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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Unterhaltsam und witzig - bleibt jedoch hinter den Erwartungen

Fuckgirl
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Fuckgirl treibt sich in Großstadt herum und lebt dort ein mehr oder weniger erfülltes Leben. Sie ist verheiratet mit Mann und führt mit ihm eine einseitig offene Ehe. So erlebt sie zu Hause das gesellschaftlich ...

Fuckgirl treibt sich in Großstadt herum und lebt dort ein mehr oder weniger erfülltes Leben. Sie ist verheiratet mit Mann und führt mit ihm eine einseitig offene Ehe. So erlebt sie zu Hause das gesellschaftlich anerkannte Sicherheitsnetz, während sie außerhalb nach erfüllendem Sex und Bestätigung sucht.
Sie trifft sich mit dem bekannten Journalist und beginnt mit ihm eine Affäre, in der sie ziemlich schnell seine Wünsche bedient, ohne davon selbst vollends zu profitieren. Doch was ist mit ihr und ihren Bedürfnissen? Kann sie sich selbst treu bleiben?

Anfänglich habe ich mich gefragt, wieso sich die Autorin für diese Art Namensgebung entschieden hat. Zuerst wirkten die Figuren für mich dadurch nicht greifbar. Doch dann empfand ich sie immer mehr als eine Art Schablone, die jede*r Lesende mit eigenem Erlebten ausfüllen kann.
Ich bin beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist unterhaltsam, schnell und witzig. Und doch fällt es mir immer noch schwer, das Buch einzuordnen. Durch die Nähe der Erzählerin wirkt es stark autofiktional. Die kurzen Abschnitte über Fuckgirls Familie fand ich sehr spannend und sie haben der Figur zusätzliche Tiefe verliehen. Davon hätte ich mir aber tatsächlich noch etwas mehr gewünscht.
Alles in allem habe ich Fuckgirl gerne gelesen, es bleibt jedoch hinter meinen Erwartungen zurück.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Guter Hexenroman - bleibt jedoch hinter den großen Erwartungen zurück

A Dark and Secret Magic
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Hecate Goodwin ist eine Heckenhexe und lebt mit Ihrem Kater Merlin in einem gemütlichen Cottage am Waldrand. Dort sammelt sie Kräuter und andere Zutaten für Tinkturen und Heiltränke, welche sie zusammen ...

Hecate Goodwin ist eine Heckenhexe und lebt mit Ihrem Kater Merlin in einem gemütlichen Cottage am Waldrand. Dort sammelt sie Kräuter und andere Zutaten für Tinkturen und Heiltränke, welche sie zusammen mit anderen Hexen in einer Apotheke unter die Leute bringt. Ihr Leben ist ruhig aber dadurch auch etwas eintönig. Dies ändert sich jedoch, als sie von ihrer Schwester den Auftrag bekommt, das alljährliche Treffen ihres Hexenzirkels im alten Haus ihrer Familie vorzubereiten. Als wäre das nicht genug Aufregung, steht auch noch der Schattenmagier Matthew Cypher vor ihrer Tür und erbittet Unterschlupf. Als Heckenhexe ist sie dazu verpflichtet, jeder Person die in Not ist und um Obdacht bittet, diese auch zu gewähren. Als Hecate und Matthew das große Haus für den Hexenzirkel vorbereiten, finden sie ein bisher unbekanntes altes Buch von Hecates verstorbener Mutter. Es scheint, bis auf einem mit Blut geschriebenen Bannspruch, leer zu sein. In diesem wird der Dunkle König erwähnt, was Hecate sehr beunruhigt.
Kann Hecate in der kurzen Zeit bis zum Zirkeltreffen das Haus vorbereiten und das Geheimnis des Buches aufdecken?
"A Dark And Secret Magic" von Wallis Kinney spielt in einer magischen Gegenwart und ist eine passende Lektüre für den Herbst und die Zeit rund um Halloween.
Als eine Hommage an sämtliche Hexen- und Halloweenfilme und anderen popkulturellen Referenzen benötigt die Leserschaft keine große Einführung und die Geschichte nimmt direkt ihren Lauf. Hecate ist eine sympathische Hexe und das Setting ist mehr als cozy. Matthew ist eine guter Gegenpart und das Weltenerkunden macht mit den beiden Spaß. Bis knapp zur Hälfte funktioniert das für mich auch richtig gut. Allerdings nimmt es dann für mich von der Spannung und der Intensität immer mehr ab. Wir haben eine überstürzte Lovestory und Hecate sieht sich mehr als ein Mal in der Bredouille, sich zwischen ihrem neuen BF und ihren Schwestern und dem Hexenzirkel zu entscheiden. Das empfand ich für die kurze Erzählspanne von einer Woche leider etwas unpassend.
Nichtsdestotrotz ist „A Dark and Secret Magic“ eine gute Hexenlektüre für zwischendurch oder einen gemütlichen Herbsttag auf der Couch.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Ein Ausflug in ein idyllisches Bücherdorf

Mathilde und Marie
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Marie schlägt sich mit zwei Jobs in Paris durch und möchte der lauten Stadt entfliehen. Auf ihrer Reise trifft sie die 77-jährige Jónína, die sich auf dem Rückweg nach Hause befindet.
Kurzerhand schlägt ...

Marie schlägt sich mit zwei Jobs in Paris durch und möchte der lauten Stadt entfliehen. Auf ihrer Reise trifft sie die 77-jährige Jónína, die sich auf dem Rückweg nach Hause befindet.
Kurzerhand schlägt Jónína Marie vor, sie mit ins Dorf Redu mitzunehmen.
Jónína hat das Gefühl, dass Redu genau das ist, was Marie gebrauchen könnte. Und ebenso könnte Redu genau jemanden wie Marie gebrauchen...
Mathilde lebt nach einem großen Verlust zurückgezogen und einsam in Redu. Als sie eines Tages die junge Marie im Wald beim Spaziergang trifft, ist die vermeintliche Einsiedlerin alles andere als erfreut. Mathilde erkennt jedoch bald, dass sie mehrere Gemeinsamkeiten mit Marie zu teilen scheint, als ihr lieb ist.
Ich war tatsächlich ein bisschen traurig, als ich Redu auf dieser literarischen Reise wieder verlassen musste. In dem Bücherdorf in den belgischen Ardennen ticken die Uhren einfach anders. Es war genau das Buch, das ich in den ersten Tagen des neuen Jahres gebraucht habe und mich von der Hektik des Alltags ablenken konnte. Als Leserin mit einer großen Liebe für Bücher ist es schier unmöglich, sich nicht in dieses Dorf mit all seinen Bewohnerinnen und Besonderheiten zu verlieben.
An dieser Stelle muss ich aber leider einen Kritikpunkt anmerken. Mir fiel es anfangs schwer in den Schreibstil reinzukommen, da die Dialoge teilweise etwas unorganisch wirkten. Nach und nach konnte ich mich aber auf den Schreibstil einlassen und ich habe das Buch immer wieder mit Freude zu Hand genommen.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Leider nicht ganz überzeugend

Bis ihr sie findet
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Es ist 1983 und in Südengland machen sich sieben Teenager auf den Weg zum Campen. Es sollte ein schönes Sommerwochenende in der Natur werden.
Die erst 14-jährige Aurora darf für dieses Wochenende Teil ...

Es ist 1983 und in Südengland machen sich sieben Teenager auf den Weg zum Campen. Es sollte ein schönes Sommerwochenende in der Natur werden.
Die erst 14-jährige Aurora darf für dieses Wochenende Teil der beliebten Clique ihrer Schwester Topaz sein. Schnell wird sie von deren Freunden aufgenommen. Als Jüngste muss sie sich jedoch schnell mit Situationen auseinader setzen, denen sie noch nicht gewachsen ist…
Nach einer ausschweifenden Nacht im Wald kommen am nächsten Tag nur noch sechs Teenager nach Hause.
30 Jahre später- Die Polizei in Southampton wird zu einem Leichenfund gerufen. In einer Baumhöhle liegt ein Skelett. Neben sich eine beachtliche Menge des Amphetamins Dexedrine.
Der mit dem Fall beauftragten Detective Chief Inspector Jonah Sheens ist sich sicher: bei dieser Leiche handelt es sich um Aurora Jackson. Es wird Zeit, die Clique von damals erneut zusammen zu trommeln und nochmals zu befragen.
In Zeitsprüngen und aus verschiedenen Perspektiven wird von dem besagtem Wochenende im Wald erzählt. Besonders gelungen, sind jedoch die Erzählstränge in der Gegenwart und wie sich jeder der einzelnen damaligen Teenager entwickelt haben.
Obwohl die Thematik und die Erzählweise sehr ansprechend sind, wurde es für mich erst ab Seite 300 spannend. Vom Beginn bis zur Mitte entspinnen sich viele lose Fäden, die später im Buch erst wieder aufgenommen werden.
Das Buch ist empfehlenswert für Fans von Karen Slaughter und Cold Case.
„Bis ihr sie findet“ ist der erste Krimi der Theaterautorin Glytha Lodge und ist im Hoffmann und Campe Verlag erschienen.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Toller Poirot, mäßiges Ende ...

Mord in Mesopotamien
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Wer hat Louise Leidner getötet?

Eine Ausgrabungsstätte im Irak. Eine Expeditionsgruppe, welche schon seit Jahren zusammen arbeitet. Geführt vom beliebten Dr. Leidner und seiner Frau Louise. Der Rest der ...

Wer hat Louise Leidner getötet?

Eine Ausgrabungsstätte im Irak. Eine Expeditionsgruppe, welche schon seit Jahren zusammen arbeitet. Geführt vom beliebten Dr. Leidner und seiner Frau Louise. Der Rest der Truppe, kommt mit Letzterer nicht ganz so gut zurecht. 
So trägt es sich zu, dass eines warmen Nachmittages die Leiche Louise Leidners gefunden wird. Erschlagen, in ihrem eigenem Zimmer in welchem sowohl die Tür als auch das einzige Fenster fest verschlossen sind. Nun stellt sich neben der großen Frage, wer Louise umgebracht auch noch jene nach dem „Wie“.
Niemand geringeres als Hercule Poirot wird zur Ermittlung hinzugezogen. Und ich verrate nicht zu viel wenn ich schreibe, dass jeder Leserin sich auf eine wahrlich spannende und komplexe Reise mit „Mord in Mesopotamien“ machen wird. Auch wenn ich nicht zu 100% mit der Auflösung des Falls zufrieden bin, empfinde ich das Buch mit seinen illustren Charakteren als sehr unterhaltsam.

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