Profilbild von MelB2508

MelB2508

Lesejury Star
offline

MelB2508 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MelB2508 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Pure 80er Vibes in einem sommerlichen Cosy Crime Roman

Tainted Love
1

Tainted Love spielt im Sommer 1986 in Nordhessen nahe der Grenze zur damals noch bestehenden DDR. Hauptfiguren sind Martin Ritter, der die örtliche Bibliothek führt und seine Freundin Christine Lehmann, ...

Tainted Love spielt im Sommer 1986 in Nordhessen nahe der Grenze zur damals noch bestehenden DDR. Hauptfiguren sind Martin Ritter, der die örtliche Bibliothek führt und seine Freundin Christine Lehmann, die bei der Lokalzeitung arbeitet.
In diesem heißen Sommer wird ein Autowrack aus einem ausgetrockneten See geborgen und Christine und Martin gehen der Sache auf den Grund.
Der Roman ist der Reihenauftakt um die beiden Protagonisten, daher braucht man kein Vorwissen. Martin und Christine waren mir beide sympathisch, vor allem die Kapitel aus Christines Sicht waren immer ein Lese-Highlight für mich. Auch die Nebenfiguren sind gut gestaltet und greifbar, was sinnvoll ist bei einem Reihenauftakt. Der Fall wird gelöst, doch am Ende des Romans gibt es noch einige lose Enden, die mit Sicherheit in den nachfolgenden Bänden aufgegriffen werden.
Der Fall selbst ist nicht extrem spannend und generell entwickelt sich die Spannung cosy crime typisch recht langsam.
Eine besondere Stärke des Buches – und vermutlich/hoffentlich auch der Reihe – ist auf jeden Fall der 80er Vibe, der aktuell (zu Recht!) wieder im Trend ist.
Ich empfehle das Buch gerne weiter an Liebhaber von Kriminalromanen, die ohne krasse Effekte und Blutorgien auskommen und Lesende, die gerne in authentischem 1980er Jahre Vibe schwelgen wollen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.03.2026

Süße Teenager Graphic Novel

How It All Ends
0

Die Graphic Novel How it all ends ist aus Taras Sicht erzählt - wir befinden uns beim Lesen im wahrsten Sinne in ihrem Kopf, ihren Gedanken, Alp- und Tagträumen. Tara ist 13 Jahre alt und wird gemeinsam ...

Die Graphic Novel How it all ends ist aus Taras Sicht erzählt - wir befinden uns beim Lesen im wahrsten Sinne in ihrem Kopf, ihren Gedanken, Alp- und Tagträumen. Tara ist 13 Jahre alt und wird gemeinsam mit 2 Klassenkameraden von der 7. Klasse, der Middle School, direkt in die 9. Klasse, die Highschool versetzt. Sie hat eine ältere Schwester, Isla, und einen Baby-Bruder Pete.
Isla versucht ganz große Schwester Tara ein bisschen die Angst vor der Highschool zu nehmen, doch das funktioniert nur so halb.
Tara wird von Zweifeln geplagt und fragt sich ständig, ob sie wirklich hier hin gehört. Das schlimmste Fach ist Englisch, da der Kurs fast vollständig aus pubertierenden Jungen besteht. Doch dann - darf sie ein Referat halten mit Libby und auf einmal ändert sich alles für Tara.
Die Gefühle der Teenagerin werden wirklich sehr anschaulich gezeigt, durch die Bilder und Texte kommt wirklich rüber, wie sich Tara fühlt. Das Leben eines Teenagers in einer amerikanischen Highschool wird schonungslos und ehrlich gezeigt - und ich mochte das sehr!
Einzig die Zeichnungen der Figuren haben mir nicht sooo gut gefallen, aber wie durch Farbe/Schriftart/Hintergrund und viele kleine Details die Gefühle des Mädchens illustriert wurden, fand ich sehr gelungen.
Mein Fazit: eine tolle Graphic Novel, die vor allem die Zielgruppe sehr ansprechen wird und eine klare Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2026

Humorvoll, menschlich, voller Wärme

Einatmen. Ausatmen.
0

Marlene ist eine eiskalte Karrierefrau, die als unempathisch und hart gilt. Als ihr Mentor und CEO der Firma ihr seine Nachfolge anbietet, stellt er eine Bedingung: Nur, wenn sie vorher ein Achtsamkeitsseminar ...

Marlene ist eine eiskalte Karrierefrau, die als unempathisch und hart gilt. Als ihr Mentor und CEO der Firma ihr seine Nachfolge anbietet, stellt er eine Bedingung: Nur, wenn sie vorher ein Achtsamkeitsseminar besucht, wird sie ihm auf den begehrten Posten folgen dürfen. 

Alex Grow, der Leiter der Academy, bei der Marlene ihr Seminar besuchen soll, ist allerdings zurzeit in einer Krise und so entwickelt sich Marlenes Seminar ganz anders als erwartet... 

Das Buch ist sehr gut lesbar und vor allem zu Beginn strotzt es nur so vor Humor und Wortwitz. Die beiden Protagonisten, aus deren Perspektive immer abwechselnd erzählt wird, sind sehr überspitzt dargestellt. Wie sich beide dann jedoch entwickeln und alles, was wir und die Figuren über sich selbst erfahren werden, bringt dann Menschlichkeit und Tiefe in den Roman. 

Die Geschichte ist stellenweise ein bisschen unrealistisch und übertrieben, aber alles in allem war ich dann mit dem Schluss wieder sehr zufrieden. Und es gab einiges, was mich selbst zum Nachdenken gebracht hat und was das Buch mir mitgeben konnte. 

Von mir eine Leseempfehlung für ein Lesevergnügen im wahrsten Wortsinn mit Wärme und Tiefgang!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2026

Epischer Roman über eine chinesisch-amerikanische Familie

Real Americans
0

Real Americans ist ein umfangreicher Roman, der drei Teile umfasst. Jeder Teil ist aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds geschrieben: Teil 1 aus Lilys, Tochter von Charles und May, Teil 2 ...

Real Americans ist ein umfangreicher Roman, der drei Teile umfasst. Jeder Teil ist aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds geschrieben: Teil 1 aus Lilys, Tochter von Charles und May, Teil 2 aus Sicht ihres Sohnes Nick und Teil 3 aus Sicht der Mutter/Großmutter May (hier wird die Perspektive nicht die ganze Zeit beibehalten).
Lilys Eltern sind chinesische Einwanderer, die in Wissenschaft und Forschung tätig sind. Lily wird später ihren Sohn Nick allein aufziehen und ihn von der Familie fernhalten. Erst kurz vor Ende der Schulzeit trifft er auf seinen Vater, was für ihn und Lily alles ändern wird. Am Ende ihres Lebens dann trifft May auf ihren Enkel und erzählt ihm und den Lesenden endlich ihre Geschichte.

Der Roman ist aufgrund seines Umfangs schon keine allzu leichte Kost, wenn er auch gut lesbar ist und die ganze Zeit bleibt. Es ist spannend, wie die verschiedenen Zeiten und Orte miteinander verwoben sind und die Perspektivwechsel haben mir auch meist sehr gut gefallen.

Streckenweise jedoch stolpert die Handlung etwas vorwärts und wirkt beim Lesen sprunghaft. Einige Stränge werden nicht ganz zu meiner Zufriedenheit aufgelöst und vor allem im 2. Teil des Buches hatte ich meine Probleme mit den Protagonisten und ihren Handlungen. Versöhnt wurde ich dann im letzten Teil, der mich überrascht und letztlich auch sehr berührt hat.

Alles in allem auf jeden Fall eine Leseempfehlung, denn es wird vieles thematisiert, was wichtig ist - Rassismus, Identität, Geschichte, Herkunft und Familie, Genetik und Vererbung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

Humorvoller, leicht lesbarer Spionageroman mit offenem Ende

Die Reise ans Ende der Geschichte
0

Anfang der 1990er Jahre begegnen sich Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent Dieter Germershausen und der junge Dichter Jakob Dreiser in Rom auf einer Party. Dieter rekrutiert Jakob, der die Vorstellung ...

Anfang der 1990er Jahre begegnen sich Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent Dieter Germershausen und der junge Dichter Jakob Dreiser in Rom auf einer Party. Dieter rekrutiert Jakob, der die Vorstellung für den Geheimdienst zu arbeiten, sehr spannend findet und dessen große Fähigkeit ein enormes Charisma ist.
Dieter dagegen ist desillusioniert nach 27 Jahren im Dienst und nachdem alles, was seine Arbeit ausgemacht hat - der Kalte Krieg - nun beendet ist und sich die Zeiten vollständig geändert zu haben scheinen.
Die Geschichte ist wie ein klassischer Spionageroman geschrieben und erinnert an James Bond und Co. Schauplätze sind Rom, Kasachstan, Bad Godesberg und Sankt Petersburg.
Besonders gut gefallen haben mir die Figuren, die der Autor wirklich perfekt geschaffen hat. Dieter und Jakob, aber auch die Frauenfiguren wie Dominique, Francesca und Hildegard sind alle Figuren, die ich wirklich beim Lesen sehen und fühlen konnte.
Und die Dialoge sind herrlich zu lesen! Die Figuren haben absolut ihre eigenen Stimmen und diese interagieren zu lesen, ist wirklich ein Genuss.
Einzig das für meinen Geschmack etwas zu offene Ende (das vielleicht eine Fortsetzung verspricht), trübt meinen Lesegenuss und so vergebe ich 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere