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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2019

Kurzweiliger Krimi

Nie zu alt für Heavy Metal. V.I.E.R. rocken Europa
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Nach fast vierzig Jahren hatten die V.I.E.R., dass sind Gero, Ina, Elli und Rüdiger, ihre alte Freundschaft wieder aufleben lassen. Ihren ersten Fall lösten sie auf einem Kreuzfahrtschiff und der zweite ...

Nach fast vierzig Jahren hatten die V.I.E.R., dass sind Gero, Ina, Elli und Rüdiger, ihre alte Freundschaft wieder aufleben lassen. Ihren ersten Fall lösten sie auf einem Kreuzfahrtschiff und der zweite Fall führt sie auf eine Reise durch Europa.

Ellis Mann Andreas und sein Kollege Professor Ledoux bitten die vier Freunde um Hilfe. Bei Ausgrabungen sind alte Manuskripte über den mittelalterlichen Heiltrank Theriak gefunden worden. Doch nun ist der Student Viktor Jenko mit den wertvollen Dokumenten verschwunden. Die Suche führt die V.I.E.R. von Celje nach Venedig über London bis es in Wacken beim Heavy Metal Festival zu einem effektvollen Höhepunkt kommt.

Mit Humor und Leichtigkeit schicken Elisabeth Frank und Christian Homma die Leser auf eine spannende Reise quer durch Europa. Die vier Protagonisten sind sehr unterschiedlich skizziert und haben ihre Ecken und Kanten, so dass alle authentisch wirken. Die Geschichte ist gut aufgebaut, teilweise nicht gleich zu durchschauen und lebt von den Handlungen sowie Eigenheiten der etwas anderen Ermittler. Es gibt interessante Ortsbeschreibungen, daneben spannende Actionszenen und ruhige Momente, in denen die Freunde nach München reisen, um nach neuen Anhaltspunkten zu suchen. Gleichzeitig freut man sich über die Prise Humor und fühlt sich auf die Reise mitgenommen.

Das Buch bietet raffinierte Unterhaltung und Spannung zum Mitraten, so dass ich mich schon auf eine Fortsetzung freue.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Zwei bewegende Frauenschicksale

Das Lied des Nordwinds
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In dem Buch reisen wir mit zwei unterschiedlichen Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zurück in das Jahr 1905.

Wir begegnen der Norwegerin Liv, die schon früh als Dienstmädchen arbeiten muss, ...

In dem Buch reisen wir mit zwei unterschiedlichen Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zurück in das Jahr 1905.

Wir begegnen der Norwegerin Liv, die schon früh als Dienstmädchen arbeiten muss, um ihre Mutter mit den vier Geschwistern finanziell zu unterstützen. Bei der Familie Treske leidet sie keine Not, hat genügend zu essen, sogar ein eigenes Zimmer, wenn nicht der strenge Oddvar Treske wäre, der seinen Sohn Elias grundlos drangsaliert. Liv ist erschüttert und versucht Elias heimlich zu helfen. Sie fühlt sich innerlich hin- und hergerissen, da sie ihren Dienstherrn hintergeht. Doch dann muss sie eine schwere Entscheidung treffen.

Aber auch die junge Gräfin Karoline von Blankenburg-Marwitz steht in Schlesien an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie hatte romantische Vorstellungen von der Ehe mit Moritz vom Blankenburg-Marwitz, wenn sie gewusst hätte, was sie erwartet, hätte sie ihm nicht ihr Ja-Wort gegeben. Sie merkt schnell, dass sie nur wegen des Geldes geheiratet wurde. Doch dann erkrankt Moritz schwer und Karoline hört, dass der Familienbesitz einem verhassten entfernten Verwandten zufällt, sollte ihr Mann ohne Stammhalter sterben. Als Karoline erfährt, dass Moritz vor ihrer Ehe ein Kind in Norwegen gezeugt hat, lässt sie sich auf eine abenteuerliche Reise ein.

Christine Kabus hat es wieder geschafft mich auf eine wunderschöne Reise nach Norwegen mitzunehmen. Die Geschichte ist sehr flüssig, detailreich und bildhaft geschrieben, so dass man sich gut in die Hauptprotagonisten hineinversetzen kann. Die beiden Handlungsstränge werden abwechselnd aus der Sicht von Liv und Karoline erzählt. Die einzelnen Kapitel sind nicht so lang, was mir gut gefällt. Durch die Kapitelüberschriften weiß man genau, wo man sich gerade befindet.

Interessant und spannend finde ich, dass der Zeitgeist und die gut recherchierten historischen Ereignisse wie die Unabhängigkeitsbewegung von Norwegen und die Frauenbewegung so gut in die Geschichte mit einfließen.

„Das Lied des Nordwinds“ ist ein angenehm zu lesender Norwegenroman. Abgerundet wird die Geschichte mit einem Personenregister und einer Karte, um die Orte geografisch einordnen zu können. Beim Lesen fühlte ich mich gut unterhalten und habe etwas Fernweh nach Norwegen bekommen.

Veröffentlicht am 27.03.2026

Leichte Sommerlektüre

Nordwindworte
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Nachdem Mila sich von ihrem Freund getrennt hat, ist sie in ihre Heimat Emden zurückgekehrt, um die Buchhandlung ihres Vaters in der nächsten Generation zu übernehmen. Hier möchte sie einen Neuanfang wagen. ...

Nachdem Mila sich von ihrem Freund getrennt hat, ist sie in ihre Heimat Emden zurückgekehrt, um die Buchhandlung ihres Vaters in der nächsten Generation zu übernehmen. Hier möchte sie einen Neuanfang wagen. Doch zur Ruhe kommt Mila nicht, denn gleich am ersten Tag lässt Peer, ein attraktiver Fremder, ihr Herz höherschlagen. Doch damit nicht genug, rückt ein Filmteam an, das vor Ort einen Krimi drehen will und auch der ansprechende Kulturamtsleiter Oskar Nelen verlangt ihr einiges ab im Namen der Stadt Emden.
Das Cover lädt zu einem Besuch an die Nordsee ein und macht neugierig auf die Geschichte. Der flüssige Schreibstil ist leicht und locker, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Durch die detaillierten Beschreibungen hat man das Gefühl sich mitten im Büchersommer von Emden zu bewegen. Auch die Buchhandlung ist so toll beschrieben, dass man sofort dort stöbern möchte. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und wirken sehr sympathisch, so dass man sie schnell ins Herz schließt, nur mit Pia möchte ich nicht unbedingt Bekanntschaft machen. Mal sehen, wer Milas Herz erobern wird. Der Roman verbreitet nicht nur eine Wohlfühlatmosphäre, sondern ist auch die ideale Lektüre für den Sommerurlaub.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein Treffen mit guten Bekannten

Du musst mir glauben
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Der Gutsherr Gustav von Rath vom Gestüt vier Eichen liegt seit einem schweren Reitunfall im Koma. Die beiden erwachsenen Kinder aus der ersten Ehe melden Zweifel an und beschuldigen die Stiefmutter Greta ...

Der Gutsherr Gustav von Rath vom Gestüt vier Eichen liegt seit einem schweren Reitunfall im Koma. Die beiden erwachsenen Kinder aus der ersten Ehe melden Zweifel an und beschuldigen die Stiefmutter Greta des Mordversuchs an ihrem Vater. Am Tag der offenen Tür wird auf dem Reiterhof Greta tot im Kaminzimmer aufgefunden, erschlagen mit einem Schürhaken. Wer würde für das Erbe alles tun oder hat noch eine Rechnung mit dem Opfer offen?

Susanne Mischke schafft es immer wieder durch die Ermittlungsarbeit Spannung aufzubauen, unterstützt wird dieses durch Perspektivwechsel. Die Kapitel haben für mich eine angenehme Länge. Obwohl private Details des Ermittlerteams angerissen werden und man auch gern dabei schmunzeln kann, verliert die Autorin die Krimihandlung nicht aus den Augen. Neben dem spannenden Krimierlebnis genieße ich auch den Streifzug durch die Region Hannover und sehe die Orte bildhaft vor mir. Für mich sind die Bücher von Susanne Mischke immer erste Wahl und versprechen ein Treffen mit guten Bekannten.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Ein gelungener Auftakt

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte
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Dies ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Dr. May Barven. Sie ist nicht nur forensische Kriminologin, sondern auch Rechtsanwältin. May Barven hat sich als Strafverteidigerin selbstständig gemacht, ...

Dies ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Dr. May Barven. Sie ist nicht nur forensische Kriminologin, sondern auch Rechtsanwältin. May Barven hat sich als Strafverteidigerin selbstständig gemacht, doch bisher ist es ihr nicht gelungen einen großen Fall zu bekommen. Durch die Medien wird sie aufmerksam auf den Startup-Millionär Ruben Rickleffs, der nach einem DNA-Abgleich vor achtzehn Jahren ein junges Mädchen ermordet haben soll. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Tarek Loman beginnt die Rechtsanwältin zu ermitteln.
Sabine Weiß hat einen flüssigen Erzählstil. Die Handlung erfolgt in kurzen Kapiteln aus wechselnden Perspektiven. Zu Beginn hat mich etwas gestört, dass über den DNA-Abgleich und die Forensik sehr wissenschaftliche Beschreibungen erfolgten. Die Geschichte entwickelt sich langsam bis sie kurz vor Schluss den Höhepunkt erreicht und mich noch überraschen konnte.

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