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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2020

Mitreißend!

Amissa. Die Verlorenen
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„Amissa - die Verlorenen“ ist der erste Band einer Reihe (es soll wohl eine Trilogie werden) um die Privatdetektive Rica & Jan Kantzius.
Sie arbeiten für Amissa, eine internationale Organisation, die ...

„Amissa - die Verlorenen“ ist der erste Band einer Reihe (es soll wohl eine Trilogie werden) um die Privatdetektive Rica & Jan Kantzius.
Sie arbeiten für Amissa, eine internationale Organisation, die sich um vermisste Personen kümmert bzw. um die Suche nach ihnen. Als mehrere Jugendliche unter ähnlichen Umständen verschwinden, führt die Spur in einen Sumpf, denn Rica nur zu gut kennt…
Die verschiedenen Handlungsstränge und Zeitebenen erzeugen richtig viel Spannung, denn alles ist wirklich interessant, packend sowie rätselhaft gestaltet. Der Schreibstil ist angenehm: flüssig sowie anschaulich – vor allem aber hat mir die authentische Atmosphäre besonders gut gefallen!
Einige Aspekte finde ich persönlich etwas zu einseitig dargestellt, aber das ist natürlich Geschmackssache! Insgesamt ist „Amissa“ ein heftiger, ereignisreicher, Thriller, mit tollen Wendungen und das Ende macht neugierig auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 29.09.2020

Fesselnd!

Rache, auf ewig (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 3)
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Das brisante Thema, die außergewöhnlichen Fallanalytiker und der bildliche, flüssige Schreibstil von Lars Schütz, machen „Rache, auf ewig“ zu einem packenden Leseerlebnis!
Der Plot hat mich als Thriller ...

Das brisante Thema, die außergewöhnlichen Fallanalytiker und der bildliche, flüssige Schreibstil von Lars Schütz, machen „Rache, auf ewig“ zu einem packenden Leseerlebnis!
Der Plot hat mich als Thriller komplett überzeugt. Weder die Handlungsrichtung noch das ursprüngliche Motiv der Morde sind absehbar, sodass ich immer wieder überrascht wurde. Die nebenbei humorvollen sowie bedeutungsvollen, alltäglichen Kleinigkeiten machen einen besonderen Reiz aus und bringen etwas Leichtigkeit!

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Veröffentlicht am 28.07.2020

Ein psychologisch düsteres Familiendrama

Ich will dein Leben
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Ich war sofort begeistert von dem flüssigen, atmosphärischen Schreibstil, den eindringlichen, feinfühligen Schilderungen der Gefühlswelt der Figuren sowie von der sich langsam, aber dramatisch entfaltenden ...

Ich war sofort begeistert von dem flüssigen, atmosphärischen Schreibstil, den eindringlichen, feinfühligen Schilderungen der Gefühlswelt der Figuren sowie von der sich langsam, aber dramatisch entfaltenden Handlung.

Auch die Tatsache, dass die Geschehnisse in den 1980er Jahren stattfinden ist für mich ein Highlight: es ist interessant zu erleben, wie die Charaktere sich Briefe schreiben, Walkmans und Telefonzellen nuzten!

Die begrenzten Kommunikationsmöglichkeiten bzw. die Isolation weil man nicht ständig über alles informiert ist und nicht überall mit anderen in Kontakt treten kann, tragen für mich sehr zu der beklemmenden Stimmung - der Einsamkeit sowie der Verzweiflung bei.

Die Autorin führt geschickt duch das Leben der Charaktere der zwei Familien und lässt die Leserschaft nach und nach erkennen wie sie wirklich sind; ihre Widersprüchliche, ihre Kränkungen, ihre guten Absichten, ihr Egoismus, ihre Trauer und ihre Enttäuschungen - hinter all dem steckt viel mehr, als es auf den ersten Blick erscheint...

Zum Ende hin eskaliert die Unglücksseeligkeit der beiden unterschiedlichen Familien; alle scheinen genug zu haben! Sie halten es nicht mehr aus - in ihrem Leben immer wieder an die selben Grenzen zu stoßen...

Zwei Figuren wagen dann, verzweifelt oder mutig?, einen Neustart und lösen einen verheerenden Dominoeffekt aus...

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Die Kaninchen, das Hühnchen, der Kater und andere erbarmungswürdige Geschöpfe

Die Dinner Party
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Die Endzwanzigerin Franca zieht ihrem wohlhabenden Freund Andrew zuliebe von den Niederlanden nach England, doch das ist nicht so romantisch, wie es vielleicht klingt. Sie findet keinen Job, weshalb sie ...

Die Endzwanzigerin Franca zieht ihrem wohlhabenden Freund Andrew zuliebe von den Niederlanden nach England, doch das ist nicht so romantisch, wie es vielleicht klingt. Sie findet keinen Job, weshalb sie als gelangweilte, einsame, frustrierte Hausfrau in einem schönen Haus voller Luxus feststeckt. Als Andrew sie überredet, eine Dinnerparty für seine Kollegen auszurichten, dafür Fleisch zuzubereiten, obwohl sie Vegetarierin ist, ist sie heillos überfordert. Dann geht auch noch alles schief, was schief gehen kann, sie trinkt Alkohol, als wäre es Wasser, und zwei Vorfälle erschüttern sie schließlich vollends, sodass all ihre verdrängten Gefühle an einem Abend heraussprudeln ...

Die Stimmung ist von Anfang an beklemmend, düster sowie unheilvoll. Der lebendige, ausdrucksstarke Erzählstil mit einem feinen Hauch dunklen Humors und die vielen Andeutungen haben mich direkt gepackt. Die Figurendynamik ist sehr interessant und das Springen zwischen den Zeitebenen sorgt für Abwechslung und hält die Spannung hoch. Es gibt Einblicke in Francas Kindheit, ihre Studienzeit, die Beziehung zu Andrew sowie die zu ihrer Mutter, die Geschehnisse der chaotischen, verstörenden Dinner Party und die Zeit danach. Francas brutale Ehrlichkeit ist ungemein berührend: Sie erzählt ungeschönt von traumatischen Kindheitserfahrungen, bittersüßen Momenten, herben Enttäuschungen, die sie allmählich in eine Art inneres Erstarren trieben und ihrem Zusammenbruch.

“Die Dinner Party” ist ein vielschichtiges, packendes Psychogramm voller Überraschungen, das zum Nachdenken anregt und lange nachhallt! Ein Stilelement fand ich unnötig oder sogar etwas verwirrend und die “Auflösung” hat ein mich kleines bisschen enttäuscht.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Mordsromantisch: schräg, cool & aufregend!

Tödliche Freundinnen
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Die Privatdetektivin Mel hatte eine ungewöhnliche Jugend, die sie nun einholt: Sie und ihre Mitschülerin Chloe haben eine Leiche vergraben. Zwei Jahre später ist Chloe spurlos verschwunden. Da ihr Vater ...

Die Privatdetektivin Mel hatte eine ungewöhnliche Jugend, die sie nun einholt: Sie und ihre Mitschülerin Chloe haben eine Leiche vergraben. Zwei Jahre später ist Chloe spurlos verschwunden. Da ihr Vater im Sterben liegt, beauftragt er eine Privatdetektivin, sie zu finden, doch Mel führt den Auftrag aus – warum?

Und wie kam es überhaupt dazu, dass sie zusammen eine Leiche vergraben? Die beiden hatten bis zu jenem Abend nichts miteinander zu tun, außer, dass sie auf dieselbe Schule gingen! Mel wuchs unter prekären Verhältnissen auf, Chloe hingegen lebte ein privilegiertes Leben. Und was passierte danach, wieso konnte Mel Chloe nie vergessen?

Die Handlung entfaltet sich aus mehreren Blickwinkeln (hauptsächlich erzählen Mel und Chloe, aber eine gemeinsame Freundin und ihr Widersacher kommen auch sporadisch zu Wort) sowie auf zwei Zeitebenen: Man erfährt, was vor acht Jahren rund um Chloes 16. Geburtstag und den darauffolgenden Jahren geschah. In der Gegenwart geht es um den Auftrag, Chloe zu finden bzw. nach Hause zu bringen, was sich als weitaus problematischer erweist als gedacht: Mel war nicht klar, dass sie sich in einen Strudel aus Gefühlschaos, gefährlichen Geheimnissen und lebensbedrohlichen Situationen begibt. Der Auftrag entwickelt sich von einer turbulenten Odyssee durch die kanadische Wildnis zum Überlebenskampf, denn die verhängnisvolle Vergangenheit holt sie ein …

“Tödliche Freundinnen” macht wirklich Spaß: Der geistreich witzige, schräge Erzählstil ist mitreißend. Die Protagonistinnen sind cool, tough, sarkastisch, aber auch verletzlich sowie empathisch, und die Dynamik zwischen ihnen ist unterhaltsam wie bewegend. Die ereignisreiche Handlung ist abgefahren, im besten Sinne cartoonhaft actiongeladen und temporeich!

Ich habe allerdings zwei kleine Kritikpunkte: Ich finde, dass auch die Kapitel, in denen die Protagonistinnen 24 Jahre alt sind, wie aus einem Jugendbuch wirken und die widersprüchlichen Gefühle, von denen beide hin- und hergerissen werden, nehmen für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Raum ein.

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