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Veröffentlicht am 20.04.2026

Zwischen Wahrsagerei, Hormonen und einer Brandserie

Böse Aussicht
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Andreas und Ariane sind wieder zusammen unterwegs. Während der gestandene Andreas wie ein verliebter Teenager mit den Frauen zu kämpfen hat, hat Ariane etwas an ihrer ungewohnten WG und Katjas Plänen zu ...

Andreas und Ariane sind wieder zusammen unterwegs. Während der gestandene Andreas wie ein verliebter Teenager mit den Frauen zu kämpfen hat, hat Ariane etwas an ihrer ungewohnten WG und Katjas Plänen zu knabbern. Da kommt es nur recht, dass Andreas auf der Suche nach Finn ist und Katja ihn nicht nur dabei unterstützt, sondern auch auf der Suche nach Brandstiftern.

„Böse Aussicht“ von Alexandra Kui und Peter Godazgar ist ein Cozy Crime, der im wunderschönen Harz spielt. Es ist der Nachfolgeband von „Harz aber herzlich“.
Während ich mich mit dem ersten Band wirklich schwer getan habe und nicht wusste, ob die Autorin den Leser veralbern wollen, ich zeitweise das Buch in die Ecke werfen wollte, aber es doch ein gewisses Etwas hatte, nachdem ich mit Ironie und Sarkasmus Frieden geschlossen hatte, besuchte ich mit einer Freundin eine Lesung der Beiden. Fazit: Nach dem ich einen genaueren Einblick, gegeben durch die Autoren, in die Charaktere der beiden bekommen habe, bin ich nun ein Fan von Andreas und Ariane (nicht zu vergessen, auch von Frau Krause und Woody).
Ariane ist nun nicht mehr so überrumpelnd. Sie wirkt reflektierter, aber auch nachdenklicher. Ihr Job steht nicht mehr so sehr im Fokus, viel mehr lernt man eine andere Ariane kennen.
Andreas wiederum wirkt frisch und fröhlich und nicht mehr so zurückgezogen. Der Umgang mit Ariane hat ihn offener gemacht, aber auch die Tatsache, dass er sich mit seinem Sohn auseinandersetzen muss.
Der Krimi fängt ganz leicht an, ist aber durch Andreas’ neue Liaison sehr mit seiner Person verknüpft. Geht es erst nur um das Verschwinden eines bekannten Teenagers, kommen nach und nach weitere Verknüpfungen und Steigerungen dazu. Parallel dazu muss sich Andreas um eine Reihe von Laubenbränden im beschaulichen Düsterode kümmern. Während ganz Düsterode eine Menge Infos hat, tappt Andreas im Dunkeln und sämtliche Informationen gehen an ihm, der doch eigentlich alles am besten wissen müsste, vorbei.

Fazit: Zwischen Pendel, Regenbogenfahne, pubertierenden Teenagern und vielem mehr stürzen sich Ariane und Andreas wieder in Ermittlungen und begegnen dabei auch wieder einem unbequemen Bekannten. Wer sich an Schlagfertigkeit, Ironie und Sarkasmus schnell gewöhnt, schließt die beiden schnell wieder ins Herz und ermittelt in Gedanken mit den beiden und Frau Krause inmitten des Gebietes der Harzer Schmalspurbahn mit. Meinerseits gibt es 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Verbindungen

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Als Luisa Menkhoff am Tag ihrer letzten bestandenen Prüfung die Uni verlässt, wird sie auf ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige aufmerksam. Innerhalb von Sekunden wird Luisa in ihre Vergangenheit katapultiert. ...

Als Luisa Menkhoff am Tag ihrer letzten bestandenen Prüfung die Uni verlässt, wird sie auf ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige aufmerksam. Innerhalb von Sekunden wird Luisa in ihre Vergangenheit katapultiert. Als sie sich auf die Spur der Vermissten begibt, setzt sich der Albtraum ihrer Kindheit weiter fort.

Wer Arno Strobels vergangene Romane kennt, der stolpert vielleicht gleich am Anfang über den Namen Menkhoff. Der Autor greift in seinem neuesten Roman „Ungelöst-Die erste Zeugin“, auf die Verbindung zu einem seiner früheren Thriller zurück.
Dieses Buch soll der Auftakt zu einer neuen Cold-Case-Reihe des Autors sein.
Ich bin vor ein paar Monaten durch Zufall auf Arno Strobel aufmerksam geworden und lese bzw. höre seine Thriller mittlerweile super gern. Diesen habe ich als Hörbuch gehört und konnte dabei der bereits vertrauten Stimme Dietmar Wunders lauschen. Ich verbinde seine Stimme mittlerweile standardmäßig mit den Büchern Strobels.
Aufgrund dessen, dass ich bereits den Thriller um Luisas Vater kannte, war ich gespannt, was mich hier erwartet und habe es auch als kleine Reise in die Vergangenheit angesehen, wenn über Bernd Menkhoff berichtet wurde.
Der neue Ermittler Ramin Brunner wirkt absolut zielstrebig, erfolgreich, aber auch bodenständig. Sein Ermittlerpendant wiederum sorgt am Anfang für Skepsis, ich fand ihn aber den richtigen Mann an der richtigen Stelle.
Der Verlauf des Hörbuchs ist spannend und ich konnte die Kopfhörer kaum abnehmen.
Was mich etwas stutzig gemacht hat, ist der Strang um die Aachener Ermittler, die sich gegenseitig verdächtig machten und dafür, dass sie standardmäßig zusammenarbeiteten, sich doch sehr schlecht kannten.
Die Verbindungen, die hier geschaffen wurden, erinnerten mich oft an die Schreibweise a la Simon Beckett, sodass man fast bis zur letzten Seite keine Ahnung hat, wie sich die Verflechtungen ergeben.

Fazit: Spannung, Neugier, aber auch Skepsis stehen hier im Fokus. Cleverness und Coolness geben der Geschichte das gewisse Etwas. Wer Arno Strobel also kennt und mag, sollte auch dieses Buch unbedingt lesen und für all jene, die ihn nicht kennen, könnte es ein guter Einstieg sein.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Geheime Pfade

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Anni arbeitet als Gästeführerin in Flensburg. Doch sie schafft es auch immer wieder in brisante Kriminalfälle in ihrer Heimatstadt verwickelt zu werden. So wird dieses Mal ihre Freundin Nele während sie ...

Anni arbeitet als Gästeführerin in Flensburg. Doch sie schafft es auch immer wieder in brisante Kriminalfälle in ihrer Heimatstadt verwickelt zu werden. So wird dieses Mal ihre Freundin Nele während sie Fotos von der alten Mühle macht, entführt. Anni versucht mit Jans Hilfe rauszufinden, was passiert ist und wo Nele sich befindet.

„Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördermorde“ von Inga Schneider ist Band 3 aus der Reihe.
Es handelt sich bei diesem Krimi um Cosycrime und gerade das hat mir richtig gut gefallen. 
Für mich ist es der erste Teil aus der Reihe gewesen.

Anni und Nele fand ich von Anfang an klasse. Anni ist Protagonistin hat mir mit ihrer authentischer Art und ihrer Hartnäckigkeit richtig gut gefallen. Sie ist sich ehrlich und treu. Auch wenn sie hartnäckig ist, merkt man ihr doch immer ihre menschliche Seite und ihren Hang zum Familienmenschen an. Ihre Mutter ist da fast das Gegenteil mit ihrer kulturellen Art, die schon fast ins Hippie-Dasein übergeht.
Mich hat die Schreibweise der Autorin absolut überzeugt und vor allem hat sie mich mit der Regionalität vollkommen überzeugt. Ich kenne und liebe Flensburg und fand deswegen die Beschreibungen der ganzen Lokalitäten und die regionalen Fakten über die Stadt, die sie auch noch nebenbei vermittelt, super schön und konnte quasi vor meinem inneren Auge die Strecken mit fahren, laufen oder hatte Bilder vor Augen.
Der Verlauf des Krimis ist am Anfang sehr seicht, aber ab der Mitte wird’s spannend und ich hatte zwar einen guten Riecher, wie es sein könnte, dennoch bin ich immer mal auf die falsche Fährte gelockt worden.
Hin und wieder haben mir vermutlich ein paar Details aus den Vorgängerbüchern gefehlt, dennoch denke ich, dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen oder hören kann.

Fazit: Wer Cozy Crime mag, Flensburg liebt oder gerne mal einen spannenden Urlaubsausflug machen will, der ist hier absolut richtig!!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Süßes Amrum

Der Klang von Wind und Wellen
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Auf den Spuren von Opas Hinterlassenschaften verschlägt es Julia nach Amrum. Mit ihm Gepäck hat sie ihre Leidenschaft zum Backen und ein altes Fundstück aus dem Erbe.
Für Julia beginnt eine Reihe von ...

Auf den Spuren von Opas Hinterlassenschaften verschlägt es Julia nach Amrum. Mit ihm Gepäck hat sie ihre Leidenschaft zum Backen und ein altes Fundstück aus dem Erbe.
Für Julia beginnt eine Reihe von zufälligen Entdeckungen und zu Aufklärung, was dazu führt, dass Julia vor der Wahl steht, ihr Leben zu verändern oder wieder zurück in die heimische Anonymität zu verschwinden.

„Der Klang von Wind und Wellen“ von Anne Barns war das dritte Buch der Autorin für mich. Ihr Schreibstil wirkte wieder wie eine Einladung in den Duft von gebackenen Köstlichkeiten und einen Kurzurlaub am Strand einer wunderschönen Nordseeinsel.

Die Geschichte um Julias Familie wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Es geht um die Vergangenheit Amrums, die Anfänge des Tourismus und der jungen Mina, die diesen Neuanfang vorantreibt und es gibt die Zeitebene Julias, die in der Gegenwart spielt. Ich habe lange Zeit nach den Verbindungen der beiden Zeitebenen gesucht und sie recht spät gefunden. Auch muss ich zugeben, dass ich mit dieser Verbindung zu Julias Familie nicht gerechnet hatte. Ich hatte vollkommen andere Ideen.

Ich liebe die Zeit abseits der Saison an der See. Einer Zeit, der Gemütlichkeit, in der sich die Menschen zurückziehen, sich aber gleichzeitig gern den Wind um die Ohren pusten lassen und man die Schönheit der Insel abseits der touristischen Ströme ganz anders genießen kann. Genau dieses Flair hat die Autorin gewinnbringend eingesetzt und gleichzeitig Julias Bücherliebe hervorgehoben, sodass sich, diese Geschichte lesende Bücherwürmer, gleich mit der Protagonistin verbinden können. Gleiches gilt für die Leckermäulchen unter den Lesern, wozu ich mich auch zähle. Bei der Beschreibung des Nougats ist mir förmlich das Wasser im Mund zusammengelaufen und ich hätte mich am liebsten mit in die Kaffeerunde gesetzt.
Ich fand es sehr schön, bereits bekannten Charakteren aus dem vorherigen Roman begegnen zu dürfen, was eine Art „Nachhausekommen“ impliziert.
Auch Julia ist nach Hause gekommen, in die Inselwelt Amrums und mitten ins Herz ihrer Bewohner.

Alles in allem ist Anne Barns mit dieser Geschichte wieder ein süß-salziges Highlight mit einem Hauch von Nordseewind gelungen. Wer also Insel- und Liebesgeschichten mag und dazu gerne ein bisschen Nougat nascht, ist hier vollkommen richtig.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Schmalzig schön

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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Tess ist erfolgreiche Bankern. Als Tess eine kritische Diagnose bekommt und sie in der Bank einen Rückschlag erfährt, zieht sie sich zurück. Ausgerüstet mit Wanderstiefeln, Rucksack und Zelt geht es auf ...

Tess ist erfolgreiche Bankern. Als Tess eine kritische Diagnose bekommt und sie in der Bank einen Rückschlag erfährt, zieht sie sich zurück. Ausgerüstet mit Wanderstiefeln, Rucksack und Zelt geht es auf den Pennine. Dabei hilft sie einer verunfallten Wanderin, was den Verlauf ihrer weiteren Reise stark beeinflusst.

„Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love“ von Alexandra Zöbeli ist Band 2 der Reihe „Lakeland Love“.
Mir ist als erstes das niedliche Cover und anschließend der lustige Titel des Buches aufgefallen. Beides machte mich neugierig und so bin ich in diese Reihe eingestiegen, ohne den ersten Band vorher gelesen zu haben. Rückblickend muss ich sagen, dass dies auch keine Auswirkungen auf das Verstehen des Romans hatte und man also die Bücher unabhängig lesen kann.
Tess ist am Anfang die berechnende und kühle Bankerin, die eine Art Mauer um sich errichtet hat. In gewissem Maße fand ich sie auch etwas schwierig. Der Umgang mit ihrer Diagnose war für mich eher fahrlässiger Natur und damit nicht ganz nachvollziehbar.
Der Verlauf der Geschichte ist sicher zu erahnen, aber ich fand es einfach toll. Hier liegt ein Roman über Liebe und Freundschaft vor. Es ist ein Roman, in dem die Protagonistin (liebevoll) gezwungen wird, über ihr Leben nachzudenken und das auf verschiedene Art und Weisen. Das und die familiäre Atmosphäre haben mir wirklich gut gefallen.
Es gab manche Szene, die wirklich sehr schmalzig war. Aber ich muss sagen, ich fand es schmalzig schöööön. Für mich war es nicht zu übertrieben, es war für mich endlich mal wieder ein richtig schöner Wohlfühlroman. 
Ja, manches ging ziemlich schnell, aber ich fand es wiederum total nachvollziehbar, wenn man Tess längere Zeit verfolgen durfte.

Fazit: Ein wunderschöner Roman zum Eintauchen, verlieren und schmökern. Wer Liebesgeschichten mag, ist hier völlig richtig und sollte sich diesen Roman mit der ein oder anderen Tasse Tee auf der Couch etc. gönnen.

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