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Veröffentlicht am 24.01.2023

Humorvolle Geschichte mit Tiefgang

Fang jetzt bloß nicht an zu lieben
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Cover:

Mich hat das Cover direkt angesprochen ich liebe die Farbgebung und die Designelemente. Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, wenn Gesichter auf Buchcovern erscheinen, aber dadurch, dass diese ...

Cover:

Mich hat das Cover direkt angesprochen ich liebe die Farbgebung und die Designelemente. Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, wenn Gesichter auf Buchcovern erscheinen, aber dadurch, dass diese gezeichnet sind, finde ich es trotzdem passend.



Inhalt:

Ich bin sehr schnell und einfach in die Geschichte reingekommen. Mir gefällt der lockere Schreibstil, der mich bereits bei den ersten Seiten zum schmunzeln gebracht hat. Gerade wenn das Wetter wieder trüber wird freue ich mich über ein Buch mit viel Humor wie dieses.



Mir gefällt auch, dass die Kapitel relativ kurz sind und ich liebe es, wenn in Büchern auf Pop-Kultur verwiesen wird und freue mich immer total wenn Anspielungen auf Filme und Serien im Buch auftauchen.



Harriet ist mir direkt sympathisch gewesen und das Gefühl hat sich im Laufe des Buches verstärkt.



Das Buch hat schlussendlich viel mehr Tiefgang gehabt, als ich erwartet habe und es thematisiert viele gesellschaftlich relevante Themen. Wie toxische Beziehung sei es Liebes-Beziehung, aber auch Freundschaften, Zusammenhalt und weibliche Solidarität, Missbrauch usw. Auch wenn ich es sehr gut fand, dass diese Themen thematisiert und reflektiert worden sind, muss ich sagen, dass mir dabei die Liebesgeschichte zwischen Harriet und Cal etwas zu kurz kam. Da diese im Großen und Ganzen in den letzten 12 Seiten abgehandelt worden ist und da es davor immer um andere Beziehungen ging, konnte in den letzten paar Seiten der Funke leider nicht mehr überspringen. Deswegen bin ich leider etwas enttäuscht, weil ich aufgrund des Klappentextes und auch des Titels eine eher intensivere Liebesgeschichte erwartet habe. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch sehr unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Ein emotionales Buch mit Tiefgang, das zum nachdenken und mitfühlen anregt 📚

How do I tell them I love them?
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“How do I tell them I love them?“ ist für mich das erste Buch, welches zum einen gegenderte Sprache nutzt und zum anderen einen nicht binären Hauptcharakter hat. Beides hat mich direkt angesprochen und ...

“How do I tell them I love them?“ ist für mich das erste Buch, welches zum einen gegenderte Sprache nutzt und zum anderen einen nicht binären Hauptcharakter hat. Beides hat mich direkt angesprochen und mein Interesse geweckt. Ich bin wirklich begeistert, wie toll sich dieses Buch lesen lässt. Im deutschen wurde entschieden dey/deremm zu verwenden. Am Anfang des Buches steht dazu ein Erklärung. Des Weiteren ist es das erste Buch für mich, dass die Corona Pandemie aufgreift und ich finde es total spannend so ein einschneidendes Erlebnis in einem Buch zu erleben und zu lesen wie Kacen die Pandemie empfunden hat und vielleicht auch in dem Buch verarbeitet.
Das Buch konnte mich direkt von der ersten Seite an fesseln. Der Lesende erlebt die Geschichte aus Sicht von Lark. Dabei fängt Kacen Larks Gefühlswelt und Gedanken unfassbar gut ein. Dey ist neurodivers, was durch den Schreibstil sehr gut rübergebracht wird. Allgemein liest sich das Bich sehr flüssig und angenehm. Ich liebe die Dynamik zwischen Lark und Kasim. Ich finde es sehr interessant, dass Lark und Kasim so unterschiedlich sind und wie diese Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der beiden herausgearbeitet werden. Ich kann die Wut und das Trauma von Kasim genauso spüren, wie die Sehnsucht nach Anerkennung, Liebe und Sicherheit von Lark. Während der Geschichte erlebt Lark eine wundervolle Charakterentwicklung.

Innerhalb der Geschichte sind viele relevante Themen, wie beispielsweise Ableismus, Rassismus, Neurodiversität, Depressionen, Adultismus, Diskriminierung von z. B. Frauen und Queeren Personen, Gaslighting, Polizeigewalt sowie Hass und Hetze im Internet und Mobbing eingeflossen. Zum einen findende ich die zum Teil tiefe und reflektierte Auseinandersetzung mit einigen Themen, innerhalb der Schulstunde sowie im Freundeskreis und in der Gedankenwelt von Lark sehr gut. Andererseits bekommen meiner Meinung nach nicht alle Themen die benötigter Aufmerksamkeit. Ich weiß, dass das schlichtweg im Rahmen eines Buches nix hat möglich ist. Nichtsdestotrotz hätte ich mir einen engeren Fokus gewünscht, da viele Inhalte Lesende triggern können und es schade ist, wenn diese dann nur benannt und nicht aufgearbeitet werden.

Wie ihr euch bereits denken könnt, ist dieses Buch also keine seichte Liebesgeschichte, sondern benötigt eine intellektuelle sowie emotionale Auseinandersetzung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und viele Denkanstöße gegeben. Ich freue mich mehr über die Traumate von schwarzen und nichtbinären Personen gelernt zu haben, denn ich möchte lernen und mich weiterentwickeln.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Stiller Roman

John of John
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Ein junger Mann kehrt zurück auf eine abgelegene Insel der schottischen Hebriden.
Dorthin, wo er aufgewachsen ist. Zu einem Vater, der ihn liebt und gleichzeitig nicht versteht.

Cal hat in Edinburgh versucht, ...

Ein junger Mann kehrt zurück auf eine abgelegene Insel der schottischen Hebriden.
Dorthin, wo er aufgewachsen ist. Zu einem Vater, der ihn liebt und gleichzeitig nicht versteht.

Cal hat in Edinburgh versucht, ein anderes Leben zu beginnen. Doch auf der Insel wartet genau das auf ihn, wovor er geflohen ist: Enge, religiöse Strenge und eine Gemeinschaft, die wenig Platz für Abweichung lässt. Seine Homosexualität bleibt unausgesprochen, genauso wie viele andere Wahrheiten in seiner Familie.

Was wie ein klassisches „Heimkehr-Drama“ beginnt, entwickelt sich zu einer stillen, dichten Geschichte über Schuld, Scham und Zugehörigkeit. Es passiert wenig im klassischen Sinne, dafür umso mehr zwischen den Figuren. Viel wird nicht gesagt, aber ist spürbar.

Stuart schreibt bildhaft und atmosphärisch, manchmal fast zu sehr. Die Sprache ist stark, aber stellenweise auch überladen und verliert sich in Metaphern.

Besonders gelungen ist die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Zwei Menschen, die sich nah sind und doch aneinander vorbeileben.

Irritierend und für mich nicht ganz sauber ausgearbeitet ist eine Vergangenheitsebene rund um einen jüngeren Jugendfreund von Cal. Es wirkt beim Lesen so, als hätte es damals eine grenzüberschreitende, möglicherweise missbräuchliche Situation gegeben. Gleichzeitig bleibt völlig unklar, was genau passiert ist.

Was mich zusätzlich etwas ausgebremst hat: die Länge. Mit über 500 Seiten zieht sich die Geschichte stellenweise, und nicht jede Szene trägt wirklich etwas Neues bei. Auch einige Themen bleiben eher angerissen als wirklich durchdrungen.

Fazit:
Ein intensiver, ruhiger Roman über Identität, Familie und das Gewicht unausgesprochener Wahrheiten. Atmosphärisch stark, aber nicht durchgehend überzeugend.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Cozy Fantasy

The House Witch 1
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Rezensionsexemplar | The House Witch von Emilie Nikota

Er ist eine Hexe, möchte aber am liebsten im verborgenen bleiben und sucht deswegen eine Anstellung als königlicher Koch, wo er sein ruhiges Leben ...

Rezensionsexemplar | The House Witch von Emilie Nikota

Er ist eine Hexe, möchte aber am liebsten im verborgenen bleiben und sucht deswegen eine Anstellung als königlicher Koch, wo er sein ruhiges Leben führen kann.

Dieses Buch wird dem Subgenre Cozy Fantasy definitiv gerecht. Es ist eine ruhige, fast schon gemütliche Geschichte über Magie, Alltag und die kleinen Dinge, die oft übersehen werden.

Statt Schlachten und Intrigen geht es hier um Rezepte, zwischenmenschliche Dynamiken und die Frage, wo man eigentlich hingehört.
Der Ton ist leicht, humorvoll und stellenweise überraschend herzlich.

Für mich hatte das Buch aber auch seine Schwächen: Das Tempo war stellenweise für mich einfach zu langsam. Einige Passagen ziehen sich, ohne wirklich etwas Neues beizutragen. Auch der Humor hat mich nicht immer abgeholt, manche Witze waren mir zu flach, wie die über den Nachnamen einer Figur.

Mit Finlay bin ich anfangs ebenfalls nicht richtig warm geworden. Er wirkt lange sehr unnahbar und distanziert. Gleichzeitig zeigt er immer wieder einen sehr starken Beschützerinstinkt gegenüber Frauen, der teilweise ziemlich dominant wirkt und für mich nicht ganz rund war.

Was ich trotzdem mochte war die unaufgeregte Art zu erzählen. Kein Drama um des Dramas willen, keine künstlich aufgeblähte Spannung. Stattdessen Figuren, die Raum bekommen und eine Welt, die eher einlädt als überwältigt.

Man merkt schnell, dass die eigentliche Stärke nicht in der Handlung liegt, sondern in der Atmosphäre.

Mein Fazit:
Eine ruhige, charmante Fantasy-Geschichte, für alle, die Fantasy ohne große Schlachten suchen und eher auf Atmosphäre, Alltag und leise Entwicklungen setzen. Besonders geeignet, wenn man Cozy Fantasy mag und sich einfach mal in eine entspanntere Geschichte fallen lassen will.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Düstere Fantasy

Das Lied der Tiefe
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Das Lied der Tiefe von Kalie Cassidy
Zeit ihres Lebens musste sich Imogen verstecken. Vor einem Königreich, das Sirenen für blutrünstige Monster hält. Vor dem Hass ihrer Verfolger. Und vor einer Macht, ...

Das Lied der Tiefe von Kalie Cassidy
Zeit ihres Lebens musste sich Imogen verstecken. Vor einem Königreich, das Sirenen für blutrünstige Monster hält. Vor dem Hass ihrer Verfolger. Und vor einer Macht, die in ihr schlummert.

Meine Meinung:
Das Setting hat mich sofort mitgenommen: Eine Welt, in der Sirenen und magische Wesen verehrt und gefürchtet werden. Das Buch hat eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre, was mir besonders gut gefallen hat.

Allerdings wirkte das Worldbuilding an manchen Stellen eher angedeutet als vollständig ausgearbeitet. Die Grenzen dessen, was Sirenen können, wirken nicht immer klar, die Mythologie bleibt stellenweise diffus.

Die Dynamik zwischen Imogen und Theodor fühlte sich stellenweise sehr glaubhaft und intensiv an, dann wieder etwas zu schnell, zu konstruiert. Ein paar Szenen hätten für mich mehr Zeit, mehr Raum gebraucht.

Fazit:
Das Lied der Tiefe ist eine düstere, romantasyhafte Geschichte mit starken Bildern, einer faszinierenden Grundidee und spürbarer emotionaler Tiefe. Für Fans von düsterer Fantasy mit Sirenen-Mythos, Geheimnissen und einer Prise Romantik.

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