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Veröffentlicht am 10.03.2026

Der Tote am Valentinstag

Morde mit Meerblick: Der Tote am Valentinstag
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Morde mit Meerblick: Der Tote am Valentinstag von Valerie Nordmann ist ein Kurzkrimi der an der Nordsee spielt. Dies ist der Auftakt ihrer Kea Klaasen Mordreihe. Ich würde diese Reihe als Cosy Krimi einstufen. ...

Morde mit Meerblick: Der Tote am Valentinstag von Valerie Nordmann ist ein Kurzkrimi der an der Nordsee spielt. Dies ist der Auftakt ihrer Kea Klaasen Mordreihe. Ich würde diese Reihe als Cosy Krimi einstufen. Es ist ein gemütlicher Krimi mit subtiler Spannung.

Eigentlich freute Kea sich auf einen entspannten Valentinsabend mit ihrem Date Alexander gefreut. Doch plötzlich ruft seine Schwester Laura an und bittet ihn um Hilfe. In ihrem Wohnzimmer liegt eine Leiche. Bei dem Toten handelt es sich um Lauras Valentinsdate Valentin. Dieser wurde erstochen und alles deutet auf Laura als Täterin hin. Laura bittet Kea für sie nachzuforschen wer Valentin ermordet hat.

Der Kurzkrimi hat sich recht gut und schnell lesen lassen. Der Schreibstil ist leicht, locker und frisch. Zudem mochte ich den sarkastischen Ton von Kea und ihre scharfsinnige Art. Obwohl sie eigentlich ein Café betreibt und keine wirkliche Ahnung von Ermittlungsarbeit hat, ist sie schnell auf eine Spur gekommen die die Polizei nicht ins Auge fasste. Die Autorin hat einige Wendungen und falsche Spuren mit eingebaut. Somit konnte man immer gut miträtseln.

Sehr schön fand ich auch das drum herum. Es geht nicht nur um den Fall, man lernt auch die verschiedenen Personen aus dem Ort kennen, die Umgebung wird plastisch beschrieben. Und obwohl ich kein Nordseefan bin fand ich die Schilderungen von Tjadesiel interessant.

Was die Spannung angeht ist noch etwas Luft nach oben. Es ist eher eine subtile Spannung die mal mehr mal weniger spürbar ist.

Es war ein netter Kurzkrimi der sich schnell und gut lesen lässt. Mit einer speziellen Hobbyermittlerin und einem sarkastischen Tonfall.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Mademoiselle Coco

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
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Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly ist eine Romanbiografie über die bekannte Coco Chanel und wie sie ihr berühmtes Parfüm entwickelte. Der Roman reiht sich in die Mutige Frauen ...

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly ist eine Romanbiografie über die bekannte Coco Chanel und wie sie ihr berühmtes Parfüm entwickelte. Der Roman reiht sich in die Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Reihe ein.

Ich habe ein paar Bücher dieser Reihe gelesen und mag sie recht gerne. Es sind immer tolle Romane von verschiedenen Autoren die Fakten mit Fiktion verbinden und eine schöne Geschichte daraus machen. In dem vorliegenden Buch wird das Leben von Coco Chanel zwischen den Jahren 1919 und 1922 beleuchtet.

Paris 1919 Coco Chanels Liebhaber Boy Capel kommt bei einem Autounfall ums Leben. Für die erfolgreiche Modeschöpfer bricht eine Welt zusammen. Sie ist wie gelähmt und versinkt in Trauer. Erst der Plan, ihrer großen Liebe mit einem Duft zu gedenken und für die moderne Frau zu kreieren lässt sie aus der Trauer erwachen. Mit neuem Lebensmut macht sie sich auf die Suche nach dem passenden Duft und trifft dabei auf den russischen Großfürsten und Exilanten Dimitri Romanow.

Das Buch hat sich gut lesen lassen. Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und unterhaltsam. Man kann ihn gut lesen und sich auch gut in die Geschichte reindenken. Obwohl es den roten Faden des Parfüms gibt, plätschert die Geschichte an manchen Stellen etwas vor sich hin. Es fehlt ein gewisser Spannungsbogen, man kann das Buch gut ein paar Tage aus den Händen legen und später wieder einsteigen und hat nicht das Gefühl was verpasst zu haben.

Obwohl mich das Buch gut unterhalten hat, gab es einige Längen. Es gab immer wieder Affären in Cocos Leben, diese waren mir teilweise etwas zu sehr ausgeschmückt, da sie nicht unbedingt zum entstehen ihres Parfüms beitrugen. Allerdings gehörten sie zu ihrem Leben und daher ist es gut das sie Erwähnung fanden. Ich hätte gerne noch etwas mehr über das Entstehen und die Herstellung des Parfüms erfahren. Das kam mir etwas zu kurz.

Für mich war neben der Entstehung des weltbekannten Parfüms Chanel No 5 auch interessant mit wie vielen verschiedenen Persönlichkeiten Coco in Kontakt stand. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammte, schaffte sie es an die Spitze der damaligen Berühmtheiten. Sie hat ein sehr bewegendes Leben geführt und ihre Ziele immer verfolgt.

Diese Romanbiografie verbindet sehr schön Fakten und Fiktion und bringt einem das Leben der Coco Chanel und ihres weltberühmten Parfüms näher. Es lässt sich gut lesen und für ein paar Stunden in die 1920iger Jahre in Frankreich abtauchen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Verhängnisvoller Champagner

Verhängnisvoller Champagner
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Verhängnisvoller Champagner von Tom Hillenbrand ist ein kulinarischer Krimi und mittlerweile Band 8 um den Sternekoch und Hobbyermittler Xavier Kieffer. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und können ...

Verhängnisvoller Champagner von Tom Hillenbrand ist ein kulinarischer Krimi und mittlerweile Band 8 um den Sternekoch und Hobbyermittler Xavier Kieffer. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Ich kenne einige Bücher der Reihe aber nicht alle und hatte keine Probleme in das Buch rein zu kommen.

Xavier wird von einem alten Freund und Champagnerhersteller Luc auf Weingut eingeladen. Als Xavier ankommt wird er Zeuge eines tödlichen Unfalls. Oder war es doch Mord? Von welcher Sauerei hat sein Freund im Sterben geredet? Xavier beginnt zu recherchieren und stößt auf so manches gefährliches Geheimnis.

Es geht alles etwas gemütlich und langsam vonstatten. Bis man zu dem Unfall/Mord kommt hat man schon einiges in dem Buch gelesen. Um Spannung aufzubauen wird das Buch auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erlebt der Leser was gerade passiert und dann gibt es Rückblicke in die 1980iger Jahre als Xavier in der Champagne seine Ausbildung machte. Der Autor hat zudem einige falsche Fährten und Wirrungen eingebaut die den Leser zum Miträtseln animieren.

Der Autor hat eine angenehme Schreibweise. So lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen. Obwohl es einige Gerichte oder Wörter auf Luxemburgisch gibt, kann man diese gut verstehen oder eben im Glossar nachlesen. Die Personen, Orte und Gegebenheiten werden plastisch und authentisch beschrieben. Wie in den anderen Büchern, schafft der Autor es hier wieder den Leser einige Tricks der Lebensmittelindustrie zu erläutern. Er beschreibt die Herstellung und Lagerung von Champagner sehr bildlich und auch der Geschmack wird gut beschrieben. So konnte man sich diesen auch gut vorstellen. Was mich etwas störte war Xaviers teilweisen naiven und unbedachten Handlungen. Klar er ist nur ein Hobbyermittler und schildert eher in seine Fälle rein. Allerdings ist es nun Band acht und da sollte er schon etwas dazugelernt haben.

Das Buch bietet einen Mischung aus Spannung, Lokalloriot, Kulinarik und auch etwas Humor. Eine tolle Kombination für diesen Krimi, den ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Die verlassene Tochter

Die verlassene Tochter
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Die verlassene Tochter von Soraya Lane ist der sechste Band ihrer Verlorenen Töchter Reihe. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Auch für diesen Band braucht man ...

Die verlassene Tochter von Soraya Lane ist der sechste Band ihrer Verlorenen Töchter Reihe. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Auch für diesen Band braucht man keine Vorkenntnisse. Jedes Buch steht für sich, obwohl es zu einer Reihe gehört.

Ich habe bisher alle Bücher der Reihe gelesen, die mich etwas an Lucinda Rileys Sieben Schwestern Reihe erinnert. Obwohl es in die gleiche Richtung geht hat Soraya Lane doch ihren eigenen Stil der mir gut gefällt. In dem vorliegenden Buch entführt die Autorin ihre Leser nach Argentinien.

Rose hat kurz nacheinander ihre Oma und ihre Mutter verloren. In ihrer tiefen Trauer weiß sie nicht was sie machen soll. Da fällt ihr ein Brief aus Buenos Aires in die Hände, der sie über eine große Erbschaft informiert. Hat dieses Erbe etwas mit der geheimnisvollen Schachtel zu tun die sie vor ein paar Monaten aus einem alten Frauenhaus bekommen hat? Um Licht in die Sache zu bringen reist Rose nach Argentinien. Dort trifft sie auf eine luxuriöse Ranch und eine geheimnisvolle Familiengeschichte.

Das Buch hat sich wieder sehr schön lesen lassen. Soraya Lane schreibt das Buch auf zwei Zeitebenen. So erlebt man die Vergangenheit und die Gegenwart. Nach und nach verknüpfen sich die beiden Stränge und verbinden sich zu einer Geschichte. Die Autorin hat einen leichten, bildhaften Schreibstil. So kann man sich die Gegend und vor allem die Ranch in Argentinien gut vorstellen. Man spürt die Zerrissenheit der Protagonistinnen, die beide auf ihre Art mit Verlust und Trauer kämpfen. Es ist eine berührende, gefühlvolle und stellenweise auch traurige Geschichte.

Die Protagonisten sind authentisch und lebendig beschrieben. Mir haben anfangs beide Zeitstränge rund um Rose und Valentina gut gefallen. Vor allem Valentina ist eine starke Frau die für ihre Zukunft kämpft und viel aufgeben muss. Ihre Geschichte hat mich besonders berührt. Auch Rose gefiel mir anfangs recht gut. Allerdings bleibt sie ab einem gewissen Punkt in ihrer Entwicklung stehen. Sie handelt teilweise nicht sehr erwachsen und unüberlegt um es später zu bereuen. Was mir auch etwas negativ aufgefallen ist, sind die Logikfehler bezüglich der Zeitangaben. Allerdings fallen die beim Lesen nicht unbedingt auf und man kann darüber hinwegsehen.

Es war wieder ein berührender Roman mit einem bezaubernden Setting, der sich schnell und leicht lesen lässt. An ein paar Stellen kamen mir die Tränen.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Ich diss dich

Ich diss dich
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Ich diss dich von Arno Strobel ist eine Kurzgeschichte für Jugendliche ab 14 Jahren mit einem sehr brisanten Thema. Zudem dient es als kleine Vorgeschichte zu seinem Jugendroman Die Wahrheit trügt.

Lisa ...

Ich diss dich von Arno Strobel ist eine Kurzgeschichte für Jugendliche ab 14 Jahren mit einem sehr brisanten Thema. Zudem dient es als kleine Vorgeschichte zu seinem Jugendroman Die Wahrheit trügt.

Lisa ist auf der Beerdigung ihrer besten Freundin Vanessa. Das junge Mädchen hat Selbstmord begangen. Lisa ist sich sicher das Vanessa dies tat weil Nacktbilder von ihr auf Facebook gepostet wurden. Lisa ist sich sicher das Philipp hinter allem steckt und stellt ihn zur Rede ohne zu bemerken welche Lawine sie damit lostritt.

Das Buch hat einen angenehmen und leichten Schreibstil. Ich habe es als Hörbuch gehört. Die Sprecherin Lydia Herms hat einen guten Job gemacht. Sie transportiert die Geschichte gekonnt. Man spürt Lisas Verzweiflung und ihre Ängste.

Obwohl das Buch schon etwas älter ist, ist die Thematik immer noch sehr aktuell. Social Media beeinflusst unser aller Leben. Gerade Jugendliche sind oft in dem Umgang damit etwas blauäugig oder wissen nicht was sie damit alles lostreten können. Auch Mobbing, Lügen oder falsche Tatsachen können schnell etwas entfachen was man nicht kehr beeinflussen kann und ziehen Dinge nach sich die nicht wieder gut zu machen sind. Social Media sind aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken, sie können ein Segen sein und genauso auch ein Fluch. Daher greift dieses Jugendbuch genau die richtige Richtung ein und kann Jugendliche und jeden anderen zum Nachdenken bewegen.

Schade fand ich das ziemlich offene Ende. Da es aber ein Roman gibt der auf diese Vorgeschichte basiert ist es verständlich. Diese Kurzgeschichte hat sich gut hören lassen. Sie war spannend, bedrückend und hat ein wirklich wichtiges Thema.

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