Unterhaltsam
Mira Belgusto und die tote WinzerinMan liest sich hungrig - oder extrem satt - je nach Blickwinkel. Dem Kulinarischen wird viel Raum eingeräumt, den Destinationen auch. Eine Reiselektüre mit Schwerpunkt Essen und Trinken. Aber eben auch ...
Man liest sich hungrig - oder extrem satt - je nach Blickwinkel. Dem Kulinarischen wird viel Raum eingeräumt, den Destinationen auch. Eine Reiselektüre mit Schwerpunkt Essen und Trinken. Aber eben auch ein Krimi, denn Mira und ein bekannter Fernsehmoderator (ausgerechnet mit Namen Claudio Bertami: die Mon Cheri Werbung lässt grüßen) stolpern auf dem Rückweg von einer Weinverkostung über eine herrenlose Hündin, die aber offenbar kein Streuner ist. Anhand der Marke können sie die Adresse ausfindig machen, um die Hündin ihren Besitzern zu übergeben. Dort finden sie eine offenbar erschlagene Frau vor und eine völlig konfuse Frau, die angibt, deren Freundin und auf der Suche nach deren Hündin zu sein. Und da sie schon mal involviert sind, mischen sich die Beiden kräftig in die Ermittlungen ein, sehr zum Verdruss von Capitano Natalina Moro und Sottotenente Rezi. Ruhig, locker und leicht erzählt. Man kann trefflich miträtseln. Bei den vielen Gerichten, die Mira und Claudio während ihrer Laienermittlungen zu sich nehmen, bekommt man gleichzeitig Appetit und - ob der Mengen, die da vertilgt werden - das Gefühl, als würden die Pölsterchen am eigenen Leibe wachsen. Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre.