Die Zornnatter übt das Nichtstun am beschaulichen Gardasee
Die geheime Grotte von GardaChefinspektorin Edwina Teufel aus Wien, auch die Zornnatter genannt, wird ein Sabbatical am Gardasee zwangsverordnet. Doch das Nichtstun liegt Edwina nur für kurze Zeit und plötzlich ist sie wieder am ...
Chefinspektorin Edwina Teufel aus Wien, auch die Zornnatter genannt, wird ein Sabbatical am Gardasee zwangsverordnet. Doch das Nichtstun liegt Edwina nur für kurze Zeit und plötzlich ist sie wieder am Ermitteln. Was hat dieser einsame Junge mit der Tragödie auf einem Weingut zu tun, von der ihr Commissario Alceste erzählt hat?
Also ich könnte mir Schlimmeres vorstellen, als am Gardasee ein paar Tage oder gar Wochen zu entspannen. 😉 „Schlemmen, shoppen, promenieren – La Dolce Vita zu hundert Prozent.“
Ich finde es spannend, wie Edwina fast schon Muttergefühle für einen fremden Jungen entwickelt, aber Peppe ist schon ein sehr sympathisches Schlitzohr, den man automatisch beschützen möchte.
Isabella Archan erschafft Protagonisten mit Ecken und Kanten, die trotzdem so sympathisch sind, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen möchte. Zum Beispiel Weinbergarbeiter Jonny Pivo, ein Riese, dessen Äußeres angsteinflößend wirkt, der aber seine Arbeit liebt und poetisch beschreibt: „Ich glaube, die Trauben sammeln diesen Ausblick und im Wein schmecken die Menschen die Kraft der Natur.“
Aber Edwina lässt sich nicht von schönen Worten beeindrucken, sie ist auf der Suche nach der Wahrheit.
Die Autorin führt uns gezielt auf falsche Spuren, lässt mich sogar an den Gedanken des Mörders teilhaben, ohne zu verraten, wer es ist. Und während sich in Italien alle auf den Ferragosto freuen, diesen Tag, der den Höhepunkt des Sommerurlaubs darstellt und mit Picknick und Feuerwerk mit der Familie gefeiert wird, naht auch in diesem Fall die Aufklärung.
Ein spannender Fall, eine menschliche Chefinspektorin mit viel Herz und ganz viel Bella Italia Feeling machen „Die geheime Grotte von Garda“ zu einem 1a Lesevergnügen, welches ich sehr gerne weiterempfehle. Ich bin schon gespannt, auf den nächsten Fall von Edwina Teufel.