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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Entspannung mit Disney

Disney Malen nach Zahlen - Familie
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Ein klassisches Malbuch im Stile von Malen nach Zahlen, dass doch sehr detailreich und damit durchwegs herausfordernd ist. Die Motive siedeln sich alle im Disneyuniversum an, allerdings nicht nur Lilo ...

Ein klassisches Malbuch im Stile von Malen nach Zahlen, dass doch sehr detailreich und damit durchwegs herausfordernd ist. Die Motive siedeln sich alle im Disneyuniversum an, allerdings nicht nur Lilo und Stitch, sondern auch andere Familienszenen. Man reist durch verschiedene Epochen, der Disneyfilme – 101 Dalmatiner, Ariele, Coco und viele mehr. Insgesamt erwarten einen 100 Motive.

Gut gelungen ist die Aufmachung des Buches. Man darf sich auf doch dickeres Blatt freuen, dass ein besseres Malerlebnis erlaubt – es drückt sich schlichtweg meistens nichts durch. Extra gewarnt wird vor Farben auf Alkoholbasis die sich eben doch durchdrücken können. Um eine realistische Färbung zu bekommen, ist die entsprechende Farbskala auf jeder Seite unten vermerkt. Die Felder als solches sind durch Zahlen oder Buchstaben gekennzeichnet, sehr eindeutig und verwechslungssicher, wie ich finde. Schön ist auch die Lösungsseite, in der die Bilder schon coloriert sind und entsprechend mit Filmtitel benannt sind. Dadurch ist es einfach möglich, das Wunschmotiv zu finden.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Menge an Farben, die man benötigt um das vorgestellte Bildergebnis zu erhalten. Oft sind verschiedenste Schattierungen einer Farbe notwendig.

Definitiv empfehlenswert für die Entspannung zwischendurch – für Disneyfans allen Alters.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Herausforderungen an allen Fronten

Wiedersehen im Kamelienhaus
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Auf der kleinen japanischen Insel Soshima ist Lucy Riwall, aus der Bretagne stammend, nun für die Leitung der Kollektive der Kamelienölmanufaktur verantwortlich. Die Situation ist herausfordernd da die ...

Auf der kleinen japanischen Insel Soshima ist Lucy Riwall, aus der Bretagne stammend, nun für die Leitung der Kollektive der Kamelienölmanufaktur verantwortlich. Die Situation ist herausfordernd da die Manufaktur auf Grund hoher Schulden vor dem Aus stand und die Richtlinien der kreditgebenden Bank doch strikt sind. Veränderungen und Einsparungen sind notwendig. Doch auch in der französischen Heimat auf der Kamelieninsel läuft es für das Kosmetikunternehmen ihrer Mutter nicht immer rund. Zwar ist das große Jubiläumsfest auf der Kamelieninsel ein voller Erfolg, zu dem auch japanische Kollegen von Lucy anreisen, doch es gibt auch Rückschläge. Auch privat ist es für Lucy nicht einfach, hat sich doch bisher noch keine Lösung gefunden für ein gemeinsames Leben mit Finn, ihrem ehemaligen Konkurrenten.

Für mich war dieser zweite Band das erste Buch der Kamelienhausreihe aber der Einstieg war dennoch problemlos möglich. Erleichtert wird dies durch das Personenregister im Buchumschlag und dem Glossar japanischer Ausdrücke am Ende des Romans. Hervorheben möchte ich auch noch die weitere Gestaltung des Buches. Das Cover mit dem Kirschbaum vor dem Fuji greift passend die Einstiegszeit auf und generell ist auch die Gestaltung des Farbschnittes sehr gelungen.

Der Roman liest sich leicht und authentisch, trotz oder gerade wegen der eingearbeiteten Begriffe. Die Autorin versucht bewusst die Balance zwischen den Geschehnissen in Japan und Frankreich zu halten, was nicht nur auf Grund von obligatorischen Besuchen geschieht, sondern auch durch eingeworfene Tagebucheinträge von Lucys Mutter. Man kann sich gut auf die beiden Inseln und die Situationen träumen durch gelungen atmosphärische und detaillierte Schilderungen.

Die Handlung mutet authentisch an, denn nicht immer verläuft das Leben ohne Probleme – privat wie beruflich. Berufliche Schwierigkeiten, wie die wirtschaftlichen Sorgen der Kamelienölproduktion und der Tatsache, dass auch Konkurrenten am Markt aktiv sind und manchmal auch schmerzhafte Einschnitte notwendig sind, zeichnen ein durchwegs authentisches Bild. Auch die Tatsache, dass man sich auf einem so kleinen Flecken Land auch schnell mal hilft und manche Wege kürzer sind, scheint normal. Etwas ruhig war es um Lucys Privatleben, doch auch das ist normal.

Einen Roman den ich durchwegs empfehlen kann, wenn man einen Abstecher auf eine (japanische)Insel machen möchte, zu Menschen, die man gerne ins Herz schließt.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

gelungene Fortsetzung - lassen wir uns wieder durch Neapel treiben

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Commissario Gaetano ermittelt wieder, und zwar wieder in einer bedeutenden Woche im Jahreskreis – Ostern steht vor der Tür. Um die Wogen in der etwas zerrütteten Familie zu glätten hat Commissario Gaetano ...

Commissario Gaetano ermittelt wieder, und zwar wieder in einer bedeutenden Woche im Jahreskreis – Ostern steht vor der Tür. Um die Wogen in der etwas zerrütteten Familie zu glätten hat Commissario Gaetano zu Ostern Urlaub und plant diesen mit seinem pflegebedürftigen Bruder Aniello und seiner resoluten Nichte Carla auf der Familien Tenuta zu verbringen. Derweil fischt man eine Leiche aus dem Hafenbecken und Beppa Bellucci, vormals Streifenpolizistin, sieht sich mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Rasch ist auch der Commissario am Fall beteiligt, um zu helfen und auch um aus der familiären Enge zu flüchten.

Wie schon im Vorgängerband taucht man auch hier tief in den Alltag von Neapel ein – nicht alles ist so schön wie die Postkartenidylle der Urlaubsprospekte glauben lassen mag. Es gibt ärmer Regionen, den Wunsch sich aus diesen zu befreien und fortan ein leichteres Leben der betuchten zu führen. Man spürt die Gegensätze von Neapel – traditionelle Fischer kämpfen mit Reichen um ihren Platz und Lebensstil am Hafen. Versucht in all dem Wandel den traditionellen Lebensstil und die Werte hochzuhalten.

Commissario Gaetano ist ein spezieller Charakter, teilweise nicht einfach für seine Kollegen, allerdings auch durch sein Leben in Neapel geprägt. Ein typischer Ermittler mit Ecken und Kanten, den man trotz allem rasch ins Herz schließen kann. Auch er hatte es nicht einfach, wie seine eigene Familiengeschichte zeigt. Exemplarisch steht er wohl für so viele Neapolitaner die es oft nicht einfach haben, in einer ärmeren aber durchwegs reizvollen Region Italiens und dennoch sehr stolz sind.
Der Erzählstil ist angenehm, bildlich und durchwegs humorvoll. Durch all die kleinen Episoden wie z.B. die Fischer am Hafen und die bildhaften Beschreibungen wird man rasch in die typische Atmosphäre Neapels gezogen.

Für mich definitiv ein empfehlenswerter Roman, der die lokalen Besonderheiten gut aufnimmt. Ich freue mich damit umso mehr auf meinen nächsten Neapel Urlaub.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Nur nicht untergehen - düster wie das Moor und der Nebel

Moorland. Die Zwillinge
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Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet ...

Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet die beiden Vermisst, da man sie auch telefonisch nicht erreicht und eine Suche im Moor bleibt erfolglos, nur ein Fahrrad eines der Mädchen wird gefunden. Schwester Nike taucht etwas später wieder auf, doch Jana bleibt verschwunden. Verstörende Bilder tauchen auf ihrem Tik-Tok-Kanal auf. Erschütterung durchläuft die Gemeinde, wurde doch vor Jahren schon ein anderes Mädchen im Moor gesucht und nie gefunden.

Das Buch wird durch den atmosphärischen und bildhaften Schreibstil des Autors getragen, da er damit die Stimmung im Moor gut einfängt. Man fühlt sich im Geschehen – kalt, düster, neblig, einfach gruselig. Kurze Kapitel bzw. Unterabschnitte, die chronologisch präsentiert werden, halten den Spannungsbogen hoch, denn man bekommt ja alles nur scheibchenweise präsentiert. Nach so mancher Überraschung versucht man noch rasch, den nächsten Abschnitt zu lesen, was ob der Struktur ja leicht möglich ist.

Mit Malia Gold bin ich noch nicht ganz warm geworden, was auch an ihrer etwas kühlen Art liegen mag. Allerdings macht sie für mich einen glaubhaften Charakter aus und ihre eigene Familiengeschichte scheint auch so manches zu bieten haben. Sie ist entschlossen, stark und eben doch vielschichtig, daher hoffe ich auf mehr in den nächsten Bänden, da sie viel Potenzial hat.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Serie, da ich mir eine weitere spannende Geschichte erwarte. Außerdem bleiben ja noch einige Fragen zur Geschichte der Kommissarin Malia Gold.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

ein Mitmachbuch mit Tierkinderthema

Hilf den Tierkindern
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Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten ...

Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten richtet. Hier stehen nun Tierkinder im Fokus. Auch ein Thema das im Alltag von Kleinkindern schon Raum einnimmt, auch durch andere Bücher. Es werden jedem Tierkind zwei Doppelseiten gewidmet – dabei einmal eine Seite, die das Problem und die Anweisung vermittelt und eine Ergebnisseite. Beim Vorlesen wird das Kind zum Mitmachen animiert. So hilft man z.B. einem kleinen Kätzchen durch kräftiges Miauen, seine Eltern zu rufen. Man schüttelt, zeigt, macht Laute nach.

Die Gestaltung des Buches ist einfach und fokussiert, also nicht überladen. Die Textlänge der Seite ist angemessen und in passender Sprache.

Die Serie ist eine wirklich schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern. Gibt es doch schon einige Bücher dieser Serie zu unterschiedlichen Themen.