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Veröffentlicht am 24.01.2023

Ein „verflucht“ gutes Buch

Lightlark
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Worum geht es?

Die Geschichte wird auf der Perspektive der Protagonistin Isla, die Herrscherin des Wildfolk ist, erzählt. Es beginnt kurz vor dem berühmten Centennial, das nur alle 100 Jahre auf der ...

Worum geht es?

Die Geschichte wird auf der Perspektive der Protagonistin Isla, die Herrscherin des Wildfolk ist, erzählt. Es beginnt kurz vor dem berühmten Centennial, das nur alle 100 Jahre auf der Insel Lightlark stattfindet, denn die Völker sowie die Insel wurden verflucht. Aus diesem Grund erscheint die Insel nur alle 100 Jahre für exakt 100 Tage und jeder Herrscher der sechs Völker Skyfolk, Starfolk, Sunfolk, Moonfolk, Wildfolk und Nightshade hat in dieser Zeit die Möglichkeit, gemeinsam die Flüche zu brechen. Vor Isla wurde das bereits viermal versucht, ohne Erfolg. Denn die Flüche können nur anhand eines Rätsels gebrochen werden. Neben dem Ende des Fluches kann der Gewinner des Centennials selbst die Macht erlangen, Flüche auszusprechen, was bisher nur die Nightshades können, die unter anderem deswegen sehr verhasst sind. Fast so verhasst wie das Wildfolk, zu dem Isla gehört, dass nach den Flüchen von der Insel geflohen ist. Die Protagonisten Isla hat ihr Leben lang wie ein Vogel im Käfig eingesperrt verbracht, konnte aber dank des Sternenstabs ihrer verstorbenen Mutter heimlich zu verschiedenen Orten reisen, auch wenn das ihr eigentlich nicht erlaubt war. Denn sie verbirgt ein großes Geheimnis.



Zuerst einmal gefällt mir das Cover richtig gut. Ich hab das Buch mit superschönen Buchschnitt erhalten, der ebenfalls sehr passend ist. Ich liebe die Kombination aus den verschiedenen Rottönen und Gold sowie schwarz und die Motive der Dornenranken und Blumen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen. Mit sehr ausdrucksstarker Bildsprache, sodass man sich die Welt und ihre Bewohner leicht vorstellen kann.

Mir ist es sehr leicht gefallen, in die Geschichte sowie das Setting reinzukommen. Bereits in den ersten Kapiteln werden wichtige Fakten erklärt und die alle relevanten Personen vorgestellt. Einblick in die vorangegangenen Geschehnisse und die Historie von Lightlark werden immer nur Stück für Stück gegeben, genauso wie die Motive der einzelnen Herrscher, sodass die Geschichte spannend bleibt. Isla ist eine wahre Kämpfernatur und Kriegerin, die ihre Defizite durch Fleiß, Geschick und unfassbarer Willenskraft wieder wettmacht. Außerdem ist da noch Grim, der dunkelhaariger, heiße, missverstandenen Gegner sowie Oro der König von Lightlark, der ihr direkt mit so viel Feindseligkeit und Abscheu gegenübertritt und dessen Wege trotzdem andauernd Islas kreuzen. Trotz des Fluchs, der auf dem Wildfolk liegt, flirtet Grim ab der ersten Minute mit Isla und das lässt diese auch nicht gerade kalt, aber kann sie ihm wirklich vertrauen? Ist er ein Freund oder ein Feind? Und was hat es mit dem ins sich verschlossenen König zu tun, der niemanden vertraut und ihr trotz seiner Abneigung das Leben gerettet hat. Denn jeder auf der Insel verfolgt seine eigenen Pläne.

Abschließen lässt sich sagen, dass mir der Weltenaufbau und die Idee der Geschichte sehr gut gefallen. Es bleibt durchweg spannend, da die Kapitel kurz gehalten werden und es ein keiner Stelle langatmig ist, aber emotional konnte mich das Buch, im Vergleich zu Büchern derselben Art, nicht ganz abholen, sodass es von mir nur 4 von 5 Sterne erhält. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen, der gerne Fantasy liest oder auch gerade damit anfangen möchte.

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Veröffentlicht am 24.01.2023

Humorvolle Geschichte mit Tiefgang

Fang jetzt bloß nicht an zu lieben
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Cover:

Mich hat das Cover direkt angesprochen ich liebe die Farbgebung und die Designelemente. Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, wenn Gesichter auf Buchcovern erscheinen, aber dadurch, dass diese ...

Cover:

Mich hat das Cover direkt angesprochen ich liebe die Farbgebung und die Designelemente. Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, wenn Gesichter auf Buchcovern erscheinen, aber dadurch, dass diese gezeichnet sind, finde ich es trotzdem passend.



Inhalt:

Ich bin sehr schnell und einfach in die Geschichte reingekommen. Mir gefällt der lockere Schreibstil, der mich bereits bei den ersten Seiten zum schmunzeln gebracht hat. Gerade wenn das Wetter wieder trüber wird freue ich mich über ein Buch mit viel Humor wie dieses.



Mir gefällt auch, dass die Kapitel relativ kurz sind und ich liebe es, wenn in Büchern auf Pop-Kultur verwiesen wird und freue mich immer total wenn Anspielungen auf Filme und Serien im Buch auftauchen.



Harriet ist mir direkt sympathisch gewesen und das Gefühl hat sich im Laufe des Buches verstärkt.



Das Buch hat schlussendlich viel mehr Tiefgang gehabt, als ich erwartet habe und es thematisiert viele gesellschaftlich relevante Themen. Wie toxische Beziehung sei es Liebes-Beziehung, aber auch Freundschaften, Zusammenhalt und weibliche Solidarität, Missbrauch usw. Auch wenn ich es sehr gut fand, dass diese Themen thematisiert und reflektiert worden sind, muss ich sagen, dass mir dabei die Liebesgeschichte zwischen Harriet und Cal etwas zu kurz kam. Da diese im Großen und Ganzen in den letzten 12 Seiten abgehandelt worden ist und da es davor immer um andere Beziehungen ging, konnte in den letzten paar Seiten der Funke leider nicht mehr überspringen. Deswegen bin ich leider etwas enttäuscht, weil ich aufgrund des Klappentextes und auch des Titels eine eher intensivere Liebesgeschichte erwartet habe. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch sehr unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Ein emotionales Buch mit Tiefgang, das zum nachdenken und mitfühlen anregt 📚

How do I tell them I love them?
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“How do I tell them I love them?“ ist für mich das erste Buch, welches zum einen gegenderte Sprache nutzt und zum anderen einen nicht binären Hauptcharakter hat. Beides hat mich direkt angesprochen und ...

“How do I tell them I love them?“ ist für mich das erste Buch, welches zum einen gegenderte Sprache nutzt und zum anderen einen nicht binären Hauptcharakter hat. Beides hat mich direkt angesprochen und mein Interesse geweckt. Ich bin wirklich begeistert, wie toll sich dieses Buch lesen lässt. Im deutschen wurde entschieden dey/deremm zu verwenden. Am Anfang des Buches steht dazu ein Erklärung. Des Weiteren ist es das erste Buch für mich, dass die Corona Pandemie aufgreift und ich finde es total spannend so ein einschneidendes Erlebnis in einem Buch zu erleben und zu lesen wie Kacen die Pandemie empfunden hat und vielleicht auch in dem Buch verarbeitet.
Das Buch konnte mich direkt von der ersten Seite an fesseln. Der Lesende erlebt die Geschichte aus Sicht von Lark. Dabei fängt Kacen Larks Gefühlswelt und Gedanken unfassbar gut ein. Dey ist neurodivers, was durch den Schreibstil sehr gut rübergebracht wird. Allgemein liest sich das Bich sehr flüssig und angenehm. Ich liebe die Dynamik zwischen Lark und Kasim. Ich finde es sehr interessant, dass Lark und Kasim so unterschiedlich sind und wie diese Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der beiden herausgearbeitet werden. Ich kann die Wut und das Trauma von Kasim genauso spüren, wie die Sehnsucht nach Anerkennung, Liebe und Sicherheit von Lark. Während der Geschichte erlebt Lark eine wundervolle Charakterentwicklung.

Innerhalb der Geschichte sind viele relevante Themen, wie beispielsweise Ableismus, Rassismus, Neurodiversität, Depressionen, Adultismus, Diskriminierung von z. B. Frauen und Queeren Personen, Gaslighting, Polizeigewalt sowie Hass und Hetze im Internet und Mobbing eingeflossen. Zum einen findende ich die zum Teil tiefe und reflektierte Auseinandersetzung mit einigen Themen, innerhalb der Schulstunde sowie im Freundeskreis und in der Gedankenwelt von Lark sehr gut. Andererseits bekommen meiner Meinung nach nicht alle Themen die benötigter Aufmerksamkeit. Ich weiß, dass das schlichtweg im Rahmen eines Buches nix hat möglich ist. Nichtsdestotrotz hätte ich mir einen engeren Fokus gewünscht, da viele Inhalte Lesende triggern können und es schade ist, wenn diese dann nur benannt und nicht aufgearbeitet werden.

Wie ihr euch bereits denken könnt, ist dieses Buch also keine seichte Liebesgeschichte, sondern benötigt eine intellektuelle sowie emotionale Auseinandersetzung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und viele Denkanstöße gegeben. Ich freue mich mehr über die Traumate von schwarzen und nichtbinären Personen gelernt zu haben, denn ich möchte lernen und mich weiterentwickeln.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Stiller Roman

John of John
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Ein junger Mann kehrt zurück auf eine abgelegene Insel der schottischen Hebriden.
Dorthin, wo er aufgewachsen ist. Zu einem Vater, der ihn liebt und gleichzeitig nicht versteht.

Cal hat in Edinburgh versucht, ...

Ein junger Mann kehrt zurück auf eine abgelegene Insel der schottischen Hebriden.
Dorthin, wo er aufgewachsen ist. Zu einem Vater, der ihn liebt und gleichzeitig nicht versteht.

Cal hat in Edinburgh versucht, ein anderes Leben zu beginnen. Doch auf der Insel wartet genau das auf ihn, wovor er geflohen ist: Enge, religiöse Strenge und eine Gemeinschaft, die wenig Platz für Abweichung lässt. Seine Homosexualität bleibt unausgesprochen, genauso wie viele andere Wahrheiten in seiner Familie.

Was wie ein klassisches „Heimkehr-Drama“ beginnt, entwickelt sich zu einer stillen, dichten Geschichte über Schuld, Scham und Zugehörigkeit. Es passiert wenig im klassischen Sinne, dafür umso mehr zwischen den Figuren. Viel wird nicht gesagt, aber ist spürbar.

Stuart schreibt bildhaft und atmosphärisch, manchmal fast zu sehr. Die Sprache ist stark, aber stellenweise auch überladen und verliert sich in Metaphern.

Besonders gelungen ist die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Zwei Menschen, die sich nah sind und doch aneinander vorbeileben.

Irritierend und für mich nicht ganz sauber ausgearbeitet ist eine Vergangenheitsebene rund um einen jüngeren Jugendfreund von Cal. Es wirkt beim Lesen so, als hätte es damals eine grenzüberschreitende, möglicherweise missbräuchliche Situation gegeben. Gleichzeitig bleibt völlig unklar, was genau passiert ist.

Was mich zusätzlich etwas ausgebremst hat: die Länge. Mit über 500 Seiten zieht sich die Geschichte stellenweise, und nicht jede Szene trägt wirklich etwas Neues bei. Auch einige Themen bleiben eher angerissen als wirklich durchdrungen.

Fazit:
Ein intensiver, ruhiger Roman über Identität, Familie und das Gewicht unausgesprochener Wahrheiten. Atmosphärisch stark, aber nicht durchgehend überzeugend.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Cozy Fantasy

The House Witch 1
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Rezensionsexemplar | The House Witch von Emilie Nikota

Er ist eine Hexe, möchte aber am liebsten im verborgenen bleiben und sucht deswegen eine Anstellung als königlicher Koch, wo er sein ruhiges Leben ...

Rezensionsexemplar | The House Witch von Emilie Nikota

Er ist eine Hexe, möchte aber am liebsten im verborgenen bleiben und sucht deswegen eine Anstellung als königlicher Koch, wo er sein ruhiges Leben führen kann.

Dieses Buch wird dem Subgenre Cozy Fantasy definitiv gerecht. Es ist eine ruhige, fast schon gemütliche Geschichte über Magie, Alltag und die kleinen Dinge, die oft übersehen werden.

Statt Schlachten und Intrigen geht es hier um Rezepte, zwischenmenschliche Dynamiken und die Frage, wo man eigentlich hingehört.
Der Ton ist leicht, humorvoll und stellenweise überraschend herzlich.

Für mich hatte das Buch aber auch seine Schwächen: Das Tempo war stellenweise für mich einfach zu langsam. Einige Passagen ziehen sich, ohne wirklich etwas Neues beizutragen. Auch der Humor hat mich nicht immer abgeholt, manche Witze waren mir zu flach, wie die über den Nachnamen einer Figur.

Mit Finlay bin ich anfangs ebenfalls nicht richtig warm geworden. Er wirkt lange sehr unnahbar und distanziert. Gleichzeitig zeigt er immer wieder einen sehr starken Beschützerinstinkt gegenüber Frauen, der teilweise ziemlich dominant wirkt und für mich nicht ganz rund war.

Was ich trotzdem mochte war die unaufgeregte Art zu erzählen. Kein Drama um des Dramas willen, keine künstlich aufgeblähte Spannung. Stattdessen Figuren, die Raum bekommen und eine Welt, die eher einlädt als überwältigt.

Man merkt schnell, dass die eigentliche Stärke nicht in der Handlung liegt, sondern in der Atmosphäre.

Mein Fazit:
Eine ruhige, charmante Fantasy-Geschichte, für alle, die Fantasy ohne große Schlachten suchen und eher auf Atmosphäre, Alltag und leise Entwicklungen setzen. Besonders geeignet, wenn man Cozy Fantasy mag und sich einfach mal in eine entspanntere Geschichte fallen lassen will.

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