Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Eine warmherzige Geschichte über Trennungskinder, Familie und kindliche Fantasie

Papa ist ein Eisbär
0

Mare findet ihren kleinen vierjährigen Bruder Danko echt komisch. Er trägt immer nur grüne Sachen (sogar seine Brille ist grün) und weiß wahnsinnig viel über wilde Tiere. Sein Wissen teilt er gerne begeistert ...

Mare findet ihren kleinen vierjährigen Bruder Danko echt komisch. Er trägt immer nur grüne Sachen (sogar seine Brille ist grün) und weiß wahnsinnig viel über wilde Tiere. Sein Wissen teilt er gerne begeistert mit anderen – auch mit völlig Fremden. In der Straßenbahn zum Beispiel, die sie immer benutzen, wenn sie ihren Vater besuchen. Seit sich ihre Eltern getrennt haben, sehen sie ihren Papa nur noch alle zwei Wochen. Mare findet das Verhalten ihres kleines Bruder voll peinlich. Aber sie hat ihn dennoch sehr doll lieb. Als Danko aber eines Tages sagt, dass ihr Papa ein Eisbär ist, ist sie verwirrt. Was meint ihr Bruder damit? Tage- und wochenlang wiederholt Danko sagt den Satz und geht seiner Schwester damit ziemlich auf die Nerven. Erst als sie sich mit ihrem Vater einen Film über Eisbären angucken, versteht Mare, was Danko meint. Eisbärväter beschäftigen sich nur sehr wenig mit ihren Kindern. Aber ist ihr Vater deshalb wirklich ein Eisbär?

Edward van de Vendel und Saskia Halfmouw präsentieren hier ein zauberhaftes Kinderbuch, das die Themen Trennung und Scheidung kindgerecht aufgreift. Mit viel Feingefühl erzählt der vielfach ausgezeichnete niederländische Autor von Trennungsgefühlen, Geschwisterliebe und der Bedeutung der gemeinsamen Zeit mit dem Vater. Die merkwürdige Aussage von Danko zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Doch wie Mare, so ist auch uns Leserinnen zunächst nicht klar, was dieser Satz zu bedeuten hat. Wieso soll der Papa ein Eisbär sein? Erst bei einem späteren Papa-Besuch, als die drei gemeinsam einen Eisbärfilm schauen, erkennt man, warum Danko auf diesen Gedanken gekommen ist. Dieses Buch gibt einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelten von Trennungskindern. Es zeigt, wie schwierig es für solche Kinder sein kann, in der neuen Lebenssituation anzukommen, erinnert gleichzeitig aber auch daran, dass Elternliebe keine Entfernungen kennt und man immer füreinander da ist. Darüber hinaus wird auch deutlich, wie lieb sich die beiden Geschwister haben. Es wird sich gegenseitig getröstet, in den Armen genommen oder fest geknuddelt. Junge Leserinnen, die gerade ähnliches wie Mare und Danko durchmachen, werden sich hier sehr verstanden fühlen und aus der Geschichte Mut und Trost schöpfen.

Die zahlreichen Illustrationen von Saskia Halfmouw setzen das Erzählte kongenial in Szene und erzählen es zugleich weiter. Oft angeordnet wie in einem Comic zeigen die Bilder typische Alltagssituationen und veranschaulichen gekonnt das innige Geschwisterband. Gedanken- und Sprechblasen lockern das Ganze auf und durch die überwiegend grünen und roten Farben wird eine warme Atmosphäre geschaffen. Besonders originell ist die Stelle, an der wir Lesenden gemeinsam mit Mare zu verstehen beginnen, was hinter Dankos Aussage steckt. Diese Szene steckt voller Poesie und verleiht der schwierigen Thematik eine angenehme, spielerische Leichtigkeit.

Fazit: „Papa ist ein Eisbär“ ist eine einfühlsame und herzerwärmende Geschichte über Trennungskinder, Familie und kindliche Fantasie. Ein ganz besonderes Kinderbuch ab 6 Jahren, das ermutigt, berührt und zu Gesprächen einlädt. Ich bin begeistert von diesem Vorlesebilderbuch und kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein weiterer entzückender Folgeband!

Muffin und Tört! 3: Bei den Piraten
0

Muffin ist ein sehr gemütlicher und verfressener Kater, der überhaupt nichts von Abenteuern hält. Zu seinem Pech lebt er bei dem Zauberer Tatterich, dessen Zaubersprüche sehr oft ziemlich in die Hose gehen. ...

Muffin ist ein sehr gemütlicher und verfressener Kater, der überhaupt nichts von Abenteuern hält. Zu seinem Pech lebt er bei dem Zauberer Tatterich, dessen Zaubersprüche sehr oft ziemlich in die Hose gehen. Vor kurzem hat er sogar Muffins letztes Törtchen in ein klebrig-quirliges Kaninchen verwandelt! Tört liebt einfach alles – ganz besonders Abenteuer. Als die magische Katzenklappe mal wieder verrückt spielt, landen die beiden – Pa-Puff – in einem sonnigen Städtchen am Meer. Ehe sie es sich versehen, werden sie von Piraten entführt und finden sich auf deren Schiff wieder. Wie es sich für einen echten Piratenkapitän gehört, will Käpten Klappe seine zwei Gefangenen über die Planke schicken. Es stellt sich jedoch heraus, dass Klappe und seine Crew eigentlich gar kein Piratenleben führen wollen. Statt andere auszurauben und fies zu sein, wollen sie viel lieber ganz andere Dinge tun. Um sich bei den Stadtbewohnern für ihre Übeltaten zu entschuldigen, brauchen sie allerdings Gold. Gemeinsam mit Muffin und Tört reisen sie daher zur gefährlichen Monsterinsel, wo ein großer Schatz versteckt sein. Die Insel trägt ihren Namen jedoch nicht ohne Grund...

Ich liebe die Reihe rund um Couchpotato-Kater Muffin und seinen quirligen Freund Tört. Den hier vorliegenden dritten Band konnte ich daher kaum erwarten. Auch dieser beginnt, wie seine Vorgänger, mit einer kurzen Einleitung, in der uns Muffin und Tört kurz vorgestellt werden, und erzählt anschließend eine eigenständige Geschichte. Die Bücher sind somit problemlos unabhängig voneinander lesbar.

Nachdem es uns mit Muffin und Tört zuletzt zu den Rittern verschlagen hat, landen wir diesmal mit den beiden in einem waschechten Piratenabenteuer. Ab der ersten Seiten sind breite Schmunzler garantiert und man mag mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Unsere (teils unfreiwilligen) Helden sind aber auch einfach ein hinreißend ungleiches Gespann. Während Muffin in bester Garfield-Manier daherkommt und nichts mehr liebt als seine Ruhe (und Essen), ist Tört die Erlebnislust in Person. Langweilig wird es mit den beiden mal wieder zu keiner Zeit. Es gibt einfach wieder so viele wunderbare Verrücktheiten zu entdecken: Ein Piratenkapitän, der lieber Florist sein möchte; eine bunte Seeräubercrew mit ulkigen Namen wie Knochen-Knut und Zwieback-Bill; ein riesiges Monster, das ganz anders ist als gedacht...Dass manche Gags sehr denen aus den vorherigen Bänden ähneln, tut dem Lesevergnügen dabei keinen Abbruch. Adam Stower erzählt gewohnt witzig, charmant und voller Situationskomik.Vor allem die Illustrationen in Kombination mit dem schrägen Humor sind erneut ein Highlight.

Optisch ist auch dieser Band ein ganz besonderer Genuss. Die zahlreichen schwarz-weiß Bilder von Adam Stower sind superknuffig und humorvoll gezeichnet, allein schon Muffin und Tört mit ihren Kulleraugen sind zum Verlieben. Viele Comic-Elemente lockern den Text zusätzlich auf und machen das Ganze noch spaßiger. Für Erstleser*innen ab 7 Jahren ist diese Reihe ideal geeignet. Durch die kurzen Textpassagen (übersetzt von Leena Flegler), der großen Schrift und reichen Bebilderung fliegt man nur so durch die Seiten. Selbst der größte Lesemuffel wird hier am Ball bleiben und am Ende lautstark nach mehr verlangen. Wie gut, dass es noch ein weiteres Wiedersehen mit Muffin und Tört geben wird. Bereits im Juli 2026 können wir mit den beiden auf Geisterjagd gehen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: „Muffin und Tört! 3: Bei den Piraten“ ist ein herrlich verrücktes und turbulentes Piratenabenteuer ab 7 Jahren mit lustigen Dialogen, zuckersüßen Illustrationen und zwei unvergesslichen Helden zum Liebhaben. Ein köstlicher Lesespaß für Groß und Klein. Wer Muffin und Tört noch nicht kennt, hat eindeutig etwas verpasst. Auch ihr drittes Katzenklappe-Abenteuer konnte mich begeistern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine wunderschöne, herzerwärmende Freundschaftsgeschichte

Kiki und ich
0

Leo Timmers ist immer ein Garant für großartige Bilderbücher. Auch mit seinem neuen Werk „Kiki und ich“ hat sich der belgische Künstler mal wieder selbst übertroffen.
Alles beginnt mit dem Tag, als das ...

Leo Timmers ist immer ein Garant für großartige Bilderbücher. Auch mit seinem neuen Werk „Kiki und ich“ hat sich der belgische Künstler mal wieder selbst übertroffen.
Alles beginnt mit dem Tag, als das kleine Mädchen Kiki von ihrem Vater eine schwarze Stute geschenkt bekommt. Polly ist ihr Name und die beiden werden im Nu dicke Freunde. Kiki lernt schnell reiten und tut alles für ihr Pferd. Sie gibt Polly Wasser und Essen, putzt und pflegt sie und erzählt erzählt ihr von ihren Schultagen und Geheimnissen. Die Zwei spielen zusammen und unternehmen lange, abenteuerliche Ausritte. Sie haben sich unendlich lieb und sind immer füreinander da. Doch die Jahre vergehen und irgendwann taucht Kiki mit einem Jungen auf. Dieser scheint nicht so der Fan von Pferden zu sein und für Polly ändert sich alles. Sie sieht Kiki immer seltener und fühlt sich richtig einsam. Auch das Pferd Bruno, das eines Tages bei ihr auf der Koppel landet, kann nicht verhindern, dass Polly ihre Menschenfreundin sehr vermisst. Bruno glaubt jedoch fest daran, dass alles wieder gut werden wird und er soll recht behalten...

Es ist einfach ein Genuss, in dieses Buch einzutauchen und durch die Seiten zu blättern. Mal in großformatigen bunten Illustrationen, die sich über eine Doppelseite erstrecken, mal in kleinen liebevollen schwarz-weiß Zeichnungen, die von Texten begleitet werden, wird die Geschichte aus der Sicht von Polly erzählt. Besonders die farbigen Seiten sind ein Highlight. Wunderbar atmosphärisch zeigen sie Kiki und Polly am Strand galoppieren, vor einem stimmungsvollen Abendhimmel einen Hügel hinaufreiten, im Wald an einem Wasserfall eine Rast einlegen oder vor einem schweren Unwetter davonjagen. Man könnte sich stundenlang in diesen Bildern verlieren, aber auch die schwarz-weiß Szenen sind herrlich anzusehen, allen voran die Mimik der Figuren.

Inhaltlich wird einem hier eine herzerwärmende Geschichte geboten, die von der tiefen Verbundenheit zwischen Mensch und Tier erzählt. Es ist berührend zu sehen, wie Kiki und Polly zu einem unzertrennlichen Duo zusammenwachsen und gemeinsam die tollsten Abenteuer erleben. Der Teil, als sich Kiki von ihrem Pferd entfernt und Polly ihre Menschenfreundin und die guten alten Zeiten schmerzlich vermisst, lassen einen wiederum ziemlich mitfühlen. Zum Glück bleibt es ja aber nicht dabei. Leo Timmers behandelt die Themen Älterwerden und Veränderungen auf eine sehr einfühlsame und unterhaltsame Weise, die einem zum schmunzeln bringt, berührt und auch schon für die Kleinsten leicht verständlich ist. Dieses Buch ist ein echter Schatz im Bücherregal und ein großes Vergnügen für Jung und Alt. Und es wird garantiert in so manchem Kind den Wunsch nach einem eigenen Pferd erwecken. ;)

Fazit: „Kiki und ich“ ist eine warmherzige und berührende Geschichte über Freundschaft, das Großwerden und Loslassen. Ein bildgewaltiges und wunderschönes Bilderbuch ab 3 Jahren, das nicht nur Pferdefans begeistert. Leo Timmers hat es mal wieder geschafft, mich zu verzaubern. Für mich ist dieses Buch sogar sein bisher bestes Werk. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Das perfekte Bilderbuch für alle Bücherwürmer!

Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung
0

In einer kleinen geschäftigen Stadt in der Auerhuhnallee liegt der Bücher-Dachs, eine kleine Buchhandlung mit einer riesigen Auswahl. Hier arbeitet Herr Dachs seit über 52 Jahren. Er ist manchmal ganz ...

In einer kleinen geschäftigen Stadt in der Auerhuhnallee liegt der Bücher-Dachs, eine kleine Buchhandlung mit einer riesigen Auswahl. Hier arbeitet Herr Dachs seit über 52 Jahren. Er ist manchmal ganz schön grummelig, kann dafür aber jedes gewünschte Buch auftreiben. Ob Bücher für Löwen und Tiger, Papageien und Pandas, Dackel und Dinosaurier, ob winzig kleine Büchlein für Mäuse oder Schmöker für Wasserbewohner – in Herrn Dachs fabelhafter Buchhandlung wird garantiert jeder fündig. Doch dann taucht eines Tages Fuchsjunge Rory im Laden auf und fragt nach einem ganz besonderen Buch. Ein Buch über Quallen auf dem Mond, Piraten-Kraken und einer schwimmenden Riesen-Ananas. Von so einer Geschichte hat Herr Dachs noch nie gehört. Als Rory am nächsten Tag wieder kommt und nachfragt, schaut Herr Dachs überall nach, sogar im Keller und auf dem Dachboden. Doch nichts. Dieses Buch gibt es einfach nicht. Der kleine Fuchs lässt aber nicht locker und Herr Dachs meint irgendwann ganz genervt, dass Rory das Buch eben selbst schreiben soll. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Rory kann gar nicht schreiben. Dafür aber toll malen. Die beiden tun sich schließlich zusammen und erschaffen ein Abenteuer, das fantasievoller kaum sein könnte.

Als großer Fan von Paddy Donnelly habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig, als ich ein neues Werk von ihm in der Verlagsvorschau erspähte. Ein Blick aufs Cover und ich war verliebt und dahinter sah es ganz genauso aus.

Der gebürtige Ire Paddy Donnelly präsentiert hier eine ganz wundervolle Tiergeschichte über die Macht der Bücher, Kreativität und Vorstellungskraft, über Beharrlichkeit, Zusammenarbeit, Empathie und Freundschaft. Dieses Buch ist eine Hommage an alle Buchhändler*innen. Es feiert die Liebe zu Geschichten und die grenzenlose kindliche Fantasie und zeigt, wie Bücher uns verbinden. Darüber hinaus erinnert es uns auch daran, dass man zusammen viel mehr schaffen kann als alleine und es sich lohnt, an seinen Träumen festzuhalten. So wie der kleine Fuchs Rory in dieser Geschichte, der nicht lockerlässt und Herrn Dachs mit der Zeit ziemlich auf die Nerven geht. Ein kleiner Grummel ist dieser Buchhändler ja schon, gleichzeitig aber auch jemand mit ganz viel Herz. Also getreu nach dem Motto: Harte Schale, weicher Kern.
„Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ hält wirklich einige schöne Botschaften bereit, ohne belehrend oder überladen zu wirken. Die Geschichte wird mit viel Witz und Wärme erzählt und macht Jung und Alt gleichermaßen Spaß. Vor allem optisch dieses Buch ein Highlight.

Die Illustrationen von Paddy Donnelly sind wie gewohnt herrlich bunt und stecken voller lustiger und liebevoller Details. Sie entführen in eine charmante, tierische Kleinstadt, in der es Läden mit fantasievollen Namen gibt wie „Das Vogelhäuschen“, „Elster Sammlerstücke“ oder „Der Bücher-Dachs“ (hier würde ich ja super gerne mal stöbern!). Es gibt auf jeder Seite einfach so viel zu entdecken. Auch nach mehrmaligen Angucken findet man eine neue Kleinigkeit, sodass das Durchblättern und Betrachten nie langweilig wird.

Fazit: „Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ ist ein warmherziges, witziges und detailverliebtes Bilderbuch ab 4 Jahren über die Liebe zu Geschichten, die Kraft der Fantasie und Freundschaft und darüber, wie schön es sein kann, gemeinsam etwas Neues zu erschaffen. Ein echter Schatz für alle Bücherwürmer. Paddy Donnelly hat es erneut geschafft mich zu begeistern! Besonders von seinen Illustrationen bin ich mal wieder ganz hin und weg. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein wunderschönes Osterbilderbuch!

Der große und der kleine Igel / Der Osterhase
0

Der kleine Igel wünscht sich nichts mehr, als dieses Jahr den Osterhasen zu finden. Gemeinsam mit dem großen Igel macht er sich daher früh am Morgen auf die Suche. Voller Tatendrang stapfen sie los, um ...

Der kleine Igel wünscht sich nichts mehr, als dieses Jahr den Osterhasen zu finden. Gemeinsam mit dem großen Igel macht er sich daher früh am Morgen auf die Suche. Voller Tatendrang stapfen sie los, um ihre Freunde zu fragen, ob sie den Osterhasen schon einmal gesehen haben. Doch ob Maulwurf, Schildkröte, Kaninchen, Eule oder Reh – keiner kann ihn groß weiterhelfen. Der grummelige Waschbär behauptet sogar, dass es den Osterhasen gar nicht gibt. Der kleine Igel ist untröstlich und fängt leise an zu weinen. Da steht plötzlich der echte Osterhase vor ihnen und bittet sie um Hilfe beim Eierverstecken. Der kleine Igel ist natürlich sofort Feuer und Flamme und auch die anderen Waldtiere helfen begeistert mit. Es ist der wunderschönste Tag seit langem...

Ich liebe die Geschichten über den großen und den kleinen Igel. Auf das siebte Abenteuer mit den beiden habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Schon das Cover ist wieder wunderhübsch gestaltet und verrät auf ersten Blick, was einen dahinter erwartet.

Nachdem wir mit dem liebenswerten Igel-Gespann zuletzt Weihnachten gefeiert haben, dreht sich diesmal alles rund um Ostern. Gleich zu Beginn der Erzählung machen wir uns mit dem Duo auf die Suche nach dem Osterhasen. Schon da überkommt einem diese herrliche Ostervorfreude und man kann es kaum erwarten, selbst auf Eierjagd zu gehen. Kinder werden es lieben, die beiden Igel zu begleiten und der spannenden Frage nachzugehen, ob es den Osterhasen wirklich gibt. Am Ende ist jedoch nicht das Rätsel um dessen Existenz das Entscheidende, sondern die gemeinsam verbrachte Zeit und vielen überraschenden Begegnungen. Britta Teckentrup erzählt die Geschichte auf gewohnt sanfte und unterhaltsame Weise, die auch schon für die Kleinsten leicht verständlich ist. Es macht einfach richtig Freude, dieses Buch zu lesen, welches uns liebevoll daran erinnert, wie wertvoll Neugier, Freundschaft und Hilfsbereitschaft im Leben sind und dass es sich lohnt, an Wunder zu glauben. Und ganz nebenbei erfahren wir auch noch, worin sich Hase und Kaninchen eigentlich unterscheiden.

Optisch ist auch dieser Igel-Band ein ganz besonderer Genuss. Mit ihrem unverwechselbaren, nostalgischen Collage-Stil entführt uns Britta Teckentrup in den frühlingshaften Wald und verzaubert uns mit Bildern, die zum Verweilen einladen und voller süßer Details stecken wie lauter kunterbunte Ostereier, die fast schon plastisch wirken. Jede Seite ist ein Kunstwerk, mit warmen Naturfarben, die für eine wohlige Atmosphäre sorgen.

Fazit: „Der große und der kleine Igel – Der Osterhase“ ist eine stimmungsvolle und wunderschön illustrierte Geschichte ab 3 Jahren, die den besonderen Osterzauber perfekt einfängt. Ein zauberhaftes Bilderbuch für Jung und Alt, das in keinem Osterkörbchen fehlen sollte. Ich bin auch von diesem Band ganz begeistert. Wer Britta Teckentrups Igel-Reihe noch nicht kennt, sollte das unbedingt ändern! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere