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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Mal was anderes

The Mailman
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Das Buch liest sich wie so ein Aktionstreifen wo ein Outsider, der mal irgendwas in Richtung Polizei/Militär oder ähnliches gemacht hat, wider willen in einen Kriminalfall involviert wird und die Sache ...

Das Buch liest sich wie so ein Aktionstreifen wo ein Outsider, der mal irgendwas in Richtung Polizei/Militär oder ähnliches gemacht hat, wider willen in einen Kriminalfall involviert wird und die Sache dann irgendwie wuppt. So ein Liam Neeson/ Gerard Butler-Streifen, falls ihr wisst was ich meine.

Das ist schon ne ziemlich wilde Gangster-Rettungsmissions-Geschichte. Also schon eher auf der abstrusen Seite der Authentizitätsskala. Das gesamte Szenario wirkt schon reichlich überzogen und unrealistisch. Was aber völlig egal ist, das die Geschichte wahnsinnig kurzweilig und unterhaltsam ist.

Die schiere geistige Überlegenheit und vor allem auch Findigkeit von Carter ist das, was der Geschichte ihren Flair verleiht.
Es gibt ein paar Rückblenden in Carters Werdegang, die ich nicht mal unbedingt gebraucht hätte. Der Typ ist einfach ne Maschine und dabei herrlich trocken unterwegs. Das Ende des Buches deutet an, dass es weitere Bände geben könnte und ich bin ehrlich: ich würds lesen.

Es ist einfach ein ziemlich rasanter, actiongeladener Thriller, bei den man besser nicht zu viel nachdenkt. Macht schon Spaß bei all der Brutalität, Verfolgungsjagden und einer eher schurkisch stumpfen Vorhersehbarkeit.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Süß, aber vom Vibe her nicht ganz so meins

A Photo Finish
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Ich mag so Cowboy-Ranch-Geschichten ja super gerne und mochte auch den ersten Band dieser Reihe wirklich gern. Hab mich deshalb sehr gefreut jetzt Violets Geschichte und mehr über ihre Arbeit als Jockette ...

Ich mag so Cowboy-Ranch-Geschichten ja super gerne und mochte auch den ersten Band dieser Reihe wirklich gern. Hab mich deshalb sehr gefreut jetzt Violets Geschichte und mehr über ihre Arbeit als Jockette zu lesen. Die Rennbahn kam in diesem Buch deutlich kürzer als erwartet, was ich schon auch schade fand.

Es wird sich sehr stark auf die gemeinsame Vergangenheit der Protas konzentriert. Ihre Chatverläufe, Gedanken und Gefühle in Bezug auf die sich entwickelnde Internetbekanntschaft werden umfangreich dargestellt. So ein bisschen geht das zulasten der Gegenwartshandlung, wo ich mit Cole irgendwann langsam ungeduldig wurde. Aber 10/10 für die Darstellung seiner Therapeutin, hab diese Frau sehr gefeiert.

Generell nimmt das Innenleben der Figuren viel Raum ein, was ich richtig gut fand. Ich lieb ja so Grumpy vs. Sunshine, wobei Cole, als er sich endlich öffnet, schon auch Zucker ist. Seine Enthüllung fand ich sehr früh vorhersehbar, hier hat mich auch eher seine Gedankenspirale und die nachvollziehbare Unsicherheit überzeugt.

Ich fand dieses „wir sperren sie mal vier Wochen zusammen, damit die sexuelle Spannung den Rest erledigt“ bisschen klischeehaft, aber ok. Da sich das Buch locker wegliest, konnte ich über diese Schwachstellen hinwegsehen. Mochte es, aber nicht mein Lieblingsbuch der Autorin.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Wilder Ritt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Eine Cold Cade Reihe von Arno Strobel war genau das, was ich jetzt in dieser grauen Jahreszeit gebraucht habe. Hätte nicht gedacht , dass mich das so catcht, nachdem ich seine letzten Standalone Thriller ...

Eine Cold Cade Reihe von Arno Strobel war genau das, was ich jetzt in dieser grauen Jahreszeit gebraucht habe. Hätte nicht gedacht , dass mich das so catcht, nachdem ich seine letzten Standalone Thriller doch recht vorhersehbar fand. Aber Thema und Aufbereitung haben mich total abgeholt.

Es gibt im Buch einen Verweis auf einen anderen Strobel-Thriller. Da ich den nicht gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob es den aktuellen Fall spoilern würde. Man braucht die Vorgeschichte zumindest nicht, um sich hier zurecht zu finden.

Ich weis nicht wie authentisch ich die Ermittler-Konstellation mit einer persönlich betroffenen Zivilistin finde. Aber ok, es sei so. Was ich mochte, war die temporeiche Erzählung. Es wird nicht lang gefackelt, da werden schon die ersten Querverbindungen geknüpft. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse sogar zu sehr, sodass man kaum nachkommt, wer jetzt eigentlich wie im Verdacht steht.

Der Plot ist schon ziemlich wild und die Wendungen sehr überraschend und unerwartet. Bis zuletzt hatte ich absolut keinen Plan was da los ist. Die Auflösung fand ich daher ganz solide.

Das Buch liest sich einfach locker weg, ich hab gar nicht erst versucht hinter all den Twists hinterherzukommen, sondern hab mich einfach mitreißen lassen. Kann man machen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ok wow

My Darkest Revenge (Demons of New York 1)
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Man nehme ein Buch, was für sich selbst schon unheimlich, betörend, gesellschaftskritisch und absolut faszinierend ist und mache daraus eine noch düsterere, actionreichere, moderne Fantasy-Version im High ...

Man nehme ein Buch, was für sich selbst schon unheimlich, betörend, gesellschaftskritisch und absolut faszinierend ist und mache daraus eine noch düsterere, actionreichere, moderne Fantasy-Version im High Society Mantel.
Chapeau an die Autorin- I love it.

Kleines Manko in der Ebook-Version: die Textnachrichten sind völlig verrutscht, teilweise unlesbar. Ich bin mir nicht sicher ob es an meinem Reader lag (habe aber zwei verschiedene ausprobiert), oder an meinem Leseexemplar.
Die Handlung hätte auch gerne etwas straffer/ komprimierter sein können, denn so richtig geht es mit Alexis Suche nicht voran und das obwohl sie und der Leser ab dem Zeitpunkt, wo sie mit den Daimonen aufrinandertrifft, mit Informationen überflutet wird.

Unterm Strich ist es eine Geschichte voller Lügen, Intrigen und Geheimnisse, wodurch eigentlich immer irgendwas passiert und der Leser immer tiefere Einblicke in die dämonischen Pakte und Alexis Geschichte bekommt.
Vom Vibe her flacht es nach einem wirklich starken Beginn dann so ein bisschen ab. Für einen ersten Band ok, aber Band 2 muss jetzt nachlegen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Düstere Fantasy mit Folklore-Charakter

The Red Winter
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ich liebe ja den düsteren Hauch, der die Geschichte von Anfang an umweht und fand die Erzählung inhaltlich super packend. Vom Fantasy-Charakter allein her eine der ausgeklügelten Erzählungen, die ich lange ...

ich liebe ja den düsteren Hauch, der die Geschichte von Anfang an umweht und fand die Erzählung inhaltlich super packend. Vom Fantasy-Charakter allein her eine der ausgeklügelten Erzählungen, die ich lange gelesen habe. Ich mochte die komplexen Verstrickungen super gern und hab den dunklen, gefährlichen Angstcharakter, der sich um die Bestie rankt, wirklich gemocht. Vom Erzählstil her hats nicht so 100% meinen Geschmack getroffen, aber ingesamt ein super starkes Buch.

Stilistisch bin ich einfach kein Fan von Fußnoten in Romanen. Ich finde die führen zu einem abgehackten Leserluss und habe sie daher oft nur quergelesen. Tatsächlich haben sie aber machmal zur Klärung beitragen, weswegen ich sie nicht völlig ignorieren wollte.
Auch die erzählerischen Exkurse fernab der Haupthandlung, geschrieben von Livia, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht, die geben der Geschichte einen für meinen Geschmack zu ausschweifenden Charakter.

Die Synergie zwischen Sebastian und Sarmodel fand ich absolut großartig und auch die gemeinsame Jagd mit Antoine fand ich spannend, aber zugleich auch unheimlich und durch die sich vertiefende Beziehung eindrücklich geschildert. Und besonders faszinierend umgesetzt fand ich die Begegnungen mit allerlei Dämonen, Bestien, gefallenen Göttern und magisch Begabten.

Die Welt, die Magie und alles was Sebastian und seine Weggefährten erleben ist packend geplottet. Die Angriffe der Bestie sind durchaus grausig und die gesamte Geschichte wird von einer Atmosphäre des Schreckens, der Zwietracht und der Pein überlagert. An machen Stellen hätte die Geschichte gerne ein bisschen knapper gefasst sein können, aber unterm Strich fand ich sie durchweg unterhaltsam.

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