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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Macht Lust auf Urlaub am Gardasee

Mord zwischen Pasta und Pedalen
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Rosa Monti, der Name klingt wie Poesie. Die Autorin war mir bisher unbekannt, dabei hat sie unter ihrem Klarnamen bereits einige Krimis und Kurzgeschichten veröffentlicht. Aber Rosa Monti passt viel besser ...

Rosa Monti, der Name klingt wie Poesie. Die Autorin war mir bisher unbekannt, dabei hat sie unter ihrem Klarnamen bereits einige Krimis und Kurzgeschichten veröffentlicht. Aber Rosa Monti passt viel besser zum Gardasee, wo „Mord zwischen Pasta und Pedalen“ spielt.

Heiner Krum, Kommissar im Ruhestand, langweilt sich zu Tode und hat einem Urlaub am Gardasee nur zugestimmt, weil seine Frau Antonia versprochen hat, die Diätzügel in dieser Zeit zu lockern. Der gemütliche Heiner ist den leiblichen Genüssen sehr zugetan und versteht es zu genießen, da ist er in Italien natürlich genau richtig und mir sofort sympathisch.

Leider wird die Ankunft von Heiner und Antonia überschattet vom Tod eines jungen Radsportlers, der ihnen ins Auto fährt und stirbt. Heiner wittert sofort ein Verbrechen und gemeinsam mit dem örtlichen Polizisten Bruno Bresaola darf er endlich wieder ermitteln.

Wie witzig, dass Heiner und Bruno sich so ähnlich sind, Bruno ist quasi das italienische Pendant zu Heiner und hat auch keine Probleme damit, dass sich sein deutscher Kollege in die Ermittlungen einbringt. Endlich mal kein Kompetenzgerangel, sondern Freude über die Unterstützung von außen.

Auch Antonia mischt munter mit, wenn sie nicht gerade Kunstunterricht gibt, und das Trio sorgt für Unruhe bei den Radsportprofis. Sollte hier womöglich ein Konkurrent auf den Titel ausgeschaltet werden?

Der Höhepunkt eines jeden Radprofis ist wohl die Tour de France, wobei ich seit den vielen Dopingskandalen, die diese Branche erschüttert hat, das Interesse an diesem Sport verloren habe. Wenn nicht mehr der Mensch und seine Leistung zählt, sondern nur der beste Arzt bzw. das wirksamste Medikament, dann kann man von einem wahren Wettbewerb nicht mehr sprechen.

Rosa Monti beleuchtet kritisch die Radsportszene, bietet aber auch jede Menge „dolce Vita“ und Entspannung am schönen Gardasee. Das Ermittlertrio hat Potential für weitere Fälle und ich würde mich freuen, wenn wir Bruno bald wieder besuchen würden.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Wer gewinnt den Waldviertler Knödelwettbewerb?

Waldviertelkomplott
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In Großlichtern dreht sich alles um den Knödel. Um den Wettbewerb zu gewinnen, gehen manche sogar über Leichen oder warum wird der Preisrichter tot aufgefunden?

Dies ist bereits der 8. Fall über die PR-Agentin ...

In Großlichtern dreht sich alles um den Knödel. Um den Wettbewerb zu gewinnen, gehen manche sogar über Leichen oder warum wird der Preisrichter tot aufgefunden?

Dies ist bereits der 8. Fall über die PR-Agentin Walli Winzer und mein Einstieg in diese Reihe.

Die Autorin ist eine echte Kennerin des Waldviertels und setzt die Eigenheiten dieser speziellen Bewohner gekonnt in Szene. Wobei im Waldviertel noch die Welt in Ordnung scheint, während es in Wien meist ziemlich barbarisch zugeht. Da wird die österreichische Politik ziemlich auf die Schippe genommen und auch die Lehrer bekommen ihr Fett weg. Mir gefallen diese verdeckten Spitzen und Andeutungen und der Humor von Maria Publig.

Wenn der Ehemann täglich gezwungen wird Knödel zu essen, weil die Ehefrau für den Knödelwettbewerb trainiert, dann greift dieser zu Methoden, die höchst amüsant sind, außer für ihn selbst natürlich.

Waldviertelkomplott ist ein amüsanter Krimi, der Lust macht, noch weitere Teile dieser Reihe zu entdecken.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Ist in Jesolo die Welt noch in Ordnung?

Ciao Jesolo
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Ist in Jesolo die Welt noch in Ordnung?

Zunächst muss ich gestehen, dass ich noch nie in Jesolo war. Meine Friseurin schwärmt davon und macht jedes Jahr Urlaub in Jesolo, wie viele andere Deutsche und ...

Ist in Jesolo die Welt noch in Ordnung?

Zunächst muss ich gestehen, dass ich noch nie in Jesolo war. Meine Friseurin schwärmt davon und macht jedes Jahr Urlaub in Jesolo, wie viele andere Deutsche und Österreicher. Ein Grund mehr, dass ich mich darüber gefreut habe, zumindest mal in einem Buch an diesen so populären Ort zu reisen.

Nadia Weiss versetzt mich an den italienischen Strand und ich träume von Aperol, Pasta und Gelato. Stattdessen erwartet mich: ein Mord. Ein Klassentreffen auf einem Glamping-Platz endet für eine der Teilnehmerinnen tödlich. Wer war es? Verdächtige gibt es zuhauf, das Mordopfer, eine Schönheitschirurgin, war nicht gerade beliebt.

Commissario Vialli und Journalistin Ambra versuchen beide den Mörder zu finden, wer hat am Schluss die Nase vorn?

Die Welt, die die Autorin zeichnet, ist düster, aber leider wahr. Die Mächtigen herrschen skrupellos und bereichern sich immer mehr, Gesetze sind gleichgültig und mit genügend Geld kann Alles und Jeder gekauft werden. Was für ein Kontrast zum Bella Italia, welches ich mit Sonne, Strand und leckerem Essen verbinde.

Mir gefällt, dass ich lange Zeit im Dunkeln tappe und die unterschiedlichen Ermittlungsansätze von Polizei und Journalistin.

Dazwischen genieße ich es aber auch, von der Nonna bekocht zu werden 😉.

Sehr gerne empfehle ich diesen Italien-Krimi weiter.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Humorvoller Krimi zur diesjährigen Landesgartenschau

Jagstleuchten
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Auf nach Ellwangen zur Landesgartenschau.

Ich hoffe allerdings, dass es dort sicher zugeht und ich nicht mit einem Pfeil in der Brust rechnen muss, wie es der jungen Frau ergeht, die dort erschossen wird.

Die ...

Auf nach Ellwangen zur Landesgartenschau.

Ich hoffe allerdings, dass es dort sicher zugeht und ich nicht mit einem Pfeil in der Brust rechnen muss, wie es der jungen Frau ergeht, die dort erschossen wird.

Die Kommissare Lisa Luft und Heiko Wüst, wollen eigentlich nur die Landesgartenschau genießen, als ausgerechnet Heikos Schwiegermutter in spe die Leiche entdeckt. Und schon wird aus einem beschaulichen Spaziergang plötzlich eine Mordermittlung.

Verdächtige gibt es gleich jede Menge, denn das Mordopfer, Laurine Krämer, lebte ihr Leben ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen.

Humorvoll beschreibt die Autorin wie normale Bürger ihre wilde Seite auf einer Landesgartenschau ausleben. Da wird aus dem biederen Horst ein Horstus im römischen Lager, der mit Waffen spielt, coole Klamotten trägt und mit seinen Kumpels schweigend die Zeit am Lagerfeuer genießt.

Oder Theona Leuzinger-Haberstock, die mit allerlei Esotherik aufwarten kann, zwischen Ölmassagen und Tantralehrgängen aber erstaunlich geschäftstüchtig erscheint.

Gekonnt legt die Autorin falsche Spuren, jagt mich durch die Blumenbeete und überrascht schließlich mit der Auflösung.

Ich kann kaum glauben, dass ich bereits 11 Fälle mit Luft und Wüst verpasst habe und empfehle Fall Nummer 12, „Jagstleuchten“ sehr gerne weiter. Überhaupt hat mir die Beschreibung der Landesgartenschau wie auch der Umgebung Lust auf die Region gemacht.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Die Zornnatter übt das Nichtstun am beschaulichen Gardasee

Die geheime Grotte von Garda
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Chefinspektorin Edwina Teufel aus Wien, auch die Zornnatter genannt, wird ein Sabbatical am Gardasee zwangsverordnet. Doch das Nichtstun liegt Edwina nur für kurze Zeit und plötzlich ist sie wieder am ...

Chefinspektorin Edwina Teufel aus Wien, auch die Zornnatter genannt, wird ein Sabbatical am Gardasee zwangsverordnet. Doch das Nichtstun liegt Edwina nur für kurze Zeit und plötzlich ist sie wieder am Ermitteln. Was hat dieser einsame Junge mit der Tragödie auf einem Weingut zu tun, von der ihr Commissario Alceste erzählt hat?

Also ich könnte mir Schlimmeres vorstellen, als am Gardasee ein paar Tage oder gar Wochen zu entspannen. 😉 „Schlemmen, shoppen, promenieren – La Dolce Vita zu hundert Prozent.“

Ich finde es spannend, wie Edwina fast schon Muttergefühle für einen fremden Jungen entwickelt, aber Peppe ist schon ein sehr sympathisches Schlitzohr, den man automatisch beschützen möchte.

Isabella Archan erschafft Protagonisten mit Ecken und Kanten, die trotzdem so sympathisch sind, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen möchte. Zum Beispiel Weinbergarbeiter Jonny Pivo, ein Riese, dessen Äußeres angsteinflößend wirkt, der aber seine Arbeit liebt und poetisch beschreibt: „Ich glaube, die Trauben sammeln diesen Ausblick und im Wein schmecken die Menschen die Kraft der Natur.“

Aber Edwina lässt sich nicht von schönen Worten beeindrucken, sie ist auf der Suche nach der Wahrheit.

Die Autorin führt uns gezielt auf falsche Spuren, lässt mich sogar an den Gedanken des Mörders teilhaben, ohne zu verraten, wer es ist. Und während sich in Italien alle auf den Ferragosto freuen, diesen Tag, der den Höhepunkt des Sommerurlaubs darstellt und mit Picknick und Feuerwerk mit der Familie gefeiert wird, naht auch in diesem Fall die Aufklärung.

Ein spannender Fall, eine menschliche Chefinspektorin mit viel Herz und ganz viel Bella Italia Feeling machen „Die geheime Grotte von Garda“ zu einem 1a Lesevergnügen, welches ich sehr gerne weiterempfehle. Ich bin schon gespannt, auf den nächsten Fall von Edwina Teufel.

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