Profilbild von Lesemone

Lesemone

Lesejury Star
offline

Lesemone ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemone über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2024

Herbststimmung

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
0

Cassie kommt zur Hochzeit ihrer Freundin Daya in die Heimat zurück und rettet für sie sogar noch den Brautstrauß. Doch dann platzt die Hochzeit und alle geben ihr die Schuld. Auf ihrer Flucht läuft sie ...

Cassie kommt zur Hochzeit ihrer Freundin Daya in die Heimat zurück und rettet für sie sogar noch den Brautstrauß. Doch dann platzt die Hochzeit und alle geben ihr die Schuld. Auf ihrer Flucht läuft sie Jared über den Weg und überredet ihn, sie mit nach Willow Falls zu nehmen. Die Stadt liegt wunderschön inmitten von Ahornwäldern, mit deren Sirup Jared sein Geld verdient. Können die beiden zueinander finden?

Mir hat besonders der Erzählstil der Autorin gefallen. Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Cassie und Jared erzählt, sodass man beide Sichtweisen kennenlernt. Beide Protagonisten sind problembeladen und müssen sich neu sortieren. Jareds Geschwister sind beide zuckersüß und die Dialoge zwischen Cassie und Jareds Schwester Dylan sind sehr schön ausgestaltet. Die liebevolle Atmosphäre konnte man regelrecht spüren. Die Beziehung zwischen Cassie und Jared baut sich sehr langsam auf und steigert sich erst zum Ende hin richtig. Zum Ende werden noch ein paar Missverständnisse und Wirrungen eingebaut, die die Geschichte unterhaltsam gemacht haben. Das Ende passt hervorragend zum ganzen Geschehen und ich habe meinen Ausflug nach Kanada sehr genossen. Eine sehr romantische, emotionale und liebevoll geschriebene Beziehungsgeschichte!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2024

Frauen im Krieg

Die Frauen jenseits des Flusses
0

Frances McGrath meldet sich 1965 freiwillig, als Krankenschwester nach Vietnam zu gehen. Sie will ihrem Bruder dahin folgen, obwohl ihre Eltern dagegen sind. Was sie dort alles erlebt ist schlimm, doch ...

Frances McGrath meldet sich 1965 freiwillig, als Krankenschwester nach Vietnam zu gehen. Sie will ihrem Bruder dahin folgen, obwohl ihre Eltern dagegen sind. Was sie dort alles erlebt ist schlimm, doch wie sie nach ihrer Rückkehr in ihrem Heimatland angefeindet wird, ist kaum zu ertragen. Wie geht kann sie in ein "normales" Leben zurückkehren?

Kristin Hannah hat sich hier dem Vietnamkrieg und seinen Folgen gewidmet. Am Beispiel von Frances zeigt sie auf, wie unterschiedlich mit den Veteranen umgegangen wurde. Es zeigt, wie die jungen Männer regelrecht im Krieg verheizt wurden. Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil und zeichnet die einzelnen Szenen sehr deutlich. Dadurch wird der Roman sehr realistisch. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, was in Vietnam auf beiden Kriegsseiten geschah. Es war aber unfassbar zu lesen, wie mit den Heimkehrern umgegangen wurde. Hier werden die vielen Frauen in den Vordergrund gerückt, die in den Vietnamkrieg gezogen sind, aber von der eigenen Regierung verleugnet wurden! Frances ist eine Protagonistin, der viel Unglück widerfährt und die ein gutes Beispiel für Posttraumatische Belastungsstörungen abgibt. Mir hat sehr gut gefallen, dass ihre beiden Freundinnen aus dem Krieg, immer zur Stelle waren, wenn sie sie gebraucht hat. Das macht echte Freunde aus. Die Geschichte ist fesselnd, sehr einfühlsam geschrieben und regt auch zum Nachdenken an. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und ihr Herzensprojekt super umgesetzt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2026

Tsunami

Unter Wasser
0

Unter Wasser erzählt die Geschichte von Marissa, die als kleines Kind mit ihrem Vater nach Thailand zieht. Dieser ist Meeresbiologe und will die Forschung seiner verstorbenen Frau fortführen. Marissa freundet ...

Unter Wasser erzählt die Geschichte von Marissa, die als kleines Kind mit ihrem Vater nach Thailand zieht. Dieser ist Meeresbiologe und will die Forschung seiner verstorbenen Frau fortführen. Marissa freundet sich mit Arielle an und die beiden genießen ihre Kindheit. Bis zum Tag des schlimmen Tsunamis. Marissa kehrt nach New York zurück und irrt durch ihr Leben, immer in Gedanken bei Arielle. Aber auch dort droht eine Naturkatastrophe, denn ein Hurrikan steuert auf die Metropole zu.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit erzählt Marissa, wie sie nach Thailand kam und berichtet von ihrem Leben mit Arielle. In der Gegenwart befindet sie sich in New York. Man spürt, wie alleine sie sich fühlt und wie sie orientierungslos durch die Stadt irrt. Ich finde, der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Gefühle von Marissa darzustellen. Es finden sich viele Parallelen zwischen den beiden Naturkatastrophen, die gut herausgearbeitet wurden. Wie geht man mit einer drohenden Katastrophe um und gibt es Anzeichen, dass was passiert? Das wird hier gut beschrieben. Mich hat diese Geschichte sehr berührt und bewegt, vor allem wie Marissa mit ihrer Trauer umgegangen ist. Die Autorin schafft es durch ihren beschreibenden Schreibstil, dass man sich die Szenen bildhaft vorstellen kann und zeichnet auch ein Bild, wie es im Innern von Marissa aussieht. Mich hat die Geschichte von Anfang bis Ende sehr gefesselt und wird mir noch länger in Erinnerung bleiben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2026

Die Haushälterin

Mirabellentage
0

Anna ist die Haushälterin von Pfarrer Josef. Als dieser plötzlich verstirbt, muss sie die Beerdigung organisieren, den neuen Pfarrer ins Dorfleben einführen und seinen letzten Willen erfüllen. Doch das ...

Anna ist die Haushälterin von Pfarrer Josef. Als dieser plötzlich verstirbt, muss sie die Beerdigung organisieren, den neuen Pfarrer ins Dorfleben einführen und seinen letzten Willen erfüllen. Doch das ist für sie nicht so leicht, denn dafür muss sie Auto fahren, was sie seit ihrem Führerschein in den 70ern nicht mehr gemacht hat. Ein Fahrlehrer muss her, denn die Zeit drängt. Wird sie die Fahrt ins Ungewisse schaffen?

In dieser Geschichte wird man ins bayrische Dorfleben katapultiert, mit all seinen Klischees. Humorvoll zeichnet die Autorin das Bild eines lebendigen Dorfes, wo jeder jeden kennt und über den anderen was weiß. Die Geschichte lebt von Anekdoten aus der Vergangenheit, die von Anna erzählt werden. Die Handlung in der Gegenwart kommt daher kaum voran, was ich etwas schade fand. Stellenweise sind die Klischees dann schon etwas zu viel und es wirkte überladen. Ich hatte eine ganz andere Erwartung an das Buch und hätte mir mehr Handlung in der Gegenwart gewünscht. Aber anscheinend ist es das Ziel der Geschichte gewesen, Annas Leben ein bisschen aufzuzeigen und sie bis in die Gegenwart zu begleiten, wo sie ihre Weichen neu stellen will. Insgesamt war es angenehm das Buch zu lesen und ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen. Wenn man auch auf dem Dorf aufgewachsen ist, so wie Anna, dann wird man sich an vielen Stellen wiederfinden können und vielem zustimmen. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, mit wenig Handlung, viel Nostalgie und lieben Menschen, die sich neu sortieren müssen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Strandzeit

Summer Tides
0

Scarlett flüchtet vor ihrem Freund von London nach Cornwall. In St. Ives will sie ein Strandkiosk betreiben und neu anfangen. Mir hat gut gefallen, wie nett Scarlett von den Menschen in St. Ives aufgenommen ...

Scarlett flüchtet vor ihrem Freund von London nach Cornwall. In St. Ives will sie ein Strandkiosk betreiben und neu anfangen. Mir hat gut gefallen, wie nett Scarlett von den Menschen in St. Ives aufgenommen wurde. Sie greifen ihr alle unter die Arme und unterstützen sie. Die Autorin beschreibt auch die Gegend toll, man kann sich die schönen Strände bildlich vorstellen. Diese Art von Geschichten sind teilweise recht vorhersehbar. Aber unterwegs passieren die unterschiedlichsten Dinge, so dass man gut unterhalten wird. Sehr lustig fand ich Jonahs Familie und die abgedruckten Auszüge aus dem Familienchat. Die Annäherung zwischen Scarlett und Jonah geht langsam vonstatten. Stellenweise war mir Scarlett etwas zu naiv dargestellt. Insgesamt ist es jedoch eine leicht zu lesende Sommergeschichte, die den Auftakt zu einer längeren Reihe bilden soll, in der es immer um einen anderen Bewohner aus St. Ives gehen wird. Da die Charaktere alle schon in diesem Band äußerst sympathisch waren, würde ich die Reihe gerne weiterlesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere