Eine gemeinsame Nacht in einer Sternwarte in den Highlands, klingt das nicht unheimlich romantisch?
Highland Happiness – Die Sternwarte von KirkbyMit jedem Band über das leider nur fiktive Dörfchen in den schottischen Highlands werde ich wehmütiger. Weil es Kirkby leider nicht in Wirklichkeit gibt, dieses „Büllerbü für Erwachsene“, wie es jemand ...
Mit jedem Band über das leider nur fiktive Dörfchen in den schottischen Highlands werde ich wehmütiger. Weil es Kirkby leider nicht in Wirklichkeit gibt, dieses „Büllerbü für Erwachsene“, wie es jemand so treffend genannt hat, ein Traum Ort, in dem die Welt noch in Ordnung ist, während die tatsächliche Welt immer schiefer in den Angeln hängt. Ein Ort, der den Trumpeltons dieser Welt die Stirn bietet und in dem Zusammenhalt großgeschrieben wird. Dabei sind auch in Kirkby nicht alle Menschen nur nett und hilfsbereit und wenn sogar der immer enthusiastische Bürgermeister Collum mal die Fassung verliert, dann muss mal wieder einiges passiert sein in der Nähe von Loch Ness.
Was also erwartet mich in der Sternwarte von Kirkby? Natürlich viele altbekannte Originale dieser Reihe, wie etwa das Dorfoberhaupt Marlin Fraser, den man lieber auf seiner Seite haben sollte anstatt als Gegner, die Thriller Autorin Betty Murray, auf deren aktuelles Buch „Die Rache des Heide-Killers“ ich schon gespannt bin, Shona Fraser, die sich mit ihrer viel Strom verbrauchenden Destillerie gegenüber der Windenergie sehr aufgeschlossen zeigt und dabei auch für den Aufreger der Woche sorgt und natürlich Jon mit seinem Pub, in dem man nicht nur lecker frühstücken kann, sondern auch immer mit dem neuesten Tratsch versorgt wird.
Natürlich finde ich auch meine tierischen Lieblinge wieder, wie die Alpakas, die vielen Hunde und Katzen, Schafe und Hühner und dann schnürt sich dieses Mal noch eine niedliche Füchsin mit ihren Welpen in mein Herz. Und wie Shona so treffend bemerkt: „Es gibt viele Möglichkeiten zu einer Familie zu werden, und manche Kinder haben Fell oder Federn.“
Und wer genau hinschaut, entdeckt auch einen kleinen Cameo-Auftritt der Autorin in diesem Band.
Hauptpersonen sind aber dieses Mal Flora Douglas, die gemeinsam mit der Freundin ihres Zwillingsbruders Grizel den Handarbeits- und Buchladen Yarn & Tales betreibt sowie Leo Spencer, der Ingenieur, der Kirkby in das Zeitalter der erneuerbaren Energien führen möchte und dabei als Engländer zunächst die sturen Schotten überzeugen muss. Beide haben ein Vertrauensproblem, welches sie erst überwinden müssen, um sich für eine Beziehung zu öffnen.
Was ich an den Büchern von Charlotte McGregor so liebe?
Dass ihre Protagonisten mich berühren, ich mit ihnen lachen und weinen kann und sie am liebsten nicht mehr loslassen möchte. Dass ich mich davor fürchte, bei der letzten Seite angelangt zu sein, weil ich am liebsten immer weiterlesen würde und nicht möchte, dass das Buch endet und ich Kirkby schon wieder verlassen muss.
Und ihre Wortperlen, die mir in Erinnerung bleiben. „Wenn man die Augen offenhält, findet man immer Menschen, die es wert sind, dass man Zeit mit ihnen verbringt.“
Ich habe sehr gerne wieder Zeit mit meinen Kirkbyanern verbracht, vermisse sie jetzt schon und freue mich bereits auf weitere Abenteuer in Schottland.