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Veröffentlicht am 28.03.2026

Toller Auftakt

When Shadows Darken the Sun
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Meinung:

Die Welt besteht aus einem Wirbelsturm an Farben.

Das Cover finde ich richtig schön, man sieht gleich den starken Kontrast zwischen den beiden Protagonisten und es passt einfach perfekt zum ...

Meinung:

Die Welt besteht aus einem Wirbelsturm an Farben.

Das Cover finde ich richtig schön, man sieht gleich den starken Kontrast zwischen den beiden Protagonisten und es passt einfach perfekt zum Inhalt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht zu lesen, dadurch, dass das Magiesystem nicht super kompliziert ist kommt man auch schnell in die Geschichte rein und findet sich gut zurecht. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Cass‘ als auch aus Nox‘ Sicht gibt, wodurch man beide besser kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Cass kennen, die zusammen mit der Thronfolgerin, in das Nachtreich reist, da die Tag-und-Nacht-Spiele anstehen. Der Schattenprinz, Nox, empfängt sie und ist sofort von Cass angetan.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man bekommt viele Infos über die Welt und wieso es einen Licht- und einen Schattenhof gibt und was die Unterschiede sind. Das Magiesystem ist schnell verstanden und man ist nicht durchgehend verwirrt, was ich gut fand. Cass und Nox mochte ich auch sofort und ich war gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Cass ist toll. Sie setzt sich für ihre Freunde ein und versucht alles, um einen von ihnen zu retten. Dafür bringt sie auch ihr eigenes Leben in Gefahr. Man merkt auch schnell, dass sie starke Magie besitzt und da fängt man natürlich an zu rätseln, wieso sie so stark ist und die Prinzessin nicht. Ansonsten mochte ich ihre Schlagfertigkeit und ihren Mut.

Nox war mir auch sofort sympathisch. Nach außen hin gibt er sich als der kühle, anteilnamslose Prinz, aber wenn man seine Kapitel liest wird klar, dass er gar nicht so ist. Er will nur das Beste für sein Volk, dafür lehnt er sich auch mal gegen seinen Vater auf und versucht auch alles, um die Spiele zu gewinnen. Bei Cass merkte man dann auch, dass er den Lichthof nicht so sehr hasst, wie er tut, denn je besser er die Menschen von dort kennen lernt, desto weicher wird er.

Die Welt und die Spiele haben mich sofort von sich überzeugt. Ich fand die Idee sehr gut und auch die Umsetzung war gelungen, wobei die Spiele vielleicht ein bisschen zu kurz kamen. Dafür standen andere Dinge lange im Vordergrund, wie die Rettung eines Begleiters von Cass oder dann auch die Liebesgeschichte. Darüber will ich mich gar nicht beschweren, aber die Spiele selbst empfand ich dann als recht unspektakulär und da hätte ich mir ein bisschen mehr gewunschen. Nachdem diese der Hauptgrund von dem Treffen waren, waren sie recht schnell abgehandelt.

Abgesehen davon fand ich die Liebesgeschichte aber richtig gut. Zwar vergucken sich die beiden schnell ineinander, aber das fand ich hier ok, denn sie verbringen auch viel Zeit gemeinsam. Die Entwicklung hat mir gefallen, sie haben nichts überstürzt und als sie sich das erste Mal wirklich näher kamen, fühlte es sich echt an in diesem Moment. Dass sich die beiden trotzdem so sehr misstrauen, nur weil sie aus verschiedenen Ländern kommen fand ich irgendwie traurig, denn sie haben beim Kennenlernen gemerkt, dass sie sich vertragen könnten und gar nicht so unterschiedlich sind.

Gegen Ende gab es dann zwei Wendungen. Eine davon hat mich überrascht und eine nicht. Die weniger überraschende hat sich perfekt in das Geschehen eingefügt und bietet auch noch viel Potential für den zweiten Teil, denn viele Personen waren mit dieser Wendung nicht gerade glücklich. Die zweite war dann sehr überraschend. Ich habe wirklich null damit gerechnet, über den Ausgang der Geschichte habe ich natürlich spektuliert, doch das hätte ich mir nie ausdenken können. Ich finds toll, dass die Autorin einen solchen Wow-Effekt geschafft hat und damit sofort Lust auf den zweiten Band gemacht hat, denn ich für meinen Teil bin sehr neugierig geworden.

Fazit:

Das Buch hat mich schnell von sich überzeugt. Manche Twists konnte man schneller vorhersehen als andere, aber mit dem Ende habe ich sicher nicht gerechnet. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band und ein Wiedersehen mit den Charakteren. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 15.03.2026

Sehr gute Dystopie

To Cage a Wild Bird
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.

Das Cover finde in Ordnung, es ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.

Das Cover finde in Ordnung, es sticht nicht wirklich aus der Masse hervor, aber es ist ok.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Raven, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich fand die Beschreibungen gelungen und auch ihrer inneren Konflikt konnte man gut nachvollziehen.

Zu Beginn lernt man Raven kennen, die eine Kopfgeldjägerin ist. Als ihr Bruder verhaftet wird und nach Endlock gebracht wird, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Kollektiv ein um ihm da rauszuhelfen. Dafür geht sie selbst nach Endlock und muss dort überleben.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Das lag einerseits am Schreibstil aber auch an der Geschichte. Ich bin ein Fan von dystopischen Settings und das wurde hier gut umgesetzt. Ich war sofort neugierig, wie die Welt so wurde, wie die Strukturen genau aussehen und natürlich was Endlock ist.

Raven fand ich als Charakter in Ordnung, auch wenn sie nicht mein Liebling werden wird. Dafür ist sie zu impulsiv und denkt nur an sich und ihren Bruder. Selbst als sie sowas wie Freunde und Verbündete gefunden hat, dreht sich alles um ihren Bruder und erst mit der Zeit werden ihr die anderen Personen wichtiger. Ich fand sie auch leichtsinnig, sie hätte so oft erwischt werden können und nie hat sie sich Gedanken darum gemacht.

Vale blieb etwas flach für mich, weil er immer nur kurz dabei war. Ich mochte ihn grundsätzlich aber gerne. Man kann sich schnell denken, dass er was verbirgt und rätselt dann natürlich mit, wieso er Raven hilft und was er davon hat. Er ist also eher der mysteriöse Typ und immer rechtzeitig da, bevor irgendwas Schlimmes passieren kann.

Ich fand das Setting des Buches toll. In Endlock werden die Verbrecher eingesperrt und die Reichen können Jagd auf sie machen. Dafür gibt es einen umzäunten Außenbereich, es werden 10 Gefangene ausgewählt und diese müssen es zu einem Baum schaffen, bevor sie von den Jägern umgebracht werden. Wenn die Häftlinge nicht bei einer Jagd sind, müssen sie arbeiten.Ich fand das super interessant und auch die Jagden waren wirklich gut zu lesen. Es hatte ein bisschen was von Divergent, besonders alles außerhalb des Gefängnisses.

In Endlock versucht Raven nun ihren Bruder und eine andere Gefangene zu befreien, denn das war der Deal mit dem Kollektiv. Sie haben geplant und Ideen verworfen und als es immer ernster wurde, wurde auch irgendwie die Sicherheit im Gefängnis weniger. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn es waren immer die richtigen Kameras ohne Strom, es waren nie Wärter unterwegs, die Gefangenen konnten sich frei bewegen und auch bei Jagd wurde nicht genau hingesehen. Außerdem haben sich Raven und Vale immer mal wieder auffällig benommen, aber es hat niemanden interessiert. Das ging doch ein bisschen zu einfach voran und hat mich ein wenig enttäuscht.

Neben dem Ausbruch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die ich gar nicht unbedingt als solche bezeichnen würde, denn so wirkliche Gefühle habe ich nicht gespürt. Es war Lust da und vielleicht ein wenig Verzweiflung, aber von Liebe würde ich da sicher nicht sprechen. Dafür ging mir das alles zu schnell und es gab zu wenig Kontakt zwischen Raven und Vale, um eine sinnvolle Beziehung aufzubauen.

Gut gefallen haben mir aber die Nebencharaktere wie Momo, August oder Yara. Sie waren so verschieden und doch so gut ausgearbeitet, man muss sie einfach mögen. Ich habe bei jeder Jagd und bei jedem Konflikt gehofft, dass niemandem von ihnen etwas passiert. Besonders August ist mir schnell ans Herz gewachsen.

Gegen Ende geht dann alles recht schnell und passiert sehr viel auf einmal. Es gibt keine ruhige Sekunde mehr und als Leser fiebert man natürlich mit. Nur der große Knall am Ende blieb aus, denn vieles konnte man sich schon vorher zusammenreimen und daher gab es wenige Überraschungen. Für ich gab es auch keinen guten Cliffhanger, das Ende hat mich nicht unbedingt neugierig auf Band zwei gemacht, aber lesen werde ich ihn trotzdem, denn insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

Fazit:

Endlich wieder ein dystopischer Roman, der echt gut war. Ich mochte die Charaktere und die Welt super gerne, die Idee mit Endlock hat mir auch richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte und dass vieles so einfach ging hat die Bewertung ein bisschen runter gedrückt, aber insgesamt war es immer noch ein sehr gutes Buch und bekommt von mir 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

Musical und Liebe

Jonah Goes Off Script
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die glitzerndes Champagnerküsse des Silvesterabends verwandelten sich langsam in Zuckerwatteblüten und buttercremefarbene Tulpen.

Das Cover ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die glitzerndes Champagnerküsse des Silvesterabends verwandelten sich langsam in Zuckerwatteblüten und buttercremefarbene Tulpen.

Das Cover finde ich richtig süß. Ich mag diesen Stil von Covern sehr gerne und hier passt einfach alles. Wir sehen Jonah und Dexter und natürlich die Bühne, die eine wichtige Rolle spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen und man kommt schnell weiter. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei man hauptsächlich Jonah begleitet und von ihm liest.

Zu Beginn lernt man Jonah kennen, der für die Hauptrolle in einem Musical einen Award gewonnen hat und nun immer bekannter wird. Als Dexter Ellis für sein Musical gecastet wird, fürchtet Jonah, dass er seine Rolle verlieren könnte. Zuerst mögen sich er und Dexter auch nicht, doch mit der Zeit merken sie, dass sie gar nicht unterschiedlich sind.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es startet direkt mit der Preisverleihung und dort lernt man auch schon Jonah kennen. Jonah ist sehr nervös und das merkt man auch, es wird auch schnell klar, dass es immer wieder witzige Stellen geben wird, die aber nicht übertrieben geschrieben sind. Bis Dexter auftaucht dauert es dann ein wenig, denn man liest von Jonah und dem Musical und wie so ein Abend abläuft.

Jonah mochte ich gerne und ich konnte mich gut mit ihm identifizieren, weil er ebenfalls ein Overthinker ist. Er zerdenkt alles und anstatt mit den Leuten zu reden, nimmt er an, dass etwas so ist und kriegt dann Panik. Ich konnte ihn so gut verstehen. Ansonsten ist er ein sehr netter Kerl und super Freund.

Dexter ist eine andere Geschichte, denn ihn fand ich zuerst sehr unsympathisch. Er verhielt sich arrogant und hat sich Jonah gegenüber auch nicht nett verhalten. Doch das ändert sich zum Glück schnell und man merkt, dass er eigentlich ganz ok ist. Sehr sarkastisch und unsicher, aber nett. Bis zum Ende mochte ich ihn schon gerne, doch mein Lieblingscharakter wird er trotzdem nicht.

Ich liebe Musicals und allein schon deswegen hat mich das Buch sofort angesprochen. Die Thematik war genau meines und das Theater und Musicals im allgemeinen haben hier eine große Rolle gespielt. Das Leben von den Darstellern wurde richtig gut beleuchtet und ich hab die Abschnitte, in denen sie auf der Bühne standen, wirklich geliebt. Es war interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und wenigstens ein ungefähres Gefühl zu bekommen, wie das so ablaufen kann. Es war richtig grandios und Jonah und Dexter haben da super rein gepasst.

Die Geschichte ist einfach. Dexter und Jonah spielen Rivalen, sollen aber im echten Leben so tun, als wären sie Freunde. Dabei mögen sie sich zuerst gar nicht besonders. Dieses Setup bietet richtig viel Potential und es hat auch Spaß gemacht zu sehen, wie sie sich zuerst bekriegen und dann immer näher kommen. Von Beginn an hat die Chemie zwischen ihnen gepasst und ich fands süß, wie Jonah sich immer wehren will. Durch blöde Zufälle treffen sie sich aber immer wieder und mir ist besonders die Nacht in Erinnerung geblieben, in der Jonah Dexter heimbringen musste, weil dieser zu viel getrunken hatte. Dieser Abend war perfekt komisch, angefangen beim Uber bis hin zu dem Desaster am Ende, doch es hat einfach zur Geschichte und den Charakteren gepasst und das war auch der Moment, in dem ich das erste Mal dachte, dass die beiden gut zusammen passen.

Die Liebesgeschichte fand ich allgemein sehr süß, denn die beiden mochten sich zuerst nicht und dann kamen sie sich näher und plötzlich waren sie das perfekte Paar. Ihre kleinen Momente gemeinsam haben das so besonders gemacht und dadurch fühlte es sich echt an.

Im letzten Drittel passiert dann sehr viel. Einmal eine Krise, dann ein bisschen Liebesdrama und dann noch Theaterdrama. Besonders die Krise hat mich mitgenommen und da wurde das Buch plötzlich traurig und ging in eine ganze andere Richtung als der Rest. Dennoch gab es schöne Momente, die das ausgeglichen haben und die mir ein paar Tränchen in die Augen getrieben haben. Dagegen war das Drama harmlos, denn man konnte es vorhersehen und wie es gehandhabt wurde war auch gut. Ich fand es nur schade, dass sich Jonah in diesem Teil sehr von allen abgeschottet hat und damit viel verpasst hat. Es wäre um einiges leichter gewesen, wenn er mit jemandem geredet hätte. Dennoch hat sich zum Schluss alles geklärt und ich fand es gut so, wie es war. Die Charaktere haben alle eine starke Entwicklung durchgemacht und am Ende selbstreflektiert gehandelt.

Fazit:

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe damit gerechnet, dass es mir gut gefallen würde, wegen der Thematik, aber ich habs wirklich gern gelesen und Jonah und Dexter sind mir schnell ans Herz gewachsen. Hin und wieder fand ich es ein wenig übertrieben und in der Mitte auch etwas langatmig, aber ansonsten war es ein schönes Buch. Von mir kriegt es vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

Düstere Liebesgeschichte

Society of Death. Von Rache verführt
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das letzte Licht des Sommertages fiel durch die Fenster des Hörsaals und ließ feine Staubkörnchen auf dem Tisch vor mir tanzen.

Das Cover ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das letzte Licht des Sommertages fiel durch die Fenster des Hörsaals und ließ feine Staubkörnchen auf dem Tisch vor mir tanzen.

Das Cover gefällt mir richtig gut, es passt zur düsteren Atmosphäre des Buches und sieht dabei auch noch gut aus.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Victoria’s als auch aus Emery’s Sicht gibt. Die Atmosphäre in dem Buch ist grandios, es ist düster und spannend, aber man merkt auch die Liebe und Anziehung. Die Mischung hat mir wirklich gut gefallen.

Zu Beginn lernt man Victoria kennen, die in einer Vorlesung auf Emery trifft. Dieser studiert Medizin und die beiden kommen sich schnell näher. Als Emery in die geheimnisvolle Studentenverbindung Skull & Bones aufgenommen wird, verschließt er sich immer mehr. Als Victoria auch noch eine Verbindung zwischen Skull & Bones und dem Tod ihres Bruders herstellt, beginnt ihre Beziehung zu wanken.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man lernt alle relevanten Figuren kennen, deren Beziehung und auch Victoria und Emery treffen schnell aufeinander. Kurz wird erzählt, wie sie sich näher kommen und schlussendlich ein Paar werden, danach gibt es einen kleinen Zeitsprung und die eigentliche Geschichte kann beginnen.

Victoria fand ich genial. Sie setzt sich dafür ein, dass auch Frauen studieren dürfen und geht in alle offenen Vorlesungen. Außerdem schreibt sie Artikel über Depressionen in einem Gesundheitsmagazin, unter falschem Namen. Sie versucht aktiv etwas gegen die Krankheit Melancholie, wie sie genannt wurde, zu tun und diese zu ergründen. Auch als ihr Bruder tot ist gibt sie sich nicht mit der einfachen Erklärung zufrieden, sondern versucht die Wahrheit herauszufinden.

Emery mochte ich zuerst sehr gerne, im Mittelteil nahm meine Sympathie dann ab und am Ende mochte ich ihn wieder gerne. Er studiert Medizin und als er in die Verbindung aufgenommen wird, verändert er sich. Seine Wandlung fand ich interessant, auch wie er sich seinen Freunden und Victoria gegenüber verhält. Insgesamt mochte ich ihn als Charakter.

Das Buch ist düster, das lässt sich nicht abstreiten. Einerseits wegen der Studentenverbindung und andererseits wegen anderen Themen wie eben Depressionen. Besonders das Thema wurde wirklich gut behandelt und zeigt, dass es jeden treffen kann. Man leidet als Leser mit den Figuren mit, entweder weil sie direkt betroffen sind oder jemanden kennen. Ein schweres Thema, das gut in die restliche Geschichte eingearbeitet wurde.

Die Verbindung mochte ich auch, wie sie ihre Mitglieder auswählen und behandeln war zuerst grausam, doch bedenkt man, was diese Männer erreichen können, versteht man die Sicherheitsvorkehrungen. Sie müssen schreckiche Dinge tun und damit leben. Diese ganze Verbindung fand ich so spannend und ich schauderte bei manchen Prüfungen und Gesprächen. Emery ist ein so netter Kerl, dass er dort eigentlich gar nicht rein passt und genau darum funktioniert das Buch so gut. Man liest von seiner Aufnahme und weiß, was seine Prüfung ist, allerdings liest man dann lange nur aus Sicht von Victoria und sieht alles durch ihre Augen. Man beginnt an Emery zu zweifeln, kann den netten Mann nicht mit Skull & Bones verbinden und hofft einfach, dass es vielleicht doch nicht stimmt. Wie die Autorin das aufgebaut hat finde ich einfach genial.

Wie schon gesagt gibt es auch die Liebesgeschichte, die sich direkt zu Beginn entwickelt. Das geht zwar schnell, ist so aber besser für die Geschichte, außerdem gibt es dann einen Zeitsprung, der alles noch realistischer macht. Emery und Victoria sind ein richtig schönes Paar, das merkt man schon auf den ersten Seiten. Ich mochte die beiden zusammen. Ihre Beziehung hat Höhen und Tiefen, also wirklich tiefe Tiefen, aber bis zum Ende habe ich gehofft, dass sie doch einen Weg finden um zusammen zu bleiben. Dass Victoria wegen des Tods ihres Bruders gegen Skull & Bones ermittelt ist da natürlich nicht hilfreich, denn Emery darf nichts über die Verbindung verraten.

Das Ende war dann unerwartet. Es gibt einige Wendungen, die unerwartet waren, über die ich mich aber gefreut habe. Ich mochte die Auflösung von allem, auch wenn mir das ein bisschen zu einfach vorkam. Skull & Bones wurde es als so brutal dargestellt und das Ende war dafür zu leicht gelöst.

Fazit:

Wie immer hat die Autorin abgeliefert und ich konnte das Buch zwischendurch gar nicht aus der Hand legen. Emery und Victoria sind tolle Protagonisten, das Buch behandelt wichtige Themen und das sehr gut. Nur das Ende kam mir zu einfach vor, daher kriegt das Buch nur 4 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Politischer Science-Fiction-Thriller

Das Ganymed-Fragment
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Hölle ist kein Ort aus Feuer und Folter, sondern ein Zustand des Bewusstseins, in dem das Ich für immer mit der Wahrheit konfrontiert ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Hölle ist kein Ort aus Feuer und Folter, sondern ein Zustand des Bewusstseins, in dem das Ich für immer mit der Wahrheit konfrontiert wird, die es nicht ertragen kann.

Das Cover finde ich interessant, der Krater spielt in dem Buch eine Rolle und man ist gleich neugierig, was sich darin verbirgt. Dass diese Szene es auf das Cover geschafft hat, finde ich gut.

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt leicht zu lesen. Die Kapitel sind sehr lange, was man mögen muss, aber man kommt wirklich schnell voran. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei man meist Alan bei seinen Ermittlungen begleitet.

Zu Beginn lernt man Alan kennen, der auf den Mond Ganymed geschickt wird, um dort einen Tod zu untersuchen. Doch auf Ganymed sind die Leute nicht sehr hilfsbereit und es gibt viele Geheimnisse, die Alan alle aufdecken will, auch um die Wahrheit zu erfahren.

Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen, denn man liest von den Ereignissen, die zum Tod von dem Mitarbeiter geführt haben. Dort wird schon klar, dass es vielleicht mehr war als nur ein Unfall und man wird natürlich neugierig, so ist es zumindest mir ergangen.

Alan mochte ich gerne. Man merkt ihm an, dass er ausgelaugt ist und nicht mehr so richtig kann, doch sein Job macht ihm trotzdem Spaß und er versucht immer das Richtige zu tun. Als einer der Wenigen, der an der Wahrheit interessiert ist, hat er gleich Sympathiepunkte gesammelt. Seine ganze Art an die Sache heranzugehen hat mir gefallen, er bleibt professionell und freundlich, kann aber auch ein bisschen mehr Druck auf die Leute ausüben, damit sie ihm helfen, ohne handgreiflich zu werden. Ich fand ihn als Ermittler wirklich super.

Alle anderen Charaktere sind mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben, zumindest ihre Namen nicht. Es gab den Leiter der Station, den ich eigentlich ganz gern mochte und dann noch die beiden Kollegen, die bei dem Tod dabei waren, wenn auch bewusstlos. Alle Nebencharaktere blieben eher flach, man erfährt nicht viel über sie, außer den Grund, wieso sie da sind und was sie auf dem Mond eigentlich machen. Für mich stach kein Nebencharakter wirklich heraus.

Da ich schon andere Bücher des Autors gelesen habe und sich der Klappentext auch so las, habe ich natürlich mit Aliens gerechnet. Was man hier bekommt ist er aber mehr ein Science-Fiction-Thriller, da eindeutig die Ermittlungen im Vordergrund stehen und andere Lebensformen nur nebenbei erwähnt werden. Das hat dem Buch aber nicht weh getan, denn die Geschichte ist trotzdem gut und spannend geschrieben.

Schon von Beginn an gibt es eine gewisse Grundspannung. Nicht nur, weil man den Tod des Arbeiters beschrieben bekommt, sondern auch weil Alan nur dürftige Informationen von seinem Chef bekommt und manche Antworten von den anderen Mitarbeitern auf Ganymed sehr kryptisch sind. Es wird also schnell klar, dass dort etwas faul ist und als Leser kann gut miträtseln. Bis zum Ende hin bleibt die Spannung erhalten und man will natürlich wissen, was da nun passiert ist. Ich empfand das Buch zu keinem Zeitpunkt als langweilig, obwohl es natürlich auch Stellen gab, in denen es keine Action oder Ermittlungen gab.

Das Fragment, welches dem Buch auch seinen Titel gibt, spielt eine wesentliche Rolle und man weiß lange nicht, was es eigentlich ist. Alan ebenso wenig und es wird ihm immer wieder gesagt, dass es für seine Ermittlungen nicht relevant ist. Doch als noch weitere Menschen sterben verhärtet sich sein verdacht, dass das Fragment doch etwas damit zu tun hat. Für mich war es genau richtig so, denn man erfährt nur langsam mehr über das Fragment und kann zusammen mit Alan den Todesfall immer besser rekonstruieren. Man wartet eigentlich immer nur darauf, dass die ganze Sache explodiert und das tut sie am Ende auch.

Kommen sehen habe ich es nicht, das muss ich dem Autor lassen. Es war klar, dass am Ende noch was Großes daherkommen wird, aber damit habe ich nicht gerechnet. Am Ende wurde es noch spannend, actionreich und alle Geheimnisse wurden aufgedeckt. Immer wieder muss man sich um das Leben seiner Lieblingscharaktere fürchten, denn es ist hier absolut nicht sicher, dass alle überleben. Die letzten 70 Seiten waren wirklich sehr gut und eigentlich auch abgeschlossen, dennoch bleibt auch noch Raum für eine Fortsetzung.

Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist mehr ein politischer Thriller mit Science-Fiction Elementen, was aber gar nicht schlimm ist. Ich mochte Alan als Charakter gerne und auch wie er die Ermittlungen geleitet hat fand ich gut. Ein paar Schwachstellen gab es dennoch, zum Beispiel blieben alle anderen Charaktere sehr flach oder auch die zeitliche Abfolge emfpand ich als merkwürdig. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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