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Veröffentlicht am 26.03.2026

The Darlington - Logan & Rose

The Darlington - Logan & Rose
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Worum geht es?: Rose’ Job als Küchenhilfe im The Darlington ist für sie nur ein Sprungbrett. Sie träumt davon, eine renommierte Kochschule zu besuchen, um Sterneköchin zu werden. Als sich der Skandal um ...

Worum geht es?: Rose’ Job als Küchenhilfe im The Darlington ist für sie nur ein Sprungbrett. Sie träumt davon, eine renommierte Kochschule zu besuchen, um Sterneköchin zu werden. Als sich der Skandal um das Luxushotel jedoch zuspitzt, würde sie am liebsten alles hinschmeißen. Bis sie ihren neuen Boss trifft: Logan Darlington, verstoßener Sohn der Familie - und der Mann, mit dem Rose einen unvergesslichen One-Night-Stand hatte! Eigentlich will Logan gar nichts mit dem The Darlington zu tun haben, aber der neue Job als Küchenchef ist der einzige Weg, um im Prozess gegen seinen Vater belastende Beweise zu liefern. Doch als er Rose wiedersieht, wird er von seinem Ziel abgelenkt. Denn sie geht ihm seit der gemeinsamen Nacht nicht mehr aus dem Kopf.

Das Cover: Das Cover von "The Darlington – Logan & Rose" ist ein echter Hingucker. Optisch wirkt es sehr edel, der Farbschnitt ist wunderschön gelungen und fügt sich perfekt in die Reihe ein. Insgesamt ein wirklich stimmiges und ansprechendes Design, das hervorragend zu den Vorgängern passt.

Der Schreibstil: Der Schreibstil von Laura Kneidl hat mir – wie gewohnt – gut gefallen. Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Rose und Logan erzählt, was einen tiefen Einblick in ihre Gedankenwelt ermöglicht. Besonders schätze ich an Kneidls Stil, dass sie es immer wieder schafft, überraschende Plottwists einzubauen, mit denen ich als Leserin überhaupt nicht gerechnet habe. Die Kapitel hatten mit meist unter 20 Seiten eine angenehme Länge. Dennoch war mir das Buch mit seinen 512 Seiten insgesamt zu lang. Bis sich Logan und Rose endlich annähern, vergehen über 100 Seiten, was den Einstieg unnötig in die Länge zieht. Das Ende war zwar etwas vorhersehbar, hat die Reihe aber sehr schön abgerundet – ein wirklich süßer Abschluss.

Die Hauptfiguren: Rose arbeitet seit einigen Jahren als Küchenhelferin im Darlington, doch die Familie Darlington ist ihr ein Dorn im Auge. Erst im Laufe der Geschichte erfährt man, warum sie so starke Vorbehalte hegt. Ihr großer Traum ist es, am Kensington einen Kochkurs zu belegen, und nachdem ihr Vater den Krebs besiegt hat, kann sie endlich wieder aufatmen. Ihr größtes Ziel ist es jedoch, Richard Darlington für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen – und dabei erhält sie ausgerechnet Unterstützung von Logan Darlington. Die beiden hatten vor Jahren einen One-Night-Stand, doch Rose verschwand damals heimlich in der Nacht, ohne Logan eine Nachricht zu hinterlassen. Leider muss ich sagen, dass Rose mir von der ersten bis zur letzten Seite unsympathisch war. Ihre negative Haltung gegenüber der gesamten Familie Darlington hat mir das Lesen erschwert. Ich kann nachvollziehen, warum sie Richard Darlington hasst – aber seine Kinder und seine Frau pauschal als Bösewichte abzustempeln, geht für mich gar nicht. Sie kennt Henry und Ethan nicht einmal und rät sogar ihren Freundinnen Kate und Grace von Beziehungen zu den Darlington-Brüdern ab. Dass am Ende alle Verständnis für ihre Antipathie aufbringen, konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach hat sie Logan nicht verdient, der all die Jahre unter ihrem plötzlichen Verschwinden gelitten hat.

Logan ist der mittlere Sohn der Familie Darlington und hat sich früh von seinem Elternhaus distanziert. Gemeinsam mit seinem besten Freund führt er ein eigenes Restaurant. Im Gegensatz zu seinen Brüdern möchte er aktiv etwas gegen seinen Vater unternehmen und den Prozess zu dessen Nachteil beeinflussen. Unterstützung erhält er dabei von Rose, die für ihn schon damals mehr war als nur ein One-Night-Stand. Logan konnte nie verstehen, warum sie so abrupt aus seinem Leben verschwunden ist. Ob er Frieden mit seiner Familie schließen kann und wie der Prozess gegen Richard Darlington ausgeht, bildet einen zentralen Spannungsbogen der Geschichte.

Endfazit: Ich habe die Reihe rund um das Hotel Darlington geliebt und sehe darin großes Potenzial für eine Serien- oder Filmadaption. Leider muss ich gestehen, dass "The Darlington – Logan & Rose" für mich der schwächste Band der Reihe ist. Der Schreibstil war zwar gewohnt gut, aber die Geschichte wirkte zu langgezogen. Vor allem Rose als Protagonistin hat mich durchgehend frustriert und dem Buch einen faden Beigeschmack verliehen. Logan hätte definitiv etwas Besseres verdient. Das Ende hingegen war wirklich schön und hat die Reihe insgesamt wunderbar abgeschlossen.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Selling Dreams

Selling Dreams
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Worum geht es?: Marissa Gallagher ist Immobilienmaklerin und lässt sich von niemandem unterkriegen. Auch nicht von Calder Bevyn, ihrem größten Konkurrenten. Calder leitet gemeinsam mit seinen Brüdern die ...

Worum geht es?: Marissa Gallagher ist Immobilienmaklerin und lässt sich von niemandem unterkriegen. Auch nicht von Calder Bevyn, ihrem größten Konkurrenten. Calder leitet gemeinsam mit seinen Brüdern die Bevyn Estates und ist der Prince Charming von New York. Doch dann schnappt Marissa ihm einen Deal vor der Nase weg und wird prompt vom CEO und Bruder von Calder eingestellt. Als Rivalen im selben Unternehmen kämpfen sie darum, die Nummer eins im Verkauf zu werden - bis echte Gefühle ins Spiel kommen und sich Marissa und Calder nicht mehr sicher sind, ob sie noch gewinnen wollen oder längst dabei sind, ihre Herzen zu verlieren ...

Das Cover: Das Cover ist wunderschön gestaltet, der Farbschnitt ein echtes Highlight. Auch wenn das Design insgesamt etwas unauffällig wirkt, bleibt es dennoch ein sehr hübsches Buch im Regal.

Der Schreibstil: Der Schreibstil, den ich sonst an April Dawson so liebe, hat mich diesmal enttäuscht. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Marissa und Calder erzählt, was grundsätzlich gut funktioniert. Allerdings zogen sich die Kapitel für meinen Geschmack viel zu sehr in die Länge. Ich fand es frustrierend, in einer halben Stunde kaum 20 Seiten zu schaffen, weil Handlungen extrem detailliert beschrieben werden. Dadurch kam ich nur schwer in die Geschichte hinein, und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen. Das Ende war zwar süß, aber leider nicht stark genug, um den Gesamteindruck zu retten.

Die Hauptfiguren: Die Hauptfiguren haben für mich ebenfalls nicht ihr volles Potenzial entfaltet. Marissa ist eine junge, erfolgreiche Frau, die sich in einer männerdominierten Branche behaupten muss. Sie ist tough, engagiert und leidenschaftlich – eigentlich eine Figur, die ich mögen müsste. Ihre anfängliche Antipathie gegenüber Calder und die gleichzeitig spürbare Anziehungskraft hätten eine spannende Enemies-to-Lovers-Dynamik ergeben können, doch der Funke sprang bei mir nicht über.

Calder fand ich grundsätzlich interessanter, doch leider blieb seine Figur zu blass, da er nicht genügend Facetten zeigen durfte. Seine Hintergrundgeschichte kam überraschend, wurde aber für meinen Geschmack viel zu kurz abgehandelt.

Endfazit: Im Endfazit bleibt für mich die Überraschung, dass mich ein Buch von April Dawson so enttäuschen konnte. Bisher mochte ich all ihre Werke sehr, doch mit diesem bin ich einfach nicht warm geworden. Der Schreibstil hat mich ausgebremst und letztlich sogar in eine kleine Leseflaute gestürzt. Trotzdem möchte ich dem zweiten Band eine Chance geben – ich weiß, dass die Autorin großartige Geschichten schreiben kann, und vielleicht war dieses Buch und ich einfach nicht das perfekte Match.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Schneeflockenfunkeln

Schneeflockenfunkeln
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Worum geht es?: Auf der Suche nach einem Neubeginn reist Lynn kurz vor Weihnachten in die verschneite Kleinstadt Starwood. Sie freut sich darauf, in dem kleinen Laden ihrer Tante auszuhelfen, und hofft, ...

Worum geht es?: Auf der Suche nach einem Neubeginn reist Lynn kurz vor Weihnachten in die verschneite Kleinstadt Starwood. Sie freut sich darauf, in dem kleinen Laden ihrer Tante auszuhelfen, und hofft, den Schmerz ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen. Als sie einen Weihnachtsbaum fürs bevorstehende Fest aussuchen möchte, trifft sie auf Miles. Er verkauft nicht nur die schönsten Tannenbäume, sondern lässt auch Lynns Herz höherschlagen. In den nächsten Tag sucht Miles immer wieder Lynns Nähe. Er spürt ihre Verletzungen und weiß nur zu gut, wie sich das anfühlt. Doch gerade als Lynn beginnt, wieder an die Liebe zu glauben, droht ein unerwarteter Besuch, ihr neu gewonnenes Glück zu zerstören.

Das Cover: Das Cover von Schneeflockenfunkeln ist wirklich schön gestaltet und fängt die winterliche Atmosphäre des Romans hervorragend ein. Es vermittelt sofort ein Gefühl von Kälte, Gemütlichkeit und Weihnachtszauber, was perfekt zur Stimmung der Geschichte passt.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist überwiegend in der Ich‑Perspektive aus Lynns Sicht gehalten, was einen unmittelbaren Zugang zu ihren Gefühlen ermöglicht. Die winterliche Atmosphäre wird sehr stark in den Vordergrund gerückt und schafft ein stimmiges, kuscheliges Setting. Allerdings bietet die Handlung kaum Überraschungen und verläuft sehr vorhersehbar, sodass ich mich stellenweise gelangweilt habe.

Die Hauptfiguren: Die Hauptfiguren sind Lynn, die nach emotionalen Verletzungen einen Neuanfang wagt, und Miles, der Tannenbäume verkauft und sich immer wieder bemüht, Lynn näherzukommen. Er erkennt ihre Verletzungen und öffnet sich gleichzeitig selbst, denn auch er trägt seine eigenen Wunden mit sich herum. Die Dynamik zwischen den beiden ist warmherzig, aber insgesamt eher ruhig und ohne große Spannungsmomente.

Endfazit: Mein Endfazit fällt daher gemischt aus: Schneeflockenfunkeln ist ein süßes Buch für zwischendurch, das sich angenehm weglesen lässt, aber leider nicht lange im Gedächtnis bleibt. Es ist eine nette Geschichte, doch man verpasst nichts, wenn man sie nicht liest.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Outlander - Ein Schatten von Verrat und Liebe

Outlander - Ein Schatten von Verrat und Liebe
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Worum geht es?: Jamie Fraser kehrt von den Toten zurück – doch seine große Liebe Claire hat seinen besten Freund geheiratet …

»Outlander – Ein Schatten von Verrat und Liebe« ist der dramatische 8. Teil ...

Worum geht es?: Jamie Fraser kehrt von den Toten zurück – doch seine große Liebe Claire hat seinen besten Freund geheiratet …

»Outlander – Ein Schatten von Verrat und Liebe« ist der dramatische 8. Teil der Welt-Bestseller-Saga von Diana Gabaldon: ein hochspannender, gefühlvoll erzählter und exakt recherchierter Mix aus historischem Roman, Zeitreise-Abenteuer und Familiensaga.

1778 ist ein dramatisches Jahr für die Frasers: Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg steuert auf seinen blutigen Höhepunkt zu; William, der junge Graf von Ellesmere, findet zu seinem Entsetzen heraus, dass er Jamies unehelicher Sohn ist und damit von einem Rebellen und verurteilten Verbrecher abstammt; und die verwitwete Claire hat in die Ehe mit Lord John Grey eingewilligt, Jamies bestem Freund. Ihr Herz droht zum zweiten Mal zu brechen, als etwas geschieht, das sie in ihren kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt hätte: Eines Tages steht der totgeglaubte Jamie quicklebendig vor ihr.

Zumindest wissen Claire und Jamie ihre Tochter Brianna im 20. Jahrhundert in Sicherheit – oder?

Das Cover: Das Cover des Buches wirkt sehr edel und passt hervorragend zum Genre historischer Romane. Die Farbgebung ist stimmig und ansprechend, sodass das Buch optisch sofort ins Auge fällt.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist typisch für Diana Gabaldon: detailreich, verschachtelt und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Claire berichtet in der Ich-Perspektive, während andere Figuren wie Jamie oder William aus der Erzähler-Perspektive begleitet werden. Die Kapitel variieren stark in ihrer Länge – manche umfassen nur wenige Seiten, andere ziehen sich über mehr als dreißig Seiten. Während der Anfang des Romans sehr stark ist, verliert die Handlung danach deutlich an Tempo. Viele Passagen wirken langatmig, und das Buch hat insgesamt zu viele Längen. Einige Abschnitte waren für mich so zäh, dass ich sie übersprungen habe, weil sie die Handlung kaum voranbrachten.

Die Hauptfiguren: Die Hauptfiguren bleiben zwar emotional präsent, doch ihre Entwicklungen wirken zunehmend stagnierend. Claire und Jamie kämpfen weiterhin tapfer gegen die Wirren des Krieges, doch ihre Konflikte wiederholen sich teilweise. Brianna und Roger erleben zwar dramatische Ereignisse, doch auch hier fehlt es an frischen Impulsen. Lord John Grey und William stecken in politischen Intrigen fest, die zwar interessant beginnen, sich aber ebenfalls in die Länge ziehen.

Endfazit: Mein Endfazit fällt daher ernüchternd aus: Ich nehme mir jedes Jahr ein Buch der Reihe vor, in der Hoffnung, dass noch ein großer Knall kommt – doch meiner Meinung nach ist die Luft inzwischen raus. Die vielen Längen und die stagnierenden Charakterentwicklungen machen den Lesefluss schwer. Überraschenderweise hat die Serienadaption, die viele Handlungsstränge gekürzt hat, der Geschichte gutgetan. Ich hätte es nie gedacht, aber die Serie Outlander ist für mich inzwischen deutlich besser als die Bücher. Der Start dieses Bandes war vielversprechend, doch er hat im Verlauf stark nachgelassen.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Scents of Feelings

Scents of Feelings
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Worum geht es?: Gabriel Harewood bleiben nur vier Wochen, um eine Frau zu finden, die ihn heiratet, sonst verliert er seine Position als CEO im Parfümimperium seiner Familie. Ausgerechnet jetzt taucht ...

Worum geht es?: Gabriel Harewood bleiben nur vier Wochen, um eine Frau zu finden, die ihn heiratet, sonst verliert er seine Position als CEO im Parfümimperium seiner Familie. Ausgerechnet jetzt taucht Violet Wright in seinem Büro in San Diego auf, um eine Kolumne über ihn und das Unternehmen zu verfassen – niemand Geringeres als die Frau, mit der er eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Was Gabriel nicht weiß: Violet Wright wird dafür bezahlt, seine Heiratspläne scheitern zu lassen. Doch je näher sie ihm kommt, desto schwerer fällt es ihr, Job, Wahrheit und Gefühl zu trennen. Und Gabriel erkennt zu spät, dass er seinen größten Feind in sein Bett gelockt hat.

Das Cover: Optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Der schwarze Hintergrund in Kombination mit den farbenfrohen Blumenmotiven wirkt edel und auffällig zugleich. Besonders hervorzuheben ist der blumige Farbschnitt, der dem Buch eine zusätzliche ästhetische Note verleiht. Der Purebelle Verlag beweist hier erneut ein gutes Gespür für visuelle Gestaltung.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Violet und Gabriel erzählt, was einen direkten Einblick in die Gedankenwelt beider Figuren ermöglicht. Die Kapitel sind angenehm kurz und sorgen für ein zügiges Lesetempo. Der Einstieg ist packend und verspricht eine spannende Handlung – doch leider verliert das Buch im weiteren Verlauf an Klarheit und Fokus.

Genretechnisch wirkt der Roman unausgewogen: Für ein typisches New Adult-Werk sind die erotischen Szenen zu explizit, während es für eine Dark Romance wiederum an Intensität fehlt. Die Handlung rund um Gabriels Suche nach einer Ehefrau gerät zunehmend in den Hintergrund, überlagert von zahlreichen spicy Szenen, die nicht immer zur Charakterentwicklung beitragen. Der finale Plottwist bleibt vorhersehbar und kann die anfängliche Spannung nicht vollständig retten.

Die Hauptfiguren: Violet überzeugt als starke, prinzipientreue Protagonistin. Ihre innere Zerrissenheit zwischen beruflicher Integrität und aufkeimenden Gefühlen ist nachvollziehbar und gut dargestellt. Besonders ihre Fähigkeit, sich gegenüber dominanten Männern zu behaupten, macht sie zu einer sympathischen Figur.

Gabriel hingegen bleibt blass. Trotz wiederholter Hinweise auf eine „dunkle Seite“ wirkt er eher wie ein sanfter Romantiker mit ungewöhnlichen Vorlieben. Die versuchte Charaktertiefe erinnert an bekannte Figuren wie Christian Grey, erreicht jedoch nicht deren Komplexität. Seine Motivation und emotionale Entwicklung bleiben bis zum Schluss schwer greifbar.

Endfazit: Ein vielversprechendes Buch mit einem spannenden Setting und einer starken weiblichen Hauptfigur – doch leider verliert sich die Geschichte zunehmend in erotischen Szenen, die die eigentliche Handlung überlagern. Gabriel als männlicher Protagonist bleibt blass und wenig nachvollziehbar. Wer auf der Suche nach einer klar definierten Genre-Erfahrung ist, könnte hier enttäuscht werden. Für Leserinnen und Leser, die sich auf eine Mischung aus Intrige, Romantik und Erotik einlassen möchten, bietet das Buch dennoch interessante Ansätze.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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