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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Weihnachten/Halloween-Crossover

The Nightmare Before Kissmas
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Ich habe The Nightmare Before Kissmas im Jahr 2025 gelesen – und ich kann ohne Zögern sagen, dass es für mich ein echtes 5‑Sterne‑Highlight war. Dieses Buch hat mich mit seiner Mischung aus winterlicher ...

Ich habe The Nightmare Before Kissmas im Jahr 2025 gelesen – und ich kann ohne Zögern sagen, dass es für mich ein echtes 5‑Sterne‑Highlight war. Dieses Buch hat mich mit seiner Mischung aus winterlicher Magie, emotionalen Konflikten und einer prickelnden Liebesgeschichte vollkommen verzaubert. Schon nach wenigen Seiten war ich tief in der Welt von Sara Raasch versunken, die vertraut weihnachtlich wirkt und gleichzeitig geheimnisvoll, lebendig und überraschend vielschichtig daherkommt.

Die familiären Probleme der Familie Claus haben mich besonders berührt. Hinter all dem Glitzer, der Tradition und dem scheinbar perfekten Weihnachtszauber brodelt es gewaltig. Die Brüder Coal und Kris tragen nicht nur die Last ihrer Rollen, sondern auch die Erwartungen eines ganzen Reiches auf ihren Schultern. Doch anstatt gegeneinander anzutreten, halten sie fest zusammen – eine stille, aber kraftvolle Verbundenheit, die mich tief bewegt hat. Kris stellt sich schützend vor Coal, der für seinen Vater zur Enttäuschung geworden ist und mit diesem Schmerz jeden Tag lebt. Gleichzeitig bleibt Kris selbst oft im Schatten, obwohl er alles daransetzt, seinen Bruder vor den härtesten Urteilen zu bewahren. Diese unausgesprochenen Gefühle, die Loyalität und die Verletzlichkeit zwischen ihnen verleihen der Geschichte eine emotionale Tiefe, die mich beim Lesen besonders berührt hat.

Und dann kommt Hex ins Spiel – und plötzlich verändert sich alles. Die sich anbahnende Beziehung zwischen Coal und Hex ist für mich das Herzstück des Romans. Sie ist zart und gleichzeitig voller Funken, verletzlich und doch kraftvoll. Ich habe jede ihrer Begegnungen regelrecht aufgesogen. Aus meiner Sicht entsteht zwischen den beiden eine Verbindung, die sich langsam, aber intensiv entfaltet: zwei Menschen, die sich gegenseitig wirklich erkennen – in all ihren Sehnsüchten, Unsicherheiten und leisen Hoffnungen. Ihre Emotionen haben mich so sehr mitgerissen, dass ich beim Lesen oft innehalten musste, weil mich ihre Nähe, ihre Unsicherheit und ihr Mut so tief berührt haben. Diese Beziehung verändert nicht nur Coal, sondern auch die Dynamik der gesamten Handlung – sie bringt Licht in die Dunkelheit, stellt alte Strukturen infrage und zeigt, wie Liebe selbst in der frostigsten Welt Wärme schaffen kann.

Was die Atmosphäre betrifft, hat Raasch für mich ein kleines Meisterwerk geschaffen. Die Stimmung ist gleichzeitig märchenhaft und geheimnisvoll, voller funkelnder Schneelandschaften, knisternder Spannung und bittersüßer Melancholie. Ich konnte die Kälte förmlich spüren, das Flackern der Lichter sehen und die Magie in der Luft greifen. Die Welt wirkt lebendig, detailreich und so stimmungsvoll, dass ich mich beim Lesen wie in einem winterlichen Traum gefühlt habe.

Am Ende hat sich alles zu einer wunderbar runden, emotional erfüllenden Geschichte gefügt, die mich noch lange nach dem Zuschlagen des Buches begleitet hat. Für mich war es 2025 ein magisches Erlebnis, das mein Leserherz vollkommen erfüllt hat.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Slasher der anderen Art

A Killer Crush
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Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt! Die roten und leuchtend pinken Farben des Covers haben mich gleich total angesprochen und wie ich finde, zusammen mit der schwarzen Person die Stimmung der ...

Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt! Die roten und leuchtend pinken Farben des Covers haben mich gleich total angesprochen und wie ich finde, zusammen mit der schwarzen Person die Stimmung der Handlung gut widergegeben. Die angepassten Filmzitate als Kapitelüberschriften waren eine clevere und witzige Ergänzung.

Das Buch ist eine Mischung aus Romantikkomödie und Slasher. Mir hat die Geschichte gut gefallen und besonders die weibliche Hauptfigur Jamie hat es mir angetan. Sie ist witzig, stark, glänzt mit ihrem Wissen über Slasher und Romcoms und ihre Schwesternfreundschaft mit Laurie ist wunderbar erfrischend. Ich war von Anfang bis Ende total gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, was vor allem den Teilen mit dem Killer zu verdanken ist. Die Spannung ist spürbar und man bekommt regelmäßig Gänsehaut beim Lesen.

Anfangs hatte ich noch Bedenken, dass der Romantikteil zu kitschig sein könnte, aber die Balance zwischen Romantik und Slasher ist perfekt und funktioniert unglaublich gut. Die Szenen, wenn Jamie mit ihrem Speed-Dating Favoriten unterwegs ist, bescheren einem Herzklopfen, bleiben aber mit Ausnahme eines Parts eher relativ zahm. Ich war total hin und weg von Jamie's Schwarm. Er war einfach umwerfend beschrieben und hat in seiner Rolle des Retters neben Jamie geglänzt.

Die Slasher-Atmosphäre war wirklich großartig! Es gab viele Anspielungen auf (alte) Slasher-Filme und die dort geltenden Überlebensregeln. Es war schon fast komödiantisch, wie die Filme von Jamie benutzt wurden, um den Killer zu durchschauen und die Überlebenden durch die labyrinthischen Gänge des Clubs zu führen. Großartig war dabei auch der Einsatz der vorherrschenden Rollenklischees, wie das "Final Girl" oder die "Leading Lady".

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne ältere Horrorfilme schaut und manchmal dieses Retro-Gefühl von Gruselfilm-Abenden mit Freunden und jeder Menge Popcorn nochmal erleben möchte.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Schöne Lovestory

Better Than the Movies
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Better Than the Movies hat mich schnell gepackt, weil es genau die richtige Mischung aus Humor, Rom‑Com‑Gefühl und emotionalen Momenten bietet. Besonders mochte ich die Zitate aus bekannten Liebesfilmen, ...

Better Than the Movies hat mich schnell gepackt, weil es genau die richtige Mischung aus Humor, Rom‑Com‑Gefühl und emotionalen Momenten bietet. Besonders mochte ich die Zitate aus bekannten Liebesfilmen, die jedes Kapitel eröffnen. Sie setzen nicht nur den Ton für das, was kommt, sondern spiegeln auch Liz’ Blick auf die Welt wider – geprägt von all den Filmen, die sie früher mit ihrer Mutter gesehen hat. Dadurch bekommen diese Zitate eine zusätzliche Bedeutung, die sich leise, aber spürbar durch die Geschichte zieht.

Liz’ Beziehung zu ihrer verstorbenen Mutter ist für mich ein zentraler Punkt, der das Buch überraschend tiefgründig macht. Man merkt, wie sehr sie an den gemeinsamen Erinnerungen hängt und wie stark diese Trauer ihren Wunsch nach einer perfekten, filmreifen Liebesgeschichte beeinflusst. Genau das macht ihre Entwicklung so authentisch: Sie hält an Idealbildern fest, weil sie ein Stück ihrer Mutter darin bewahren möchte, und gleichzeitig muss sie akzeptieren, dass echte Nähe oft anders aussieht, als sie es sich ausgemalt hat.

Die Dynamik zwischen Liz und Wes wirkt angenehm unaufgeregt und glaubwürdig. Die beiden sind Kindheitsfreunde und haben schon vieles miteinander erlebt. Vor allem kennen sie sich so gut, dass ihnen ihre romantische Zuneigung zueinander erst nicht klar ist. Besonders gelungen fand ich die Fake‑Dating‑Trope: Dieses „Arrangement“ starten sie aus rein praktischen Gründen, doch genau dadurch kommen sie sich näher, als ihnen lieb ist. Ihre Gespräche, die kleinen Reibereien und die langsam wachsende Vertrautheit funktionieren für mich sehr gut, ohne unnötiges Drama. Die Situation wirkt nie konstruiert, sondern fügt sich natürlich in ihre gemeinsame Geschichte ein und zeigt, wie viel unausgesprochen schon immer zwischen ihnen lag.

Für mich ist Better Than the Movies ein echtes Wohlfühlbuch, das genau dann trifft, wenn man Lust auf Rom‑Com‑Atmosphäre mit Herz hat. Die Filmzitate, Liz’ Erinnerungen an ihre Mutter und die wunderbar natürliche Entwicklung zwischen ihr und Wes ergeben zusammen eine Geschichte, die mich nicht nur unterhalten, sondern auch berührt hat. Ich habe das Buch mit einem breiten Lächeln beendet – und gleichzeitig mit dem Gefühl, eine Figur begleitet zu haben, die wirklich gewachsen ist. Für alle, die romantische Geschichten mögen, die leichtfüßig beginnen und dann überraschend viel Tiefe zeigen, ist dieses Buch definitiv ein Highlight.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Leichter Frühlingsroman für Teenager

Picking Daisies on Sundays
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Vielen Dank an den Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar über NetGalley.

„Picking Daisies on Sundays“ ist für mich eine warmherzige, frühlingsleichte Romanze, die viele süße Momente hat und mich ...

Vielen Dank an den Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar über NetGalley.

„Picking Daisies on Sundays“ ist für mich eine warmherzige, frühlingsleichte Romanze, die viele süße Momente hat und mich immer wieder zum Lächeln gebracht hat. Der Ton erinnert stark an Lynn Painter – humorvoll, sanft, unaufgeregt romantisch – und das rosa Cover mit Herzen und Blumen passt perfekt zur Stimmung des Buches. Es geht um erste Liebe, ums Verliebtsein durch die rosarote Brille und um all die Unsicherheiten, die damit einhergehen. Genau deshalb halte ich die Geschichte für ideal für Teenager zwischen 12 und 15 Jahren, die sich gerade mit Themen wie erstem Schwarm, ersten Gefühlen oder erstem Liebeskummer auseinandersetzen.

Dani (von Levi Daisy genannt) ist eine Protagonistin, die viel mit sich selbst kämpft. Ihr Traum, Designerin zu werden, begleitet sie seit ihrer Kindheit, doch sie designt nie etwas für sich selbst, weil sie sich nicht schön genug fühlt. Ihr geringes Selbstbewusstsein, ihre Naivität und die ständigen negativen Gedankenspiralen ziehen sich durch das ganze Buch und waren für mich oft ermüdend. Gleichzeitig fand ich es schön zu sehen, wie sie langsam mutiger wird, sich mehr zutraut und beginnt, ihren Platz in der Designwelt einzunehmen. Diese Entwicklung ist leise, aber spürbar.

Levi dagegen wirkt auf den ersten Blick wie der perfekte Love Interest: freundlich, hilfsbereit, gutaussehend, französisch sprechend, liebevoll im Umgang mit seiner Familie. Erst nach und nach zeigt sich, dass er mehr Tiefe hat, als man zunächst denkt. Die gemeinsame Vergangenheit der beiden – verbunden durch den Verlust ihrer Väter – macht ihre Freundschaft glaubwürdig und emotional. Umso unnatürlicher wirkte für mich ihr Wiedersehen nach vier Jahren Funkstille. Es fühlte sich an, als wäre nie etwas passiert, niemand stellt Fragen, niemand wundert sich über die plötzliche Nähe. Auch Daisys spontane Zustimmung zum Fake‑Dating wirkte für mich nicht ganz nachvollziehbar, gerade weil sie Levi gedanklich immer noch Dinge von vor vier Jahren vorhält.

Ein Punkt, der mich besonders irritiert hat, war die Darstellung der Nebenfiguren. Fast alle Frauen im Buch scheinen Single zu sein und Levi anzuschmachten, was ihn noch stärker in diese perfekte‑Traumtyp‑Rolle drängt. Bella, seine Exfreundin, bleibt trotz ihrer Bedeutung für die Handlung erstaunlich blass. Gerade hier hätte die Geschichte viel Potenzial für Drama und Spannung gehabt, das leider kaum genutzt wurde. Der Mittelteil zieht sich dadurch etwas, weil sich Daisys Gedanken ständig wiederholen und der große Konflikt aus der Vergangenheit einfach nicht angesprochen wird.

Sehr positiv hervorzuheben ist dagegen Daisys Freundeskreis. Der Club, in dem jede Woche der „Promi‑Style der Woche“ gesucht wird, die kleinen Streitereien, die dort bleiben, die Frühstücksrotation der Designgruppe und die Art, wie Jia, Daisy und Gabe sich auf Dates gegenseitig im Blick behalten und aus unangenehmen Situationen retten – all das hat dem Buch viel Charme und Wärme gegeben. Diese Freundschaften wirken authentisch, unterstützend und zeigen, wie wichtig ein stabiles Umfeld gerade in jungen Jahren sein kann. Auch Levis französische Gedichte, die unauffällig in das Buch eingewoben sind, haben mir sehr gefallen und der Geschichte eine leise, intime Tiefe verliehen. Ich habe tatsächlich zurückgeblättert, um die Stellen noch einmal zu lesen.

Das Ende hat für mich vieles wieder ausgeglichen. Die Szenen zwischen Levi und Daisy sind süß, warm und versöhnlich, und obwohl ich mir zwischendurch mehr Tiefe und etwas mehr Mut zu Konflikten gewünscht hätte, hat mich der Abschluss mit einem guten Gefühl zurückgelassen.

Fazit: Eine süße, frühlingshafte Friends‑to‑Lovers‑Romance, die besonders für jüngere Leser:innen zwischen 12 und 15 gut geeignet ist. Trotz einiger Längen, Wiederholungen und unausgeschöpftem Potenzial überzeugt das Buch mit warmen Momenten, einem tollen Freundeskreis und einem liebenswerten Love Interest.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Schöne Graphic Novel zum Klassiker

Stolz und Vorurteil – die Graphic Novel nach Jane Austen
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Vielen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar über NetGalley.

Ich lese die Bücher von Jane Austen sehr gern, und Stolz und Vorurteil gehört zu meinen Favoriten. Neben verschiedenen ...

Vielen Dank an den Knesebeck Verlag für dieses Rezensionsexemplar über NetGalley.

Ich lese die Bücher von Jane Austen sehr gern, und Stolz und Vorurteil gehört zu meinen Favoriten. Neben verschiedenen Ausgaben des Romans sammle ich inzwischen auch Graphic Novels, weshalb mich die neue Adaption von Anna Opel und Elias Linnekuhl besonders interessiert hat.

Der Roman wird von Anna Opel in einer klaren und gut verständlichen Form nacherzählt. Die Handlung ist auf das Wesentliche reduziert, sodass die Beziehungen zwischen den Figuren und die gesellschaftlichen Erwartungen leicht nachvollziehbar bleiben. Die Dialoge orientieren sich am Original, sind aber stark gekürzt, um den Erzählfluss nicht zu unterbrechen. Für Leser:innen, die den Roman kennen, funktioniert dies ganz gut. Wer Stolz und Vorurteil zum ersten Mal liest, könnte jedoch Schwierigkeiten haben, die Figuren auseinanderzuhalten oder der Handlung vollständig zu folgen.

Die Illustrationen von Elias Linnekuhl prägen den Charakter der Graphic Novel besonders stark. Seine klare Linienführung und die zurückhaltende Farbpalette erzeugen ein ruhiges, stimmiges Gesamtbild. Die Mimik und Körperhaltungen der Figuren sind einfach, aber sehr ausdrucksstark, sodass Emotionen ohne viele Worte verständlich werden. Die Innenräume und Landschaften sind stilisiert, vermitteln aber dennoch ein gutes Bild der Regency-Zeit. Die Panels sind übersichtlich gestaltet und nie überladen, was das Lesen angenehm macht und den Fokus auf die Figuren und ihre Gefühlsregungen lenkt. Ein Punkt hat mich jedoch gestört: Zwar wird bei jedem Ortswechsel der Schauplatz angegeben, aber nicht, wie viel Zeit vergangen ist. Selbst als Kennerin des Romans musste ich gelegentlich innehalten, um mich zeitlich einzuordnen.

Fazit: Insgesamt bietet die Graphic Novel eine angenehme und zugängliche Leseerfahrung. Sie vermittelt die Grundstimmung des Originals in einfacher, moderner Form und eignet sich besonders für Leser:innen, die den Klassiker kennenlernen möchten oder eine visuelle Erzählweise bevorzugen. Dennoch empfehle ich, zusätzlich den Roman von Jane Austen zu lesen, um die fehlenden Details und Zusammenhänge vollständig zu erfassen.

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