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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2026

wenn die Welt Kopf steht, sucht man einen sicheren Hafen

Die Liebe trägt Gummistiefel
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Tess arbeitet als Investmentbankerin in Manchester, durchwegs erfolgreich, wurde sie doch gerade erst befördert. Doch es läuft nicht alles glatt – bei einer Untersuchung – eigentlich Routine- taucht eine ...

Tess arbeitet als Investmentbankerin in Manchester, durchwegs erfolgreich, wurde sie doch gerade erst befördert. Doch es läuft nicht alles glatt – bei einer Untersuchung – eigentlich Routine- taucht eine Wucherung auf, dass ihre Ärztin gerne schnell entfernen möchten. Tess sieht sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, starb doch ihre Mutter an Krebs und Tess hat sich um sie gekümmert. Rasch folgt auch ein beruflicher Rückschlag und Tess wird beurlaubt. Um all dem Chaos zu entfliehen, beschließt sie der Stadt und dem Alltag zu entfliehen und macht sich auf, ein Abschnitt des Pennine Way zu wandern. Doch fehlende Erfahrung, schlechtes Wetter und Blasen an den Füßen trüben das Wandervergnügen. Als sie einer verletzten Mitwanderin helfen möchte, und die Bergrettung alarmiert, trifft sie auf den attraktiven Retter Gregg. Spontan trifft sie die Entscheidung doch mehr Zeit in dieser Gegend zu verbringen und kommt bei Greggs Nachbarin Fran in einem ehemaligen Feriencottage unter. Rasch lernt sie die neue Umgebung aus Natur, Yaks, Hunden und Alpakas kennen und schätzen.

Ein Buch über Neuanfänge, Chancen und die Überwindung von Traumata aus der Vergangenheit. Tess stellt auf Grund von beruflichen und privaten Rückschlägen ihr bisheriges Leben in Frage, dass von außen betrachtet doch sehr erfolgreich war. Sie erkennt, dass da wenig außer Arbeit ist und auch dass sie die Trauer um ihre Mutter mit Arbeit verdrängt hat. So manche Entscheidungen im Roman scheinen überstürzt, allerdings aus der Situation heraus für mich verständlich und authentisch. Tessas Motive wurden immer gut transportier, und es scheint als bringt die neue Umgebung manche Wesenszüge verstärkter zum Vorschein. Auch ich wäre von den neuen Personen in diesem kleinen Ort verzaubert.

Auch die Sprecherin des Hörbuches fand ich gut und passend zur quirligen Tessa gewählt.

Generell ein schöner Feel-Good-Roman mit Happy End und neuen Herausforderungen in mehrfacher Hinsicht.

Veröffentlicht am 31.03.2026

ein Ausmalbuch a la Disney

Cozy Coloring Disney - Cuties
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Ein klassisches Malbuch mit verschiedenen Motiven aus dem Universum von Disney/Pixar. Es enthält Motive neuerer Filme wie Encanto, allerdings auch Motive aus Klassikern wie Herkules und Die Schöne und ...

Ein klassisches Malbuch mit verschiedenen Motiven aus dem Universum von Disney/Pixar. Es enthält Motive neuerer Filme wie Encanto, allerdings auch Motive aus Klassikern wie Herkules und Die Schöne und das Biest.

Das Buch enthält zu Beginn eine Probierseite, in dem die Wirkung des Stiftes auf das Papier getestet werden kann. Anschließend folgen 80 Seiten Disneymotive, wobei jeweils die Rückseite frei bleibt. Heraustrennen wäre möglich. Die Motive sind klar, geben aber da es sich um ein Malbuch handelt, keine Farbangaben vor. Die jeweiligen Flächen sind klar umrandet und nicht zu kleinteilig, so dass auch sicher Jüngere oder nicht so geübte oder einfach Personen, die nicht fitzeln möchten, Spaß haben und ein stimmiges Bild bekommen.

Interessant ist auch die Anleitung zu entspannenden Atemübungen an der Hinterseite des Einbandes. Etwas, dass ich so nicht erwartet hätte, allerdings willkommen war.

Definitiv empfehlenswert für Personen, die gerne zur Entspannung malen, oder einsteigen möchten – auch als Ersatz zum klassischen Mandala.

Veröffentlicht am 31.03.2026

Entspannung mit Disney

Disney Malen nach Zahlen - Familie
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Ein klassisches Malbuch im Stile von Malen nach Zahlen, dass doch sehr detailreich und damit durchwegs herausfordernd ist. Die Motive siedeln sich alle im Disneyuniversum an, allerdings nicht nur Lilo ...

Ein klassisches Malbuch im Stile von Malen nach Zahlen, dass doch sehr detailreich und damit durchwegs herausfordernd ist. Die Motive siedeln sich alle im Disneyuniversum an, allerdings nicht nur Lilo und Stitch, sondern auch andere Familienszenen. Man reist durch verschiedene Epochen, der Disneyfilme – 101 Dalmatiner, Ariele, Coco und viele mehr. Insgesamt erwarten einen 100 Motive.

Gut gelungen ist die Aufmachung des Buches. Man darf sich auf doch dickeres Blatt freuen, dass ein besseres Malerlebnis erlaubt – es drückt sich schlichtweg meistens nichts durch. Extra gewarnt wird vor Farben auf Alkoholbasis die sich eben doch durchdrücken können. Um eine realistische Färbung zu bekommen, ist die entsprechende Farbskala auf jeder Seite unten vermerkt. Die Felder als solches sind durch Zahlen oder Buchstaben gekennzeichnet, sehr eindeutig und verwechslungssicher, wie ich finde. Schön ist auch die Lösungsseite, in der die Bilder schon coloriert sind und entsprechend mit Filmtitel benannt sind. Dadurch ist es einfach möglich, das Wunschmotiv zu finden.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Menge an Farben, die man benötigt um das vorgestellte Bildergebnis zu erhalten. Oft sind verschiedenste Schattierungen einer Farbe notwendig.

Definitiv empfehlenswert für die Entspannung zwischendurch – für Disneyfans allen Alters.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Herausforderungen an allen Fronten

Wiedersehen im Kamelienhaus
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Auf der kleinen japanischen Insel Soshima ist Lucy Riwall, aus der Bretagne stammend, nun für die Leitung der Kollektive der Kamelienölmanufaktur verantwortlich. Die Situation ist herausfordernd da die ...

Auf der kleinen japanischen Insel Soshima ist Lucy Riwall, aus der Bretagne stammend, nun für die Leitung der Kollektive der Kamelienölmanufaktur verantwortlich. Die Situation ist herausfordernd da die Manufaktur auf Grund hoher Schulden vor dem Aus stand und die Richtlinien der kreditgebenden Bank doch strikt sind. Veränderungen und Einsparungen sind notwendig. Doch auch in der französischen Heimat auf der Kamelieninsel läuft es für das Kosmetikunternehmen ihrer Mutter nicht immer rund. Zwar ist das große Jubiläumsfest auf der Kamelieninsel ein voller Erfolg, zu dem auch japanische Kollegen von Lucy anreisen, doch es gibt auch Rückschläge. Auch privat ist es für Lucy nicht einfach, hat sich doch bisher noch keine Lösung gefunden für ein gemeinsames Leben mit Finn, ihrem ehemaligen Konkurrenten.

Für mich war dieser zweite Band das erste Buch der Kamelienhausreihe aber der Einstieg war dennoch problemlos möglich. Erleichtert wird dies durch das Personenregister im Buchumschlag und dem Glossar japanischer Ausdrücke am Ende des Romans. Hervorheben möchte ich auch noch die weitere Gestaltung des Buches. Das Cover mit dem Kirschbaum vor dem Fuji greift passend die Einstiegszeit auf und generell ist auch die Gestaltung des Farbschnittes sehr gelungen.

Der Roman liest sich leicht und authentisch, trotz oder gerade wegen der eingearbeiteten Begriffe. Die Autorin versucht bewusst die Balance zwischen den Geschehnissen in Japan und Frankreich zu halten, was nicht nur auf Grund von obligatorischen Besuchen geschieht, sondern auch durch eingeworfene Tagebucheinträge von Lucys Mutter. Man kann sich gut auf die beiden Inseln und die Situationen träumen durch gelungen atmosphärische und detaillierte Schilderungen.

Die Handlung mutet authentisch an, denn nicht immer verläuft das Leben ohne Probleme – privat wie beruflich. Berufliche Schwierigkeiten, wie die wirtschaftlichen Sorgen der Kamelienölproduktion und der Tatsache, dass auch Konkurrenten am Markt aktiv sind und manchmal auch schmerzhafte Einschnitte notwendig sind, zeichnen ein durchwegs authentisches Bild. Auch die Tatsache, dass man sich auf einem so kleinen Flecken Land auch schnell mal hilft und manche Wege kürzer sind, scheint normal. Etwas ruhig war es um Lucys Privatleben, doch auch das ist normal.

Einen Roman den ich durchwegs empfehlen kann, wenn man einen Abstecher auf eine (japanische)Insel machen möchte, zu Menschen, die man gerne ins Herz schließt.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

gelungene Fortsetzung - lassen wir uns wieder durch Neapel treiben

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Commissario Gaetano ermittelt wieder, und zwar wieder in einer bedeutenden Woche im Jahreskreis – Ostern steht vor der Tür. Um die Wogen in der etwas zerrütteten Familie zu glätten hat Commissario Gaetano ...

Commissario Gaetano ermittelt wieder, und zwar wieder in einer bedeutenden Woche im Jahreskreis – Ostern steht vor der Tür. Um die Wogen in der etwas zerrütteten Familie zu glätten hat Commissario Gaetano zu Ostern Urlaub und plant diesen mit seinem pflegebedürftigen Bruder Aniello und seiner resoluten Nichte Carla auf der Familien Tenuta zu verbringen. Derweil fischt man eine Leiche aus dem Hafenbecken und Beppa Bellucci, vormals Streifenpolizistin, sieht sich mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Rasch ist auch der Commissario am Fall beteiligt, um zu helfen und auch um aus der familiären Enge zu flüchten.

Wie schon im Vorgängerband taucht man auch hier tief in den Alltag von Neapel ein – nicht alles ist so schön wie die Postkartenidylle der Urlaubsprospekte glauben lassen mag. Es gibt ärmer Regionen, den Wunsch sich aus diesen zu befreien und fortan ein leichteres Leben der betuchten zu führen. Man spürt die Gegensätze von Neapel – traditionelle Fischer kämpfen mit Reichen um ihren Platz und Lebensstil am Hafen. Versucht in all dem Wandel den traditionellen Lebensstil und die Werte hochzuhalten.

Commissario Gaetano ist ein spezieller Charakter, teilweise nicht einfach für seine Kollegen, allerdings auch durch sein Leben in Neapel geprägt. Ein typischer Ermittler mit Ecken und Kanten, den man trotz allem rasch ins Herz schließen kann. Auch er hatte es nicht einfach, wie seine eigene Familiengeschichte zeigt. Exemplarisch steht er wohl für so viele Neapolitaner die es oft nicht einfach haben, in einer ärmeren aber durchwegs reizvollen Region Italiens und dennoch sehr stolz sind.
Der Erzählstil ist angenehm, bildlich und durchwegs humorvoll. Durch all die kleinen Episoden wie z.B. die Fischer am Hafen und die bildhaften Beschreibungen wird man rasch in die typische Atmosphäre Neapels gezogen.

Für mich definitiv ein empfehlenswerter Roman, der die lokalen Besonderheiten gut aufnimmt. Ich freue mich damit umso mehr auf meinen nächsten Neapel Urlaub.

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