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Veröffentlicht am 30.05.2026

Highlight

Moorland. Die Zwillinge
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Den neuen Thriller von Andreas Winkelmann hatte ich gar nicht wirklich auf dem Schirm, bis ich zufällig ein paar sehr begeisterte Rezensionen gelesen habe.
Zum Glück habe ich auf diese gehört, denn „Moorland ...

Den neuen Thriller von Andreas Winkelmann hatte ich gar nicht wirklich auf dem Schirm, bis ich zufällig ein paar sehr begeisterte Rezensionen gelesen habe.
Zum Glück habe ich auf diese gehört, denn „Moorland – Die Zwillinge“ hat mich so begeistert, dass es sich einen Platz auf meiner Jahreshighlightsliste verdient hat. Im Vorfeld hatte ich die Befürchtung, dass dies einer dieser absurden Thriller sein könnte, aber das war überhaupt nicht der Fall.
Es handelt sich hier um den Auftakt einer Reihe. Kommissarin Malia kehrt in ihre Heimat Moorberg zurück, wo sie auf ihre Mutter trifft, mit der sie sich vor Jahren entzweit hat. Für familiäre Probleme bleibt allerdings wenig Zeit, denn ihr erster Fall im neuen Job hat es in sich. Bei einem Dreh für ein TikTok Video verschwinden die Zwillinge Nike und Jana. Die Hoffnung, sie hätten sich nur verlaufen, zerplatzt, als online Fotos und Videos auftauchen, die keine Zweifel offen lassen, dass sich die beiden Mädchen in den Fängen eines Gewaltverbrechers befinden.
Andreas Winkelmann hat einen extrem fesselnden Pageturner geschrieben, der zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Immer wieder bringt er neue Verdächtige ins Spiel und als ich mir sicher war, den Täter entlarvt zu haben, wirft er ein weiteres Mal alles durcheinander.
Ein großer Teil der Handlung spielt in einem Moor, was ich als besonders faszinierenden Schauplatz empfand. Nebenbei konnte ich sogar noch ein paar Details über Moore und das Versinken lernen.
Melia Gold ist eine extrem sympathische Protagonistin und auch einige Kollegen sowie den sogenannten „Zugezogenen“ habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Etwas seltsam fand ich allerdings, wie stark sie Zivilisten in die Ermittlungen involviert hat, da glaube ich nicht, dass so etwas erlaubt ist, aber dass nur als mini Kritikpunkt am Rande.
Insgesamt fand ich diesen Thriller einfach toll und bin schon mega gespannt auf den nächsten Fall, der im Herbst 2026 erscheint.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Düsteres Geheimnis

Home Before Dark
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Da ich Eva Björg Ægisdóttirs Island Reihe sehr gerne lese, war ich sehr neugierig, als ich gesehen habe, dass nun ein Psychothriller von ihr erscheint. Nach der Beendigung habe ich einmal mehr die Bestätigung, ...

Da ich Eva Björg Ægisdóttirs Island Reihe sehr gerne lese, war ich sehr neugierig, als ich gesehen habe, dass nun ein Psychothriller von ihr erscheint. Nach der Beendigung habe ich einmal mehr die Bestätigung, dass ich zu den Büchern der Autorin blind greifen kann und dass eine spannende Lektüre garantiert ist.
Zunächst einmal hat mir gut gefallen, dass die Geschichte 1967 und 1977 spielt, da so sämtliche Erkundigungen und Ermittlungen ohne moderne Technik stattfinden müssen.
10 Jahre nachdem Marsibils Schwester Stina spurlos verschwunden ist, trägt sie noch immer Schuldgefühle mit sich herum, da sie glaubt, ihr damaliger Brieffreund habe ihre Schwester entführt. Nach Jahren der Stille meldet sich der Brieffreund plötzlich wieder und Marisbil startet einen letzten Versuch, um endlich Licht ins Dunkle zu bringen. Dabei stößt sie immer wieder auf Merkwürdigkeiten in den Ermittlungen und Aussagen ihrer Eltern und ein schrecklicher Verdacht breitet sich in ihr aus.
Wer Thriller mit subtiler Spannung mag, ist hier genau richtig. Der Erzählstil von „Home before dark“ ist zwar nicht sonderlich rasant, aber zwischen den Zeilen schwingt eine kontinuierlich mysteriöse Stimmung mit. Über die Hälfte des Buches führte die Autorin mich gedanklich in die falsche Richtung um dann mit kurz aufeinanderfolgenden Plottwists, das Ruder mehrmals in die andere Richtung herumzureißen.
„Home before dark“ beginnt gradlinig und entwickelt sich zu einem überraschenden und bewegenden Thriller. Sowohl Marsibil als auch Stina sind sympathische junge Frauen. Je länger man liest, desto tiefer taucht man in die dunklen Geheimnisse dieser Familie ein, die es wirklich in sich haben.
Für mich war „Home before dark“ ein sehr gelungener, tragischer Thriller. Einzig die isländischen Namen fand ich etwas schwierig und teilweise ähnlich, so dass ich manches Mal zurückblättern musste um mich zu vergewissern, um wen es sich handelt. Der Spannung tat dies aber keinen Abbruch und ich vergebe gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Spooky und fesselnd

Nebelbeute
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Nachdem „Aschesommer“ 2025 eins meiner Jahreshighlights war, habe ich Benjamin Cors neuen Thriller mit Freude erwartet. Ein weiteres Mal konnte mich der Autor mit einer wirklich fesselnden und undurchschaubaren ...

Nachdem „Aschesommer“ 2025 eins meiner Jahreshighlights war, habe ich Benjamin Cors neuen Thriller mit Freude erwartet. Ein weiteres Mal konnte mich der Autor mit einer wirklich fesselnden und undurchschaubaren Geschichte sehr gut unterhalten.
Nach den Ereignissen aus Band 2 ist Mila beurlaubt und nutzt die Zeit, um in einem abgelegenen Dorf auf eigene Faust nach Toblach zu suchen, einem Kriminellen, mit dem sie noch eine offene Rechnung hat.
Benjamin Cors schafft eine tolle, fast spooky Atmosphäre. Die Bewohner des Bergdorfs leben sehr zurückgezogen und wirken teilweise sonderbar.
Getoppt wird die ohnehin düstere Stimmung als eine äußerst spektakulär inszenierte Mordserie beginnt. Das Team der Gruppe 4 rückt an um die Ermittler vor Ort zu unterstützen, jedoch ist die Hilfsbereitschaft überschattet von der Sorge um Mila, die plötzlich verschwindet.
„Nebelbeute“ war für mich extrem undurchschaubar. Ich hatte wirklich keine Idee, wieso diese Morde geschehen und wer dahinter steckt. Als das Motiv enthüllt wurde, fand ich es so außergewöhnlich und interessant, dass ich die folgende Entwicklung komplett gefesselt verfolgte. Als Krönung warf der Autor einen weiteren unerwarteten Plottwist hinterher und rundete den Thriller mit einem gelungenen Showdown ab.
„Nebelbeute“ bleibt meinem Empfinden nach minimal hinter „Aschesommer“ zurück, überzeugt aber trotzdem auf ganzer Linie durch einen flüssigen Schreibstil, eine düstere Atmosphäre, eine spektakuläre Mordserie und einem sehr sympathischen Ermittlerteam. Thrillerfans sollten diese Reihe nicht verpassen!

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Bester Grenzfall bisher

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Der 6. Grenzfall „Ihr Grab in den Fluten“ war für mich das bisherige Highlight der Reihe. Anna Schneiders neues Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen. Dies lag zu einem ...

Der 6. Grenzfall „Ihr Grab in den Fluten“ war für mich das bisherige Highlight der Reihe. Anna Schneiders neues Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen. Dies lag zu einem großen Teil an der sehr authentischen und dramatischen Beschreibung einer Flutkatastrophe, die man sich aufgrund von Nachrichtenbildern aus den letzten Jahren sehr gut und bildlich vorstellen konnte.
Der Krimi besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die zwischen unterschiedlichen Schauplätzen wechseln.
In Alexa Jahns Einsatzgebiet sorgen extreme Regenfälle für Chaos und Verwüstung. Eine Gruppe Jugendliche sitzt in einer Hütte fest, ein namenloses Paar begibt sich auf eine Wanderung und eine ebenso namenlose Mutter schreibt Briefe an ihr Kind.
In all diesen Handlungssträngen finden Gewalttaten statt. Doch wie und ob alles zusammenhängt, erschließt sich lange nicht. Es erscheint fast undenkbar, dass es einen roten Faden geben könnte und als dieser sich doch zu zeigen beginnt, ist das, was sich enthüllt so unfassbar und schockierend, dass man beim Lesen erstmal schlucken muss.
Ich lese die „Grenzfall“ Reihe generell sehr gerne aber „Ihr Grab in den Fluten“ setzt wirklich nochmal eine Schippe drauf. Für mich war das ein ganz toller Spannungsroman, der zu keiner Zeit eine Länge hatte. Alle Perspektiven waren gleichspannend für mich und durch die Naturkatastrophe hatten die ohnehin schon schrecklichen Ereignisse noch einmal eine ganz andere Dringlichkeit. Auch die Zusammenarbeit von Alexa und Krammer hat mir diese Mal wieder gut gefallen und die Vater-Tochter Beziehung hat sich ein gutes Stück weiterentwickelt. Ebenso hat mir gut gefallen, dass sowohl die kurzen Kapitel aus Sicht der Mutter und eines Wanderers sehr zur mysteriösen Stimmung des Krimis beigetragen haben und man lange nicht einordnen konnte, was es damit auf sich hat. Die Geschichte war für mich völlig unvorhersehbar und vielschichtig und dadurch besonders fesselnd.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine große Leseempfehlung. Ich freue mich schon, wenn es nächstes Jahr mit einem neuen „Grenzfall“ weitergeht.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Schockierende Mordfälle

DNA
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„DNA“ ist der erste Fall der Krimireihe um Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Schon im Prolog hatte Yrsa Sigurdardottir meine volle Aufmerksamkeit, denn eine Frau wird auf eine äußerst brutale ...

„DNA“ ist der erste Fall der Krimireihe um Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Schon im Prolog hatte Yrsa Sigurdardottir meine volle Aufmerksamkeit, denn eine Frau wird auf eine äußerst brutale Art mit einem Staubsauger ermordet. Das Szenario hat mich völlig schockiert, weil die Mordmethode jede Vorstellungskraft übersteigt. Auch die weiteren Todesfälle, zu denen es im Verlauf des Thrillers kommt, befinden sich auf einem ähnlich heftigen Niveau. Trotz der Brutalität ist „DNA“ grundsätzlich kein reißerischer Krimi. Abseits von den Mordfällen wird keine graphische Gewalt dargestellt, stattdessen wird die Ermittlungsarbeit der Polizei detailliert beschrieben. Der Fall ist eine harte Nuss. Als Leser hat man durch den Prolog eine Ahnung, was Ursache für die Verbrechen ist, aber wie genau alles zusammenhängt, hat sich erst auf den letzten Seiten entfaltet.
Ich fand den Thriller außerordentlich spannend mit einem originellen Plot. Die Idee, dass ein Amateurfunker geheime Botschaften erhält, fand ich sehr gelungen. Dadurch, dass eine wichtige Zeugin ein Kind ist, gewinnt die Geschichte zusätzlich an Emotionalität. Die Auflösung und die Enthüllung der menschlichen Fehlentscheidungen, die zu all dem geführt haben, sind erschütternd.
Das war ein sehr lesenswerter Thriller!

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