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Veröffentlicht am 28.03.2026

Süßes Amrum

Der Klang von Wind und Wellen
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Auf den Spuren von Opas Hinterlassenschaften verschlägt es Julia nach Amrum. Mit ihm Gepäck hat sie ihre Leidenschaft zum Backen und ein altes Fundstück aus dem Erbe.
Für Julia beginnt eine Reihe von ...

Auf den Spuren von Opas Hinterlassenschaften verschlägt es Julia nach Amrum. Mit ihm Gepäck hat sie ihre Leidenschaft zum Backen und ein altes Fundstück aus dem Erbe.
Für Julia beginnt eine Reihe von zufälligen Entdeckungen und zu Aufklärung, was dazu führt, dass Julia vor der Wahl steht, ihr Leben zu verändern oder wieder zurück in die heimische Anonymität zu verschwinden.

„Der Klang von Wind und Wellen“ von Anne Barns war das dritte Buch der Autorin für mich. Ihr Schreibstil wirkte wieder wie eine Einladung in den Duft von gebackenen Köstlichkeiten und einen Kurzurlaub am Strand einer wunderschönen Nordseeinsel.

Die Geschichte um Julias Familie wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Es geht um die Vergangenheit Amrums, die Anfänge des Tourismus und der jungen Mina, die diesen Neuanfang vorantreibt und es gibt die Zeitebene Julias, die in der Gegenwart spielt. Ich habe lange Zeit nach den Verbindungen der beiden Zeitebenen gesucht und sie recht spät gefunden. Auch muss ich zugeben, dass ich mit dieser Verbindung zu Julias Familie nicht gerechnet hatte. Ich hatte vollkommen andere Ideen.

Ich liebe die Zeit abseits der Saison an der See. Einer Zeit, der Gemütlichkeit, in der sich die Menschen zurückziehen, sich aber gleichzeitig gern den Wind um die Ohren pusten lassen und man die Schönheit der Insel abseits der touristischen Ströme ganz anders genießen kann. Genau dieses Flair hat die Autorin gewinnbringend eingesetzt und gleichzeitig Julias Bücherliebe hervorgehoben, sodass sich, diese Geschichte lesende Bücherwürmer, gleich mit der Protagonistin verbinden können. Gleiches gilt für die Leckermäulchen unter den Lesern, wozu ich mich auch zähle. Bei der Beschreibung des Nougats ist mir förmlich das Wasser im Mund zusammengelaufen und ich hätte mich am liebsten mit in die Kaffeerunde gesetzt.
Ich fand es sehr schön, bereits bekannten Charakteren aus dem vorherigen Roman begegnen zu dürfen, was eine Art „Nachhausekommen“ impliziert.
Auch Julia ist nach Hause gekommen, in die Inselwelt Amrums und mitten ins Herz ihrer Bewohner.

Alles in allem ist Anne Barns mit dieser Geschichte wieder ein süß-salziges Highlight mit einem Hauch von Nordseewind gelungen. Wer also Insel- und Liebesgeschichten mag und dazu gerne ein bisschen Nougat nascht, ist hier vollkommen richtig.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Schmalzig schön

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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Tess ist erfolgreiche Bankern. Als Tess eine kritische Diagnose bekommt und sie in der Bank einen Rückschlag erfährt, zieht sie sich zurück. Ausgerüstet mit Wanderstiefeln, Rucksack und Zelt geht es auf ...

Tess ist erfolgreiche Bankern. Als Tess eine kritische Diagnose bekommt und sie in der Bank einen Rückschlag erfährt, zieht sie sich zurück. Ausgerüstet mit Wanderstiefeln, Rucksack und Zelt geht es auf den Pennine. Dabei hilft sie einer verunfallten Wanderin, was den Verlauf ihrer weiteren Reise stark beeinflusst.

„Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love“ von Alexandra Zöbeli ist Band 2 der Reihe „Lakeland Love“.
Mir ist als erstes das niedliche Cover und anschließend der lustige Titel des Buches aufgefallen. Beides machte mich neugierig und so bin ich in diese Reihe eingestiegen, ohne den ersten Band vorher gelesen zu haben. Rückblickend muss ich sagen, dass dies auch keine Auswirkungen auf das Verstehen des Romans hatte und man also die Bücher unabhängig lesen kann.
Tess ist am Anfang die berechnende und kühle Bankerin, die eine Art Mauer um sich errichtet hat. In gewissem Maße fand ich sie auch etwas schwierig. Der Umgang mit ihrer Diagnose war für mich eher fahrlässiger Natur und damit nicht ganz nachvollziehbar.
Der Verlauf der Geschichte ist sicher zu erahnen, aber ich fand es einfach toll. Hier liegt ein Roman über Liebe und Freundschaft vor. Es ist ein Roman, in dem die Protagonistin (liebevoll) gezwungen wird, über ihr Leben nachzudenken und das auf verschiedene Art und Weisen. Das und die familiäre Atmosphäre haben mir wirklich gut gefallen.
Es gab manche Szene, die wirklich sehr schmalzig war. Aber ich muss sagen, ich fand es schmalzig schöööön. Für mich war es nicht zu übertrieben, es war für mich endlich mal wieder ein richtig schöner Wohlfühlroman. 
Ja, manches ging ziemlich schnell, aber ich fand es wiederum total nachvollziehbar, wenn man Tess längere Zeit verfolgen durfte.

Fazit: Ein wunderschöner Roman zum Eintauchen, verlieren und schmökern. Wer Liebesgeschichten mag, ist hier völlig richtig und sollte sich diesen Roman mit der ein oder anderen Tasse Tee auf der Couch etc. gönnen.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Tolle Sucheinladung

Hör mal (Soundbuch): Wimmelbuch: Wir machen Urlaub
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Urlaub - Die wohl schönste Zeit im Jahr für Groß und Klein.
Dieses wunderschöne, bunte Buch lädt als Wimmelbuch zum Suchen und auch zum Hören ein.

„Wir machen Urlaub“ ein Hör Mal-Wimmelbuch mit Texten ...

Urlaub - Die wohl schönste Zeit im Jahr für Groß und Klein.
Dieses wunderschöne, bunte Buch lädt als Wimmelbuch zum Suchen und auch zum Hören ein.

„Wir machen Urlaub“ ein Hör Mal-Wimmelbuch mit Texten von Enni Bollin und Illustrationen von Tessa Rath ist bei uns eingezogen und hat sofort zu einem freudigen Lachen bei unserem Sohn geführt. Er mag Bücher, die mit Sound sind und bei denen er den Sound durch Fingerdruck auch selber „steuern“ kann.
Als allererstes gefällt mir als Mutter die Aufmachung, aber vor allem die Möglichkeit, den Soundeffekte an- und ausschalten zu können, aber vor allem laden zu können. Dies hat den unwahrscheinlich großen Vorteil, dass man hinten kein Batteriefach zum Schrauben hat, dass mittels einer kleinen Klappe verdeckt ist, mit denen das Kind dann immer spielt und es das irgendwann abreißt o.ä.

Besonders schön sind die freundlichen Farben und die ganz unterschiedlichen Szenerien. Die Texte sind einfach und kindgerecht geschrieben, sodass sie also schon für Kinder ab zwei Jahren passen. Das Kind wird zum Mitmachen aufgefordert, hat aber gleichzeitig die Möglichkeit auch Szenen zu entdecken, die nicht im Text oder bei den Sounds angesprochen werden.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch nun zu unserem festen Repertoire gehören wird und uns weiter beim Sprechen lernen unterstützen wird. Bestimmt wird es auch mal einen Ausflug mit in den Kindergarten machen.
Eine tolle Reise für alle Familien in sämtliche Urlaubsregionen.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Das Fass in den Dünen

Tod mit Meerblick
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Der neue Schwimmclub von St. Peter-Ording trifft sich zweimal wöchentlich in der Früh zum Baden in der Nordsee. Doch als Ditte und Lilo bei ihrem ersten Treffen ein grünes Fass in den Dünen entdecken, ...

Der neue Schwimmclub von St. Peter-Ording trifft sich zweimal wöchentlich in der Früh zum Baden in der Nordsee. Doch als Ditte und Lilo bei ihrem ersten Treffen ein grünes Fass in den Dünen entdecken, ist der Spürsinn der drei St. Peter-Ordinger Originale - Gertrud, Ditte und Lilo - mal wieder gefragt.

„Tod mit Meerblick“ ist ein neue Cozy Crime Roman von Tanja Janz, der wieder im nordfriesischen Kurort St. Peter-Ording spielt. Das Cover sticht mit seiner Farbgebung dabei richtig ins Auge.
Wer Tanja Janz’ Bücher bereits kennt, für den sind die drei benannten Damen auch keine Fremden.
Die drei rüstigen Damen betätigen sich hier als heimliche Ermittlerinnen, um die Aufklärung, was es mit dem Fass auf sich hat und in welchem Zusammenhang dies mit dem Tod einer Camperin von Lilos „Strandperle“ zusammenhängt.

Es ist bereits das vierte Cozy Crime Buch der Autorin. Während ich mich mit den ersten drei etwas schwer getan habe, hat mir dieser überaus gut gefallen. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass mir die drei Frauen schon sehr bekannt waren. Dadurch war ich viel schneller im Buch und konnte auch alles besser nachvollziehen.
Während die Geschichte relativ ruhig beginnt, spitzt sich das Ganze immer weiter zu und findet ihren Höhepunkt an der Aussichtsplattform Maleens Knoll. Hier hat mir die Darstellung von Ditte richtig gut gefallen. Hier war nichts mehr von der abgebrühten Ermittlerin zu erkennen, sondern die emphatische Frau.
Auch dachte ich, die drei sind sehr hartnäckig und penetrant, das hätte ich ihnen durchaus zugetraut, soweit ich sie bisher kannte. Aber das Gegenteil war der Fall. Die drei handeln zwar zum Teil überrumpelnd, aber mit berechnendem und überlegtem, aber auch loyalen Scharfsinn. Gerade Gertrud hat mich dabei positiv überrascht.

Insgesamt ist dies ein tolles Cozy Crime Buch, dass ich allen Fans dieses Genre und auch den Fans von Tanja Janz nur empfehlen kann.
Ich hoffe auf weitere Fälle der drei Damen!

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Ein dunkles Kapitel

Das Kurhotel auf Norderney - Wind des Neubeginns
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Es ist das Jahr 1973. Karin Washeimer hat sich dazu entschieden, in ihre Heimat nach Norderney zurückzukehren. Karin ist nun Kinderpflegerin und will als solche in einem örtlichen Kinderkurheim arbeiten. ...

Es ist das Jahr 1973. Karin Washeimer hat sich dazu entschieden, in ihre Heimat nach Norderney zurückzukehren. Karin ist nun Kinderpflegerin und will als solche in einem örtlichen Kinderkurheim arbeiten. Ab und an hilft sie noch im elterlichen Hotel. 
Dort haben die Geschwister Alexander und Grit eingecheckt. Während Grit einen Kuraufenthalt wahrnehmen soll, arbeitet Alexander als Praktikant eines Kinderarztes im Kurheim von Karin. Die beiden erleben eine emotionale Zeit.

„Das Kurhotel auf Norderney - Wind des Neubeginns“ ist der vierte und letzte Band der „Die große Kurhotel-Saga“ von Claudia Schirdewan.
Verschickungskinder im 2. Weltkrieg und Kuraufenthalte von Kindern, ohne Eltern auf den deutschen Inseln oder in den Bergen waren Themen nach dem 2. Weltkrieg. Während wir jedoch heute das Bild von Mutter-Kind-Kuren vor Augen haben, bei denen die Erholung für beide Seiten im Fokus steht, war das früher anders. 
Hatte ich wieder Erlebnisse rund um das Kurhotel und Norderney erwartet, spricht Claudia Schirdewan hier ein erschreckendes Kapitel in der Geschichte Norderneys, aber vermutlich auch in der Geschichte verschiedener Kurkinder und -stätten vergangener Zeit an. Wer hier einen Roman über das Hotel erwartet, muss diese Erwartungen runterschrauben. Das finde ich aber gar nicht schlimm, denn trotz dieser Fehlerwartung ist mir der Roman mehr als unter die Haut gegangen. Die Autorin erzählt von den Umständen im Kinderkurheim, die auf Realrecherchen beruhen. Ich habe beim Lesen teilweise große Wut empfunden und die Protagonisten Karin und Alex für ihr Durchhaltevermögen bewundert. Diese zwei Charaktere bilden ein wunderbares Duo, das dem Buch Wärme verleiht.
Ein bisschen Abwechslung und damit frischen Wind, bringt Alex’ Schwester Grit in die ganze Story. Sie ist anfangs mehr als gewöhnungsbedürftig, aber man sollte ihr eine Chance geben und Geduld haben.
Was nach wie vor in diesem vierten Band wieder spürbar ist, ist der große familiäre Zusammenhalt der Washeimers, die sich durch die komplette Saga zieht und mir als Leser immer ein heimisches Gefühl vermittelt hat.

Fazit: Ein etwas anderer Roman, der unter die Haut geht und damit einen krönenden Abschluss der Saga bildet. Wer sich für Norderney und seine Geschichte interessiert, sollte diesen Roman auf jeden Fall lesen!

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