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Veröffentlicht am 16.03.2026

Grandioser und facettenreicher Polit-Thriller mit einem brisanten Thema

Die Praktikantin
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Mit diesem Buch gelingt dem Autor Horst Eckert erneut ein spannender und äußerst facettenreiche Polit-Thriller zu einem brisanten Thema, der diesmal allerdings nicht im Umfeld der Düsseldorfer Kriminalpolizei ...

Mit diesem Buch gelingt dem Autor Horst Eckert erneut ein spannender und äußerst facettenreiche Polit-Thriller zu einem brisanten Thema, der diesmal allerdings nicht im Umfeld der Düsseldorfer Kriminalpolizei angesiedelt ist, sondern in die Redaktionsräume einer großen Zeitung führt.

Carla Bergmann tritt ihr Praktikum in der Lokalredaktion der Düsseldorfer Morgenpost voller Ehrgeiz und Idealismus an und ist so zunächst ein wenig ernüchtert, als sie erst einmal nur den aktuellen Polizeibericht sichten soll. Dabei stößt sie allerdings auf die Meldung zu einem mysteriösen Einbruch in ein Bürogebäude, in dem regimekritische Exilrussen untergekommen sind, und wundert sich über die seltsamen Reaktionen auf ihre Nachfragen. Steckt etwa der russische Geheimdienst hinter der Aktion und soll dies von den deutschen Behörden vertuscht werden ? Als sich ein geheimnisvoller Informant bei ihr meldet und dann vor ihren Augen ermordet wird, erhält Carla Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einmaliger gefeierter Investigativjournalist. Bei ihren Recherchen, die nach Kiew führen, stoßen die beiden in ein Wespennest voller politischer Verstrickungen.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor das atmosphärisch dichte Geschehen voran und treibt es gekonnt immer weiter auf die Spitze, ohne dabei den Bogen zu sehr zu überspannen und den Boden der Realität zu verlassen. Obwohl er dabei eine Vielzahl von weiteren Themen in das Geschehen einfließen lässt, besteht zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer möglichen Überfrachtung der Geschichte. Am Ende führt er alle Erzählstränge gekonnt zusammen und präsentiert eine überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Mit Carla Bergmann schafft er dabei eine Figur, die mit ihrer Hintergrundgeschichte, die hier aber zunächst nur angerissen wird, durchaus eine Menge Potential für weitere Auftritte aufweist.

Wer bereits Bücher aus der Feder von Horst Eckert kennt, wird hier zudem mit dem einen oder anderen gelungenen Gastauftritt belohnt. So tauchen z.B. Melia Adan und Vincent Veih vom Düsseldorfer KK11 auf und auch die Fernsehjournalistin Sarah Wolf war bereits als Hauptfigur in „Der Preis des Todes“ dabei. Vorwissen aus den früheren Büchern von Horst Eckert benötigt man hier aber nicht, es handelt es eher um kleine Easter Eggs für seine Stammleser. Zudem passen diese Figuren gut in die Geschichte und so wirken die Auftritte auch keineswegs aufgesetzt oder gewollt.

Wer auf packende und atmosphärisch dichte Polit-Thriller steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Packender und eher düsterer Kriminalroman aus Bonn

Waldmann
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Mit diesem Buch legt der Autor Thomas Ziebula einen packenden und eher düsteren Kriminalroman vor, der in Bonn angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Seit die Frau ...

Mit diesem Buch legt der Autor Thomas Ziebula einen packenden und eher düsteren Kriminalroman vor, der in Bonn angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Seit die Frau von Johannes Waldmann während eines Urlaubs in Nigeria spurlos verschwunden ist, steht der erfahrene Ermittler ziemlich neben sich. Als er Jahre später gegenüber einem Kollegen übergriffig wird, bleibt seinen Vorgesetzten keine andere Wahl, als ihn vorübergehend zu beurlauben. Am Vorabend seiner Rückkehr in den aktiven Dienst wird er zu einem Tatort gerufen und mit den Ermittlungen im Mordfall an einem Lokalpolitiker beauftragt. Die Ermittlungen führen Waldmann und seine Kollegen tief in die Machenschaffen des organisierten Menschenhandels und der Zwangsprostitution. Aber ist Waldmann den Abgründen, die dort auf ihn lauern wirklich schon wieder gewachsen ? Und was haben die Journalistin Pia Luninger und die geheimnisvolle Suse, die in der Mordnacht mit einem gestohlenen Streifenwagen einem Auto nachgejagt ist, mit dem Fall zu tun ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bietet am Ende eine schlüssige Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei entwickelt er zunächst mehrere unterschiedliche Erzählstränge, die erst nach und nach immer stärker ineinandergreifen und schließlich das erschreckende Gesamtbild enthüllen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Johannes Waldmann ist als klassischer Antiheld angelegt, der es einem nicht immer leicht macht, ihn zu mögen. Sein Privatleben und vor allem seine Vergangenheit spielen dann auch eine große Rolle innerhalb der Geschichte, die aktuellen Ermittlungen stehen dabei aber immer im Vordergrund.

Wer auf abgründige und düstere Kriminalromane steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Facettenreicher Kriminalroman aus dem hohen Norden

Warum sie sterben musste
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Bei ihrem Debüt gelingt der Autorin Linn Lornsen direkt ein spannender und ziemlich facettenreicher Kriminalroman, der in der Lübecker Bucht angesiedelt ist und mich gleich auf ganzer Linie überzeugen ...

Bei ihrem Debüt gelingt der Autorin Linn Lornsen direkt ein spannender und ziemlich facettenreicher Kriminalroman, der in der Lübecker Bucht angesiedelt ist und mich gleich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Während einer gewaltigen Sturmflut wird die Abiturientin Carolin Hau grausam ermordet. Ein Hauptverdächtiger ist zwar schnell gefunden, dieser entzieht sich aber seiner Verhaftung und taucht unter. Und so bleibt vor allem die Mutter von Carolin mit der Frage zurück, warum ihre Tochter sterben musste. Knapp 15 Jahre später wird am Strand die Leiche eines Mannes gefunden, dessen Tod deutliche Parallelen zum Mord an Carolin aufweist. Ist der Täter von damals zurückgekehrt und hat ein neues Opfer gefunden ? Dr. Ivo Beddenbrook, der bereits an den damaligen Ermittlungen beteiligt war, und seine neue Partnerin Cinzia Rix, eine ehemalige Zielfahnderin, die gerade erst aus Berlin zum LKA Kiel gewechselt ist, werden auf den Fall angesetzt. Sie bekommen es mit einem dichten und ziemlich unübersichtlichen Netz aus Beziehungen und Abhängigkeiten zu tun, in dessen Zentrum die einflussreiche Familie Boysen steht.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Bei den unterschiedlichen Zeitebenen und dem doch recht großen Personenaufgebot muss man hier schon sehr aufmerksam lesen, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Am Ende fügen sich die einzelnen Puzzlestücke aber auf gelungene Art und Weise zusammen und legen das erschreckende Gesamtbild offen. So ergibt sich eine überzeugende und schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Fein dosierte Ausflüge in das turbulente Privatleben der beiden Ermittler lockern das Geschehen zwischendurch immer wieder ein wenig auf, die eher düster angelegte Krimihandlung steht dabei aber immer im Mittelpunkt der Geschichte

Wer auf spannende und facettenreiche Kriminalromane steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Und die beiden gut aufeinander abgestimmten Ermittler empfehlen sich durchaus für weitere Auftritte, die auch bereits angekündigt sind.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Atmosphärisch dichter und packender Roman aus der Zeit des 30-jährigen Krieges

TINTE und SCHWERT
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Mit diesem historischen Roman legt der Autor Matthias Soeder den ersten Band seiner Reihe „Tinte und Schwert“ vor, die im 30-jährigen Krieg angesiedelt ist und besonders durch seine atmosphärische Tiefe ...

Mit diesem historischen Roman legt der Autor Matthias Soeder den ersten Band seiner Reihe „Tinte und Schwert“ vor, die im 30-jährigen Krieg angesiedelt ist und besonders durch seine atmosphärische Tiefe besticht.

Im Mittelpunkt steht der junge Priesteranwärter Jacob Wolffen, dessen Leben vom einen auf den anderen Moment in Trümmern liegt, als Söldner seine Familie töten und ihn verschleppen. So landet er in Böhmen und findet sich plötzlich in der Armee von General Mansfeld wieder, der den Sturm auf die Stadt Pilsen plant. Als Jacob während eines Gefechts den Tod sucht und auf scheinbar wundersame Weise überlebt, sieht er darin ein göttliches Zeichen. Und so macht er sich daran, sich an den Mördern seiner Familie, dem sadistischen Leutnant Heinrich von Hohenfels und seinen Männern, zu rächen. Hilfe findet er dabei bei der Heilerin Anna Dillenberger, die in ständiger Angst lebt, als Hexe beschuldigt und hingerichtet zu werden.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bringt sie zumindest zu einem vorläufigen Ende, bei dem aber noch die eine oder andere Frage offenbleibt. Dabei hält sich der Autor eng an die historischen Fakten, versteht es aber auch meisterhaft, die durchaus vorhandenen Lücken dazwischen mit viel Phantasie zu füllen, ohne das Gesamtbild zu verfälschen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen mit einer gut aufeinander abgestimmten Mischung aus historischen und fiktiven Figuren. Der Plot enthält neben reichlich Spannung und Dramatik auch eine ordentliche Anzahl an expliziten Gewaltszenen, die wenig bis nichts auslassen und somit sicherlich nicht jedermanns Sache sind. Hier gehören sie aber absolut zur Geschichte dazu und kommen auch keineswegs zu überzogen rüber.

Wer ein Faible für spannende und atmosphärisch dicht historische Romane hat und sich von den Gewaltbeschreibungen nicht abschrecken lässt, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für den nächsten Band liegt gleich ziemlich hoch.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Facettenreicher und tiefgründiger Roman rund um das Thema Schuld

Eine vergessene Schuld
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Mit diesem Buch legt der Autor Arne Jensen einen äußerst facettenreichen Roman vor, der sich mit dem Thema Schuld auseinandersetzt und neben spannender Unterhaltung auch noch viel Stoff zum Nachdenken ...

Mit diesem Buch legt der Autor Arne Jensen einen äußerst facettenreichen Roman vor, der sich mit dem Thema Schuld auseinandersetzt und neben spannender Unterhaltung auch noch viel Stoff zum Nachdenken bietet.

Der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner sorgt mit einigen Äußerungen zum Thema Deserteure und NS-Justiz für großes Aufsehen und kontroverse Diskussionen. Als er im Rahmen einer Fernsehdiskussion zu seinen Aussagen Stellung beziehen soll, kommt es im Vorfeld der Sendung zu einem Zwischenfall, der das BKA auf den Plan ruft. Während die Ermittler die Hintergründe klären sollen, wird die Kriminalpsychologin Jasina Behrens beauftragt, ein Gutachten über Heppner zu erstellen. Die vor Jahren mit ihren Eltern aus Syrien geflüchtete Frau hat durch ihren Bruder, der damals in Syrien zurückbleiben musste und dort nun in großen Schwierigkeiten steckt, weil er den Wehrdienst in der syrischen Armee verweigert, einen ganz eigenen Blick auf das Thema. Und so gestalten sich die Gespräche auch zunächst ziemlich schwierig. Nach und nach nähern sich die beiden ungleichen Gesprächspartner aber doch einander an und tauchen tief in die Familiengeschichte des Richters ein.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert so nach und nach die einzelnen Puzzlestücke, aus denen sich am Ende das überzeugende Gesamtbild zusammensetzt, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei muss man schon sehr aufmerksam lesen, damit einem hier kein wichtiges Detail entgeht. Dieses Buch kann man definitiv nicht nebenbei lesen, sondern muss sich schon komplett auf die Geschichte einlassen und sie auf sich wirken lassen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Neben dem Haupterzählstrang, der im Jahr 2023 angesiedelt ist, gibt es zwei weitere Stränge, die in der Vergangenheit spielen. So erleben wir den jungen Rudolf Heppner in seiner rebellischen Phase Ende der Sechziger Jahre, die zu Konflikten mit seinem sehr dominanten Vater führt. Eine zentrale Rolle nimmt zudem der Strang um den Wehrmachtsoldaten Raimund Bach ein, der sich kurz vor Ende des 2. Weltkriegs einer Versetzung in den Osten widersetzt und sich über Monate in Amsterdam versteckt. In welcher Verbindung Rudolf Heppner zu dieser tragischen Geschichte steht, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren war, erweist sich als Schlüsselmoment der gesamten Geschichte.

Ein bewegender und tiefgründiger Roman, der nicht nur gute und spannende Unterhaltung bietet, sondern zudem auch noch lange über sein Ende hinaus nachhallt.

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