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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine wunderschöne, herzerwärmende Freundschaftsgeschichte

Kiki und ich
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Leo Timmers ist immer ein Garant für großartige Bilderbücher. Auch mit seinem neuen Werk „Kiki und ich“ hat sich der belgische Künstler mal wieder selbst übertroffen.
Alles beginnt mit dem Tag, als das ...

Leo Timmers ist immer ein Garant für großartige Bilderbücher. Auch mit seinem neuen Werk „Kiki und ich“ hat sich der belgische Künstler mal wieder selbst übertroffen.
Alles beginnt mit dem Tag, als das kleine Mädchen Kiki von ihrem Vater eine schwarze Stute geschenkt bekommt. Polly ist ihr Name und die beiden werden im Nu dicke Freunde. Kiki lernt schnell reiten und tut alles für ihr Pferd. Sie gibt Polly Wasser und Essen, putzt und pflegt sie und erzählt erzählt ihr von ihren Schultagen und Geheimnissen. Die Zwei spielen zusammen und unternehmen lange, abenteuerliche Ausritte. Sie haben sich unendlich lieb und sind immer füreinander da. Doch die Jahre vergehen und irgendwann taucht Kiki mit einem Jungen auf. Dieser scheint nicht so der Fan von Pferden zu sein und für Polly ändert sich alles. Sie sieht Kiki immer seltener und fühlt sich richtig einsam. Auch das Pferd Bruno, das eines Tages bei ihr auf der Koppel landet, kann nicht verhindern, dass Polly ihre Menschenfreundin sehr vermisst. Bruno glaubt jedoch fest daran, dass alles wieder gut werden wird und er soll recht behalten...

Es ist einfach ein Genuss, in dieses Buch einzutauchen und durch die Seiten zu blättern. Mal in großformatigen bunten Illustrationen, die sich über eine Doppelseite erstrecken, mal in kleinen liebevollen schwarz-weiß Zeichnungen, die von Texten begleitet werden, wird die Geschichte aus der Sicht von Polly erzählt. Besonders die farbigen Seiten sind ein Highlight. Wunderbar atmosphärisch zeigen sie Kiki und Polly am Strand galoppieren, vor einem stimmungsvollen Abendhimmel einen Hügel hinaufreiten, im Wald an einem Wasserfall eine Rast einlegen oder vor einem schweren Unwetter davonjagen. Man könnte sich stundenlang in diesen Bildern verlieren, aber auch die schwarz-weiß Szenen sind herrlich anzusehen, allen voran die Mimik der Figuren.

Inhaltlich wird einem hier eine herzerwärmende Geschichte geboten, die von der tiefen Verbundenheit zwischen Mensch und Tier erzählt. Es ist berührend zu sehen, wie Kiki und Polly zu einem unzertrennlichen Duo zusammenwachsen und gemeinsam die tollsten Abenteuer erleben. Der Teil, als sich Kiki von ihrem Pferd entfernt und Polly ihre Menschenfreundin und die guten alten Zeiten schmerzlich vermisst, lassen einen wiederum ziemlich mitfühlen. Zum Glück bleibt es ja aber nicht dabei. Leo Timmers behandelt die Themen Älterwerden und Veränderungen auf eine sehr einfühlsame und unterhaltsame Weise, die einem zum schmunzeln bringt, berührt und auch schon für die Kleinsten leicht verständlich ist. Dieses Buch ist ein echter Schatz im Bücherregal und ein großes Vergnügen für Jung und Alt. Und es wird garantiert in so manchem Kind den Wunsch nach einem eigenen Pferd erwecken. ;)

Fazit: „Kiki und ich“ ist eine warmherzige und berührende Geschichte über Freundschaft, das Großwerden und Loslassen. Ein bildgewaltiges und wunderschönes Bilderbuch ab 3 Jahren, das nicht nur Pferdefans begeistert. Leo Timmers hat es mal wieder geschafft, mich zu verzaubern. Für mich ist dieses Buch sogar sein bisher bestes Werk. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Das perfekte Bilderbuch für alle Bücherwürmer!

Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung
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In einer kleinen geschäftigen Stadt in der Auerhuhnallee liegt der Bücher-Dachs, eine kleine Buchhandlung mit einer riesigen Auswahl. Hier arbeitet Herr Dachs seit über 52 Jahren. Er ist manchmal ganz ...

In einer kleinen geschäftigen Stadt in der Auerhuhnallee liegt der Bücher-Dachs, eine kleine Buchhandlung mit einer riesigen Auswahl. Hier arbeitet Herr Dachs seit über 52 Jahren. Er ist manchmal ganz schön grummelig, kann dafür aber jedes gewünschte Buch auftreiben. Ob Bücher für Löwen und Tiger, Papageien und Pandas, Dackel und Dinosaurier, ob winzig kleine Büchlein für Mäuse oder Schmöker für Wasserbewohner – in Herrn Dachs fabelhafter Buchhandlung wird garantiert jeder fündig. Doch dann taucht eines Tages Fuchsjunge Rory im Laden auf und fragt nach einem ganz besonderen Buch. Ein Buch über Quallen auf dem Mond, Piraten-Kraken und einer schwimmenden Riesen-Ananas. Von so einer Geschichte hat Herr Dachs noch nie gehört. Als Rory am nächsten Tag wieder kommt und nachfragt, schaut Herr Dachs überall nach, sogar im Keller und auf dem Dachboden. Doch nichts. Dieses Buch gibt es einfach nicht. Der kleine Fuchs lässt aber nicht locker und Herr Dachs meint irgendwann ganz genervt, dass Rory das Buch eben selbst schreiben soll. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Rory kann gar nicht schreiben. Dafür aber toll malen. Die beiden tun sich schließlich zusammen und erschaffen ein Abenteuer, das fantasievoller kaum sein könnte.

Als großer Fan von Paddy Donnelly habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig, als ich ein neues Werk von ihm in der Verlagsvorschau erspähte. Ein Blick aufs Cover und ich war verliebt und dahinter sah es ganz genauso aus.

Der gebürtige Ire Paddy Donnelly präsentiert hier eine ganz wundervolle Tiergeschichte über die Macht der Bücher, Kreativität und Vorstellungskraft, über Beharrlichkeit, Zusammenarbeit, Empathie und Freundschaft. Dieses Buch ist eine Hommage an alle Buchhändler*innen. Es feiert die Liebe zu Geschichten und die grenzenlose kindliche Fantasie und zeigt, wie Bücher uns verbinden. Darüber hinaus erinnert es uns auch daran, dass man zusammen viel mehr schaffen kann als alleine und es sich lohnt, an seinen Träumen festzuhalten. So wie der kleine Fuchs Rory in dieser Geschichte, der nicht lockerlässt und Herrn Dachs mit der Zeit ziemlich auf die Nerven geht. Ein kleiner Grummel ist dieser Buchhändler ja schon, gleichzeitig aber auch jemand mit ganz viel Herz. Also getreu nach dem Motto: Harte Schale, weicher Kern.
„Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ hält wirklich einige schöne Botschaften bereit, ohne belehrend oder überladen zu wirken. Die Geschichte wird mit viel Witz und Wärme erzählt und macht Jung und Alt gleichermaßen Spaß. Vor allem optisch dieses Buch ein Highlight.

Die Illustrationen von Paddy Donnelly sind wie gewohnt herrlich bunt und stecken voller lustiger und liebevoller Details. Sie entführen in eine charmante, tierische Kleinstadt, in der es Läden mit fantasievollen Namen gibt wie „Das Vogelhäuschen“, „Elster Sammlerstücke“ oder „Der Bücher-Dachs“ (hier würde ich ja super gerne mal stöbern!). Es gibt auf jeder Seite einfach so viel zu entdecken. Auch nach mehrmaligen Angucken findet man eine neue Kleinigkeit, sodass das Durchblättern und Betrachten nie langweilig wird.

Fazit: „Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ ist ein warmherziges, witziges und detailverliebtes Bilderbuch ab 4 Jahren über die Liebe zu Geschichten, die Kraft der Fantasie und Freundschaft und darüber, wie schön es sein kann, gemeinsam etwas Neues zu erschaffen. Ein echter Schatz für alle Bücherwürmer. Paddy Donnelly hat es erneut geschafft mich zu begeistern! Besonders von seinen Illustrationen bin ich mal wieder ganz hin und weg. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein wunderschönes Osterbilderbuch!

Der große und der kleine Igel / Der Osterhase
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Der kleine Igel wünscht sich nichts mehr, als dieses Jahr den Osterhasen zu finden. Gemeinsam mit dem großen Igel macht er sich daher früh am Morgen auf die Suche. Voller Tatendrang stapfen sie los, um ...

Der kleine Igel wünscht sich nichts mehr, als dieses Jahr den Osterhasen zu finden. Gemeinsam mit dem großen Igel macht er sich daher früh am Morgen auf die Suche. Voller Tatendrang stapfen sie los, um ihre Freunde zu fragen, ob sie den Osterhasen schon einmal gesehen haben. Doch ob Maulwurf, Schildkröte, Kaninchen, Eule oder Reh – keiner kann ihn groß weiterhelfen. Der grummelige Waschbär behauptet sogar, dass es den Osterhasen gar nicht gibt. Der kleine Igel ist untröstlich und fängt leise an zu weinen. Da steht plötzlich der echte Osterhase vor ihnen und bittet sie um Hilfe beim Eierverstecken. Der kleine Igel ist natürlich sofort Feuer und Flamme und auch die anderen Waldtiere helfen begeistert mit. Es ist der wunderschönste Tag seit langem...

Ich liebe die Geschichten über den großen und den kleinen Igel. Auf das siebte Abenteuer mit den beiden habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Schon das Cover ist wieder wunderhübsch gestaltet und verrät auf ersten Blick, was einen dahinter erwartet.

Nachdem wir mit dem liebenswerten Igel-Gespann zuletzt Weihnachten gefeiert haben, dreht sich diesmal alles rund um Ostern. Gleich zu Beginn der Erzählung machen wir uns mit dem Duo auf die Suche nach dem Osterhasen. Schon da überkommt einem diese herrliche Ostervorfreude und man kann es kaum erwarten, selbst auf Eierjagd zu gehen. Kinder werden es lieben, die beiden Igel zu begleiten und der spannenden Frage nachzugehen, ob es den Osterhasen wirklich gibt. Am Ende ist jedoch nicht das Rätsel um dessen Existenz das Entscheidende, sondern die gemeinsam verbrachte Zeit und vielen überraschenden Begegnungen. Britta Teckentrup erzählt die Geschichte auf gewohnt sanfte und unterhaltsame Weise, die auch schon für die Kleinsten leicht verständlich ist. Es macht einfach richtig Freude, dieses Buch zu lesen, welches uns liebevoll daran erinnert, wie wertvoll Neugier, Freundschaft und Hilfsbereitschaft im Leben sind und dass es sich lohnt, an Wunder zu glauben. Und ganz nebenbei erfahren wir auch noch, worin sich Hase und Kaninchen eigentlich unterscheiden.

Optisch ist auch dieser Igel-Band ein ganz besonderer Genuss. Mit ihrem unverwechselbaren, nostalgischen Collage-Stil entführt uns Britta Teckentrup in den frühlingshaften Wald und verzaubert uns mit Bildern, die zum Verweilen einladen und voller süßer Details stecken wie lauter kunterbunte Ostereier, die fast schon plastisch wirken. Jede Seite ist ein Kunstwerk, mit warmen Naturfarben, die für eine wohlige Atmosphäre sorgen.

Fazit: „Der große und der kleine Igel – Der Osterhase“ ist eine stimmungsvolle und wunderschön illustrierte Geschichte ab 3 Jahren, die den besonderen Osterzauber perfekt einfängt. Ein zauberhaftes Bilderbuch für Jung und Alt, das in keinem Osterkörbchen fehlen sollte. Ich bin auch von diesem Band ganz begeistert. Wer Britta Teckentrups Igel-Reihe noch nicht kennt, sollte das unbedingt ändern! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Berührend, einfühlsam, wunderschön illustriert!

Schritt für Schritt
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In Venedig leben ein Mädchen und eine Taube. Beide können sich sehr glücklich schätzen, in einer so schönen Stadt zu wohnen, ohne Autos und mit jeder Menge Wasser, eindrucksvollen Bauten und dem magischen, ...

In Venedig leben ein Mädchen und eine Taube. Beide können sich sehr glücklich schätzen, in einer so schönen Stadt zu wohnen, ohne Autos und mit jeder Menge Wasser, eindrucksvollen Bauten und dem magischen, sonntäglichen Glockengeläut. Doch beide haben mit einer Phobie zu kämpfen. Das Mädchen fürchtet sich vor Tauben, die Taube wiederum hat Angst vor Kindern. Und das ist ein Problem, denn in Venedig gibt es viele Kinder und viele Tauben. Eines Tages passiert es: Die beiden treffen auf einem einsamen Weg am Kanal aufeinander. Erstarrt bleiben sie stehen, können sich nicht mehr von der Stelle rühren. Da kommt ein Gondoliere vorbei, der den Bann mit seinem schiefen Gesang bricht. Das Mädchen und die Tauben gehen vorsichtig aneinander vorbei. Doch am nächsten Tag begegnen sie sich wieder, zur selben Zeit, am selben Ort. Schritt für Schritt gehen sie aufeinander zu, bis sie sich schließlich ganz nah gegenüberstehen. Werden sie ihre Ängste überwinden? Und vielleicht sogar noch Freunde werden?

Chiara Mezzalama und Mariachiara Di Giorgio präsentieren hier ein großartiges Bilderbuch, das sich auf eine wunderbar kindgerechte Weise mit den Themen Phobien und Vorurteilen auseinandersetzt. Sanft und voller feinem Humor wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive des Mädchens und der Taube erzählt. Chiara Mezzalamas poetische und fesselnde Texte (übersetzt von Annika Klee) lesen sich bisweilen wie eine Art Tagebuch, lassen einen tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Hauptfiguren eintauchen. Man ist bei jedem Seitenumblättern ganz gespannt, was wohl als nächstes passieren wird. Wie werden sich das Mädchen und die Taube verhalten, wenn sie aufeinandertreffen? Werden sie den Mut finden, ihre Scheu und Voreingenommenheit zu überwinden? Die Geschichte lädt zum Mitfühlen und Mitfiebern ein und bietet viele tolle Gesprächsanlässe. Sie zeigt, dass Ängste und Vorurteile nicht für immer sein müssen und auch Tauben, die oft abfällig als die „Ratten der Lüfte“ bezeichnet werden, emotionale Lebewesen sind. Eins ist sicher: Nach diesem Buch werden garantiert viele von uns Tauben mit ganz anderen Augen sehen - und ein großes Fernweh nach Venedig verspüren. Chiara Mezzalama versteht es zweifellos, einem diese besondere Stadt mit ihren Beschreibungen schmackhaft zu machen.

Mariachiara Di Giorgio hat das Ganze mit ihren magisch-kunstvollen Aquarellbildern zum Leben erweckt. Gekonnt spielt die italienische Illustratorin mit Licht und Schatten, entführt uns in warmen, meist rötlichen Farbtönen in ein Venedig fernab des Touristentrubels. Ihre zarten und ausdrucksstarken Illustrationen fangen die Emotionen und Stimmung perfekt ein und laden zum langen Verweilen und Betrachten ein.

Fazit: „Schritt für Schritt“ ist eine berührende und einfühlsame Geschichte über die Kraft der kleinen Schritte und das Überwinden von Ängsten und Vorurteilen. Ein wunderschönes Bilderbuch ab 6 Jahren, das optisch und erzählerisch verzaubert. Ich bin begeistert von diesem Buch, der Jupitermond Verlag hat hier mal wieder ein echtes Schätzchen herausgebracht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Eine wunderbare Fortsetzung voller Freundschaft, Spannung und Magie!

Secret Forest Academy. Der Seelendieb
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Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, hat sich das Leben der 12-jährigen Ava komplett verändert. Sie ist nun Schülerin an der Secret Foresr Academy – ein geheimes Internat für Waldwandler. Doch nicht ...

Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, hat sich das Leben der 12-jährigen Ava komplett verändert. Sie ist nun Schülerin an der Secret Foresr Academy – ein geheimes Internat für Waldwandler. Doch nicht alle hegen friedliche Absichten. Um den finsteren Plänen von Morbus auf den Grund zu gehen, treten Ava und River auf die andere Seite des Schattenportals. Dort wird Avas Seelentier Spirit schwer verletzt, als er versucht den kleinen Tigerwelpen Ü zu retten. Ihnen gelingt die Flucht, aber wird Spirit durchkommen? Zurück in der Schule, wird er sofort auf der Pflasterstation versorgt, aber seine Lebensenergie wird immer schwächer. Um ihn zu retten, gibt es nur ein Mittel: Das Goldene Samenkorn vom Zauberbaum. Ava würde alles für ihren geliebten Spirit zu tun. Zum Glück kann sie sich immer auf ihre Freundinnen verlassen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Endlich geht es mit der Secret Forest Academy weiter! Nachdem mich Tina Stein mit dem Auftakt ihrer ersten Kinderbuchreihe begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Diese schließt nahtlos an den Vorgänger an – der erste Band sollte daher bekannt sein.

Ein weiteres Mal entführt uns Tina Stein in den Norden Kaliforniens an die Secret Forest Academy und beschert uns magischen Lesegenuss vom Feinsten. Der zweite Band geht genauso aufregend weiter wie der erste geendet hat. Zusammen mit Ich-Erzählerin Ava und ihren Freund
innen begibt man sich als Leser*in auf eine abenteuerliche Suche voller Rätsel, Gefahren und unerwarteten Entdeckungen. Einmal mit dem Lesen begonnen, kann/mag man nicht mehr damit aufhören. Tina Stein schreibt gewohnt fesselnd und atmosphärisch und so bildhaft, dass man direkt in die Geschichte eintauchen kann. Dazu die kurzen Kapiteln, die selten mehr als fünf Seiten umfassen, lassen die Lesezeit nur so im Fluge vergehen. Es macht einfach wieder richtig Spaß in diese faszinierende Welt einzutauchen, die weitaus mehr bereithält als nur ein fantastisches Abenteuer. Die Autorin vereint erneut gekonnt eine magische Schulgeschichte mit wichtigen Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Verantwortung und Vertrauen. Ava, River, Tami und Gemma sind ein tolles Team, immer füreinander da und zusammen unschlagbar. Gemeinsam wachsen sie über sich hinaus und zeigen uns, was wahre Freundschaft ausmacht.
Die weiteren Charaktere sind jedoch nicht minder liebevoll gestaltet. Ob der sprechende Bär Urs, das Wichtelmädchen Little oder der kleine knuffige Tigerwelpe Ü – allesamt machen sie das Lesen zu einem besonderen Erlebnis.
Ein ausführliches Personenregister und Glossar im Anschluss runden das Ganze ab und zum Cover muss hier vermutlich nicht groß was gesagt werden, oder? Die Bente Schlick hat sich mal wieder selbst übertroffen, auch dieser Band ist ein echter Hingucker!

Das Ende macht neugierig auf mehr, am liebsten würde man sofort weiterlesen. Soweit ich weiß, ist bisher noch kein dritter Band angekündigt, ich hoffe aber sehr, dass sich das noch ändern wird. Ich würde Ava und Co. unheimlich gerne noch länger begleiten.

Fazit: Eine wunderbare Fortsetzung hat uns die Tina Stein hier gezaubert. „Secret Forest Academy – Der Seelendieb“ ist ein spannendes und unterhaltsames Fantasyabenteuer voller Freundschaft, Geheimnisse und Magie. Das perfekte Lesefutter für alle ab 10 Jahren, die gerne in fantastische Welten eintauchen. Ich kann auch diesen Band nur empfehlen, mir hat er genauso gut gefallen wie der erste. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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