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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2026

Intensiver Roman, der weit mehr als "nur" ein Krimi ist

Giftiger Grund
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Mit diesem Buch gelingt dem Autor Thomas Knüwer ein intensives Krimi-Drama, dass mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Gekonnt leuchtet er die unterschiedlichen Facetten der zwischenmenschlichen ...

Mit diesem Buch gelingt dem Autor Thomas Knüwer ein intensives Krimi-Drama, dass mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Gekonnt leuchtet er die unterschiedlichen Facetten der zwischenmenschlichen Abgründe aus und transportiert sie in Form einer spannenden Geschichte.

Auf dem Gelände einer stillgelegten Tankstelle kreuzen sich die Wege dreier Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Joran hat gerade erst eine siebenjährige Haftstrafe abgesessen, weil er mit zwei Komplizen die Tankstelle überfallen und dabei einen Menschen mit dem Messer verletzt hat. Als er nachschauen will, ob sich die Beute von damals noch im Versteck, das er ohne Wissen seiner Komplizen gewählt hat, befindet, findet er dort statt des Geldes die Leiche seines ehemaligen Freundes und Mittäters Aras. Die Fotografin Charu hat sich auf Lost Places spezialisiert und versucht, sich über die Bilder einen Namen zu machen und Geld mit ihnen zu verdienen. Und dann ist da noch das Mädchen Edda, das Nacht für Nacht im Schlafanzug und Gummistiefeln an den Füßen zur Tankstelle kommt. Schon bald ist das Schicksal der Drei untrennbar miteinander verknüpft.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erleben wir das Geschehen zunächst abwechselnd durch die Augen von Joran und Charu, die in ihren jeweiligen Kapiteln auch als Ich-Erzähler fungieren und uns dabei hautnah an ihren Ängsten und Zweifeln teilhaben lassen. Später kommt dann auch noch die Perspektive von Edda dazu. Wie schon im Vorgänger „Das Haus, in dem Gudelia stirbt“, sprengt das Buch die Grenzen des normalen Kriminalromans, auch wenn das sehr hohe Niveau dieses Buches nicht mehr ganz erreicht wird. Dennoch bietet das Buch neben spannender Unterhaltung viel Stoff zum Nachdenken und hallt weit über sein Ende hinaus nach.

Wer auf dramatische und atmosphärisch dichte Kriminalromane mit starken Figuren steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2026

Packender und atmosphärisch dichter Thriller aus dem hohen Norden

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm
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In diesem Thriller schickt die Autorin Chris Warnat ihren Ermittler Wase Rahimi und sein Team vom Hamburger LKA 41 in ihren zweiten Fall und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. ...

In diesem Thriller schickt die Autorin Chris Warnat ihren Ermittler Wase Rahimi und sein Team vom Hamburger LKA 41 in ihren zweiten Fall und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Für mich war es die erste Begegnung mit dem etwas eigenwilligen Ermittler und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus dem ersten Band fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als die ehemals erfolgreiche Schauspielerin Rahel tot und von einer Schneedecke bedeckt vor ihrem Haus aufgefunden wird, sieht es zunächst so aus, als wäre sie erfroren. Doch schnell stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde. Wase und sein Team tauchen tief in die Vergangenheit der Frau ein und kommen einem Geheimnis auf die Spur, dass mit einer unheilvollen Begegnung auf einem Festival seinen Anfang genommen hat. Doch was hat Wases derzeit beurlaubter Kollege und langjähriger Freund Lennart Bär mit der Frau zu tun und welche Rolle spielt Rahels Tochter Louca in diesem undurchsichtigen Fall ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran. Immer wieder eingestreute Rückblenden in die Vergangenheit des Opfers lassen nach und nach das erschreckende Gesamtbild erscheinen, bevor wir in einem fulminanten Showdown eine überraschende und absolut überzeugende Auflösung präsentiert bekommen, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Chris Warnat hat lange Jahre als Gerichtsreporterin gearbeitet und kann so eigene Erfahrungen mit den Abgründen der menschlichen Seele in ihre Geschichten einfließen lassen. Dies bekommt dem Buch ausgesprochen gut und lässt es erschreckend realitätsnah erscheinen. Und am Ende wird es auch noch ziemlich emotional.

Wer auf dunkle und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier bestens bedient und sehr spannend unterhalten. Auf weitere Auftritte von Wase Rahimi bin ich nun schon sehr gespannt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Facettenreicher Roman zu den Themen Schuld und Verantwortung

Die Schatten der Schuld
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Mit diesem Buch legt der Autor Michael Jensen einen äußerst facettenreichen Roman vor, der sich mit den Themen Schuld und Verantwortung auseinandersetzt und neben spannender Unterhaltung auch noch viel ...

Mit diesem Buch legt der Autor Michael Jensen einen äußerst facettenreichen Roman vor, der sich mit den Themen Schuld und Verantwortung auseinandersetzt und neben spannender Unterhaltung auch noch viel Stoff zum Nachdenken bietet.

Auf die Hamburger Reederin und Mäzenin Marlene Reinhardt wird im Rahmen eines Empfangs im Hamburger Rathaus ein Anschlag verübt, den sie schwer verletzt überlebt. Der Täter stellt sich kurz darauf der Polizei und entpuppt sich als 80-jähriger Mann aus Israel, der aber zu seinen Motiven schweigt. Der jungen Katharina, die zusammen mit zwei Cousinen als Nachfolgerin bei der Leitung des Firmenimperiums auserkoren ist, kommt die Reaktion ihrer Großmutter komisch vor und sie beginnt nach einer Verbindung zwischen Täter und Opfer zu suchen. Die Ergebnisse dieser Nachforschungen bringen ihre Welt ins Wanken und stellen alles in Frage, woran sie bisher geglaubt hat.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert mit geschickt eingesetzten Rückblenden nach und nach die einzelnen Puzzlestücke, aus denen sich am Ende das überzeugende Gesamtbild zusammensetzt, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei muss man schon sehr aufmerksam lesen, damit einem hier kein wichtiges Detail entgeht. Dieses Buch kann man definitiv nicht nebenbei lesen, sondern muss sich schon komplett auf die Geschichte einlassen und sie auf sich wirken lassen. Leider nimmt hier der Klappentext schon etwas zu viel vorweg, daher sollte man um ihn besser einen großen Bogen machen und lieber direkt mit dem Lesen beginnen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Ein Personenregister und ein Glossar am Ende des Buches leisten zudem gute Hilfestellung, um sich in dem vielschichtigen Geschehen zurechtzufinden.

Ein bewegender und tiefgründiger Roman, der nicht nur gute und spannende Unterhaltung bietet, sondern zudem auch noch lange über sein Ende hinaus nachhallt.

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  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 31.03.2026

Packender und atmosphärisch dichter Thriller aus Bremen und Umgebung

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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In diesem Thriller schickt die Autorin Meike Dannenberg die Gynäkologin Dr. Eva Mares und Frauke Herrschmann von der Bremer Kriminalpolizei in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen ...

In diesem Thriller schickt die Autorin Meike Dannenberg die Gynäkologin Dr. Eva Mares und Frauke Herrschmann von der Bremer Kriminalpolizei in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Ein Jahr ist inzwischen vergangen, seit Dr. Eva Mares und ihre Familie in die dramatischen Ereignisse rund um einen brutalen Serientäter verwickelt waren. Danach hat die Familie einen Neuanfang auf dem Land außerhalb von Bremen gewagt und versucht dort, zur Ruhe zu kommen und die Geschehnisse zu verarbeiten. Doch dann stehen eines Abends, als Eva alleine zuhause ist, ein Mann und seine hochschwangere Tochter vor ihrer Tür und bitten verzweifelt um Hilfe. Eva untersucht die Frau und kann Entwarnung geben. Doch als die beiden wieder weg sind, entdeckt Eva einen mysteriösen Hilferuf der Frau, den sie heimlich hinterlassen hat. Eva informiert Frauke Herrschmann, kann es aber auch nicht lassen, selber in dem Fall tätig zu werden. Dabei gerät sie in ein Netz aus Angst, Gewalt und Lügen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran. Kurze Abschnitte mit immer wieder wechselnden Erzählperspektiven sorgen für ein hohes Erzähltempo, das schnell eine unheimliche Sogwirkung entwickelt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils bereits aus dem ersten Band bekannt sind. Die Neuzugänge fügen sich zudem perfekt in das gut aufeinander abgestimmte Ensemble ein und bereichern es sogar noch einmal. Neben den beiden ungleichen Hauptfiguren stehen dabei die Ermittlerin Mina aus dem Team um Frauke und eine mysteriöse „Sie“, die sich in einer verzweifelten Lage befindet, im Zentrum des Geschehens. Aus diesen vier Perspektiven setzt sich nach und nach das erschreckende Gesamtbild zusammen und wir erhalten am Ende eine ziemlich überraschende, aber dennoch überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier erneut sehr gut bedient und unterhalten.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 24.03.2026

Packender und vielschichtiger Kriminalroman aus Schweden

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann ...

Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten sechs Bänden der Reihe lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Fabian Risk gönnt sich mit seiner Tochter Matilda eine kleine Auszeit an Bord eines Segelbootes, als die Küste Schwedens plötzlich in völliger Dunkelheit versinkt. Zurück in Helsingborg werden Fabian und seine Kollegen mit einigen Fällen konfrontiert, die sich rund um den Blackout ereignet haben. Als die Ermittler erkennen, dass es zwischen dem Einbruch in eine Bank, dem vermeintlichen Schlaganfall einer Frau und dem Verschwinden eines Kindes einen Zusammenhang gibt, geraten sie ins Visier eines einflussreichen und skrupellosen Netzwerks, dass einen perfiden Plan verfolgt und vor nichts zurückschreckt, um diesen zum Erfolg zu führen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine komplexe und gut aufgebaute Geschichte voran. Ständige Perspektivwechsel zwischen den Hauptprotagonisten sorgen für ein hohes Erzähltempo, bei dem man aber doch sehr aufmerksam lesen muss, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Und obwohl der Autor eine ganze Reihe an aktuellen Themen in die Geschichte einbaut, wirkt diese zu keinem Zeitpunkt überfrachtet. Nach und nach fügt sich alles zusammen und präsentiert am Ende ein überzeugendes Gesamtbild, das keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dass die Hintermänner des Komplotts doch recht früh bekannt sind, nimmt der Geschichte nichts von seiner Spannung, ganz im Gegenteil. Konsequent führt der Autor das Geschehen zu einem fulminanten Showdown, der Fabian Risk und seinen Kollegen einiges abverlangt.

Etwas verwirrend ist hier allerdings der Titel der deutschen Ausgabe gewählt, der keinerlei Bezug zum Inhalt aufweist. Dieser Umstand konnte meinen Lesegenuss allerdings in keinster Weise trüben.

Wer auf komplexe Kriminalromane zu aktuellen Themen steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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