Sehr emotional
Das GehöftLara ist auf dem Weg zu einer Hallig, die nur über zwei Gehöfte verfügt. Das eine unbewohnt, heißt es, das andere hat sie gekauft und will dies mit Freund Henry ökologisch bewirtschaften. Jetzt sind sie ...
Lara ist auf dem Weg zu einer Hallig, die nur über zwei Gehöfte verfügt. Das eine unbewohnt, heißt es, das andere hat sie gekauft und will dies mit Freund Henry ökologisch bewirtschaften. Jetzt sind sie erst einmal dahin unterwegs, um die Räume zu renovieren und einzurichten. Im Gefolge befinden sich der autistische Bruder Malte und die beste Freundin Silke mit deren Freund Kenan. Die haben sich kurzerhand angeschlossen – Henry scheint davon nur mäßig begeistert. Die Hallig ist nur mit dem Boot zu erreichen, für die Kommunikation muss erst ein Funkmast aufgebaut werden, ansonsten ist man von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Schon bei der Ankunft gibt es eine Sturmwarnung – diese Sturmwarnung und entsetzliches Wetter ziehen sich durch das ganze Buch durch. Man wird selbst schon beim Lesen ganz durchnässt, vom Winde verweht und schrecklich durchgefroren. Kurz nach ihrer Ankunft kommt es zu einem fürchterlichen Streit zwischen Henry und Malte, in dem sie aufeinander losgehen. Malte läuft in das Unwetter hinaus und ward nie mehr gesehen, trotz intensivster Suche. Und mit ihm das Boot, mit dem man aufs Festland hätte fahren und Hilfe holen können. Dann fällt auch noch der Funkmast aus. Das belastet die Gruppe enorm, zumal Lara mehrmals einen Unbekannten in der Nachbar-Warft sowie in ihrem Schlafzimmer gesehen haben will, Untereinander misstraut man sich auch reichlich, insbesondere Lara wird von einem stärker werdenden Misstrauen Henry gegenüber geplagt. Nicht nur das Wetter wird immer mehr zur Katastrophe, auch was sich in der Gruppe ereignet. Sehr emotional und spannend geschrieben, sehr eindringlich und anschaulich bis zum dramatischen Schluss.