Düster und atmosphärisch
HazelthornEvander lebt seit seiner Kindheit abgeschottet auf dem geheimnisvollen Anwesen Hazelthorn. Sein Vormund Byron Lennox-Hall verbietet dem kränklichen 17-jährigen sein Zimmer zu verlassen und unter gar keinen ...
Evander lebt seit seiner Kindheit abgeschottet auf dem geheimnisvollen Anwesen Hazelthorn. Sein Vormund Byron Lennox-Hall verbietet dem kränklichen 17-jährigen sein Zimmer zu verlassen und unter gar keinen Umständen darf er je den Garten betreten.
Als Byron plötzlich und unter mysteriösen Umständen verstirbt wird Evander alleiniger Erbe des riesigen Anwesens. Dieser glaubt nicht an einen natürlichen Tod seines Vormunds und er beginnt mit Laurie, dem Enkel Byrons, die dunklen Geheimnisse von Hazelthorn zu ergründen.
Das Erbe ruft jedoch auch die verstoßene Verwandtschaft auf den Plan, von denen jeder versucht ein kleines Stück vom großen Kuchen zu bekommen. Das Anwesen erwacht buchstäblich zu neuem Leben und ist über das Erscheinen der gierigen Verwandten gar nicht erfreut…
Hazelthorn ist ein Plant/Body-Horror-Roman mit düsterer Atmosphäre. Die Gothic Elemente hat CG Drews wieder wunderschön gezeichnet und die dunkle Stimmung hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Beziehung zwischen Evander und Laurie wirkt zuerst viel zu konstruiert. Umso tiefer man jedoch in die Geschichte einsteigt, ergibt so vieles Sinn. Die Situation, in der sich Evander befindet, ist klaustrophobisch und erschreckend detailliert beschrieben.
Mich konnte das Buch im Gegensatz zu „Don’t Let the Forest in“ nicht zu 100 % von sich überzeugen. An manchen Stellen war es mir dann doch etwas zu brutal bzw. die physische Gewalt zu sehr ausgeschmückt und für die beschriebenen Situationen nicht angemessen.
Für Horror-Liebhaberinnen ist „Hazelthorn“ eine empfehlenswerte Lektüre.