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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2026

Italienische Küche – mal anders

A Tavola!
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Die Aussage “Moderne italienische Küche zum Teilen & Genießen“ hat mich angesprochen. Doch schon beim ersten Durchblättern des Buches musste ich feststellen, dass es häufig Rezepte sind, deren Zutaten ...

Die Aussage “Moderne italienische Küche zum Teilen & Genießen“ hat mich angesprochen. Doch schon beim ersten Durchblättern des Buches musste ich feststellen, dass es häufig Rezepte sind, deren Zutaten hier bei uns auf dem Land nicht zu bekommen sind. Schön hätte ich es gefunden, wenn als Tipp passende Alternativen aufgeführt wären.
Mir fiel auch gleich auf, dass die Rezepte sehr Fisch- und Meeresfrüchte-lastig sind. Wenn man in Küstennähe wohnt, ist das natürlich auch naheliegend, doch roh zubereiteter Fisch ist wohl nicht jedermanns Sache.
Die Einteilung hat mir gefallen:
• Antipasti
• Polenta
• Pasta
• Risotto
• Pizza
• Brot
• Dessert

Die Zubereitung der Gerichte ist gut beschrieben. Allerdings fehlten mir Zubereitungszeit und Nährwertangaben.
Die Fotos zu den Gerichten sind toll und appetitanregend.
Ein schönes Kochbuch, das für mich allerdings nicht unbedingt alltagstauglich ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.04.2026

Wer steckt dahinter?

Pipeline
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Der Klimawandel beschert uns eine Menge Probleme. Mit einem dieser Probleme befasst sich dieser Thriller, nämlich mit der zunehmenden Wasserknappheit.

Die südfranzösischen Atomkraftwerke benötigen eine ...

Der Klimawandel beschert uns eine Menge Probleme. Mit einem dieser Probleme befasst sich dieser Thriller, nämlich mit der zunehmenden Wasserknappheit.

Die südfranzösischen Atomkraftwerke benötigen eine Menge Wasser zur Kühlung. Doch die Rhône führt immer weniger Wasser, so dass sich Widerstand gegen die Wasserentnahme. Daher will das deutsche Unternehmen Vogt eine Pipeline bauen, die Wasser vom Mittelmeer ins Landesinnere bringen soll. Dann brennt eine Pumpstation und die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma soll die Öffentlichkeit beruhigen. Doch sie wird bedroht und stellt eigene Recherchen an. Dabei stellt sie fest, dass die Gefahr aus einer unerwarteten Ecke kommt.

Dieser Thriller von Lucas Fassnacht greift ein realistisches und aktuelles Thema auf. Auch hier wird versucht über den Köpfen der „kleinen Leute“ hinweg ein Projekt durchzudrücken und so kommt es zu Protesten von unterschiedlichen Gruppen.

Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Allerdings ist trotzdem Aufmerksamkeit erforderlich, denn es gibt eine ganze Reihe von Personen mit vielen Ort- und Perspektivwechseln. Im zweiten Drittel ließ für mich die Spannung allerdings nach.

Die Personen waren schwer einzuschätzen und ich fand auch niemanden sympathisch. Der Druck auf Cecilia Thoma ist hoch. Sie verhält sich oft unüberlegt und naiv, was ihr dann Probleme bereitet. Bei ihren Recherchen kommt ihr der Verdacht, dass die Störungen auch aus den eigenen Reihen betrieben werden. Wem kann sie trauen?

Das Ende hat mich nicht überzeugt, da mir die Motive zu schwach waren. Auch einige Personen für die Handlung recht unwichtig.

Zwar ist das Thema interessant und spannend, aber es erschien mir nicht immer alles logisch und auch die Personen wirkten nicht immer authentisch. Nicht ganz überzeugend!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2026

Wem kann man trauen?

This Story Might Save Your Life
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Die besten Freunde Joy und Benny betreiben gemeinsam einen Podcast, in dem sie sich mit Überlebensgeschichten beschäftigen. Dann verschwinden Joy und ihr Ehemann Xander plötzlich und die Spuren deuten ...

Die besten Freunde Joy und Benny betreiben gemeinsam einen Podcast, in dem sie sich mit Überlebensgeschichten beschäftigen. Dann verschwinden Joy und ihr Ehemann Xander plötzlich und die Spuren deuten darauf hin, dass sie nicht freiwillig weg sind. Benny gerät ins Visier der Polizei und er macht sich auf die Suche nach Joy. Dabei stößt er auf ein Manuskript von Joy, welches ihm deutlich macht, dass er vieles über Joy nicht wusste.
Auch wenn von Anfang an eine gewisse Spannung da ist, so würde ich diesen Roman nicht als Thriller bezeichnen. Es gibt zwischendurch auch
Der Schreibstil der Autorin Tiffany Crum lässt sich gut lesen. Sie erzählt die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Benny, wobei die Manuskripteinschübe natürlich Joys Sicht darstellen.
Die Charaktere sind gut und facettenreich beschrieben. Neben Benny und Joy gibt es noch eine Reihe weiterer Personen. Auf mich wirkten alle ein wenig verdächtig und so wusste ich nicht, wem man eigentlich trauen kann.
Nach einigen Wendungen löst sich die Geschichte aber schlüssig auf.
Es ist eine interessante Geschichte, die durchaus Spannung hat, aber mich nicht ganz überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

Blutig und spannend

Blutwild
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Ann-Kathrin Jessen ist traumatisiert nachdem sie vor sechs Jahren entführt und gefoltert wurde. Sie entkam ihrem Peiniger, quittierte dann aber ihren Dienst als Polizistin und wurde Resilienztrainerin. ...

Ann-Kathrin Jessen ist traumatisiert nachdem sie vor sechs Jahren entführt und gefoltert wurde. Sie entkam ihrem Peiniger, quittierte dann aber ihren Dienst als Polizistin und wurde Resilienztrainerin. Doch dann erhält Anka eine SMS mit GPS-Daten und einem Hilferuf. In einer Hütte im Wald findet sie in Formaldehyd eingelegte Körperteile, die wie in einer Galerie ausgestellt sind. Alles zeigt die Handschrift ihres Entführers und holt ihre Ängste wieder hervor.
Dieser Thriller wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, auch die Zeiten wechseln. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen. Obwohl es mir meist nichts ausmacht, wenn es blutig wird, wurde es mir hier schon fast zu viel, denn es geht sehr brutal zu.
Was Anka erlebt hat, hat natürlich ein Trauma hinterlassen. Sie hat einen Unterschenkel verloren, was sie immer wieder an damals erinnert. Aber sie glaubte ihren Peiniger hinter Gittern. Wurde damals der Falsche eingebuchtet? Ihre Ängste kehren zurück. Vergeblich sucht sie Unterstützung bei ihren ehemaligen Kollegen. Die Charaktere fielen für mich doch recht blass aus.
Es gibt immer wieder Wendungen, welche die Spannung hochhalten. Aber einiges erschien mir nicht ganz logisch und konstruiert.
Ein spannender, sehr brutaler Thriller, der nicht schlecht ist, aber durchaus noch Luft nach oben hat.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Sommer der Veränderungen

Schwarzer September
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Gigio ist zwölf Jahre alt, als er im Sommer 1972 die etwas ältere Astel kennenlernt. Er verliebt sich und genießt die unbeschwerte Zeit am Stand von Fiumetto an der ligurischen Küste. Doch schon bald wird ...

Gigio ist zwölf Jahre alt, als er im Sommer 1972 die etwas ältere Astel kennenlernt. Er verliebt sich und genießt die unbeschwerte Zeit am Stand von Fiumetto an der ligurischen Küste. Doch schon bald wird diese Unbeschwertheit von Dunkelheit überschattet. Astels Vater wird ermordet und die Mutter verdächtigt. Gigio Vater, der Rechtsanwalt ist, soll die Verteidigung übernehmen. Dann gibt es auch noch den Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft. Es passiert also einiges in jenem Jahr und Gigios Welt ist am Ende des Sommers nicht mehr dieselbe, die sie zuvor war.
Der Klappentext hörte sich vielversprechend an und auch die Leseprobe hatte mir gefallen, aber insgesamt hat mich dieses Buch dann enttäuscht. Meine Erwartungen waren wohl etwas anders, da ich vermutete, dass es hauptsächlich um die Aufklärung des Mordfalls gehen würde. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und nimmt nach der leichten Sommeratmosphäre eine melancholische und tragische Richtung. Der Autor Sandro Veronesi schreibt sehr detailliert über die Musik jener Zeit und die Olympischen Spiele. Ich kann mich noch gut an jene Zeit erinnern.
Die Personen sind glaubhaft dargestellt mit ihren Konflikten und Verletzlichkeit. Giglo erinnert sich als Erwachsener zurück an das Jahr 1972 und bemerkt, dass er gute Eltern hatte. Doch die Ehe seiner Eltern scheitert.
Mir kamen weder die Protagonisten nahe noch hat mich die Geschichte wirklich gepackt. Schade!

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