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Veröffentlicht am 30.06.2026

Toll geschriebenes Jugendbuch

When Dealing With Dragons. Drachengold
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Auf den ersten Blick fand ich das Cover des Buches wenig aussagekräftig. Je mehr ich allerdings gelesen habe, desto besser gefiel es mir, weil es Farren und ihre Geschichte perfekt einfängt, ohne zu viel ...

Auf den ersten Blick fand ich das Cover des Buches wenig aussagekräftig. Je mehr ich allerdings gelesen habe, desto besser gefiel es mir, weil es Farren und ihre Geschichte perfekt einfängt, ohne zu viel zu verraten.

Die Story klang ebenfalls reizvoll: Für Farren gibt es nichts Wichtigeres als Drachen und deswegen ist sie auch als Streckenposten beim Drachenrennen dabei. Dabei stürzt ausgerechnet der arrogante James Murphy direkt vor ihren Augen ab und Farren muss ihre gesamte Kraft aufbringen, um sein Leben zu retten. Während James sich den Arm bricht, verletzt sich sein Drache Hort schwer am Flügel und wird von Farrens Vater, einem Arzt für Drachenheilkunde, übergangsweise auf dem Gnadenhof ihrer Familie untergebracht. Wenig später erscheint dort auch James für ein Praktikum, um sich davon zu überzeugen, dass es seinem Drachen gut geht. Damit wird Farrens schlimmster Albtraum wahr, nicht nur ist James ihr größter Konkurrent um ein Stipendium und ein arroganter Besserwisser, sondern er droht auch hinter ihr größtes Geheimnis zu kommen. Doch während sie notgedrungen mehr Zeit miteinander verbringen, erkennt Farren, dass sie sich möglicherweise in ihm geirrt hat und als er schließlich erkennt, was sie die ganze Zeit vor ihm verborgen hat, hilft er ihr wider Erwarten. Um das Geheimnis vor James Vater verbergen zu können, müssen sie nur so tun, als würden sie sich hassen und dafür muss sich Farren nicht mal besonders anstrengen, schließlich tut sie das schon ihr ganzes Leben lang, oder?

Ich habe ehrlich gesagt keine großen Erwartungen an dieses Buch, vielleicht weil ich dachte, dass es ein nettes Jugendbuch über Drachen sein würde, aber da habe ich mich getäuscht. Ich bin ohne Probleme direkt in das Buch eingetaucht und habe die Charaktere fest ins Herz geschlossen. Das liegt auch an dem wirklich guten Schreibstil. Dieser ist leicht und fließend, aber gleichzeitig so mitreißend, dass ich kaum gemerkt habe, wie diese Seiten hinfliegen.

Vor allem aber die Charaktere schaffen es, mich für die Geschichte zu begeistern. Ich mochte, wie unerschrocken und selbstbewusst Farren ist. Sie steht für die Dinge ein, die ihr wichtig sind, selbst wenn sie dafür Dinge aufgeben muss, die ihr wichtig sind. Ich fand es sehr bewundernswert, wie sehr sie sich für Drachen einsetzt, selbst wenn sie sich dafür mit Menschen anlegen muss, die viel mehr Einfluss haben als sie. Ich habe es geliebt zu sehen, wie sie mit Drachen umgeht und sie auch für noch so kleine und angeblich unbedeutende Tiere stark macht, obwohl es die Gesellschaft nicht unbedingt gerne sieht. James hat mich auf ganz andere Weise für sich eingenommen. Es wurde sehr schnell deutlich, dass er so ganz anders ist, als Farren ihn einschätzt und alle ihn für arrogant halten, einfach weil er wenig redet. Es hat mir das Herz gebrochen zu sehen, wie sehr ihn die Beziehung zu seiner Familie belastet und wie falsch Farren ihn immer wieder einschätzt, obwohl sehr schnell klar wird, dass sie ihm alles andere als egal ist. Ich mochte, dass er ein bisschen Probleme damit hatte, sich auszudrücken und so gar nicht dem unglaublich coolen Typen entspricht, den Farren zu Beginn immer in ihm gesehen hat. Er ist einfach ein lieber, aufrichtiger Kerl, dem es schon alleine durch seine familiäre Situation oft schwerfällt, seine Emotionen zu kommunizieren. Er arbeitet aber daran und versucht immer, besser zu sein, als seine Eltern und seinen eigenen Weg zu finden, auch wenn das manchmal schmerzhaft ist.

Die Story und vor allem das Worldbuilding haben mich ebenfalls wirklich überzeugen können. Dass die Drachen und das Material ihres jeweiligen Panzers dafür sorgen, wie Stände innerhalb der Gesellschaft eingeteilt werden, fand ich extrem spannend. Zumal die Fähigkeiten der Menschen, eben dieses Metall zu behandeln, extrem davon abhängen, welche Verbindung man mit einem entsprechenden Drachen knüpft. Die damit verknüpfte Gesellschaftskritik ist perfekt in die Geschichte eingewebt und sorgt dafür, dass man darüber nachdenkt, wie fair eine Gesellschaft ist, in der Reiche mehr Chancen haben als alle anderen.

Alles in allem mochte ich das Buch deutlich lieber, als ich es zunächst erwartet habe. Der Schreibstil ist unglaublich mitreißend und so fesselnd, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe, doch es waren die Charaktere, die die Geschichte zu etwas Besonderem gemacht haben.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Vielversprechende Geschichte, die noch Luft nach oben hat

Masked by Nightfall
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Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne. Die Darstellung von Jax und Elodie passt perfekt zu meiner Vorstellung von ihnen und zu der Beziehung, die sie miteinander haben. Außerdem mag die Verwendung ...

Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne. Die Darstellung von Jax und Elodie passt perfekt zu meiner Vorstellung von ihnen und zu der Beziehung, die sie miteinander haben. Außerdem mag die Verwendung der eher gedeckten Farben, die die Stimmung der Geschichte ziemlich gut einfangen.

Diese hat mich direkt gereizt: Als ihre Mutter krank wird, bleibt Elodie Havare nichts anderes übrig, als sich freiwillig für die Ausbildung zur Soldatin zu melden, um Geld für einen Heiler zu beschaffen. Die sogenannte Auslese ist gefährlich, brutal und nicht selten tödlich. Elodie rechnet nicht damit, so lange durchhalten zu können, um wirklich Schattensoldatin am gefürchteten Bruch, der Grenze zum Reich der gefallenen Götter, zu werden. Doch sie hat die Rechnung ohne Jax Elder gemacht, der jeden Versuch zunichte macht, unsichtbar zu bleiben, als er ihr als Partner zugewiesen wird. Elodie weiß nicht, ob sie dem selbstsicheren Mann vertrauen kann, schließlich kämpft jeder alleine um sein Überleben und Elodie hat ein Geheimnis, das sie ihm auf keinen Fall anvertrauen kann.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte zu finden, obwohl ich mich darauf gefreut habe, sie zu lesen. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Vielmehr ist dieser wirklich gut, unaufgeregt und trotzdem auf eine ruhige Art fesselnd, bei der ich ab einem gewissen Zeitpunkt im Buch gar nicht gemerkt habe, wie schnell ich es durchgelesen habe.

Die Geschichte als solche braucht ein bisschen, um mich so richtig zu fesseln, das fand ich im Nachhinein aber nachvollziehbar, weil sie sich Zeit nimmt, um die Welt und die Charaktere kennenzulernen und man nicht direkt mitten in die Handlung geworfen wird. Ich mochte, dass man den Raum bekommt, sich erst einmal zurechtzufinden, bevor so viel passiert, sodass man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. Dadurch hat man auch Zeit, Elodie als Person kennenzulernen, bevor sie in einem Wettbewerb um Leben und Tod eintritt, um Geld für ihre Familie zu besorgen. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, sie nicht so richtig zu kennen. Es ist klar, dass sie etwas verbirgt und ich hatte eine ungefähre Idee, was das sein könnte, aber sie wirkt selbst dem Leser gegenüber immer ein bisschen zu sehr auf der Hut. Das bedeutet nicht, dass ich sie nicht mochte, ich habe sie vielmehr fast schon widerwillig ins Herz geschlossen, auch wenn ich manchmal meine Augen über ihr Misstrauen gegen alle und jeden verdreht habe. Ich konnte verstehen, dass sie ihre Gründe hat, keine Freundschaften schließen zu wollen, aber spätestens als Jax sie durch seine Art in den Fokus der anderen Anwärter gerückt hat, hätte sie zumindest eine Allianz überlegen können. Vielleicht habe ich ihre Handlungen auch nicht immer verstehen können, weil ich Jax nahezu ab der ersten Seite wirklich gerne mochte. Mir war auch bei ihm klar, dass er nicht immer ganz ehrlich ist, aber man merkt dennoch, wie wichtig ihm seine Freunde sind. Selbst wenn Elodie ihn immer wieder wegstößt und er sie kaum kennt, ist er dennoch immer da, wenn sie ihn braucht und er erwartet gar nicht, dass sie ihm alle ihre Geheimnisse anvertraut.
Von der Welt der Geschichte fehlt mir noch ein bisschen die Vorstellung, vielleicht weil man bisher vor allem das Ausbildungslager und die Baracken kennt, während die Außenwelt ein bisschen schwammig bleibt. Ich bin mir aber fast sicher, dass sich das im nächsten Band der Reihe ändern wird und ich freue mich schon darauf, tiefer in die Welt und ihre Geschichte eintauchen zu können.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und es war trotz der vielen Seiten wirklich sehr kurzweilig, was nicht zuletzt an dem tollen Schreibstil liegt. Elodie hat es mir manchmal ein bisschen schwer gemacht, sie richtig kennenzulernen, aber ich freue mich dennoch darauf, die Reihe weiterzulesen, zumal der Cliffhanger echt fies ist.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Tolles Setting, das ein bisschen braucht, um sich zu entfalten

When Shadows Darken the Sun
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Die Gestaltung des Buches war ehrlich gesagt zunächst einmal der Hauptgrund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Es sieht einfach nur wunderschön aus. Sowohl der Farbschnitt als auch der Schutzumschlag ...

Die Gestaltung des Buches war ehrlich gesagt zunächst einmal der Hauptgrund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Es sieht einfach nur wunderschön aus. Sowohl der Farbschnitt als auch der Schutzumschlag sehen sehr edel aus und passen einfach perfekt zu der Geschichte.

Diese hat mich fast ebenso sehr gereizt: Seit Jahrzehnten treten die Erbin des Taghofes und der Erbe des Nachthofes in einem magischen Turnier gegeneinander, in dem die Vorherrschaft über den dritten Hof entschieden werden soll. In den letzten Aufeinandertreffen konnte immer der Nachthof die Auseinandersetzungen für sich entscheiden, dies soll sich allerdings dieses Jahr ändern. Cass ist mit einer Delegation von Lichtkriegern an den Nachthof gereist, um dafür zu sorgen, dass der Taghof endlich wieder an die Macht gelangen kann. Doch sie hat nicht mit dem Erben des Nachthofes gerechnet: Prinz Nox ist ganz anders, als sie erwartet hat und als sie nach einem gefährlichen Zwischenfall zusammenarbeiten müssen, kommen sie sich unerwartet näher. Sie lernen mehr über einander und die Höfe des jeweils anderen und plötzlich ist es gar nicht mehr so leicht, den anderen als Gegner zu sehen. Doch die Tag-und-Nachtspiele stehen an und diese lassen keinen Raum für Gefühle zwischen Cass und Nox.

Ich war wirklich gespannt auf das Buch, weil ich zum einen die Gestaltung unglaublich schön fand und zum anderen extrem gespannt war, wie die Welt in dem Buch aussehen würde. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen, was auch am Schreibstil liegt. Dieser ist zwar leicht und fließend, aber ich habe trotzdem recht lange gebraucht, um richtig in die Geschichte finden zu können. Das liegt vor allem daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird und sich erst einmal orientieren muss. Man bekommt dafür aber gar nicht so richtig die Zeit, weil schon auf den ersten Seiten so viel passiert, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, hinterher zu kommen. Dadurch hatte ich lange nicht wirklich das Gefühl, die Welt und die Charaktere wirklich greifen zu können, sodass mir ein bisschen der Sog fehlte, der dafür gesorgt hätte, dass ich das Buch unbedingt weiterlesen wollte.

Leider hatte ich auch deswegen so ein bisschen meine Probleme mit den Charakteren. Ich mochte Cass und Nox dabei sogar recht gerne, aber bei den Nebencharakteren hatte ich ein paar Schwierigkeiten, sie richtig kennenzulernen und habe sie immer wieder verwechselt. Man hat kaum Zeit Cass und die übrigen Lichtkrieger kennenzulernen, bevor man Nox und seine Kämpfer trifft. Dadurch fehlte mir oft ein bisschen die Individualität, auch wenn das im Laufe des Buches etwas einfacher wird und sie mir zumindest zum Teil ans Herz gewachsen sind, aber bis zu diesem Punkt hat es dann doch ein wenig gedauert. Bei Cass und Nox war das ein wenig leichter, weil man durch ihre jeweiligen Sichtweisen schon früh einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt. Ich mochte, dass besonders Nox ganz anders ist, als man zunächst vermutet hätte. Seine Freunde, sein Hof und sein Volk bedeuten ihm viel, sodass komplett verständlich ist, warum es ihm so wichtig ist, dass er die Spiele für sich entscheidet. Cass hat es mir ein bisschen schwerer gemacht, wahrscheinlich weil sie nie alles von sich zeigt. Mir war allerdings schon recht früh klar, was sie verbirgt, sodass der große Plottwist für mich ein bisschen ausblieb. Ich hatte die ganze Zeit ein bisschen gehofft, dass ich falsch liege und dass es vielleicht noch ein paar mehr Überraschungen im weiteren Verlauf der Geschichte geben würde, aber leider folgte es so ein bisschen den typischen Strukturen eines Fantasy Buchs. Das ist keinesfalls schlecht, aber mir fehlte dadurch das Besondere, das dafür sorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.

Ähnlich ging es mir auch mit dem Setting. Ich fand die Idee wirklich gut, dass es regelmäßig Spiele zwischen den Erben des Tag- und Nachthofes gibt, die entscheiden, wer die Macht über den dritten Hof bekommt. Allerdings kamen mir die Spiele fast ein bisschen kurz. Ich habe komplett verstanden, warum die Lichtkrieger schon früher an den Hof der Nacht reisen, um sich zu akklimatisieren und dass sie dadurch auch das Volk am Hof der Nacht kennenlernen, aber die Spiele wirkten gegenüber den anderen Herausforderungen fast ein bisschen nebensächlich. Vielleicht habe ich das auch so empfunden, weil ich nie so ganz greifen konnte, was genau der dritte Hof überhaupt ist. Es ist klar, dass der Nachthof dadurch mehr Macht bekommt und genau das für den Taghof vom Nachteil ist, aber ich hatte manchmal ein paar Schwierigkeiten, die Welt in ihrer Gänze greifen zu können, zumal man gar keine Möglichkeit hat, den Taghof kennenzulernen.

Alles in allem mochte ich das Buch und nachdem ich erst einmal in die Geschichte gefunden hatte, habe ich es auch recht schnell durchgelesen. Allerdings fehlte mir ein bisschen der Sog, das Besondere, das dafür gesorgt hätte, dass ich es mich komplett gefangen nimmt und ich kaum aufhören konnte zu lesen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der zweite Teil genau das schaffen könnte, weil man jetzt schon einen Einblick in die Welt bekommen hat und dadurch im nächsten Teil tiefer in sie eintauchen könnte.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Cozy Lovestory

First-Time Caller
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Das Cover gefällt mir wirklich gut, weil es den Vibe des Buches einfach perfekt einfängt. Die Farben in dem hellen Rosa und Pfirsich geben einen guten Eindruck, wie sich das gesamte Buch anfühlt und die ...

Das Cover gefällt mir wirklich gut, weil es den Vibe des Buches einfach perfekt einfängt. Die Farben in dem hellen Rosa und Pfirsich geben einen guten Eindruck, wie sich das gesamte Buch anfühlt und die Darstellung von Aiden und Lucie entspricht schon sehr meiner Vorstellung von ihnen.

Die Story fand ich ebenfalls reizvoll: Aiden Valentine, der Host der Late-Night Radiosendung Heartstrings, hat den Glauben an die Liebe verloren. Dabei hilft es nicht, dass er jede Nacht Menschen bei belanglosen Liebesproblemen helfen muss. Doch dann meldet sich eines Abends die 12-jährige Maya, die um Dating Tipps für ihre Mutter bittet. Doch Lucie überrascht sie dabei und geht selbst ans Telefon. Spontan schüttet sie Aiden ihr Herz aus und erzählt, dass sie endlich wieder Magie in einer Beziehung fühlen möchte. Als das Gespräch viral geht, sieht die Besitzerin des Radiosenders eine Chance, um die stagnierenden Hörerzahlen zu erhöhen und lädt Lucie in Aidens Sendung ein. Zusammen sollen die beiden jemanden suchen, der die Magie in ihr Leben zurückbringen kann. Doch je mehr Zeit sie in der engen Kabine verbringen, desto näher kommen sich die beiden und Lucie fragt sich, ob die Liebe nicht näher ist, als er erwartet.

Ich habe schon sehr viel Positives über das Buch gehört und wollte das Buch deswegen unbedingt selbst lesen. Ich hatte allerdings wahrscheinlich gerade deswegen ein bisschen zu hohe Erwartungshaltung und habe meine Zeit gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Das liegt auch an dem Schreibstil. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen, wie das Buch geschrieben ist. Das bedeutet nicht, dass ich ihn nicht mochte, aber er ist ungewohnt und wirkt zu Beginn manchmal ein wenig holprig. Nachdem ich aber ein besseres Gefühl für die Geschichte bekommen habe, konnte ich das Buch wirklich gut durchlesen.

Die Charaktere habe ich hingegen ziemlich schnell in mein Herz geschlossen. Es wird ziemlich schnell deutlich, dass Aiden ein guter Kerl ist, auch wenn er sich selbst was anderes einredet. Ich habe es geliebt zu sehen, wie aufmerksam er Lucie, aber auch ihrer Familie gegenüber ist. Ich konnte sehr gut verstehen, dass er damit auch ihr Herz gewinnen konnte. Ich fand zwar nicht immer gut, dass er seine Gefühle und Emotionen schwer in Worte fassen konnte, was für einen Radiomoderator, der eine Show zum Thema Liebe moderiert, doch ein wenig ungewöhnlich ist, aber ich konnte seine Gründe dennoch nachvollziehen und war froh, dass er versucht hat, besser darin zu werden. Lucies rundum positive Art hat es mir da etwas leichter gemacht, sie ins Herz zu schließen. Sie ist einfach ein guter Mensch und will das Beste für alle in ihrem Umfeld, sodass sie selbst fast immer zu kurz kommt. Ich kann diese Einstellung wirklich gut verstehen, es hat mich aber ab einem gewissen Zeitpunkt ein bisschen frustriert, weil ich das Gefühl hatte, dass sie sich nie wirklich für sich einsetzt und nicht erkennen kann, dass sie es wert ist. Die Dynamiken in ihrem Umfeld mochte ich hingegen extrem gerne. Ich habe geliebt, wie nahe sie dem Vater ihrer Tochter und dessen Ehemann steht, aber auch wie gut die Beziehung zu ihren Arbeitskollegen in der Werkstatt ist. Ich hatte, als ich erfahren habe, dass sie als Mechanikerin arbeitet, zunächst Angst, dass sie dort mit Diskriminierung konfrontiert sein könnte, aber die Männer kümmern sich um sie, während sie sie gleichzeitig dennoch komplett ernstnehmen und als Mechanikerin akzeptieren.

Allgemein lebt das Buch vor allem von dem cozy Vibe und weniger von der Spannung der Story. Das finde ich auch grundsätzlich vollkommen in Ordnung, aber mich konnte die Geschichte einfach nicht so richtig fesseln. Mir war ziemlich klar, was passieren wird und wie der weitere Verlauf des Buches ist, sodass mir einfach so ein bisschen der Sog fehlte, um die Geschichte in einem Zug durchlesen zu können. Es hat mich zwar durchaus unterhalten, aber ich habe wegen der positiven Rezensionen zu dem Buch wahrscheinlich einfach zu viel erwartet.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und die cozy Vibes genossen, zumal ich die Charaktere wirklich in mein Herz geschlossen habe. Allerdings habe ich vermutlich einfach zu viel erwartet, sodass mich die Geschichte nicht so sehr in ihren Bann ziehen konnte, wie ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Unterhaltsames Jugendbuch

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1)
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Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich bin eigentlich kein großer Fan davon, Charaktere auf Covern zu sehen, aber hier hat mich das nicht gestört. Das liegt vor allem daran, dass das Cover dadurch perfekt ...

Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich bin eigentlich kein großer Fan davon, Charaktere auf Covern zu sehen, aber hier hat mich das nicht gestört. Das liegt vor allem daran, dass das Cover dadurch perfekt den Vibe der Geschichte einfängt und gleichzeitig eine gute Idee von den Charakteren gibt, ohne die eigene Fantasie einschränken zu müssen.

Die Story fand ich ebenso vielversprechend: Vin hat in ihrem Leben schon viele magische Schulen hinter sich und als sie von ihrer aktuellen fliegt, weil sie versehentlich einen Klassenraum in Brand gesteckt hat. Als letzten Ausweg bleibt nur noch das Internat Last Hope für magische Unruhestifter, wo alle Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, die durch das Raster der Gesellschaft fallen. Obwohl ihre Mitschüler nett zu sein scheinen, hat sie dennoch nicht das Gefühl, dazu zu gehören, schließlich sind ihre Kräfte komplett unberechenbar. Doch als das Internat in Gefahr gerät, müssen sie alle zusammenhalten, um die Schule zu retten.

Ich war mir nicht ganz sicher, was ich von der Geschichte erwarten sollte, weil ich in letzter Zeit einige Jugendbücher gelesen habe, die mich nicht so richtig überzeugen konnten, dies war hier aber zum Glück anders. Das liegt auch daran, dass der Schreibstil wirklich gut ist: Leicht und locker, dabei aber dennoch mitreißend. Ich habe die Geschichte in kürzester Zeit durchlesen können, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht.

Dabei ist die Idee einer magischen Schule ja keineswegs neu, aber dass es hier um Schüler mit allerlei verschiedenen Kräften und vor allem um welche geht, die sonst überall durchs Raster gefallen sind, macht es dann doch besonders. Ich war ein bisschen unsicher, was ich mir unter den Unruhestiftern vorstellen soll, aber sie sind keineswegs alle kriminell oder bösartig, sondern vielmehr missverstanden oder haben ihre eigenen Kräfte nicht unter Kontrolle. Ich mochte es deswegen umso mehr, zu sehen, dass sie in Last Hope von der Direktorin und den anderen Lehrern immer wieder ermutigt und aufgebaut werden, sich selbst und ihren Kräften zu vertrauen. Ich mochte es, wie immer wieder betont wird, dass die Schülerinnen und Schüler keine schlechten Menschen sind, nur weil sie nicht in das System passen, weil es bestimmt vielen Kindern und Jugendlichen hilft, diese Worte zu hören und sei es nur in einem Buch.

Die Charaktere des Buches mochte ich ebenfalls wirklich gerne, auch wenn ich bei Vin ein wenig gebraucht habe, um mit ihr warm zu werden. Das liegt aber daran, dass sie immer wieder hin und her geschickt wird und sich auch nicht auf ihre Eltern verlassen kann, sodass sie niemandem mehr vertraut. Deswegen braucht sie einfach ein bisschen, um sich ihren Mitschülern und auch den Lesern zu öffnen. Ich habe sie trotzdem schnell ins Herz geschlossen, weil sie alles versucht, um nicht immer wieder weggeschickt zu werden und doch immer wieder scheitert, weil sie ihre eigenen Kräfte nicht versteht und sich auch niemand wirklich Mühe gibt, es zu tun. Ich war so froh, dass ihre neuen Mitschüler sie mehr oder weniger gezwungen haben, Zeit mit ihnen zu verbringen und aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen. Allgemein gefiel mir die Dynamik der Freunde wirklich gut, sie alle sind nicht immer einfach, aber setzen sich für die Menschen um sich herum ein, besonders wenn sie ihnen wichtig sind. Ich mochte es unglaublich gerne, zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler der Last Hope zusammenwachsen und mehr und mehr Sicherheit in sich selbst bekommen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen. Es gefiel mir vor allem, dass immer betont wurde, dass nur weil man anders ist, das nichts Schlechtes sein muss, sondern man einfach andere Stärken hat und dass man, wenn man auf seine Freunde vertraut, alles ein bisschen leichter ist.

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