Platzhalter für Profilbild

fredhel

Lesejury Star
offline

fredhel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fredhel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Freundschaft, die überdauert

Der Sommer, der uns blieb
0

„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

Inhaltlich erzählt ...

„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

Inhaltlich erzählt der Roman die bewegende Freundschaft von Martin, Britta und Pia. Durch Rückblenden in ihre Kindheit und Szenen aus der Gegenwart entsteht ein intensives Bild ihrer Verbindung. Besonders berührend sind die aktuellen Lebenssituationen: Pia ist sterbenskrank, Britta unerwartet schwanger, und Martin kämpft mit einem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter.

Die kurzen Kapitel – jeweils aus der Perspektive einer der drei Figuren – geben tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und machen das Buch sehr angenehm zu lesen. Die Sprache ist leicht und gut verständlich, wodurch man schnell in die Geschichte eintaucht.

Zwar ist der Plot stellenweise recht klischeehaft und kommt einem bekannt vor, doch die Protagonisten sind so nahbar und sympathisch gezeichnet, dass das kaum stört.

Eine angenehme, emotionale Lektüre, die sich wunderbar zwischendurch lesen lässt – absolut empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2026

Zwischen Traum und Scheitern

Salto
0

Es gibt sicher schönere Buchcover – aber selten eines, das so gut zum Inhalt passt.

Das Abitur ist die erste große Zäsur im Leben: Plötzlich soll man wissen, wer man ist und wohin man will. Genau an diesem ...

Es gibt sicher schönere Buchcover – aber selten eines, das so gut zum Inhalt passt.

Das Abitur ist die erste große Zäsur im Leben: Plötzlich soll man wissen, wer man ist und wohin man will. Genau an diesem Punkt steht Marko. Er stammt aus einer Arbeiterfamilie, seine Mutter – Krankenschwester – ist früh verstorben. In seinem Kopf wird ihr Traum zu seinem eigenen: Er will Arzt werden. Trotz hervorragender Noten muss er zunächst in Budapest studieren.

Der Leser begleitet Marko durch Zweifel, Erwartungen und Rückschläge. Man erlebt die Intensität junger Gefühle – Hoffnung, Überforderung, Liebe und Verlust. Als erwachsener Leser ahnt man allerdings früh, dass Marko vielleicht nicht der geborene Arzt ist. Umso eindringlicher wirkt sein Ringen mit den Erwartungen an sich selbst.

Schwere Schicksalsschläge treffen sowohl Marko als auch seine Freundin Claire und stellen ihre Pläne und Hoffnungen immer wieder infrage.

Kurt Prödel erzählt diese Geschichte in einer sehr einfühlsamen, ruhigen Sprache. Der Roman entschleunigt, ist stellenweise bedrückend, aber nie hoffnungslos. Am Ende bleibt ein vorsichtiger Blick nach vorn – genau jener Moment, der im stilisierten Cover eingefangen scheint.

Ein Roman, der unter die Haut geht und lange nachhallt. Für mich ganz klar: fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2026

Eine nicht ganz perfekte Vampirin

Magic Drowned in Blood
0

Schon das Cover von Magic Drowned in Blood ist ein absoluter Hingucker, es ist wunderschön gestaltet, und wenn man genauer hinsieht, entdeckt man viele kleine Details und Elemente aus der Geschichte, die ...

Schon das Cover von Magic Drowned in Blood ist ein absoluter Hingucker, es ist wunderschön gestaltet, und wenn man genauer hinsieht, entdeckt man viele kleine Details und Elemente aus der Geschichte, die darin verarbeitet sind. Das hat mir richtig gut gefallen und passt perfekt zur düsteren Atmosphäre des Buches.
In die Story kommt man unglaublich schnell rein, ich war praktisch sofort drin und wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Handlung folgt Lark, die nach ihrer Wandlung auf einem Vampir-College gelandet ist. Doch sie ist nicht so perfekt wie die anderen und das lassen sie Lark auch spüren. Sie kompensiert das mit außerordentlichem Fleiß. Ihr Außenseiterstatus und das Mobbing machen ihr den Aufenthalt auf dieser Schule alles andere als leicht und sorgen dafür, dass man schnell mit ihr mitfühlt.
Durch eher dubiose Umstände landet sie schließlich in einem Wettbewerb, bei dem die beiden Gewinnerinnen drei Jahre lang die Geliebten der beiden Königssöhne werden sollen. Die Prüfungen sind brutal und teilweise wirklich lebensgefährlich. Trotzdem hat Lark kaum eine Möglichkeit auszusteigen, obwohl sie dieses Leben im goldenen Käfig eigentlich gar nicht anstrebt.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und zieht einen richtig durch die Geschichte, gleichzeitig ist er an einigen Stellen auch ziemlich spicy, was gut zur düsteren Vampir-Atmosphäre passt. Ein kleiner Kritikpunkt für mich ist allerdings ein typisches Genre Klischee, einerseits wird Lark als starke und taffe Figur dargestellt, andererseits schmilzt sie teilweise allein beim Anblick eines durchtrainierten Männerkörpers dahin. Über solche Momente kann ich nicht immer ganz hinwegsehen, weil sie die Figur für mich etwas widersprüchlich machen.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt wirklich gepackt, Spannung, Intrigen, gefährliche Prüfungen und eine Protagonistin, mit der man mitfiebert, für Fans von düsterer Vampir Fantasy definitiv eine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

Eine bedeutsame Warnung

Das kalte Moor
0

Das kalte Moor von Marklund ist der zweite Band einer Trilogie und für mich wieder eine klare fünf Sterne Leseempfehlung. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, es wirkt geheimnisvoll und passt sehr ...

Das kalte Moor von Marklund ist der zweite Band einer Trilogie und für mich wieder eine klare fünf Sterne Leseempfehlung. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, es wirkt geheimnisvoll und passt sehr gut zur düsteren Atmosphäre der Geschichte.

In diesem Band wird es deutlich persönlicher als im ersten Teil, vor allem für Polizeichef Wiking. Gleich zu Beginn erhält er eine niederschmetternde Krebsdiagnose, mit der er erst einmal umgehen muss. Trotzdem versucht er weiterzuarbeiten und sich nicht von der Krankheit bestimmen zu lassen. Parallel dazu tauchen neue rätselhafte Entwicklungen auf, die ihn sowohl beruflich als auch privat betreffen.

Besonders spannend ist die Situation um seinen Sohn Markus. Dieser wird anonym, aber sehr eindringlich davor gewarnt, eine bevorstehende Beförderung anzunehmen. Die Botschaft wirkt so persönlich und gezielt, dass schnell der Verdacht entsteht, sie könne nur von einer Person stammen, die eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte, nämlich von Wikings Ehefrau und Markus Mutter, die seit über zwanzig Jahren vermisst wird. Allein dieser Gedanke bringt viele alte Fragen wieder an die Oberfläche.

Während Wiking versucht herauszufinden, wer hinter der Warnung steckt, arbeitet er gleichzeitig an einem anderen Fall. Ein mysteriöser Waffendiebstahl sorgt für Unruhe und könnte weitreichendere Folgen haben, als zunächst angenommen. Wie man es von ihm kennt, kombiniert Wiking wieder ruhig, logisch und sehr präzise. Schritt für Schritt setzt er die einzelnen Puzzleteile zusammen.

Dabei wird er immer wieder mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Dinge, die lange ungeklärt geblieben sind, tauchen erneut auf und werfen ein neues Licht auf frühere Ereignisse. Nach und nach lösen sich einige der offenen Fragen, während gleichzeitig neue Zweifel entstehen.

Der Roman ist durchgehend sehr spannend geschrieben. Marklund erzählt wie immer in einem klaren, schnörkellosen Stil, der sich sehr flüssig lesen lässt und trotzdem eine starke Spannung aufbaut. Gerade diese ruhige, präzise Erzählweise passt hervorragend zu der eher düsteren und nachdenklichen Geschichte.

Das Ende ist diesmal vergleichsweise ruhig, wirkt aber wie ein bewusst gesetzter Übergang. Es deutet bereits an, dass im letzten Band der Trilogie noch einige wichtige Dinge ans Licht kommen werden. Für mich auf jeden Fall ein sehr gelungener zweiter Teil, der die Geschichte stark weiterentwickelt und neugierig auf das Finale macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Wo ist Isabelle

Schattenmädchen
0

Schattenmädchen von Frida Skybäck ist ein spannender Kriminalroman, der mich vor allem durch die Geschichte und das Ermittlerduo überzeugt hat. Das Cover zeigt eine typisch schwedische Idylle, wirkt auf ...

Schattenmädchen von Frida Skybäck ist ein spannender Kriminalroman, der mich vor allem durch die Geschichte und das Ermittlerduo überzeugt hat. Das Cover zeigt eine typisch schwedische Idylle, wirkt auf mich allerdings eher nichtssagend und wird dem Inhalt nicht wirklich gerecht.
Umso schöner ist das Wiedersehen mit Frederika und Henry. Frederika ist impulsiv und geradlinig, manchmal unbequem, aber sehr authentisch. Henry ist reich, besonnen und intelligent, ein ruhiger Gegenpol. Beide tragen private Themen mit sich, Frederika hat Probleme in ihrer aktuellen Beziehung, Henry wird von seiner früheren Beziehung eingeholt. Das bleibt eher im Hintergrund, ist aber sehr interessant, besonders wenn man die Vorgänger kennt.
Im Mittelpunkt steht der Fall einer Studentin, die nach einer Party verschwindet. Ein reicher IT-Boss gerät schnell ins Visier der Ermittlungen, unter anderem wegen Blutspuren in seinem Appartement. Gleichzeitig gibt es Parallelen zu einem früheren Mord im Studentenmilieu und Hinweise auf eine möglicherweise frauenfeindliche und übergriffige Studentenverbindung.
Die Geschichte entwickelt sich spannend und dicht und endet mit einem überraschenden Schluss. Der Schreibstil ist auf jeder Seite mitreißend und die knackig kurzen Kapitel tragen zur Spannung bei. Für mich ein gelungener Krimi mit Tiefe und klarer Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere