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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

tolles Buch

Die Buchhandlung der Exilanten
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Meinung: Sachbücher oder Bücher in diese Richtung lese ich immer mal wieder gern doch nur selten erwischt mich eines so sehr wie dieses.
Sylvia Beach und Adrienne Monnier sind zwei Frauen, die mir beim ...

Meinung: Sachbücher oder Bücher in diese Richtung lese ich immer mal wieder gern doch nur selten erwischt mich eines so sehr wie dieses.
Sylvia Beach und Adrienne Monnier sind zwei Frauen, die mir beim Lesen unglaublich nahegekommen sind. Ihre Buchhandlungen waren in den 1920er-Jahren lebendige Treffpunkte der literarischen Welt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch diese Räume zu gehen umgeben von Namen wie Hemingway, Joyce oder Simone de Beauvoir, die hier plötzlich greifbar und lebendig wirken. Gerade diese anfängliche Leichtigkeit macht den späteren Bruch umso intensiver. Mit der Besetzung Frankreichs verändert sich alles. Die Atmosphäre wird spürbar düsterer, Angst und Unsicherheit schleichen sich zwischen die Seiten. Besonders bewegt hat mich, mit welcher Entschlossenheit und Selbstverständlichkeit die beiden Frauen handeln: Sie helfen Verfolgten, organisieren Unterstützung, bieten Schutz und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ihre Buchhandlungen werden zu Orten des Widerstands, getragen von Mut und Menschlichkeit.
Der Schreibstil ist feinfühlig, leicht und sehr flüssig. Die wechselnden Zeitebenen erzeugen Spannung, auch wenn die Vielzahl an Namen und Details eine gewisse Konzentration verlangt. Doch genau diese Fülle macht das Buch so eindrucksvoll und authentisch, man spürt auf jeder Seite, wie intensiv hier recherchiert wurde.
Diese Geschichte ist eine bewegende Erinnerung daran, wie kraftvoll Literatur sein kann und wie wichtig Menschen sind, die für sie und füreinander einstehen.
Absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Tolles Buch

Das Gehöft
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Meinung: Ich habe wirklich jedes Buch dieses Autors gelesen und trotzdem schafft er es immer wieder, mich komplett aus der Bahn zu werfen. Auch diesmal hat er mich nicht nur gepackt… er hat mich regelrecht ...

Meinung: Ich habe wirklich jedes Buch dieses Autors gelesen und trotzdem schafft er es immer wieder, mich komplett aus der Bahn zu werfen. Auch diesmal hat er mich nicht nur gepackt… er hat mich regelrecht mitgerissen.
Der Einstieg hatte diese trügerische Ruhe, die ich so sehr an seinen Geschichten liebe. Dieses leise Knistern unter der Oberfläche, dieses unterschwellige Gefühl, dass sich etwas Dunkles zusammenbraut. Lara, Henry, Malte und das befreundete Paar auf dieser einsamen Hallig, das klang nach Rückzug, nach Neuanfang, nach einem Ort zum Durchatmen. Aber genau diese vermeintliche Idylle wird schnell zu etwas ganz anderem.
Die Atmosphäre? Einfach unglaublich. Dieser Sturm, diese klirrende Kälte, diese völlige Isolation ich habe es nicht nur gelesen, ich habe es gefühlt. Die Hallig wurde zu einem Ort, der mir fast körperlich Angst gemacht hat. Dieses Ausgeliefertsein, dieses Gefühl, nicht entkommen zu können… das hat sich tief in mir festgesetzt und mich nicht mehr losgelassen.
Und dann Maltes Verschwinden… ab diesem Moment war nichts mehr wie zuvor. Mein Herz hat regelrecht gestockt. Die Spannung zieht sich danach wie eine immer enger werdende Schlinge zu schleichend, gnadenlos, unausweichlich. Misstrauen, Angst, Zweifel, alles verschwimmt. Besonders Laras wachsende Unsicherheit gegenüber Henry hat mich innerlich zerrissen. Ich habe mit ihr gezweifelt, mit ihr gelitten, mich ständig gefragt: Wem kann man hier noch trauen? Was ist real und was spielt sich nur im Kopf ab?
Ich war emotional komplett gefangen. Dieses Buch hat mich verschlungen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, was hier wirklich passiert. Der Schreibstil ist wie immer intensiv, bildgewaltig und so eindringlich, dass jede Szene wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief. Genau das ist es, was seine Bücher so besonders macht: Sie gehen nicht nur unter die Haut sie bleiben dort.
Und dann dieses Ende… ich war sprachlos.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Tolles Buch

Die Rätsel meines Großvaters
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Meinung: Nachdem mir bereits der erste Teil so gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf diesen Band entsprechend groß und ich wurde auf ganzer Linie belohnt. Schon beim ersten Blick auf das Cover war ...

Meinung: Nachdem mir bereits der erste Teil so gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf diesen Band entsprechend groß und ich wurde auf ganzer Linie belohnt. Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich wieder völlig verzaubert. Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist seine leise, warme Erzählweise. Es ist kein Roman, der mit Spannung und Tempo überwältigt vielmehr entfaltet er seine Wirkung ganz sanft, fast unaufdringlich. Genau diese ruhige, gemütliche Atmosphäre hat mich sofort eingefangen und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist dabei wunderbar flüssig und angenehm, sodass ich mich beim Lesen vollkommen fallen lassen konnte.
Am meisten berührt hat mich jedoch die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Inmitten ihres eigenen, fordernden Alltags nimmt sie sich Zeit für ihn und diese gemeinsamen Momente sind voller Wärme, Fürsorge und leiser Zuneigung. Ihre Verbindung wirkt so echt, so nahbar, dass ich beim Lesen oft innehalten musste. Besonders die Darstellung seiner Lewy-Körper-Demenz ging mir sehr nahe. Dieses Wechselspiel aus Klarheit und Verwirrung, aus Nähe und schmerzlicher Distanz, wurde unglaublich feinfühlig eingefangen und hat der Geschichte eine tief bewegende emotionale Ebene verliehen.
Auch die Kriminalfälle fügen sich auf eine ganz eigene Weise in die Handlung ein. Es geht weniger um klassische Spannung als vielmehr um das gemeinsame Nachdenken, Beobachten und Verstehen. Dieses ruhige Rätseln hat für mich einen besonderen Reiz entfaltet vor allem durch die literarischen Bezüge, die der Großvater immer wieder einbringt. Diese Verbindung von Literatur und Krimi verleiht dem Buch eine ganz eigene, fast schon poetische Note.
Die kleinen Einblicke in die japanische Kultur haben das Ganze für mich zusätzlich bereichert. Sie wirken nie aufgesetzt, sondern fügen sich ganz natürlich in die Geschichte ein und lassen das Setting lebendig und greifbar werden. Auch die Nebenfiguren tragen ihren Teil dazu bei sie bekommen Raum, wirken authentisch und machen die Welt dieses Buches noch vielschichtiger.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Tolles Buch

Tief
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Meinung: Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Am Bodenseeufer wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden mit einer verstörenden Botschaft auf seinem Körper. Ein Fall, der Kommissar Heinzle und sein ...

Meinung: Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Am Bodenseeufer wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden mit einer verstörenden Botschaft auf seinem Körper. Ein Fall, der Kommissar Heinzle und sein Team an ihre Grenzen bringt und mich direkt in seinen Bann gezogen hat. Das Cover gefällt mir auch richtig gut.
Der Thriller ist definitiv nichts für schwache Nerven sowohl wegen der teils brutalen Details als auch durch seinen schonungslosen Blick auf Themen wie Einwanderung, Vorurteile und Extremismus. Die Ermittlungen führen immer tiefer in eine Vergangenheit voller Schuld und Tragödien, während die Spannung durchgehend hoch bleibt.
Teilweise war mir die Handlung jedoch etwas überladen. Nicht jedes politische Thema hätte meiner Meinung nach eingebaut werden müssen, auch wenn ich es sehr stark finde, wie engagiert sich Rebekka diesen schwierigen Aspekten widmet.
Der Schreibstil ist eindringlich und sehr bildhaft, sodass ich mich oft mitten im Geschehen gefühlt habe. Die Twists waren für mich absolut unvorhersehbar. Mit den Charakteren bin ich allerdings nicht ganz warm geworden sie wirken zwar authentisch, blieben für mich emotional aber etwas auf Distanz.
Besonders beeindruckt hat mich, wie realitätsnah gesellschaftliche Missstände dargestellt werden.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Tolles Buch für zwischendurch

A Killer Crush
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Meinung: Das knallige Cover hat mich sofort neugierig gemacht und mein Interesse geweckt.
Eigentlich wollte die Filmexpertin Jamie Prescott beim Speed-Dating nur ein paar unterhaltsame Geschichten sammeln, ...

Meinung: Das knallige Cover hat mich sofort neugierig gemacht und mein Interesse geweckt.
Eigentlich wollte die Filmexpertin Jamie Prescott beim Speed-Dating nur ein paar unterhaltsame Geschichten sammeln, um später mit ihrer besten Freundin darüber zu lachen. Doch der Abend nimmt eine völlig unerwartete Wendung: Plötzlich fällt das Licht aus und als es wieder angeht, bricht Jamies Date tot zusammen. Schnell wird klar, dass niemand die Location verlassen kann und sich der Täter noch immer unter den Anwesenden befindet. Während Angst, Misstrauen und verzweifelte Fluchtversuche die Situation bestimmen, steckt Jamie plötzlich auch noch mitten in einem Liebesdreieck mit zwei Männern von denen einer der Killer sein könnte.
Der Einstieg ins Buch fiel mir allerdings etwas schwer. Zu Beginn nimmt sich die Handlung viel Zeit, wodurch sich die Geschichte für mich etwas gezogen hat. Erst nach einer Weile nimmt die Spannung richtig Fahrt auf.
Jamie hat mir als Hauptfigur gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, clever und behält auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf. Besonders interessant fand ich, dass sie immer wieder auf typische Regeln aus Slasherfilmen zurückgreift, um zu überleben diese werden bereits zu Beginn des Buches vorgestellt. Das war eine originelle Idee und passt perfekt zur Geschichte.
Zu Beginn jedes Kapitels gibt es außerdem leicht abgeänderte Filmzitate. Die Idee dahinter fand ich sehr gelungen, auch wenn ich persönlich viele der Originalzitate nicht erkannt habe.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und mit einer Prise Humor geschmückt. Die Charaktere wirkten auf mich jedoch etwas blass und distanziert, sodass ich keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Die Mischung aus romantischen Momenten und Horror-Elementen hat für mich überraschend gut funktioniert.

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob diese Kombination harmoniert, aber die Autorin hat hier eine gute Balance gefunden.
Allerdings empfand ich gerade den Mittelteil stellenweise als etwas langatmig. Einige Passagen waren sehr ausführlich beschrieben, wodurch die Handlung zwischendurch etwas an Tempo verloren hat. Das hat meinen Lesefluss ein wenig gebremst.
Im letzten Drittel zieht die Spannung dafür noch einmal deutlich an. Die Ereignisse überschlagen sich und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer der Täter ist und wie die Geschichte endet.
Ein ungewöhnlicher und kreativer Genremix, der Humor, Romance und Slasher-Elemente miteinander verbindet

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