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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2026

Spannende Idee, die Umsetzung war mir jedoch zu pathetisch und flach

Illusion – A Lie Worth Believing
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Grundsätzlich hat mir das Setting einer Illusionsshow in Las Vegas als Idee enorm gut gefallen und am Anfang war ich auch von dem fast poetisch anmutenden Schreibstil angetan.

Diese Begeisterung hat ...

Grundsätzlich hat mir das Setting einer Illusionsshow in Las Vegas als Idee enorm gut gefallen und am Anfang war ich auch von dem fast poetisch anmutenden Schreibstil angetan.

Diese Begeisterung hat sich jedoch bald zugunsten einer gewissen Genervtheit gelegt, weil in gefühlt jedem zweiten Satz ein bildgewaltiger Vergleich gebracht wurde und ständig Sätze mit dem Zusatz "mehr, als ich zulassen/zugeben wollte" fielen. Das erschien mir viel zu aufgesetzt und pathetisch, als dass ich es hätte ernst nehmen können. Es hat mich aus dem Lesefluss gebracht und mir keineswegs emotionale Tiefe vermittelt, sondern im Gegenteil eher ein Gefühl von leeren Worthülsen, denn spüren konnte ich die beschriebenen Emotionen kaum.

Diese Kritik betrifft auch die Charaktere. Stella fand ich noch einigermaßen greifbar, wohingegen alle anderen Charaktere wenig bis gar nicht spürbar für mich waren, was auch für die Beziehungen untereinander und für die Liebesgeschichte gilt.

Dennoch fand ich die Story stellenweise recht spannend und besonders das Thema mit KI und Deepfakes hat mir gut gefallen. Das hätte meiner Meinung nach noch mehr ausgearbeitet werden dürfen, ebenso wie die Konflikte zwischen den Charakteren und die Gründe ihrer teilweise recht fragwürdigen Handlungen.

Fazit: Für mich hatte die Story originelle und spannende Ideen, die jedoch meiner Meinung nach ohne die nötige Tiefe und mit reichlich pathetischen Worten umgesetzt wurden. Ich könnte mir vorstellen, dass sie einem jüngeren Publikum von 16 bis 18 Jahren ganz gut gefallen könnte.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Grandioser Start, aber wo war die Spannung danach?

The Crane and the Nightjar
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Wie schade! Was ist da nur passiert?! Ich habe es selten, dass ich von dem Beginn eines Buches so begeistert bin. Tatsächlich fand ich die Leseprobe richtig genial und habe mich wahnsinnig auf das Buch ...

Wie schade! Was ist da nur passiert?! Ich habe es selten, dass ich von dem Beginn eines Buches so begeistert bin. Tatsächlich fand ich die Leseprobe richtig genial und habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut, aber es konnte mich einfach nicht fesseln und ich musste mich immer wieder regelrecht dazu aufraffen weiterzulesen. Gefühlt wurde da ganz viel Potenzial verschenkt.

Der Schreibstil ist an sich flüssig und sehr schön atmosphärisch, das Setting düster und die Magie, bei der man immer ein Stück seiner Seele verliert, wirklich faszinierend. Auch die Charaktere fand ich angenehm, sie wirkten erwachsen und reif.

Von den logischen Fehlern konnte ich persönlich gut absehen. Teilweise tauchen Personen an Stellen wieder auf, obwohl sie eigentlich gerade woanders sind, oder die Haarfarbe einer Person ändert sich einfach mal willkürlich. Aber wie gesagt, das hat mich persönlich nicht so gestört.

Ich hatte vielmehr Probleme damit, dass einfach für mich keine wirkliche Spannung aufkam, erst im letzten Achtel wieder. Ich nehme an, dass es zum einen daran lag, dass ich mir mehr und tiefere Emotionen gewünscht hätte und zum anderen daran, dass das Worldbuilding zu dem an sich interessanten Magie-System nicht sehr ausgereift war. Die Magie hat schlussendlich in dieser Story gar nicht so eine große Rolle gespielt. Den Plot Twist habe ich kommen sehen, aber auch darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn ich einfach gefesselter gewesen wäre.

Fazit: Sicherlich eine solide Romantasy mit einem wirklich starken Beginn und vielversprechendem Magie-System, die dann aber geschwächelt hat und mich enttäuschend wenig mitreißen konnte.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ganz süß, aber seltsam unbeholfen und holprig

One Date to Gold
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Ist der Hype gerechtfertigt? Meiner Meinung nach leider nicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zugegebenermaßen ganz süß, aber ich habe erst einmal die Hälfte des Buches gebraucht, um halbwegs in ...

Ist der Hype gerechtfertigt? Meiner Meinung nach leider nicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zugegebenermaßen ganz süß, aber ich habe erst einmal die Hälfte des Buches gebraucht, um halbwegs in die Geschichte hineinzufinden.

Zunächst einmal fand ich den Schreibstil nicht besonders fessend und musste das Buch immer wieder zur Seite legen. Die Charaktere und ihre Interaktion habe ich anfangs sehr platt und oberflächlich erlebt, da direkt von Beginn an in völlig unpassenden Momenten sexualisierende Anspielungen gemacht wurden., ohne dass die Charaktere sich schon kannten. Das fand ich too much und auch unrealistisch. Und auch ich hätte die Charaktere gerne etwas kennengelernt, bevor ich mit nackten und vor allem harten Tatsachen in ganz willkürlichen Situationen konfrontiert werde.

In dem Buch waren außerdem einige Logikfehler, Zudem kam mir der Schreibstil teilweise seltsam unbeholfen vor und die Dialoge etwas holprig und konstruiert, vor allem auf Hunters Seite. Auch habe ich noch nie so seltsame Spice-Szenen gelesen. Am Ende war mir die Story dann zu kitschig.

Weshalb vergebe ich dennoch 3 Sterne? Das Olympia-Setting hat es mir angetan, die Atmosphäre wurde gut transportiert . Ich fand es spannend, etwas über das Snowboarden zu lernen. Außerdem entwickelten sich die Charaktere durchaus auf eine liebenswerte Art und Weise, so dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Die jeweiligen Themen, die sie im Gepäck trugen, fand ich auch spannend und authentisch erzählt.

Mein Fazit: Dieses Buch hat mich nicht umgehauen. ich hatte immer wieder Probleme, mich zum Lesen aufzuraffen. Dennoch vermittelt es eine schöne Winter- und Olympia-Atmosphäre und eine ganz süße Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Etwas unausgereift und eher für zwischendurch

Rewrite My Rules | Emotionaler Liebesroman | New Adult Romance über Angst vor Gefühlen und Mut zum Neuanfang
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Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten. Ich habe deutlich gemerkt, dass es sich um einen Debüt-Roman handelt, da die Charaktere teilweise etwas vereinfacht dargestellt wurden, die Beziehung sich zu schnell ...

Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten. Ich habe deutlich gemerkt, dass es sich um einen Debüt-Roman handelt, da die Charaktere teilweise etwas vereinfacht dargestellt wurden, die Beziehung sich zu schnell entwickelte und ich vor allem immer mal wieder über den Schreibstil gestolpert bin und über die repetitiven inneren Monologe und Grübeleien der Charaktere. Diese haben den Roman meiner Meinung nach unnötig in die Länge gezogen und Spannung herausgenommen.

Auf der anderen Seite habe ich auch das Potenzial gesehen. Gut hat mir gefallen, dass vor allem bei Casey durchaus eine Entwicklung festzustellen war, auch wenn sie mir als Protagonistin bis zuletzt ein wenig zu blass und abwartend war. Gegen Ende fand ich auch die Emotionen der Charaktere ganz gut spürbar. Jacobs Entwicklung hingegen fand ich nicht so hundertprozentig überzeugend. Das Setting in Kalifornien mochte ich sehr, ebenso die sympathischen Nebencharaktere, die Found Family-Vibes verströmt haben.

Insgesamt fehlte es mir an Tiefe und Spannung, welche auch durch die vermeidbaren ausführlichen und detailreichen Schilderungen gelitten haben. Ich war einfach nicht so gefesselt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Casey und Jacob weitergeht. Allerdings hatte ich auch nicht das Bedürfnis, das Buch abzubrechen.

Ich würde diese Romance eher für zwischendurch empfehlen, wenn man etwas Leichtes braucht oder eine Lektüre für den Strand.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Geheimnisse und Intrigen in der Pariser Modewelt mit eher flachen Charakteren

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Dieses Buch war für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Zunächst habe ich nicht wirklich gut hineingefunden, fand die Charaktere langweilig und musste es immer wieder zur Seite legen. Dann war es eine Zeit ...

Dieses Buch war für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Zunächst habe ich nicht wirklich gut hineingefunden, fand die Charaktere langweilig und musste es immer wieder zur Seite legen. Dann war es eine Zeit lang besser, die Charaktere etwas greifbarer, die Story fesselnder. Und im letzten Drittel war ich dann trotz der aufkommenden Spannung zunehmend genervt von den Charakteren und ihren Interaktionen.

Zunächst einmal möchte ich die Elemente erwähnen, die mir an der Story gefallen haben. Da ist zum einen das Setting der Pariser Modewelt, die sprachlich gemischten Überschriften und die eingestreuten französischen Begriffe, die einen nie vergessen lassen, dass wir uns im schönen Frankreich befinden. Außerdem fand ich es erfrischend, dass es drei unterschiedliche POV gibt. Die Spannung durch die Dreiecksgeschichte und die Rivalität der beiden Modehäuser hat mir ebenfalls gut gefallen sowie die Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Die Nebencharaktere Zoé und Ethan mochte ich mit ihrer erfrischend unangepassten Art sehr.

Meine Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die Darstellung der Hauptcharaktere und ihre Interaktionen. Dass in den traditionsbewussten Modehäusern eine patriarchale Struktur herrscht, war vielleicht zu erwarten, doch dies wird hier kaum kritisch aufgegriffen und hinterfragt, leider auch nicht von Elodie. Sie selbst wird meiner Meinung nach in ihrem Charakter inkonsistent dargestellt. Einerseits zeigt sie sich selbstbewusst, schlagfertig und traut sich, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, andererseits verhält sie sich seltsam überangepasst, passiv abwartend und lässt sich herumkommandieren und bevormunden. Adam und Gabriel sollen zwar vermutlich per se ein wenig distanziert und schwer greifbar wirken, dies war mir jedoch too much. Ich fand sie teilweise richtiggehend unsympathisch. Das hat dazu geführt, dass mir ihr Schicksal recht egal war. Auch die Anziehungskraft zwischen Elodie und Gabriel konnte ich nicht spüren. Außerdem sind mir Unstimmigkeiten bezüglich Gabriels Wissen um das Familiengeheimnis aufgefallen.

Mein Fazit: Schöne Idee, tolles Setting, zwischendurch durchaus fesselnd, aber den Charakteren fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe und sie waren mir teilweise unsympathisch. Dieses Buch hat mir etwas besser gefallen als "Dark Venice" von derselben Autorin. Ich würde es denjenigen Leser*innen empfehlen, die Fans der Autorin sind und mit ihrem Schreibstil und ihrer Charakterdarstellung vertraut sind und diese mögen.

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