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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein liebevolles Bilderbuch voller Fantasie und Kindheitszauber

Stock & Stein
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Stock & Stein von Anne-Kathrin Behl hat mich wirklich begeistert. Die Geschichte rund um einen einfachen Stock und einen Stein, die gemeinsam auf ein kleines Abenteuer gehen, zeigt auf wunderbare Weise, ...

Stock & Stein von Anne-Kathrin Behl hat mich wirklich begeistert. Die Geschichte rund um einen einfachen Stock und einen Stein, die gemeinsam auf ein kleines Abenteuer gehen, zeigt auf wunderbare Weise, wie viel Fantasie in scheinbar unscheinbaren Dingen stecken kann.

Besonders schön finde ich, wie sehr das Buch den Gedanken von Slow Childhood aufgreift. Es erinnert daran, wie wertvoll es ist, wenn Kinder draußen unterwegs sind, Dinge entdecken, sammeln und daraus eigene Geschichten entstehen lassen. Genau diese Form des freien, kreativen Spiels wird hier ganz liebevoll eingefangen.

Die Illustrationen sind dabei einfach zauberhaft. Sie sind farbenfroh, detailreich und voller kleiner Ideen, sodass man beim gemeinsamen Lesen immer wieder neue Kleinigkeiten entdeckt. Auch nach mehreren Vorleserunden finden wir noch neue Details, die uns vorher nicht aufgefallen sind.

Ein wunderbar kreatives Bilderbuch, das Kinder dazu ermutigt, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und ihre Fantasie spielen zu lassen. Für uns ein echtes Lieblingsbuch.

⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sternen)

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Illustrationen
Veröffentlicht am 08.03.2026

Ehrlich, schmerzhaft und lange nachwirkend

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Dieser Roman ist keine leichte Lektüre, aber genau das macht ihn so eindringlich. Die Geschichte von Lale hat mich von der ersten Seite an berührt und teilweise auch erschüttert.
Wir begleiten Lale von ...

Dieser Roman ist keine leichte Lektüre, aber genau das macht ihn so eindringlich. Die Geschichte von Lale hat mich von der ersten Seite an berührt und teilweise auch erschüttert.
Wir begleiten Lale von ihrer Geburt an durch ihre Kindheit im Berlin der 1980er Jahre. Sie wächst bei ihrem Vater in einer Männer-WG auf, in einer Umgebung, die nach außen von Freiheit und großen Idealen geprägt ist. Für ein Kind bedeutet diese Welt jedoch vor allem Unsicherheit, fehlende Grenzen und immer wieder schmerzhafte Grenzüberschreitungen.
Die Autorin beschreibt Lales Leben schonungslos ehrlich und ohne etwas zu beschönigen. Gerade dadurch wirkt die Geschichte so authentisch. Man spürt beim Lesen immer wieder, wie verletzlich Lale ist, und möchte sie am liebsten beschützen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie intensiv die Emotionen transportiert werden. Der Roman zeigt nicht nur die dunklen Seiten einer solchen Kindheit, sondern auch, wie stark Menschen sein können und dass Hoffnung trotz allem möglich bleibt.
Ein bewegendes Buch, das manchmal schwer auszuhalten ist, aber gerade deshalb so wichtig wirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein Schatz für alle Fantasie-Fans

Smeralda Bohms Bestiarium
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Schon das Cover hat mich mit seinen leuchtenden Farben und der geheimnisvollen Gestaltung sofort neugierig gemacht. Und der Inhalt hält, was das Äußere verspricht: Smeralda Bohms Bestiarium ist ein fesselndes ...

Schon das Cover hat mich mit seinen leuchtenden Farben und der geheimnisvollen Gestaltung sofort neugierig gemacht. Und der Inhalt hält, was das Äußere verspricht: Smeralda Bohms Bestiarium ist ein fesselndes Leseabenteuer, das Magie, Wissen und Emotionen kunstvoll miteinander verbindet.
Smeralda ist eine beeindruckende Protagonistin: klug, mutig und dabei ganz nahbar. Ihre Perspektive ist besonders, denn sie denkt anders: feinfühlig, genau beobachtend, manchmal zurückgezogen. Für mich war es eine echte Stärke, wie hier neurodivergente Denkweisen sichtbar gemacht und wertgeschätzt werden. Das war nicht nur berührend, sondern auch identitätsstiftend.
Die fantastischen Wesen, die Smeralda erforscht, sind detailliert beschrieben und liebevoll illustriert. Die Randnotizen, Skizzen und Hinweise machen das Buch zu einem echten Erlebnis: wie ein Forscher:innenbuch zum Eintauchen. Dabei bleibt der Text anspruchsvoll, aber stets gut lesbar, mit viel Tempo, Humor und Tiefe.
Einziger Hinweis: Die Altersempfehlung ab 10 Jahren ist aus meiner Sicht eher knapp bemessen. Wer inhaltlich wirklich alles greifen will, sollte etwa 12 Jahre alt sein oder gemeinsam mit einer erwachsenen Person lesen.
Fazit:
Ein außergewöhnliches Kinderbuch mit starker Botschaft, visuellem Sog und inhaltlicher Tiefe. Für alle, die fantastische Welten lieben.
5 von 5 Sternen

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 14.12.2025

Ein intelligenter Krimi mit genialem Spiel mit Realität und Fiktion

Tod zur Teestunde
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Mit „Tod zur Teestunde“ gelingt Anthony Horowitz ein weiterer Coup: Ein Krimi im Krimi, der mit literarischer Finesse, raffiniertem Aufbau und überraschenden Wendungen begeistert. Wer bereits die Vorgänger ...

Mit „Tod zur Teestunde“ gelingt Anthony Horowitz ein weiterer Coup: Ein Krimi im Krimi, der mit literarischer Finesse, raffiniertem Aufbau und überraschenden Wendungen begeistert. Wer bereits die Vorgänger rund um Susan Ryeland mochte, wird sich hier sofort wieder heimisch fühlen.

Die Handlung ist kunstvoll verschachtelt: Während Susan Ryeland in der Gegenwart einem mysteriösen Manuskript auf den Grund geht und selbst zur Hauptverdächtigen wird, entwickelt sich auf der Metaebene ein klassischer Whodunit im Stil von Agatha Chrisie. Dass sich beide Erzählebenen immer wieder spiegeln und ineinander greifen, macht den besonderen Reiz aus.

Susan ist keine klassische Ermittlerin, sondern eine kluge, selbstreflektierte Lektorin, deren Perspektive frischen Wind ins Genre bringt. Besonders gelungen ist dabei auch das Spiel mit der Frage, was Wahrheit ist und wo Fiktion beginnt.

Das Cover passt perfekt zum Inhalt: Der fliegende Eisvogel mit dem Schlüssel im Schnabel steht sinnbildlich für das Rätsel, das es zu knacken gilt. Die Farbstimmung wirkt retro und elegant zugleich – ein echter Hingucker, der sofort neugierig macht und das Genre stimmig einfängt.

Horowitz’ Sprache ist elegant und klar, mit viel Gespür für Tempo und Atmosphäre. Trotz der 570 Seiten liest sich der Roman mit Leichtigkeit, ohne je an Spannung zu verlieren.

Fazit:
Ein brillanter Krimi mit Tiefgang und doppeltem Boden: spannend, stilvoll und mit literarischem Mehrwert. Wer intelligente Unterhaltung und komplexe Erzählstrukturen liebt, kommt an Susan Ryelands drittem Fall nicht vorbei.

5 von 5 Sternen.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 17.11.2025

Sehr gelungene Fortsetzung

Royal Institute of Magic, Band 4 - Die geheimnisvolle Legende
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Auch der vierte Band der Reihe rund um das Royal Institute of Magic hat mich komplett gepackt. Ben wächst an seinen Aufgaben, die Suche nach dem Teil der Rüstung führt ihn tief in eine geheimnisvolle Legende. ...

Auch der vierte Band der Reihe rund um das Royal Institute of Magic hat mich komplett gepackt. Ben wächst an seinen Aufgaben, die Suche nach dem Teil der Rüstung führt ihn tief in eine geheimnisvolle Legende. Gleichzeitig spitzt sich die Bedrohung durch die Dunkel­elfen weiter zu. Die Handlung bleibt spannend bis zur letzten Seite und bietet genau die Mischung aus Rätseln, Magie und Action, die junge Fantasy-Fans lieben.

Besonders gefallen hat mir, wie sich die Figuren entwickeln: Ben gewinnt an Stärke und Selbstvertrauen, seine Freunde stehen ihm treu zur Seite. Besonders schön: Themen wie Zusammenhalt, Mut und Verantwortung werden altersgerecht, aber tiefgründig behandelt. Auch das Worldbuilding überzeugt: detailreich, fantasievoll und mit jeder Menge Zauber.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Seiten fliegen nur so dahin. Für Kinder ab etwa 10 Jahren ein echtes Leseabenteuer. Aber auch Erwachsene können hier mitfiebern. Ich freue mich schon jetzt riesig auf Band 5!

5 von 5 Sternen

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