, zu Valentin, den sie Tags zuvor kennenlernte, ins Auto und reist mit ihm nach Italien. Dabei kommen sie sich näher und Romy kommt hinter Valentins Geheimnis.

Das Cover des Buches verspricht einem schon einen schönen Sommerroman. Es gefällt mir richtig gut.

Wir lesen das Buch immer abwechselnd aus Romys und Valentins Sicht, so das wir auch immer wissen was wer in welchen Situationen denkt und fühlt. Leider waren mit die meisten Charaktere nicht sehr sympathisch. Besonders Romy ging mir mit ihrer Art sehr auf die Nerven. Aber auch das Verhalten ihre beste Freundin und Mutter waren für mich nicht nachvollziehbar, oft kindisch und oberflächlich. Vielleicht bin ich auch nicht mehr die Zielgruppe dafür.

Für mich war es ein Buch das man im Garten in der Hängematte schon mal lesen kann, dass aber wenig Tiefgang hat und nicht in Erinnerung bleibt.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Interessant aber was anderes erwartet

Schauplätze der Weltliteratur
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Als ich das Buch gesehen und auch die Beschreibung gelesen habe, dachte ich es handelt sich um ein etwas größeres Format (was nicht weiter schlimm ist) und das ich mehr über das Land und die Umgebung erfahre ...

Als ich das Buch gesehen und auch die Beschreibung gelesen habe, dachte ich es handelt sich um ein etwas größeres Format (was nicht weiter schlimm ist) und das ich mehr über das Land und die Umgebung erfahre in der das Buch spielt.

Leider waren die Ortsbeschreibungen meist ehr dürftig und knapp beschrieben. Auf zwei bis drei Seiten wurde kurz das Buch beschrieben, ein zwei Bilder eingefügt und ab und zu findet man eine Karte. Oft ist nicht mal ein Foto des Ortes sondern Gemälde, Filmausschnitte,... dargestellt. Wenn ein Buch mit prägenden Orten der Weltliteratur wirbt, möchte ich diese auch sehen.

Es ist schon interessant, aber auch da hätte es für mich noch ausführlicher sein können. Viele Bücher kenne ich nicht und finde es toll das ich diese nun entdeckt habe und sie mir weiter ansehen werde. Auch das die Original Cover abgebildet werden finde ich super.

Wenn ich ehrlich bin hätte ich mir das Buch in einem Laden für den Preis nicht gekauft.

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