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Veröffentlicht am 16.03.2026

Zukunftsvision

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Eden beschreibt ein neues Zukunftsszenario des Erfolgsautors Marc Elsberg. Es beschäftigt sich mit verschiedenen Umwelt- und Wirtschaftsszenarien, die ein KI-Programm relativ zuverlässig voraussagt. Als ...

Eden beschreibt ein neues Zukunftsszenario des Erfolgsautors Marc Elsberg. Es beschäftigt sich mit verschiedenen Umwelt- und Wirtschaftsszenarien, die ein KI-Programm relativ zuverlässig voraussagt. Als Stück für Stück die einzelnen Voraussagen eintreffen, warnen der IT-Experte Piero Manzano, Influenzer Linus Strand und Meeresbiologin Sarah Keller öffentlich. Das gefällt nicht jedem und sie bekommen es mit mächtigen Gegenspielern zu tun.

Das Buch verspricht Spannung von Anfang bis Ende und diese Erwartung kann es auch erfüllen. In kurzen, knappen Kapiteln zeichnet der Autor die einzelnen Szenarien auf und wie sich im weiteren Verlauf der Geschichte alles zuspitzt. Den Schreibstil muss man mögen. Ich fand ich sehr gut. Mir persönlich waren es nur ein bisschen zu viele Szenarien. Wobei alles ineinander greift und am Ende ein schlüssiger Showdown ergibt. Man kann viele Parallelen zur Realität feststellen, die Überlegungen des Autors sind also nicht aus der Luft gegriffen. Einige Szenen wurden sehr actionreich gestaltet, was die Spannung anheizen sollte. Mich hat Blackout damals noch ein bisschen mehr gefesselt gehabt. Aber auch hier kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und es regt sehr zum Nachdenken an. Wie in der realen Welt, trifft man auch in dieser Geschichte auf die Politik und Wirtschaft, die ihre eigenen Interessen verfolgt. Insgesamt hat mich dieser fiktive Ausblick auf die Zuspitzung diverser Umweltereignisse überzeugt und beweist, wenn die Kleinen sterben, überleben auch die Großen nicht.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Der Mäuserich

Eine Maus namens Merlin
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Helen Cartwright hat über sechzig Jahre in Australien gelebt und kehrt nun nach England zurück. Zurückgezogen lebt sie einsam und alleine in ihrem kleinen Haus und wartet auf ihr Ende. Sie steckt in ihrem ...

Helen Cartwright hat über sechzig Jahre in Australien gelebt und kehrt nun nach England zurück. Zurückgezogen lebt sie einsam und alleine in ihrem kleinen Haus und wartet auf ihr Ende. Sie steckt in ihrem täglichen Rhythmus fest. Dann tritt eine kleine Maus in ihr Leben und aktiviert die alte Dame zu ungeahnten Kräften.

Mir hat sehr gefallen, wie der Autor die Geschichte aufgebaut hat. Man kann Helen dabei beobachten, wie sie von anfänglicher Skepsis zu Mitleid bewegt wird und dadurch zu Dingen fähig wurde, die sie sich vorher bestimmt nie vorgestellt hätte. Anfänglich will sie die Maus los werden und dann wachsen die beiden aber immer mehr zusammen. Das ist eine ganz liebenswürdige Geschichte, die zeigt, wie wichtig soziale Kontakte sind. Die Charaktere, die in dem Buch auftauchen sind unterschiedlich, aber alle sehr sympathisch. Hier wird gemeinsam was bewegt. Das Ende war sehr berührend. Toll fand ich auch den kleinen, aber feinen Humor, der immer wieder aufblitzte und die Geschichte umso liebenswerter machte. Eine tolle Geschichte über eine Tierfreundschaft, die neue Wege eröffnet hat.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Lotsenfamilie

Der Gesang der See
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Kristiane wächst in einer Lotsenfamilie auf. Als ihr Vater stirbt, verspricht sie, dass der Lotsenposten in der Familie bleibt. Sie heiratet dafür. Doch dann stirbt ihr Mann und sie muss sich schwanger ...

Kristiane wächst in einer Lotsenfamilie auf. Als ihr Vater stirbt, verspricht sie, dass der Lotsenposten in der Familie bleibt. Sie heiratet dafür. Doch dann stirbt ihr Mann und sie muss sich schwanger in dieser Männerdomäne behaupten. Wie kann sie es schaffen, dass der Lotsenposten in der Familie bleibt, auch wenn sie diese Arbeit als Frau nicht ausführen darf?

Dieses Buch ist das Debüt von Trude Teige und es ist schwer, es mit der Großmutter-Reihe zu vergleichen. Mir hat gut gefallen, dass persönliche, familiäre Details der Autorin hier eingeflossen sind. Sie zeigt schnörkellos, wie das Leben in Norwegen stattfand. Wie hart man um seine Existenz und um Nahrung kämpfen musste. Man spürt stetig das raue Klima, das Meer, das Salz in der Luft. Damals hatte Kristiane auch noch zusätzlich gegen die Männer zu kämpfen, die sich als mehr wert hielten. Das Hörbuch wird lebendig vorgetragen. Der Stil des Buches lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Ich fand die Sätze sehr kurz und abgehackt. Man merkt schon, dass die nachfolgenden Bücher der Autorin viel abgerundeter waren. Aber ich finde es toll, dass dieses Debüt nun auf Deutsch übersetzt wurde und man einen Einblick in die Anfänge der Autorin erhält.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Der Vermisste

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf ...

Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf See gestorben ist, haben die beiden nur noch sich. Gemeinsam versuchen sie den Alltag zu meistern, als plötzlich eine junge Frau auftaucht und behauptet, dass Grace Bruder noch leben würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So machen sich die drei auf Spurensuche. Kann es wirklich wahr sein?

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr einfühlsam. Vor allem das Thema Demenz ist stets präsent, denn Jack ist schlimmer als ein Sack Flöhe zu hüten. Stets setzt er sich etwas in den Kopf und führt es unverzüglich aus. Man kann mitfühlen, wie überfordert Grace ist. Dazwischen erfährt man immer wieder, wie es Michael ergangen ist. So kann man mitverfolgen, was sich alles zugetragen hat und was auf See passiert ist. Ich bin der Geschichte sehr gerne gefolgt, da sie so wunderbar ehrlich geschrieben wurde. Vor allem das Ende hat mich ziemlich überzeugt. Die Autorin hat es geschafft, die Spannung bis zum Ende zu halten. Eine wirklich gelungene, liebevoll erzählte, tragische Familiengeschichte!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Inselsturm

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart ...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart treffen auf der Insel Neuwerk mehrere Personen aufeinander, die schon damals anwesend waren. Wer hat da was zu verbergen? Von der Insel kann keiner mehr flüchten, weil ein Orkan naht und so spitzen sich die Dinge schnell zu. Der Roman ist sehr vielschichtig. Es gibt zu Beginn mehrere lose Fäden, wo die Verbindung erst hergestellt werden muss. Die Zusammenhänge werden Stück für Stück aufgedeckt, bis es am Ende in einem Sturm der Erkenntnisse endet. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende zu halten. Mir hat gut gefallen, dass aus mehreren Sichtweisen erzählt wird. So bekommt man einen Rundumblick der Lage. Wie zufällig sich die Charaktere auf der Insel treffen, wird sehr gut dargestellt. Denn bei der Anreise ahnt noch niemand, was sich da zusammenbraut. Die Stimmung auf der Insel wurde gut eingefangen, vor allem als der Orkan angebraust kam. Da ich schon öfter Urlaub auf Nordseeinseln gemacht habe und im Herbst eine Sturmflut miterlebt habe, konnte ich mich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Ich habe mich sehr gut von der Geschichte unterhalten gefühlt!

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