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Veröffentlicht am 25.03.2026

Wohlfühlroman

Nordwindworte
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Mila kehrt zurück nach Emden, um den Bücherladen des Vaters zu übernehmen. Mit bringt sie ihre vier Katzen, eine gescheiterte Beziehung und als erstes bekommt sie die Organisation eines Buchsommers aufs ...

Mila kehrt zurück nach Emden, um den Bücherladen des Vaters zu übernehmen. Mit bringt sie ihre vier Katzen, eine gescheiterte Beziehung und als erstes bekommt sie die Organisation eines Buchsommers aufs Auge gedrückt, und zwar innerhalb von vier Wochen. Dann soll in der ganzen Stadt ein Krimi gedreht werden, der alles durcheinander bringt.

Das Buch ist ein absoluter Wohlfühlroman, der sich sehr gut liest. Er punktet vor allem mit der Beschreibung des wunderbaren Buchladens, in dem wohl jeder Buchinteressierte gern bleiben würde. Und mit der Natur von Ostfriesland. Es werden auch viele Redewendungen in Platt verwendet, eine Übersetzung gibt es am Ende des Buches. Das macht es sehr authentisch.
Leider ist auch für einen Wohlfühlroman vieles relativ unrealistisch. Ein solch großes Kulturereignis innerhalb von sechs Wochen zu organisieren, halte ich für nicht möglich. Weiterhin ist Mila so gut wie immer unterwegs. Jeden Abend Treffen mit Freunden, Spiel in der Theatergruppe. Später die neue Liebe. Sie kommt quasi abends nur nach Hause, kuschelt ihre Katzen und fällt ins Bett. Ganz alltägliche Sachen, wie einkaufen, putzen oder waschen, kommen so gut wie überhaupt nicht vor. Allerdings auch nichts, was die Organisation des Geschäfts angeht. Da wird abends das Geld abgerechnet, kein Wort zu dem Papierkram, den man als Geschäftsinhaber machen muss.

Auch die „böse“ Figur von Pia ist extrem überzeichnet. Das ist in meinen Augen sehr schade, denn die Autorin kann auch tiefgründig und über Probleme schreiben, was besonders im Fall des kleinen Jungen Jelte hervorsticht. Davon durchgängig etwas mehr hätte dem Buch gut getan.

Trotzdem hat sich das Buch gut gelesen und ich spreche zumindest eine Leseempfehlung für diejenigen aus, die einen Wohlfühlroman mit Herz und ostfriesischem Flair gern lesen

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Nettes Buch

Fäden des Glücks
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Karla arbeitet in einer Unternehmensberatung und aufgrund eines eher dummen Fehlers wird sie entlassen. Gleichzeitig kommt Post von den Ämtern und sie muss sich endlich um das geerbte Gutshaus auf dem ...

Karla arbeitet in einer Unternehmensberatung und aufgrund eines eher dummen Fehlers wird sie entlassen. Gleichzeitig kommt Post von den Ämtern und sie muss sich endlich um das geerbte Gutshaus auf dem Land in Mecklenburg kümmern. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie es geerbt und alles schleifen lassen. Jetzt will sie es verkaufen und braucht dazu noch einiges an Renovierung und dann Papieren. Doch gleich am ersten Tag geht alles schief und sie setzt mehrere Räume unter Wasser.

Das Buch ist nett zu lesen. Ich würde es als Feel good-Roman einsortieren. Schon der Name und das Landleben erinnern eher an Bullerbü, auch wenn Karla in Liebesdingen und bei der Renovierung so einiges an Problemen hat. Doch am Ende wird alles gut und bis dahin lässt sich das Buch wirklich sehr gut lesen. Es prallen Welten aufeinander, doch es zeigt auf, wie man mit Hilfe und Freundschaft und guten Ideen viel erreichen kann und dass nicht nur Geld glücklich macht, auch wenn man es braucht, um seine Ziele zu erreichen. Es gibt doch einige Rückblendn aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die sind allerdings sehr kurz gehalten. Es geht in erster Linie um die Geschichten aus der Gegenwart. Das geht für mich völlig in Ordnung und ich spreche eine Leseempfehlung aus

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Familiengeschichte

Elbland
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Als Ninas Mutter Irma stirbt, könnte sich Nina nach Jahren des Betreuens plötzlich frei fühlen. Doch genau das passiert nicht. Als ihre Schwester Katja vorbeikommt, geraten sie auch noch richtig aneinander. ...

Als Ninas Mutter Irma stirbt, könnte sich Nina nach Jahren des Betreuens plötzlich frei fühlen. Doch genau das passiert nicht. Als ihre Schwester Katja vorbeikommt, geraten sie auch noch richtig aneinander. Nina verliert ihre Stimme, was als Schauspielerin eine Katastrophe ist. Deshalb beschließt sie, ins tschechische Riesengebirge zu fahren. Ninas Mutter stammt von dort und Nina möchte den letzten gemeinsamen Urlaub als heile Familie nochmals aufleben lassen

Das Buch ist eine tragische Familiengeschichte. In der Gegenwart sind zwei Schwestern, die sich gegenseitig die Schuld geben. Ist eine Mutter, die über ihre Vergangenheit und Herkunft so gut wie nichts gesprochen hat und viele Geheimnisse hatte. In der Vergangenheit gibt es nochmals zwei Ebenen. Die Kindheit der Mutter im Sudetenland und die Jugend der beiden Schwestern. Das alles ist sehr gut und vor allem flüssig zu lesen. Ich persönlich hätte mir zwar gewünscht, dass man noch mehr von der Zeit im Sudetenland erfährt. Diese Zeit wird relativ kurz abgehandelt. Die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und vor allem die noch schwierigere Schwestern-Beziehung ist gut erklärt und nachvollziehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Gemütlicher Krimi

Mord & Breakfast
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Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension ...

Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension dort vermacht hat. Melody dich schaut sich alles an, erfährt aber, dass sie die Pension und Geld nur erben wird, wenn sie die Pension weiterführt. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen, da sie das Geld aber braucht, übernimmt sie erstmal die Pension. Sie wundert sich allerdings sehr zeitnah, dass es sogar keinen Bewohner in dem Ort zu geben scheint, der über ihre Tante positiv denkt. Und so kommt ihr bald der Verdacht, dass ihre Tante vielleicht nicht an einem Unfall verstorben ist…

Das Buch wird als sommerlicher Cosy Crime in Schottland beworben. Und genau das ist es auch. Dem Genre gemäß ist es nicht allzu spannend und kommt eher gemütlich daher. Schottland wird sehr gut beschrieben, einige Bräuche, viel an Essen (ich verstehe nicht, wie man Haggis nicht mag!) und einige Eigenheiten werden gut vorgestellt und man bekommt richtig Lust, erstmals oder erneut nach Schottland zu fahren. Auch die Landschaft um das Dorf wird gut eingebaut.

Die Geschichte baut sich langsam auf und erst nach einer Weile wird klar, dass Melody mit ihrem Verdacht recht hat. Die Ermittlungen gehen ebenso gemächlich vorwärts und genauso kann man das Buch gut zwischenrein lesen und fühlt sich unterhalten. Das Ende war mir dann ein wenig zu schnell, da wurden auf wenigen Seiten so ziemlich alle Probleme gelöst und aufgeklärt. Da eine Fortsetzung geplant ist, wäre hier ein Cliffhanger möglich gewesen und es hätte sich nicht alles so gedrängt. Insgesamt kann ich allerdings eine Leseempfehlung aussprechen, das Buch ist unterhaltsam und liest sich flüssig. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Reise zum Ich

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Carina ist 29, lebt in Berlin, arbeitet in einem nicht so ganz interessanten Job und ist 10 Jahre in einer Beziehung. Doch innerhalb weniger Monate fällt alles auseinander. Ihr Lebensgefährte verlässt ...

Carina ist 29, lebt in Berlin, arbeitet in einem nicht so ganz interessanten Job und ist 10 Jahre in einer Beziehung. Doch innerhalb weniger Monate fällt alles auseinander. Ihr Lebensgefährte verlässt sie, sie wird plötzlich entlassen und ihr geplantes Buch wird nicht erscheinen können. Während sie anfangs schwer leidet, entscheidet sie sich, ihre Zelte in Berlin komplett abzubrechen und eine Reise anzutreten, um am Ende in Neuseeland ein Gästehaus zu eröffnen. Vorher allerdings gibt es verschiedene Reisestationen, wie Bangkok, Bali und Indien

Das Buch erzählt eine interessante und außergewöhnliche Lebensgeschichte. So radikal alles abzubrechen, machen wohl die wenigsten. Dabei ist einiges bei den Erlebnissen abenteuerlich, einiges auch etwas gefährlich, aber vor allem ist vieles total neu. Dass Carina sich darauf einlässt und einlassen kann, ist nicht selbstverständlich. Sie lernt verschiedene Leute kennen und wird ganz am Ende fast um ihren großen Traum betrogen. Doch immer wieder gibt es einen Neuanfang. Man kann aus dem Buch viel mitnehmen und auch viel lernen. Mir persönlich waren viele Sachen einfach zu esoterisch und die Menge der „Zufälle“ in der kurzen Zeit nicht immer glaubhaft. Ich kann mit dem esoterischen Teil nichts anfangen und kläre meine Probleme auf eine ganz andere Art. Aber das heißt nicht, dass Carinas oder meine Art besser oder schlechter ist. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm hilft und was ihn weiterbringt. Mich hat das Lesen des Buches auf jeden Fall weitergebracht, weil ich viel Neues gelernt habe. Das Buch gibt auch Mut, dass man schwierige Zeiten überstehen und neue Wege gehen kann.

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