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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ein gelungener Reihenauftakt

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1
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In „To Carve a Fae Heart“ geht es um Evie, die gemeinsam mit ihrer Schwester an einen Fae-Hof verheiratet wird. Obwohl sie den Fae nicht traut, fühlt sie sich zu König Aspen hingezogen …

Die Handlung ...

In „To Carve a Fae Heart“ geht es um Evie, die gemeinsam mit ihrer Schwester an einen Fae-Hof verheiratet wird. Obwohl sie den Fae nicht traut, fühlt sie sich zu König Aspen hingezogen …

Die Handlung hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Das lag vor allem an der innovativen Art, wie im Buch mit dem Thema Magie umgegangen wurde. Die Protagonistin Evie ist angehende Chirurgin und denkt sehr rational. Obwohl sie weiß, dass es die Fae gibt, glaubt sie nicht an Magie. Stattdessen versucht sie, sich die Eigenarten der Fae mithilfe von chemischen Prozessen zu erklären. Für mich war es sehr unterhaltsam, zu lesen, wie sie mit den Erklärungen zunehmend an ihre Grenzen stößt.

Generell habe ich an Evie geschätzt, dass sie trotz ihrer misslichen Lage einen kühlen Kopf bewahrt und sich nicht unterkriegen lässt. Diese Eigenschaften sind angesichts der naiven Neugier, mit der ihre Schwester Amelie den Fae begegnet, noch stärker hervorgetreten.
Ähnlich wie Evie ist auch der Protagonist Aspen sehr misstrauisch, da er bereits von ihm nahestehenden Personen enttäuscht worden ist. Für mich blieb er noch ein ziemliches Rätsel, auch wenn bereits deutlich wurde, dass er und Evie ähnliche Werte vertreten.

Während einige Aspekte der Geschichte wie etwa die Nebenfiguren bereits sehr gut ausgearbeitet sind, wurde an manchen Stellen doch deutlich, dass es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt. Die Protagonisten haben noch nicht so viel Charakter und auch die Liebesgeschichte steckt noch in ihren Anfängen. Bisher beruht die Anziehung der beiden doch eher auf Äußerlichkeiten. Wie gesagt, bleiben aber auch noch zwei weitere Bände, in denen sich die beiden besser kennenlernen können.

Was den Verlauf der Handlung betrifft, habe ich relativ früh erahnen können, wer der Gegenspieler ist – das hat der Spannung aber zum Glück keinen Abbruch getan. Vor allem auf den letzten hundert Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und nach dem fiesen Cliffhanger möchte ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht.

Alles in allem ein gelungener Reihenauftakt, bei dem mich der innovative Umgang mit dem Thema Magie überzeugen konnte. Ich freue mich darauf, Evie und Aspen in den folgenden Bänden noch besser kennenzulernen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2025

Viel Potenzial, das leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde

Terror at the Gates
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In „Terror at the Gates“ geht es um Lilith, die sich dem Einfluss ihrer Familie entziehen will und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Als sie in den Besitz eines wertvollen Dolches gerät, geschehen ...

In „Terror at the Gates“ geht es um Lilith, die sich dem Einfluss ihrer Familie entziehen will und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Als sie in den Besitz eines wertvollen Dolches gerät, geschehen merkwürdige Dinge. Zusammen mit Zahariev versucht sie deswegen herauszufinden, was es mit dem Dolch auf sich hat …

„Terror at the Gates“ hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Obwohl die Kapitel relativ lang sind, bin ich durch die Seiten geflogen. Besonders der Umstand, dass in Eden nur Frauen Magie besitzen und trotzdem von den Männern unterdrückt werden, hat mich fasziniert. Auch die damit verbundene Gesellschaftskritik fand ich anfangs sehr gut umgesetzt. Aufgrund dessen hatte das Buch großes Potenzial, zu einem Lesehighlight zu werden – letztendlich konnten meine Erwartungen aber leider nicht vollständig erfüllt werden.

Lilith war mir als Protagonistin durchaus sympathisch, jedoch wirkte sie zum Teil etwas unreif und unselbständig. In Hinblick auf ihre Vergangenheit war ihr Verhalten nachvollziehbar, aber manchmal hätte ich sie aufgrund ihrer unüberlegten Entscheidungen und ihrem harschen Umgang mit Zahariev gerne durchgeschüttelt.
Zahariev war vor allem am Anfang mysteriös und undurchsichtig; an seiner Zuneigung für Lilith habe ich jedoch keinen Moment gezweifelt. Besonders gut gefallen haben mir die Momente, in denen seine fürsorgliche Seite zum Vorschein kam.

Etwas enttäuscht hat mich, dass viele interessante Dinge, die zu Beginn des Buches angeschnitten wurden, im weiteren Verlauf keine Rolle mehr spielten. So hätte die gesamte Handlung genauso ablaufen können, ohne dass Lilith dafür Magie hätte besitzen müssen. Meiner Meinung nach wurde hier einiges an Potenzial verschenkt, da das Magiesystem innovativ und interessant wirkte.
Generell nahm das Worldbuilding im Verlauf immer weniger Raum ein – stattdessen lag der Fokus auf dem Hin und Her zwischen den Protagonisten. Zwar hat mir die Dynamik der beiden absolut zugesagt, jedoch hätte es abseits der Liebesgeschichte viele weitere Aspekte gegeben, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Deswegen hoffe ich, dass die Erkundung der Welt in den folgenden Bänden nachgeholt wird.

Alles in allem hat mich „Terror at the Gates“ gut unterhalten, jedoch wäre in Hinblick auf das Magiesystem und die Gesellschaftskritik deutlich mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Eine ruhige und tiefgründige Fortsetzung

Will You Heal My Heart
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„Will You Heal My Heart“ ist der zweite Band der Romance-Reihe rund um Sienna und Alick, die beide mit ihrer Vergangenheit und traumatischen Erlebnissen zu kämpfen haben. Für ein besseres Verständnis ihrer ...

„Will You Heal My Heart“ ist der zweite Band der Romance-Reihe rund um Sienna und Alick, die beide mit ihrer Vergangenheit und traumatischen Erlebnissen zu kämpfen haben. Für ein besseres Verständnis ihrer Reise ist es sinnvoll, vorher den ersten Teil zu lesen.

Nach dem Ende von Band 1 waren bei mir viele Fragen offen und auch die Charakterentwicklung der Protagonisten hatte gefühlt gerade erst begonnen – entsprechend habe ich mich gefreut, dass die Geschichte von Sienna und Alick in diesem Buch fortgeführt wird. Mehr noch als im ersten Band liegt der Fokus auf dem Thema soziale Ungleichheit – insbesondere dem Aufwachsen in prekären Verhältnissen. Diese Thematik hat die Autorin meiner Meinung nach sehr einfühlsam umgesetzt.

Da ich Band 1 nur wenige Wochen zuvor gelesen habe, habe ich schnell wieder in die Handlung gefunden, auch wenn ich mir bereits zu Beginn einen stärkeren roten Faden gewünscht hätte. Auf den ersten 100 Seiten ist die Handlung ziemlich ruhig und es geht vor allem um die glückliche Zweisamkeit der Protagonisten. Mit Fortschreiten der Geschichte wurde jedoch deutlich, worauf das Buch hinauswill.

Sowohl Sienna als auch Alick entwickeln sich im Verlauf der Handlung Schritt für Schritt weiter und stellen sich ihren Ängsten. Die Entwicklung habe ich dabei als sehr authentisch empfunden, da beide keine Wunderheilung durchmachen, sondern immer wieder Rückschläge erleben. Weil das Ende wie bei Band 1 ziemlich offen ist und die Protagonisten ihre Vergangenheit noch lange nicht aufgearbeitet haben, könnte ich mir gut vorstellen, dass noch ein weiterer Band folgt.

Alles in allem eine ruhige und tiefgründige Fortsetzung, die noch einiges offen lässt. Wen die Geschichte bereits im ersten Band berührt hat, der sollte sich Band 2 nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Temporeicher Auftakt mit einem faszinierenden Setting

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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In „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Sora, die als Kind von ihrem Vater verstoßen wurde. Jahre später will sie sich rächen und tritt in einem magischen Wettkampf gegen ihre Halbschwester Jia an. ...

In „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Sora, die als Kind von ihrem Vater verstoßen wurde. Jahre später will sie sich rächen und tritt in einem magischen Wettkampf gegen ihre Halbschwester Jia an. Unterstützt wird sie dabei vom Tigergott Ran, der selbst noch eine Rechnung mit der Familie offen hat …

Die Protagonistin Sora hat ein ziemlich loses Mundwerk, durch das sie sich immer wieder in für sie ungünstigen, für mich als Leser aber sehr unterhaltsamen Situationen wiederfindet. Im Großen und Ganzen war sie mir sympathisch, auch wenn ihre Reaktionen manchmal ziemlich trotzig waren.
Auch Ran mochte ich, wobei er im Vergleich zu Sora noch eher blass blieb. Durch seine kindliche Begeisterung war er trotzdem eine große Bereicherung, da er die sonst eher bedrohliche Atmosphäre des Romans merklich aufgelockert hat.

Das moderne Setting im südkoreanischen Busan hat mir sehr gut gefallen, auch wenn der Handlungsraum aufgrund der Prüfungen eher eingeschränkt war. Generell blieben einige Aspekte der Welt wie das Magiesystem noch eher vage und ich erhoffe mir, dass diese im zweiten Band noch weiter aufgeführt werden.

Was die Handlung betrifft, jagt ein Ereignis das nächste und es passierte unheimlich viel in kurzer Zeit. Hierdurch war es durchgehend spannend, jedoch hätte ich mir zum Ausgleich ein paar ruhigere Momente zur Entschleunigung gewünscht, um die Szenen wirken zu lassen und den Emotionen mehr Raum zu geben. Dies hätte der Spannung sicher keinen Abbruch getan.

Alles in allem ein temporeicher Auftakt mit einem faszinierenden Setting, der trotz kleinerer Schwächen Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Sehr unterhaltsam, aber nicht ganz zufriedenstellend

Magisterium - Das 5. Jahr
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Mit Band 5 endet die Magisterium-Reihe rund um eine magische Schule, die vom Protagonisten Call und seinen Freunden besucht wird. Wie bereits in den vorangegangenen Bänden geht es vor allem um Freundschaft, ...

Mit Band 5 endet die Magisterium-Reihe rund um eine magische Schule, die vom Protagonisten Call und seinen Freunden besucht wird. Wie bereits in den vorangegangenen Bänden geht es vor allem um Freundschaft, Identität und den schmalen Grat zwischen Gut und Böse.

Anders als der vierte Teil spielt der finale Band wieder zu großen Teilen im Magisterium. Hierdurch kam es zur ersehnten Wiedervereinigung mit bekannten Figuren wie etwa Warren, worüber ich mich sehr gefreut habe. Trotzdem kehrt nicht alles zum Alten zurück, denn die Stimmung bleibt merklich angespannt und alles steuert auf den großen Showdown zu.

Abseits der Vorbereitungen für den letzten Kampf liegt der Fokus vor allem auf den Verschlungenen. Während diese für mich in den übrigen Bänden noch eher ein abstraktes Konzept blieben, wurde ihnen in diesem Band endlich ein aktiverer Part zugestanden. Auf diese Weise gelingt es den Autorinnen, die Welt und das Magiesystem noch etwas komplexer zu gestalten.

Die im letzten Teil eingeführte Liebesgeschichte zwischen Call und Tamara wurde auch in diesem Band mal mehr und mal weniger konsequent in die Handlung eingebunden. Auf mich wirkte sie stellenweise wie ein Lückenfüller, denn sie bot meinem Empfinden nach nicht viel Mehrwert für das Geschehen. Viel lieber hätte ich mehr über die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Alistair und Call gelesen, denn Calls Vater hat sich über die Reihe hinweg zu einer meiner Lieblingsfiguren entwickelt.

Etwas enttäuscht hat mich, dass im Vergleich zu Band 4 wenig Rücksicht auf ethische und moralische Fragen genommen wurde. Vor allem das Ende lässt mich aufgrund dessen mit gemischten Gefühlen zurück.
Generell hätte dieser Band gerne ein paar mehr Seiten haben dürfen, um nicht nur ethischen Fragen, sondern auch dem finalen Kampf mehr Raum zu geben. Letztendlich hat dieser Band bei mir nämlich mehr neue Fragen aufgeworfen als beantwortet.

Alles in allem hat mich der finale Band der Magisterium-Reihe wieder gut unterhalten, jedoch wird das Ende der Reihe insgesamt nicht ganz gerecht.

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