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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Wohlfühlbuch für den Frühling

Three words unspoken - London Hearts 3
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Bei „Three Words Unspoken“ handelt es sich um den dritten Band der London-Hearts-Reihe rund um vier WG-Bewohnerinnen. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, jedoch wurde bereits in Band ...

Bei „Three Words Unspoken“ handelt es sich um den dritten Band der London-Hearts-Reihe rund um vier WG-Bewohnerinnen. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, jedoch wurde bereits in Band 2 deutlich, dass die Protagonistin Neve in ihrer Beziehung nicht mehr glücklich ist.

Der Schreibstil der Autorinnen hat mir wieder sehr gut gefallen. Vor allem zu Beginn gibt es viele kurze Kapitel, wodurch die Geschichte auf mich eine richtige Sogwirkung entfaltet hat, da ich immer wieder dachte: „Ein Kapitel geht noch“.

Vor dem Lesen hatte ich ein paar Bedenken, denn Neve entwickelt bereits Gefühle für Theo, während sie noch an ihrer Beziehung zu Jay festhält. Obwohl Neve und Theo sich von Beginn an gut finden, kamen bei mir jedoch zum Glück nur an einer Stelle leichte Fremdgeh-Vibes auf.

Tatsächlich spielt die Liebesgeschichte zwischen Neve und Theo in der Geschichte eher eine untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt meiner Meinung nach auf dem Zusammenleben der WG sowie auf der Geschwisterbeziehung zwischen Theo und Pippa. Mir hat es gut gefallen, viele Einblicke in den Zusammenhalt der Mädchen zu bekommen, da die WG-Szenen im zweiten Band etwas kurz kamen. Außerdem gab es schon kleine Hinweise darauf, wie es im vierten Band mit Gemma und Henry weitergehen wird, die mich ziemlich neugierig gemacht haben.

Was die Liebesgeschichte betrifft, findet die Entwicklung vor allem im letzten Drittel statt, weil die beiden davor kaum Zeit zu zweit verbringen. So richtig voran ging es aber auch hier nicht, weil Theo Neve ständig von sich stößt. Deswegen hat das Ende für mich nicht so richtig gepasst und war mir etwas zu kitschig. Ich hätte es passender empfunden, wenn die beiden zunächst nur Freunde geblieben wären.

Alles in allem ein Wohlfühlbuch für den Frühling. Nur von der Liebesgeschichte hatte ich mir etwas anderes erhofft.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Eine authentische Liebesgeschichte mit sympathischen Protagonisten

Chasing Our Forever – Based on Roxy's & Abdul's Story
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In „Chasing Our Forever“ geht es um Riley und Zayn, die sich bis zu einer schicksalhaften Nacht nur flüchtig kennen. Eine Taxifahrt führt zu einem stundenlangen Gespräch und Gefühlen, die über bloße Freundschaft ...

In „Chasing Our Forever“ geht es um Riley und Zayn, die sich bis zu einer schicksalhaften Nacht nur flüchtig kennen. Eine Taxifahrt führt zu einem stundenlangen Gespräch und Gefühlen, die über bloße Freundschaft hinausgehen. Doch Zayns Eltern sind pakistanische Moslems, die eine bestimmte Vorstellung davon haben, wie die Zukunft ihres Sohns aussehen soll …

Für mich war „Chasing Our Forever“ das erste Buch aus dem Heartlines Verlag. Die Idee, reale Geschehnisse als Basis für eine fiktive Liebesgeschichte zu verwenden, hat mich jedoch schon länger angesprochen. Umso glücklicher bin ich, dass ich dem Verlag endlich eine Chance gegeben habe.

Riley und Zayn sind zwei sehr nahbare Protagonisten. Beide sind nicht perfekt und haben einige Päckchen zu tragen, wodurch im Roman zum Teil schwierige Themen zur Sprache kommen.
Auch die Entwicklung der Beziehung habe ich als authentisch empfunden. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass beide sich wirklich Mühe geben, den anderen tiefergehend kennenzulernen.

Besonders gelungen ist meiner Meinung nach der Umgang mit der pakistanischen Kultur. Sowohl die Informationen zum Land als auch zu den (religiösen) Bräuchen sind gut in die Geschichte eingebunden, sodass weder nur an der Oberfläche gekratzt noch eine Informationsflut losgelassen wird.

An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, emotional noch etwas stärker mitgerissen zu werden. Vor allem das Ende wird im Vergleich zur restlichen Handlung eher schnell abgehandelt. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn das Treffen zwischen Riley und Zayns Familie mehr Raum eingenommen hätte.

Alles in allem eine authentische Liebesgeschichte mit sympathischen Protagonisten. Ich werde sicher noch weitere Bücher aus dem Verlag lesen.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Ein schöner Abschluss

Love Arranged – Lakefront Billionaires
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In „Love Arranged“ geht es um Lily, die eine Fake-Beziehung mit dem Bürgermeisterkandidaten Lorenzo eingeht, um ihren Blumenladen zu retten. Obwohl Lorenzo ihr vor einem Jahr das Herz gebrochen hat, keimen ...

In „Love Arranged“ geht es um Lily, die eine Fake-Beziehung mit dem Bürgermeisterkandidaten Lorenzo eingeht, um ihren Blumenladen zu retten. Obwohl Lorenzo ihr vor einem Jahr das Herz gebrochen hat, keimen bald Gefühle auf …

Band 2 der Lakefront-Billionaires-Reihe war 2024 eines meiner Lesehighlights und auch im dritten Band wurde meiner Meinung nach wieder einiges richtig gemacht. Bereits der Einstieg hat mich sofort abgeholt, da das Buch mit Chatverläufen aus der Zeit des ersten Kennenlernens startet. Hiervon hätte es im weiteren Verlauf gerne noch mehr geben dürfen, um zusätzliche Informationen über die Vergangenheit zu erhalten!

Das Setting in Lake Wisteria hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Thema Familienzusammenhalt spielt im Leben von Lilly eine wichtige Rolle und viele Charaktere aus den anderen Bänden tauchen wieder auf. Besonders über die Auftritte von Rafa habe ich mich gefreut.
Positiv aufgefallen ist mir zudem, dass es relativ wenig um körperliche Anziehung geht und sich die Geschichte – trotz der bereits zu Beginn vorhandenen Gefühle – eher wie Slow Burn liest.

Wie die meisten Bücher von Lauren Asher ist auch dieses für einen Liebesroman eher lang. An einigen Stellen hätte der Spannungsbogen gestrafft werden können. Das letzte Viertel zieht sich etwas, weil es viel um Politik geht und zudem ein unnötiger Third-Act-Break-Up folgt, durch den Lily bei mir aufgrund ihres unfairen Verhaltens einige Sympathiepunkte eingebüßt hat.

Der einzige Punkt, der meinem Empfinden nach nicht so gut umgesetzt wurde, ist Lorenzos Zwangsstörung. Auf mich wirkte das Ganze über weite Strecken nicht wie ein eigenes Handlungselement, sondern eher wie eine Rechtfertigung für Lorenzos grenzüberschreitendem Verhalten. Zwar stellt Lily selbst an einer Stelle klar, dass die Störung Lorenzos Handeln nicht legitimiert – diese Einstellung hätte sich für mich jedoch stärker durch das Buch ziehen müssen.

Alles in allem hat mich auch der letzte Band der Reihe wieder gut unterhalten, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass Lorenzos Verhalten deutlicher problematisiert wird.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ein gelungener Reihenauftakt

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1
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In „To Carve a Fae Heart“ geht es um Evie, die gemeinsam mit ihrer Schwester an einen Fae-Hof verheiratet wird. Obwohl sie den Fae nicht traut, fühlt sie sich zu König Aspen hingezogen …

Die Handlung ...

In „To Carve a Fae Heart“ geht es um Evie, die gemeinsam mit ihrer Schwester an einen Fae-Hof verheiratet wird. Obwohl sie den Fae nicht traut, fühlt sie sich zu König Aspen hingezogen …

Die Handlung hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Das lag vor allem an der innovativen Art, wie im Buch mit dem Thema Magie umgegangen wurde. Die Protagonistin Evie ist angehende Chirurgin und denkt sehr rational. Obwohl sie weiß, dass es die Fae gibt, glaubt sie nicht an Magie. Stattdessen versucht sie, sich die Eigenarten der Fae mithilfe von chemischen Prozessen zu erklären. Für mich war es sehr unterhaltsam, zu lesen, wie sie mit den Erklärungen zunehmend an ihre Grenzen stößt.

Generell habe ich an Evie geschätzt, dass sie trotz ihrer misslichen Lage einen kühlen Kopf bewahrt und sich nicht unterkriegen lässt. Diese Eigenschaften sind angesichts der naiven Neugier, mit der ihre Schwester Amelie den Fae begegnet, noch stärker hervorgetreten.
Ähnlich wie Evie ist auch der Protagonist Aspen sehr misstrauisch, da er bereits von ihm nahestehenden Personen enttäuscht worden ist. Für mich blieb er noch ein ziemliches Rätsel, auch wenn bereits deutlich wurde, dass er und Evie ähnliche Werte vertreten.

Während einige Aspekte der Geschichte wie etwa die Nebenfiguren bereits sehr gut ausgearbeitet sind, wurde an manchen Stellen doch deutlich, dass es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt. Die Protagonisten haben noch nicht so viel Charakter und auch die Liebesgeschichte steckt noch in ihren Anfängen. Bisher beruht die Anziehung der beiden doch eher auf Äußerlichkeiten. Wie gesagt, bleiben aber auch noch zwei weitere Bände, in denen sich die beiden besser kennenlernen können.

Was den Verlauf der Handlung betrifft, habe ich relativ früh erahnen können, wer der Gegenspieler ist – das hat der Spannung aber zum Glück keinen Abbruch getan. Vor allem auf den letzten hundert Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und nach dem fiesen Cliffhanger möchte ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht.

Alles in allem ein gelungener Reihenauftakt, bei dem mich der innovative Umgang mit dem Thema Magie überzeugen konnte. Ich freue mich darauf, Evie und Aspen in den folgenden Bänden noch besser kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Viel Potenzial, das leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde

Terror at the Gates
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In „Terror at the Gates“ geht es um Lilith, die sich dem Einfluss ihrer Familie entziehen will und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Als sie in den Besitz eines wertvollen Dolches gerät, geschehen ...

In „Terror at the Gates“ geht es um Lilith, die sich dem Einfluss ihrer Familie entziehen will und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Als sie in den Besitz eines wertvollen Dolches gerät, geschehen merkwürdige Dinge. Zusammen mit Zahariev versucht sie deswegen herauszufinden, was es mit dem Dolch auf sich hat …

„Terror at the Gates“ hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Obwohl die Kapitel relativ lang sind, bin ich durch die Seiten geflogen. Besonders der Umstand, dass in Eden nur Frauen Magie besitzen und trotzdem von den Männern unterdrückt werden, hat mich fasziniert. Auch die damit verbundene Gesellschaftskritik fand ich anfangs sehr gut umgesetzt. Aufgrund dessen hatte das Buch großes Potenzial, zu einem Lesehighlight zu werden – letztendlich konnten meine Erwartungen aber leider nicht vollständig erfüllt werden.

Lilith war mir als Protagonistin durchaus sympathisch, jedoch wirkte sie zum Teil etwas unreif und unselbständig. In Hinblick auf ihre Vergangenheit war ihr Verhalten nachvollziehbar, aber manchmal hätte ich sie aufgrund ihrer unüberlegten Entscheidungen und ihrem harschen Umgang mit Zahariev gerne durchgeschüttelt.
Zahariev war vor allem am Anfang mysteriös und undurchsichtig; an seiner Zuneigung für Lilith habe ich jedoch keinen Moment gezweifelt. Besonders gut gefallen haben mir die Momente, in denen seine fürsorgliche Seite zum Vorschein kam.

Etwas enttäuscht hat mich, dass viele interessante Dinge, die zu Beginn des Buches angeschnitten wurden, im weiteren Verlauf keine Rolle mehr spielten. So hätte die gesamte Handlung genauso ablaufen können, ohne dass Lilith dafür Magie hätte besitzen müssen. Meiner Meinung nach wurde hier einiges an Potenzial verschenkt, da das Magiesystem innovativ und interessant wirkte.
Generell nahm das Worldbuilding im Verlauf immer weniger Raum ein – stattdessen lag der Fokus auf dem Hin und Her zwischen den Protagonisten. Zwar hat mir die Dynamik der beiden absolut zugesagt, jedoch hätte es abseits der Liebesgeschichte viele weitere Aspekte gegeben, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Deswegen hoffe ich, dass die Erkundung der Welt in den folgenden Bänden nachgeholt wird.

Alles in allem hat mich „Terror at the Gates“ gut unterhalten, jedoch wäre in Hinblick auf das Magiesystem und die Gesellschaftskritik deutlich mehr drin gewesen.

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